Saisonstart am Wiestalstausee (Vorsicht Kritisch)

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Saisonstart am Wiestalstausee (Vorsicht Kritisch)

Beitrag von ni3da » 02.03.2015, 08:46

Gestern war es so weit!

Nach langer Winterpause endlich wieder mal ein wenig ans Wasser.
mit Rocksweeper zum Spin und Aqualite zum Hegenefischen ab ans Wasser und siehe da nach nur wenigen Minuten verirrte sich eine Rebofo an die 2er Hegene.

Nach vielen erfolglosen Würfen und einigen Forellen die von den anderen ''Anglern'' an land geslippt und schon bei lebendigem Leib mit einer verführerischen Schotter-Panade versehen wurden wurde es eindeutig Zeit für einen Platzwechsel!

Ich machte mich auf zum unteren Teil des Stausees und versuchte mit einem kleinen Blinker und diversen Gufis mein Glück.
Leider wurde der erfolg der sich ums verrecken nicht einstellen wollte noch durch Regen verschlimmert!

Bei meinen Würfen stellte ich fest das die Angler am unteren Teil des Sees kulinarisch komplett andere Vorstellungen haben.
So wird im unteren Teil der Fisch mit einem kräftigen Ruck mit der Angel aus dem Wasser gehoben und die Schnur somit im Ast über dem Angler verknotet und bleibt erstmal hängen bis die Schnur aus dem Ast befreit wird.... muss wohl irgend eine art der Lufttrocknung sein.

Nach einem weiteren Platzwechsel, weiteren erfolglosen Würfen und dem inhalieren von ca. 5m² Rauch der von dem Feuer aufstieg das mein Nachbar erfolglos versuchte in Gang zu bringen packte ich meine Ruten, die Rebofo und den Rest meiner, durch die nicht vorhandene Weidgerechtigkeit und durch Regen gepeitschte Motivation, und machte mich auf den Weg nach Hause.

Natürlich will ich hier nicht mit dem nackten Finger auf Angezogene Leute zeigen und jemanden verurteilen.

Aber Trotzdem will ich ganz klar feststellen das die Weidgerechte Fischerei eine Selbstverständlichkeit haben sollte
und jedes Tier mit mit größt möglich Respekt zu behandeln ist!


PS. An Alle die sich Angesprochen fühlen und keinen Kescher besitzen dürfen sich gerne per Pn bei mir melden!
Ich werde euch dann Links zukommen lassen die zu Internetseiten von Firmen führen welche so viele Kescher im Lager haben das sie diese sogar verkaufen können!



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Re: Saisonstart am Wiestalstausee (Vorsicht Kritisch)

Beitrag von erlei » 02.03.2015, 09:33

ni3da hat geschrieben:
Bei meinen Würfen stellte ich fest das die Angler am unteren Teil des Sees kulinarisch komplett andere Vorstellungen haben.
So wird im unteren Teil der Fisch mit einem kräftigen Ruck mit der Angel aus dem Wasser gehoben und die Schnur somit im Ast über dem Angler verknotet und bleibt erstmal hängen bis die Schnur aus dem Ast befreit wird.... muss wohl irgend eine art der Lufttrocknung sein.

Nach einem weiteren Platzwechsel, weiteren erfolglosen Würfen und dem inhalieren von ca. 5m² Rauch der von dem Feuer aufstieg das mein Nachbar erfolglos versuchte in Gang zu bringen packte ich meine Ruten, die Rebofo und den Rest meiner, durch die nicht vorhandene Weidgerechtigkeit und durch Regen gepeitschte Motivation, und machte mich auf den Weg nach Hause.

Natürlich will ich hier nicht mit dem nackten Finger auf Angezogene Leute zeigen und jemanden verurteilen.

Aber Trotzdem will ich ganz klar feststellen das die Weidgerechte Fischerei eine Selbstverständlichkeit haben sollte
und jedes Tier mit mit größt möglich Respekt zu behandeln ist!

Auch ich war gestern beim Saisonstart im Wiestal dabei, war erst gegen 10:30 Uhr dort und mir standen die Haare zu Berge. 2/3 des Stausees zugefroren, dazu noch der Wasserstand extrem niedrig. Deswegen standen ca. 50 Fischer fast übereinander am Ufer. Von einem relaxten Angeltag, den ich mir zumindest erhoffte, war nicht die Rede, lautes Geschrei, Feuerstellen so weit das Auge reichte usw.

Ich fand GsD eine Stelle, an der keine Angler waren, da es dort sehr seicht war. Ich konnte jedoch in den ersten 30 Minuten 3 schöne ReBo's fangen und bin danach gleich wieder heimgefahren, da eine Entspannung meinerseits nicht gegeben war.

Ich kann dir nur zustimmen, dass es von waidgerecht leider meilenweit entfernt war, was da manche so fabriziert haben. Ich finde es schade, dass an solchen Tagen, keine Kontrolleure oä. am Wasser zu finden sind. Ich werde meine Erfahrungen dem Vorstand des FV Kuchl natürlich näher bringen, da mich die gestrigen Erlebnisse doch schockiert haben.

Zu deiner Anspielung mit dem Kescher möchte ich noch sagen, dass auch ich meist eine Handlandung bevorzuge, dennoch sollte man als Angler schon wissen wie man mit Geschöpfen der Natur umzugehen hat.
“Komm, geh’ mit angeln", sagte der Fischer zum Wurm

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Re: Saisonstart am Wiestalstausee (Vorsicht Kritisch)

Beitrag von 19ManueL91 » 02.03.2015, 09:34

Hast du die besagten Personen auch persönlich angesprochen?

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Re: Saisonstart am Wiestalstausee (Vorsicht Kritisch)

Beitrag von fuschlsee0 » 02.03.2015, 09:41

Der Wiestalstausee wird leider wie ein put+take-puff bewirtschaftet. Im Vordergrund steht eine größtmögliche Zahl an verkauften Karten und die Basis dafür ist eine größt-mögliche Entnahme. Daher werden tonnenweise fangfähige Forellen per Lastwagen für die "Fischer" dort hineingekipt.
Das Ergebnis ist, dass sich diejenigen "Angler", die keine Ahnung von Gewässer, Ökologie und nachhaltiger Nutzung von Gewässern haben, sondern die schöne Fischertage anhand von Ausfangmengen zuordnen, dort gehäuft finden.
Das ist schade für den Wiestalstausee, aber gut für die anderen Gewässer!

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Re: Saisonstart am Wiestalstausee (Vorsicht Kritisch)

Beitrag von ni3da » 02.03.2015, 10:08

19ManueL91 hat geschrieben:Hast du die besagten Personen auch persönlich angesprochen?
Nein!
ich bin kein Kontrollorgan!

Außerdem sind da immer mehrere Angler auf einem Haufen beisammen gesessen und ich lasse mich nicht auf Diskussionen mit solchen
Fleischfischerhorden ein!
fuschlsee0 hat geschrieben:Der Wiestalstausee wird leider wie ein put+take-puff bewirtschaftet. Im Vordergrund steht eine größtmögliche Zahl an verkauften Karten und die Basis dafür ist eine größt-mögliche Entnahme. Daher werden tonnenweise fangfähige Forellen per Lastwagen für die "Fischer" dort hineingekipt.
Das Ergebnis ist, dass sich diejenigen "Angler", die keine Ahnung von Gewässer, Ökologie und nachhaltiger Nutzung von Gewässern haben, sondern die schöne Fischertage anhand von Ausfangmengen zuordnen, dort gehäuft finden.
Das ist schade für den Wiestalstausee, aber gut für die anderen Gewässer!

Ist wie ich finde sehr schade!
Da bei uns am Mondsee die Saison erst am 1.4 beginnt bin ich immer gerne zum Stausee gefahren um das letzte Monat ein wenig zu verkürzen.
Damals waren auch noch vernünftige Saiblinge und Tolle Seeforellen zu fangen!
Aber mit dieser Regenbogenpolitik um die Fleischfischer zu befriedigen und vor allem anzulocken entfällt für mich dieses einst tolle Gewässer von meiner Liste!
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Ein beispiel für die Tollen Fische die da drin waren!
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Re: Saisonstart am Wiestalstausee (Vorsicht Kritisch)

Beitrag von 19ManueL91 » 02.03.2015, 11:28

ni3da hat geschrieben:
19ManueL91 hat geschrieben:Hast du die besagten Personen auch persönlich angesprochen?
Nein!
ich bin kein Kontrollorgan!

Außerdem sind da immer mehrere Angler auf einem Haufen beisammen gesessen und ich lasse mich nicht auf Diskussionen mit solchen
Fleischfischerhorden ein!
Sry aber das Argument ist für mich ein kompletter Blödsinn.
Das ist so wie wenn du auf der Straße siehst, dass einem Kind von Gleichaltrigen sagen wir mal das Handy gestohlen wird (oder ein Hundebesitzer auf sein Tier eintritt) und du greifst nicht ein mit dem Argument "Ich bin ja kein Kontrollorgan".

Wenn einem was gegen den Strich geht, wie das unweidgerechte behandeln von Fischen dann kann man´s zumindest ansprechen (hier im Forum tust du´s ja auch).
Man muss sich ja auch auf keine 10 minütige Diskussion einlassen, vl. regt ein kurzer Spruch wie "Würdet ihr wollen, dass man euer Haustier so behandelt?" ja auch einige zum nachdenken an.

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Re: Saisonstart am Wiestalstausee (Vorsicht Kritisch)

Beitrag von ni3da » 02.03.2015, 11:40

19ManueL91 hat geschrieben:Sry aber das Argument ist für mich ein kompletter Blödsinn.
Das ist so wie wenn du auf der Straße siehst, dass einem Kind von Gleichaltrigen sagen wir mal das Handy gestohlen wird (oder ein Hundebesitzer auf sein Tier eintritt) und du greifst nicht ein mit dem Argument "Ich bin ja kein Kontrollorgan".

Wenn einem was gegen den Strich geht, wie das unweidgerechte behandeln von Fischen dann kann man´s zumindest ansprechen (hier im Forum tust du´s ja auch).
Man muss sich ja auch auf keine 10 minütige Diskussion einlassen, vl. regt ein kurzer Spruch wie "Würdet ihr wollen, dass man euer Haustier so behandelt?" ja auch einige zum nachdenken an.
Das Wort eines 24 jährigen Anglers wie ich es bin hat bestimmt Gewicht bei 40-50 Jährigen die sich locker einen Stuhl aus den leeren Bierdosen um sie herum hätten bauen können :lol:
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Re: Saisonstart am Wiestalstausee (Vorsicht Kritisch)

Beitrag von Eastpark » 02.03.2015, 11:50

ni3da hat geschrieben:
19ManueL91 hat geschrieben:Sry aber das Argument ist für mich ein kompletter Blödsinn.
Das ist so wie wenn du auf der Straße siehst, dass einem Kind von Gleichaltrigen sagen wir mal das Handy gestohlen wird (oder ein Hundebesitzer auf sein Tier eintritt) und du greifst nicht ein mit dem Argument "Ich bin ja kein Kontrollorgan".

Wenn einem was gegen den Strich geht, wie das unweidgerechte behandeln von Fischen dann kann man´s zumindest ansprechen (hier im Forum tust du´s ja auch).
Man muss sich ja auch auf keine 10 minütige Diskussion einlassen, vl. regt ein kurzer Spruch wie "Würdet ihr wollen, dass man euer Haustier so behandelt?" ja auch einige zum nachdenken an.
Das Wort eines 24 jährigen Anglers wie ich es bin hat bestimmt Gewicht bei 40-50 Jährigen die sich locker einen Stuhl aus den leeren Bierdosen um sie herum hätten bauen können :lol:

Möglicherweise genau deshalb. Weil sich ein "Junger" Angler Traut, diese Turnbeutelvergesser auf ihre Blödheit hinzuweisen..
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Re: Saisonstart am Wiestalstausee (Vorsicht Kritisch)

Beitrag von meindi » 02.03.2015, 13:24

fuschlsee0 hat geschrieben:Der Wiestalstausee wird leider wie ein put+take-puff bewirtschaftet. Im Vordergrund steht eine größtmögliche Zahl an verkauften Karten und die Basis dafür ist eine größt-mögliche Entnahme. Daher werden tonnenweise fangfähige Forellen per Lastwagen für die "Fischer" dort hineingekipt.
Das Ergebnis ist, dass sich diejenigen "Angler", die keine Ahnung von Gewässer, Ökologie und nachhaltiger Nutzung von Gewässern haben, sondern die schöne Fischertage anhand von Ausfangmengen zuordnen, dort gehäuft finden.
Das ist schade für den Wiestalstausee, aber gut für die anderen Gewässer!
Dem wäre eigtl nichts mehr hinzuzufügen!

Aber ganz ehrlich: Wenn ich am ersten Tag der Saison an eines der wenigen offenen Gewässer in Salzburg gehe, das ohnehin aufgrund oben zitierter Tatsache schon überfüllt ist mit, naja nennen wir es mal "Fischern ohne Bewusstsein", dann kann ich mir wohl ernsthaft nicht erwarten, dass ich in Seelenruhe einen entspannten Tag in der "Natur" verbringen kann. Gewässer mit solchen Bewirtschaftungsmaßnahmen ziehen ja doch immer besagte Klientel an, eh klar gibt ja was auf einfache Weise zu holen, dann wird auch gegeiert.
Zuletzt geändert von meindi am 02.03.2015, 14:51, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Saisonstart am Wiestalstausee (Vorsicht Kritisch)

Beitrag von fuschlsee0 » 02.03.2015, 13:54

ni3da hat geschrieben: "Ist wie ich finde sehr schade!
Da bei uns am Mondsee die Saison erst am 1.4 beginnt bin ich immer gerne zum Stausee gefahren um das letzte Monat ein wenig zu verkürzen.
Damals waren auch noch vernünftige Saiblinge und Tolle Seeforellen zu fangen!"


Das waren genauso fangbereite Besatzfische. Nur die etwas bessern. Für die "etwas besseren" Angler. Also der gleiche Plunder nur mit Chromzierleiste.

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Re: Saisonstart am Wiestalstausee (Vorsicht Kritisch)

Beitrag von 3punkt0 » 02.03.2015, 19:54

Ein interessanter Beitrag welcher mir gut gefällt, respektlosem Verhalten am Wasser egal ob gegenüber der Natur oder anderen Anglern sollte man Beachtung schenken.

Hier zeigen sich gleich mehrere Probleme:

- verschiedene Generationen mit unterschiedlichen Auffassungen
- verschiedene Auffassungen innerhalb innerhalb der Gemeinschaft Angler
- verschiedene Auffassungen bzw. Einstellungen zum Thema Waidgerechtigkeit
... um nur mal ein paar davon zu nennen.

@ni3da

Ich zähle dich mal zu einer anderen Generation Angler als die sonstigen welche an diesem Tag das Gewässer besuchten. Als jüngerer Mensch hat man zwangsläufig andere Einstellungen zu Naturschutz, Waidgerechtigkeit, Verhalten am Wasser usw. - Konflikte sind somit vorprogrammiert.
Klar, dass du dich in mitten von 50 jährigen in der Früh schon Biertrinkenden Anglern nicht wohl fühlst welche Fische mit Mach 5 aus dem Wasser fetzen und für die Waidgerechtigkeit falls sie das Wort überhaupt kennen etwas so notwendiges ist wie ein Hundekot an der Schuhsohle.

Besagte Personen auf ihre Unzulänglichkeiten anzusprechen (wie es manche hier vorschlagen) würde ich keinesfalls empfehlen, vor allem nicht wenn Alkohol im Spiel ist. AUF KEINEN FALL. Im besten Falle ist es eine einseitige Diskussion welche du nicht gewinnen kannst, im schlechtesten Fall ein Faustkampf welcher mit der Polizei endet. Du hast absolut Recht, du bist kein Aufsichtsorgan und solltest dich auch so verhalten.

Allerdings muss ich auch so manchem hier Recht geben wenn er dir vorschlägt andere Gewässer zu besuchen. Als C&R Angler (damit meine ich nicht dich) ein put+take Gewässer zu besuchen und dann über die dort praktizierten Methoden zu schimpfen macht halt auch wenig Sinn, ich persönlich meide Gewässer an denen ich mich nicht wohl fühle so gut wie möglich.

Waidgerechtigkeit ist leider kein Begriff welcher so eindeutig ist wie eine STOP Tafel im Straßenverkehr. Dementsprechend durfte auch ich schon horrende Umgangsformen mit Lebewesen am Wasser beobachten. Aber nur als Fischereiaufsichtsorgan darfst du da eingreifen. Selbst gut gemeinte Ratschläge können schnell unliebsame Umgangsformen am Wasser annehmen.

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Re: Saisonstart am Wiestalstausee (Vorsicht Kritisch)

Beitrag von peterben » 03.03.2015, 07:12

Die Meinung eines 59-jährigen Fischereiaufsehers (der auch manchmal ein Bier beim Angeln trinkt un hofft daß das erlaubt bleibt) über Gewässer dieser Art: Wer sich mit Hunden schlafen legt muß damit rechnen mit Flöhen aufzuwachen. Deshalb würde ich solchen Betreibern eines Wassers keinen Cent hintragen und mithelfen dieses System zu betreiben. Damit bleiben die von dir erwähnten Typen unter sich und du mußt dich nicht ärgern. Schuld daran ist unter anderem daß es keine Kontrolle dieser Reviere durch übergeordnete Stellen gibt, die diese Sachen abstellen und auch berechtigt sind den Fischereiausübungsberechtigten zu belangen wegen dieser Tierquälerei. Abraten würde ich aber auch sich als Nicht-Aufsichtsorgan dort einzumischen da man dafür keinerlei rechtliche Grundlagen hat.

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Re: Saisonstart am Wiestalstausee (Vorsicht Kritisch)

Beitrag von ni3da » 03.03.2015, 08:49

mir war klar das mir einige recht und einige unrecht geben!
und natürlich stimmt die aussage das man sowas an einem solchen gewässer zu erwarten hat!
ich finde nur das es egal ist ob nun am wiestalstausee oder irgentwo sonst auf der welt...
der mensch darf sich nicht über andere lebewesen stellen und diese behandeln wie ein totes stück fleisch!

mit essen spielt man generell nicht egal ob tot oder noch lebendig!

und da wir angler leider viel zu gerne von der gesellschaft in die tierquäler schublade gesteckt werden
ist es umso trauriger das uns genau diese eigentlich gleichgesinnten mit solchen aktionen dahin bringen!

am ende kann man nur hoffen das die aufseher am stausee vlt irgentwann ihre scheu vor dem regen verlieren und etwas genauer hinschauen!


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Re: Saisonstart am Wiestalstausee (Vorsicht Kritisch)

Beitrag von OHKW » 03.03.2015, 09:47

@peterben
Da kann ich dir eigentlich nur zustimmen. Die erwähnten übergeordneten Stellen gibt es ja eigentlich, aber ich schätze die kommen wohl in Salzburg ihrer Aufgabe genauso wenig nach wie bei uns.
Was das Bier betrifft: Hoffentlich bleibt uns Anglern ein Alkoholverbot am Wasser erspart, nur wegen der Maßlosigkeit einiger Spezialisten.

@ni3da
Schön formulierter Bericht. Ich finde es gut, dass du auch Sachen die eigentlich nur mehr traurig sind mit Humor nehmen kannst. Zynismus ist auch ein Weg Kritik anzubringen.
Wobei mich eine Schotterpanade bei einem Fisch, der in der nächsten Sekunde ja nach Alkoholspiegel des Anglers abgeschlagen oder totgetrampelt wird, jetzt nicht besonders schreckt. Für den Fall eines zurückzusetzenden Fisches kann man das freilich behutsamer angehen, da dürfte aber der tiefgeschluckte, an dem Gewässer nicht erlaubte Mistwurm inklusive Drilling im Magen ohnehin das größere Problem darstellen.
Man muss bedenken, dass sich an solchen Forellenseen auch etliche Anfänger versammeln, welche mit der Situation tatsächlich einen 30cm Fisch am hochseetauglichen Gerät zu haken erst mal vollends überfordert sind, wie der Herr der voller Freude gleich mal mit Schnur, Montage und Fisch den Baum schmückt um dieses einmalige Ereignis gebührend zu feiern.
Persönlich muss ich wohl zugeben auch in meiner Anfängerzeit mit völlig unpassendem Hecht-Gerät am Forellensee Karpfenmontagen beködert mit Teig auf Zuchtkrüppel ausgelegt zu haben :roll:. Und ja, auch mir ist der erste Fisch dreimal aus der Hand gefallen, bis ich es geschafft hab ihm und meiner Hand mit dem Knüppel eine Delle zu verpassen die dem Fisch das Licht ausgeblasen hat und meinem Handrücken in den schönsten Farben erblühen ließ.... zum Glück ist das schon ziemlich lange her....
Aber auch etliche Profis mit vielen Jahren Erfahrung schaffen es zurückzusetzenden Fischen erst Mal die Klofinger quer durch die Atmungsorgane zu stecken um sie anschließend in ihrem heißen Anglerblut zu tränken, weil das Hechtlein, offenbar angeekelt von besagten Klofingern, noch mal wild zu schlagen anfängt. Kurz darauf wird sowohl der Waidgerechtigkeit als auch dem Fisch vor der Kameralinse das Genick gebrochen indem, nur am Unterkiefer gehalten, selbiger plötzlich das gesamte Gewicht des Fisches in möglichst ungünstiger Position tragen muss.
Da hilft es dann auch nicht mehr, wenn der Fisch dann vielleicht noch mit einem für die klinische Handdesinfektion mittlerer Weile nicht mehr zugelassenen, da viel zu scharfen, Antiseptikum regelrecht überbrüht wird.
Wenn man bei besagter Sorte Profi dann noch Kritik anbringt, wird man vor versammelter Jüngerschaft bestenfalls gekreuzigt, was immer noch bedeutend humaner ist, als das was dem armen Fisch zuvor angetan wurde.
Mann muss es sich selbst nicht unnötig schwer machen wenn man es genauso gut anderen unnötig schwer machen kann.

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Re: Saisonstart am Wiestalstausee (Vorsicht Kritisch)

Beitrag von fuschlsee0 » 03.03.2015, 10:31

JEP! OHKW! Sehr amüsanter Beitrag zu einem grausigen Thema. :up2:

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