Leichte Spinnrute und Rolle für Forellen im Fluss

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Leichte Spinnrute und Rolle für Forellen im Fluss

Beitrag von tomobi » 18.07.2020, 20:56

Liebe Angelkollegen,

ich bin auf der Suche nach einem leichten Setup für Spinnfischen auf Forellen in der oberen Drau. Das Gewässer ist relativ klein, die Forellen maximal so um die 40cm und ich gehe so 1-2x im Jahr. Könnt ihr mir eine Rolle/Rute empfehlen? Was sollte ich ausgeben, um vernünftiges Zeug zu bekommen? Und welche Schnurdicke (würde eine Mono nehmen) würdet ihr mir hier empfehlen? Danke schonmal.

LG
Tom

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Re: Leichte Spinnrute und Rolle für Forellen im Fluss

Beitrag von da_cesa » 18.07.2020, 21:42

Ganz ehrlich...

Ich hab mir mal Just 4fun eine 275cm (9ft) berkley cherrywood lowbudget (keine 30€) mit einem WG v. 7-28g gekauft. Da drauf eine shimano aernos mit einer 0,08er geflochtenen und dünnem FC drauf...
da bist deutlich unter 180-200€ dabei.

Hab sie gern gefischt bevor ich das spinfischen gegen d. Fliegenwacheln getauscht hab.

Kann diese kombo jedenfalls empfehlen. Die eingefleischten markenfreaks werden ob der lowbudget d. Nase rümpfen aber sie ist wirklich smooth und ich fische auch jetzt mit der fliege auch an kleinen bächen lieber längere ruten als zu kurze.

Lg

tomobi
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Re: Leichte Spinnrute und Rolle für Forellen im Fluss

Beitrag von tomobi » 18.07.2020, 23:11

servus da_cesa - und danke schonmal für die tipps!

Bei der Rute werde ich mir definitiv was leichteres holen, weil ich wirklich nur sehr kleine Spinner verwende... aber da würde es von Berkley eh auch passende geben! Wonach wählt man seine Rutenlänge aus? Ist eher ein verwachsenes Ufer, daher würde ich zu kürzeren Ruten tendieren.

Die Shimano Aernos bekommt man nirgendwo mehr - was wäre hier was vergleichbares für meinen Einsatzzweck?

Danke!

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Re: Leichte Spinnrute und Rolle für Forellen im Fluss

Beitrag von D4vE » 19.07.2020, 00:09

Daiwa Ninja und Shimano Sahara sind 2 sehr gute low Budget Rollen, speziell fürs leichte fischen.

Wenn du aus dem Gestrüpp heraus fischen willst nimm dir definitiv eine kurze Rute 2m - 2,2m.

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Re: Leichte Spinnrute und Rolle für Forellen im Fluss

Beitrag von tomobi » 19.07.2020, 10:27

@D4vE

Ich hätte da jetzt die Shimano Sahara 2500FI oder die Daiwa Ninja LT 2500 im Auge... passen die für meinen Einsatzzweck?

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Re: Leichte Spinnrute und Rolle für Forellen im Fluss

Beitrag von D4vE » 19.07.2020, 10:57

Ausprobieren =)

Habe ich hier schon mal geschrieben: https://angelforum.at/viewtopic.php?f=6&t=23231

Je nachdem wie leicht die Rute ist, tuts evtl sogar eine 1000er, da maximale Wurfweite am Bach vermutlich irrelevant ist.
Rollengröße ist auch oft persönliche Präferenz, deswegen die nehmen, die sich am besten anfühlt.

Die Ninja und die Sahara sind wie gesagt gute Spinnrollen fürs kleine Geld.

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Re: Leichte Spinnrute und Rolle für Forellen im Fluss

Beitrag von Oze147 » 19.07.2020, 17:51

Ich kann da meinen Vorschreibern nur Recht geben.
Gerade für den Forellenbereich gibt's viele nette Ruten zu sehr günstigen Preisen.
Die Cherrywoods waren damals feine Ruten oder auch die Vendetta Serie von Abu Garcia.
Wenn du nen halbwegs ausgestattet Angelshop in der Nähe hast, wirst du im unteren Preissegment sicher eine Rute finden mit der du viel Freude haben wirst. Ob da Jenzi, Shimano, Balzer, oder was auch immer draufsteht ist da nebensächlich.
Ich würd die Rute unter Umständen aber nicht zu kurz wählen. Eine kurze Rute ist angenehm wenn man sich wirklich durchs Unterholz arbeiten muss oder vielleicht mit der Wathose unterwegs ist, aber eine lange Rute bietet den Vorteil, dass man bei Uferbewuchs dann drüber hinaus reicht und nicht in den engen Lücken rumhantieren muss.

Die Empfehlung für die Daiwa Ninja kann ich nur unterstreichen. Eine sehr solide Rolle zu einem Toppreis.

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Re: Leichte Spinnrute und Rolle für Forellen im Fluss

Beitrag von da_cesa » 20.07.2020, 20:44

D4vE hat geschrieben:
19.07.2020, 10:57
Ausprobieren =)

Habe ich hier schon mal geschrieben: https://angelforum.at/viewtopic.php?f=6&t=23231

Je nachdem wie leicht die Rute ist, tuts evtl sogar eine 1000er, da maximale Wurfweite am Bach vermutlich irrelevant ist.
Rollengröße ist auch oft persönliche Präferenz, deswegen die nehmen, die sich am besten anfühlt.

Die Ninja und die Sahara sind wie gesagt gute Spinnrollen fürs kleine Geld.

Hab auch nur eine 1000er aernos drauf. Funzt muss ich sagen. Aber sie verstaubt seit 3 jahren....

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Re: Leichte Spinnrute und Rolle für Forellen im Fluss

Beitrag von tomobi » 25.07.2020, 12:20

Vielen Dank für eure Tipps!

Ich habe mir letzte Woche folgendes Setup gegönnt:
- Daiwa Ninja LT 2000
- Daiwa Ninja X UL Spin 190cm 1-9g
- 20er Monoschnur

Da ich nur mittelgroße Bäche befischen werde (Drau in Osttirol) und das Ufer meist komplett verwachsen ist, habe ich die Rute sehr leicht und kurz gewählt. Aber ich war jetzt doch überrascht, wie filigran die 1-9g Rute ist :shock:
Ich bin mir zwar sicher, dass ich kaum Größere Spinner als Größe 2 oder 3 verwenden werde, dennoch zweifle ich jetzt etwas an meiner Wahl. Ich hätte noch die Möglichkeit, auf eine 3-15g Rute umzusteigen. Was sagt ihr dazu? Passt die 1-9g schon oder soll ich lieber sicher gehen und die etwas robustere nehmen? Danke.

LG
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Re: Leichte Spinnrute und Rolle für Forellen im Fluss

Beitrag von OHKW » 25.07.2020, 12:50

Fisch doch jetzt erstmal die 9g Variante. Wenn sie zu leicht für deine Köder ist, kannst immer noch auf die 15g umsteigen. Dann hast halt im schlimmsten Fall zwei Ruten. Die 35€ kann man wohl riskieren.

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Re: Leichte Spinnrute und Rolle für Forellen im Fluss

Beitrag von tomobi » 25.07.2020, 15:00

OHKW hat geschrieben:
25.07.2020, 12:50
Fisch doch jetzt erstmal die 9g Variante. Wenn sie zu leicht für deine Köder ist, kannst immer noch auf die 15g umsteigen. Dann hast halt im schlimmsten Fall zwei Ruten. Die 35€ kann man wohl riskieren.
Eigentlich hast du vollkommen recht... so kann man sich wegen 35€ auch verrückt machen 😄

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Re: Leichte Spinnrute und Rolle für Forellen im Fluss

Beitrag von D4vE » 25.07.2020, 17:12

Grad um gezielt Forellen zu befischen mit "Durchkurbelködern" machst du mit der UL wahrscheinlich alles richtig und v.a. machen die Kollegen damit auch mächtig Spaß.

Gute Wahl mit der Mono, damit wirst du meiner Erfahrung nach wenig Ausschlitzer haben und der Fisch kommt schonend zu dir.

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Re: Leichte Spinnrute und Rolle für Forellen im Fluss

Beitrag von tomobi » 25.07.2020, 19:13

D4vE hat geschrieben:
25.07.2020, 17:12
Grad um gezielt Forellen zu befischen mit "Durchkurbelködern" machst du mit der UL wahrscheinlich alles richtig und v.a. machen die Kollegen damit auch mächtig Spaß.

Gute Wahl mit der Mono, damit wirst du meiner Erfahrung nach wenig Ausschlitzer haben und der Fisch kommt schonend zu dir.
Danke für die Antwort - das ist schön zu hören!
Ich freu mich eh schon wie ein kleines Kind aufs Ausprobieren übernächste Woche. 😄

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Re: Leichte Spinnrute und Rolle für Forellen im Fluss

Beitrag von tomobi » 08.08.2020, 06:53

Grüß euch,

letztes Wochenende bin ich endlich zum ausprobieren meines Equipments gekommen - hat Spaß gemacht :up2:

ABER: Leider habe ich mit dieser Rute absolut kein Gefühl für den Köder... Beim Einholen habe ich gar nichts gespürt, erst in den letzten 2-3m Schnur. Großteils habe ich nicht mal die Bisse mitbekommen - es wurde einfach nur der Widerstand beim Einholen langsam größer. Letztes Jahr hatte ich zwar eine viel zu schwere Rute, aber mit ihr habe ich super die Vibrationen der Spinner (wusste immer gleich, wenn er sich beim Auswerfen verdreht hat und nicht frei dreht - war diesmal unmöglich zu beurteilen) und auch jeden Biss sehr deutlich gespürt.
Ist die Rute also doch zu leicht für diesen Bach? Oder habt ihr andere Ideen?

LG
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Re: Leichte Spinnrute und Rolle für Forellen im Fluss

Beitrag von OHKW » 08.08.2020, 10:05

Man spürt mit leichtem Gerät mehr als mit schwerem. Für die Sensitivität ist in allererster Linie mal die Schnur entscheidend. Je mehr Dehnung die hat, desto weniger spürst du. Mono ist da am dehnbarsten, FC ist etwas besser und Geflecht hat am wenigsten Dehnung.
Der nächste Punkt ist die Rutenspitze, je feiner die ist, desto mehr kriegst du mit. Erst danach kommen Faktoren wie der Modulus der Kohlefaser und der Blankaufbau ins Spiel. Um da maximale Feinfühligkeit auszureizen braucht es einen möglichst dünnwandigen hochmodulierten Blank. Solche Ruten sind dann in letzter Ausführung aber um eine Zehnerpotenz teurer als eine Daiwa Ninja.
Die Auslegung auf hohe Sensitivität braucht man allerdings viel eher beim Finesse und Gummifischen auf Barsch, Zander, Schwarzbarsch und Konsorten wo es oft darum geht die Beschaffenheit des Gewässergrunds zu erspüren und jeden noch so vorsichtigen Anstupser mit zu bekommen.
Für die Forellenfischerei mit Spinner und kleinen Wobblern ist solches Gerät allerdings überhaupt nicht zu empfehlen, weil man auf der einen Seite von der Köderaktion zu viel mitbekommt (Crankbaits fühlen sich da an wie eine Traktorfahrt) und auf der anderen Seite führt das Nicht-Vorhandensein von Dehnung dazu das kein Puffer da ist um Schläge, Kopfstöße des Fischs abzufangen, wodurch es viel leichter zu Drillausteigern oder zum Ausschlitzen des Köders kommt.

Erklär mal was du genau für Köder, Bebleiung, Vorfach etc. verwendest. Wenn da z.B. ein viel zu großer Karabiner zwischen Schnur und Vorfach hängt und vielleicht noch einer vor dem Köder, dann kann es dazu kommen dass du vom Köder nichts mehr mitbekommst weil der Karabiner schneller sinkt als der Köder und letzterer dann praktisch entkoppelt hinter dem Karabiner hertreibt. Wäre jetzt ein Extremfall aber ich habe schon einiges an "Beratungsunfällen" aus dem Angelgeschäft gesehen bzw. "originelle" Setups ;)

Meine Vermutung ist aber, dass du 90° zur Strömung fischt und dabei ein Schnurbauch/bogen entsteht (hat man auch bei starkem Seitenwind). In so einem Fall spürst vom Köder so oder so gar nix.

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