Aller Anfang is schwer ;)

Anleitungen zum Binden von Fliegen
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Nico1998
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Aller Anfang is schwer ;)

Beitrag von Nico1998 » 28.01.2015, 13:51

Hi Leute,

ich bin 16 Jahre alt und bin seit 1,5 Jahren begeisterter Fliegenfischer... (des gibt mir irgendwie mehr als Computer spielen und ähnliches).
Zu Weihnachten habe ich mir dann mein erstes Fliegenbindematerial/ -Werkzeug gewünscht und binde seit dem meine Fliegen. Mehr oder weniger erfolgreich :).
Allerdings sehen meine Fliegen halt nicht immer genauso so aus wie die vorgegebenen Muster... (is ja auch normal oder?)
Des wegen versuche ich immer wieder auch mal Eigenkreationen in denen ich dann verschiedene Muster "kombiniere".

Jetzt is meine Frage ob das seinen Zweck genau so erfüllt oder ob ich besser dran bin wenn ich nur die Standardfliegen nachbinde :?:

Wie ist eure Erfahrung?

Außerdem wäre es super wenn mir jemand der sich mit dem Fliegenfischen im Ostallgäu (Wertach) ein bisschen auskennt und mir vllt fängige Muster, oder sonstige Tipps geben kann...

:danke: Schon mal für eure Antworten :la ola:

Petri Heil
Nico

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konfuzius6699
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Re: Aller Anfang is schwer ;)

Beitrag von konfuzius6699 » 28.01.2015, 16:34

Ich bin zwar kein fliegennfischer, aber soweit ich weiß liegt in der Fliege der Sinn den natürlichen köder des zielfisches naturgetreu nachzuahmen...

Nur mal so was zusammenstellen bringt wahrscheinlich auch Erfolge wenn der Fisch hungrig ist..

Aber wenn der Fisch misstrauisch ist und nicht so hungrig ist , kann es sein dass er sich deine komische fliege nur mal genauer anschaut, und bei einer anderen fliege hätte er eventuell gleich zugebissen...

Beschäftige dich also mit den ködern wie die aussehen und wie sich die köder im bzw auf dem Wasser eigentlich verhalten...
Denn oft ist auch die Führung des Köders entscheidend... Sinkphasen, Ruhepausen ... Zuckungen etc. die das Misstrauen des Fisches überlisten.

Ich hoffe ich habe dies ohne genauere Kenntnis der fliegenfischerei richtig rübergebracht..

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Oze147
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Re: Aller Anfang is schwer ;)

Beitrag von Oze147 » 28.01.2015, 17:52

Bei mir war der Einstieg ins Fliegenbinden ganz ähnlich und bei dem was ich da so herausgelesen hab, bist auch du auf einem guten Weg.

Von der technischen Sicht her, würd ich dir zu Anfang raten dich an vorgegebene Muster zu halten um die verschiedenen Methoden zu lernen bzw. zu üben. Ein gutes Buch übers Fliegenbinden oder die tausenden Anleitungen und Videos im Netz leisten dir da sicher gute Dienste. Als Einstieg würde ich da zu einfachen, klassischen Mustern raten um dann schön langsam die Schwierigkeit zu steigern und kompliziertere Fliegen angehen bzw. neue Techniken dazu zu lernen.

Von der Materialseite rate ich dir, gerade als Jungangler, einfach kreativ zu sein. Bindematerial aus dem Angelladen ist teuer und ein Vorrat baut sich erst mit der Zeit auf. Das bedeutet aber nicht, dass du dich auf zwei, drei Muster beschränken musst. Um dich herum ist überall Bindemateral und die Fische stört es nicht wenn das Dubbing nicht vom Hasen sondern von deiner Hauskatze kommt.
Auch alle möglichen Woll- und Textilfasern, Draht aus einem alten Kabel oder Federn vom Faschingskostüm eignen sich zum Binden. Vogelfedern findet man an jedem See, im Wald oder wenn man einmal freundlich beim nächsten Bauernhof fragt. Und wenn man einen Jäger im Bekanntenkreis hat, ist das der erste dem man mal eine Forelle als Geschenk mitbringt. :D
Gerade am Anfang ist auch ein wasserfester Filzstift besser als sich zehn teure Tütchen Material in verschiedenen Farben zu kaufen oder ein paar bunte Glasperlen im 1 € Shop anstatt den Tungsten Heads.

Was dann schlussendlich fängt entscheiden die Fische und die Erfahrung. Was aber nicht bedeutet, dass man eine Red Tag nicht auch mal mit einem gelben Schwänzchen binden darf. Generell ist es immer gut wenn man sich an dem orientiert, was am Wasser so kreucht und fleucht. Dabei kann man eine Wissenschaft daraus machen...muss man aber nicht. Konzentrier dich einfach mal auf natürliche Farben und zwei, drei passende Größen und du wirst deine Fische fangen. Das Experementieren behalt aber auch unbedingt bei, denn das ist einer der schönsten Aspekte beim selber Binden.

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