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Der lange Weg zum "großen" Barsch!

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Der lange Weg zum "großen" Barsch!

Beitragvon Proxi1990 » 18.11.2016, 17:41

Der lange Weg zum „großen“ Barsch!

Für mich war der Barsch eigentlich schon immer einer der schönsten Fische, vor allem seine Zeichnung ist es, was mir imponiert. Warum ich ihn noch nie gezielt beangelte kann ich ehrlich gesagt gar nicht beantworten. Hin und wieder ging mir einer in Fingerlänge beim Fischen mit Pose und Wurm an den Haken. Aber auch über diese kleinen Exemplare war die Freude groß.
Dann kam das Jahr 2016 und mit diesem auch ein neues Revier. Zu Beginn des Jahres drehte sich alles nur ums Karpfenfischen. Von Barschen in dem Revier wusste ich nicht viel, hin und wieder hörte ich, wie einige über kapitale Barsche redeten. Jedoch konnte ich keinen Fischer beobachten, der auch nur einen kleinen Barsch fing. Wahrscheinlich wurde aber auch einfach nicht gezielt auf sie gefischt.

Im August machte ich dann eine Beobachtung, woraufhin ich den Entschluss fasste: „Genug mit Karpfenfischen, ich will Barsche fangen!!“ Ich machte gerade einen meiner Kurzansitze auf Karpfen, als ich einen meiner Fänge keschern wollte. Der Fisch war versorgt im Kescher, als plötzlich ein Fisch mitten auf den im Wasser liegenden Kescher zuschoss. Ich dachte zuerst an einen Satzkarpfen, aber dann wurde mir schnell klar, dass ich mich irrte. Was ich für einen kleinen Karpfen hielt, war ein Barsch mit mindestens 45, wenn nicht 50 Zentimeter. Außerdem musste er mindestens 1,5 bis 2 Kilogramm auf die Waage bringen. Diese eine Situation weckte das Barschfieber in mir!

Ab in den Angelladen, eine neue Spinnrute mit kleinem Wurfgewicht musste her. Dazu einige Meter Fluorocarbon und eine kleine Auswahl an kleinen Gummifischen, Wobbler, Blinker und Spinner. Vorerst wollte ich es ohne Dropshot-Montage probieren, auch wenn ich von einigen Seiten die vielen Vorteile aufgezählt bekam. Doch die nächsten Tage und Wochen kam die große Ernüchterung. Zwei bis drei Mal die Woche probierte ich mein Glück auf die gestreiften Schönheiten, zumeist nachmittags bis abends. Doch mehr als vereinzelte Bisse von Barschen um die zehn bis fünfzehn Zentimeter wollten wir einfach nicht gelingen.

Minibarsche.jpg


Vor allem die Bissfrequenz machte mir zu schaffen, spricht man doch immer von den großen Barschtrupps. Am Rauben waren sie meistens bei schönem Wetter, meine Köder wollten sie jedoch so gut wie nie. Die einzigen die sich meine Köder einverleibten waren mein erster Meterhecht und ein Karpfen mit 13 Kilogramm :up2: . Beide auf extrem kleine Gummis, die Drills gestalteten sich extrem schwierig und anstrengend auf dem leichten Gerät.

Karpfen.JPG


Hechte.jpg


Die Misserfolge brachten meinen Kopf zum Rattern, ich begann mich und meine Methoden in Frage zu stellen, ans Aufgeben wollte ich jedoch nicht denken :? . Ich besorgte mir noch kleinere Köder um die Barschschwärme ausfindig zu machen. Die darauffolgenden drei mehrstündigen Sessions ging ich allesamt als Schneider nach Hause. Mittlerweile probierte ich mich auch an der Dropshot-Montage, aber auch diese sollte nicht die erhofften Fische bringen. Ich war wirklich kurz davor das Handtuch zu werfen, dachte an die vielen Karpfen, die ich in der Zeit hätte fangen können. Also ab in den Angelladen Boilies kaufen?!? Nein, ich konnte das nicht so stehen lassen, irgendwann muss es einfach klappen. Mit einer Hand voll neuer Gummifische verließ ich erneut das Angelgeschäft.

Ab ans Wasser, es war Anfang November, nachmittags bei strahlendem Sonnenschein. Ich wollte es an einem neuen Spot probieren, den ich an den Sessions zuvor außer Acht ließ. Diesmal probierte ich es wieder mit „größeren“ Ködern um die 5-7 Zentimeter. Beim vierten Wurf machte es Rums, doch der vermeintliche Biss entpuppte sich als Hänger! Schnurbruch! Neu binden und weitermachen war die Devise. Ein paar Würfe später knallte es erneut, dieses Mal aber wirklich, das Adrenalin stieg ins Unermessliche. „Bitte las es einen Barsch sein, bitte kein Hecht und schon gar kein Karpfen. Das ist er, das muss er sein und vor allem kein schlechter!“ dachte ich mir. Und dann zeigte sich zum ersten Mal die Schönheit und drückte meinen Puls nochmals von 180 auf gefühlte 250! Nach der Handlandung wurde er gemessen und danach abgeschlagen, da ich mich schon seit Monaten auch aufs Essen eines Barsches freute. 34 Zentimeter und 500 Gramm hatte er, mein mit Abstand PB-Barsch. Endlich war es soweit, ich konnte mein Glück kaum fassen. :up2:

Barsch 1.jpg


Dann hieß es weiterangeln, da müssen sie wohl sein, die Großen, dachte ich mir. Die nächsten Würfe tat sich erst mal nichts, ein Köderwechsel musste her, die Größe jedoch beließ ich. Neuer Köder, erster Wurf, absinken lassen. Erster Grundkontakt, zwei schnelle Kurbelumdrehungen. Zweiter Grundkontakt, wieder schnell hoch und dann wieder Tocken wie zuvor. Auch diesmal kein Hänger, relativ bald war klar dass auch das ein Barsch sein musste. Aber er kämpfte kräftiger und ich war wieder am Zittern, diesen wollte ich nicht verlieren. Dann sah ich die Schönheit am anderen Ende der Schnur, ein Prachtexemplar von Barsch. 38 Zentimeter und 850 Gramm hatte der Bursche, welchen ich auch entnahm um meine Familie am darauffolgenden Abend zu verköstigen. :up2:

Unbenannt.jpg


Barsch 2.jpg


Die vergangenen Wochen und Monate waren in diesem Moment wie weggeblasen. 2 Prachtfische mit fast 40 Zentimeter, innerhalb kurzer Zeit machten all die Blanks vergessen. Meine Familie durfte ich dann mit gebratenem Filet vom Barsch und Kartoffel-Erbsen-Minz-Püree verwöhnen.

IMG_2714.JPG


Die nächsten beiden Sessions verliefen allesamt ohne einen einzigen Biss, auch an der erfolgreichen Stelle tat sich nichts mehr. Aber auch das tat meiner guten Laune keinen Abbruch, denn die Freude über die beiden Barsche wird noch für eine Zeit lang anhalten! :up2:

Tight lines Proxi :prost:
Zuletzt geändert von Proxi1990 am 19.11.2016, 17:48, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Der lange Weg zum "großen" Barsch!

Beitragvon magut » 18.11.2016, 19:32

Ich glaub da hats einen mit dem Spinnvirus erwischt :up2:
wilkommen im Club der Spinner :la ola:
ist oft mühsam , aber wir zehren immer wieder von den wenigen aber erkämpften Fischen.
Herzliches Petri!!!!
l.G
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Re: Der lange Weg zum "großen" Barsch!

Beitragvon Hellvis » 19.11.2016, 08:27

Der Weg zu den großen Barschen ist wahrlich beschwerlich: meterhecht; 13kgkarpfen!!! Bin schon gespannt, was da noch alles kommt, bis Du uns vom 40er Barsch berichtest.
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Re: Der lange Weg zum "großen" Barsch!

Beitragvon ubik » 19.11.2016, 12:24

Naja einen meterhecht als beifang lass ich mir schon einreden. ; ) petri. Das essen schaut auch wirklich gut aus. Mjam
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Re: Der lange Weg zum "großen" Barsch!

Beitragvon OHKW » 19.11.2016, 14:52

Danke für den ausführlichen Bericht. Erinnert mich ein wenig an die Zeit als ich meine ersten Gehversuche im Spinnfischen unternommen habe. Meterhecht kam dabei aber nicht vor.
Mann muss es sich selbst nicht unnötig schwer machen wenn man es genauso gut anderen unnötig schwer machen kann.
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Re: Der lange Weg zum "großen" Barsch!

Beitragvon Proxi1990 » 28.11.2016, 08:19

Danke Leute!!
Der Spinnvirus wird mich wirklich nicht mehr so schnell los lassen :up2:
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Re: Der lange Weg zum "großen" Barsch!

Beitragvon 1980ba » 28.11.2016, 16:09

Ja, wenn du erstmal ein Spinner bist, dann wird sich das nimmer so schnell ändern :up2: :up2:

Dickes Petri

Sehr schöne Fische

Gruß Marcus
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Re: Der lange Weg zum "großen" Barsch!

Beitragvon Proxi1990 » 29.11.2016, 12:03

1980ba hat geschrieben:Ja, wenn du erstmal ein Spinner bist, dann wird sich das nimmer so schnell ändern :up2: :up2:

Dickes Petri

Sehr schöne Fische

Gruß Marcus


Danke Marcus! :D
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Re: Der lange Weg zum "großen" Barsch!

Beitragvon Trulla » 30.11.2016, 21:17

Schoner Bericht. Glueckwunsch von mir


Gruesse
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