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Kärnten erlaubt Jagd auf den Fischotter

Erhaltung unserer Natur und Tierwelt

Re: Kärnten erlaubt Jagd auf den Fischotter

Beitragvon korsikaphil » 06.07.2015, 18:27

Wenn sich bei uns ein Wildtier dauerhaft etablieren soll, dann muss es sich auch von dem ernähren was die Natur hergibt. Fohlen, Kühe und Zuchtforellen haben tabu zu sein damit sich eine Population bildet, die die natürlichen Ressourcen nicht überfordert.
Ganz einfach ausgedrückt: Der Mensch und seine Landwirtschaft sind kein Teil der Natur, und müssen daher von natürlichen Prozessen abgeschottet werden. Wenn das nicht klappt muss der Mensch regulierend eingreifen, und genau das wollen wir ja zumindest bei bestimmten Arten wie dem Fischotter vermeiden.

Ich erlebe oft, dass die Leute den Jäger in seiner Rolle als moderner Regulator für eine unumgängliche Notwendigkeit halten, und sogar viele Jäger haben dieses Selbstbild! Nochmal: Theoretisch gehts auch ganz ohne Jäger, dann sind aber utopisch aufwendige Sicherungsmaßnahmen in der Landwirtschaft nötig, praktisch jedes Feld müsste dann gezäunt werden, damit sich die Rehe und Sauen nicht daran gütlich tun. Irre teuer und lästig, deshalb: Jagd.
Beim Fischotter dagegen haben wir aus meiner Sicht noch die Möglichkeit, zumindest lokal den nachhaltigen, natürlichen Weg zu gehen.
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Re: Kärnten erlaubt Jagd auf den Fischotter

Beitragvon Polsi » 06.07.2015, 20:48

[quote="fuschlsee0"][quote="Polsi"]
Ich bin Angler. Deshalb ist mir der Fischbestand wichtiger, als die vollen Bäuche der Otter. Wer mich dafür verurteilen möchte, kann das gerne tun, aber das ist meine Meinung.
[/quote]

Ja, so argumentieren alle. In Deutschland sind die Pferdebesitzer in heller Aufregung, weil der wiedergekehrte Wolf möglicherweise einmal ein Fohlen fressen könnte. Sie argumentieren, dass Wölfe in der heutigen - menschlich überformten - Landschaft keinen Platz mehr hätten. Also weg mit dem Wolf.
Die Taubenzüchter wollen kein Falken, die Bienenzüchter und die Schafbauern keine Bären, die Autobesitzer keine Mader, die Bauern keine Schädlinge, und niemand will Gelsen.

"Ich in Angler und damit will ich alles weg haben, was meinen Interessen widerspricht"....ist vielleicht ein wenig kurzsichtig?![/quote]

Nana, ich hab nichts von "ich will alles weghaben" gesagt. Zudem halte ich es nur für normal und allzu verständlich, wenn ein Pferdezüchter oder was auch immer sich um sein Hab und Gut sorgt und es beschützen will. Ganz abgesehen von der Arbeit, die dahintersteckt, geht es ganz klipp und klar um wirtschaftliche Interessen. Um beim Beispiel Fohlen zu bleiben: Würdest du als Pferdezüchter, der von der Zucht lebt, bei zwei bis drei gerissenen Fohlen, einen jährlichen Verlust von ein paar hundert Euro (oder ein paar tausend Euro - was kostet ein gutes Fohlen?) in Kauf nehmen, damit es den Wölfen in deiner Umgebung gut geht?

Wie Korsikaphil sehr gut und absolut nachvollziehbar geschrieben hat, müssen Landwirtschaft und menschliches Kulturgut für Raubtiere tabu sein. Überhaupt denke ich, dass phil der einzige in der Diskussion ist, der über die emotionale Ebene hinauskommt (mich eingeschlossen) und wirklich weiß, wovon er hier schreibt.
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Re: Kärnten erlaubt Jagd auf den Fischotter

Beitragvon TheCK » 06.07.2015, 21:06

Polsi hat geschrieben:Würdest du als Pferdezüchter, der von der Zucht lebt, bei zwei bis drei gerissenen Fohlen, einen jährlichen Verlust von ein paar hundert Euro (oder ein paar tausend Euro - was kostet ein gutes Fohlen?) in Kauf nehmen, damit es den Wölfen in deiner Umgebung gut geht?

Wie Korsikaphil sehr gut und absolut nachvollziehbar geschrieben hat, müssen Landwirtschaft und menschliches Kulturgut für Raubtiere tabu sein. Überhaupt denke ich, dass phil der einzige in der Diskussion ist, der über die emotionale Ebene hinauskommt (mich eingeschlossen) und wirklich weiß, wovon er hier schreibt.

Naja, Phil schreibt aber auch, dass hier nicht die Wölfe ausgerottet werden müssen, sondern der Pferdezüchter dafür sorgen muß, dass der Wolf nicht mehr an die Fohlen kommt. Womit wir uns wieder schön im Kreis drehen. Im Endeffekt muß (wie schon früher geschrieben) auf beiden Seiten gehandelt werden. Die durch das große Futterangebot übermäßig angewachsene Räumerpopulation muß reguliert werden, die Futterquellen müssen aber gleichzeitig auf ein natürliches Niveau gesenkt werden. Bei den Ottern bedeutet das trotz Allem, dass sich die Zuchtteiche und gut besetzten Reviere Schutzmaßnahmen (Zäune? Keine Ahnung was effektiv gegen Otter hilft) treffen müssen, um die Tiere vom eigenen Bestand fernzuhalten.

Edit: Der Räuber kann nicht differenzieren, ob er an einem gut gedeckten Tisch fressen darf oder nicht. Hier muß der Mensch lenkend eingreifen, er hat ja immerhin auch den Tisch bereitet.
LG
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Re: Kärnten erlaubt Jagd auf den Fischotter

Beitragvon Polsi » 07.07.2015, 07:32

Ja, das ist klar, dass der Räuber das nimmt, was er am leichtesten kriegen kann. Ich habe auch nie was von "ausrotten" gesagt, sondern bin lediglich der Meinung, dass der Bestand auf ein Maß reguliert wird, mit dem man leben kann.
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Re: Kärnten erlaubt Jagd auf den Fischotter

Beitragvon korsikaphil » 07.07.2015, 11:01

TheCK hat geschrieben:Im Endeffekt muß (wie schon früher geschrieben) auf beiden Seiten gehandelt werden. Die durch das große Futterangebot übermäßig angewachsene Räuberpopulation muß reguliert werden, die Futterquellen müssen aber gleichzeitig auf ein natürliches Niveau gesenkt werden. Bei den Ottern bedeutet das trotz Allem, dass sich die Zuchtteiche und gut besetzten Reviere Schutzmaßnahmen (Zäune? Keine Ahnung was effektiv gegen Otter hilft) treffen müssen, um die Tiere vom eigenen Bestand fernzuhalten.

Edit: Der Räuber kann nicht differenzieren, ob er an einem gut gedeckten Tisch fressen darf oder nicht. Hier muß der Mensch lenkend eingreifen, er hat ja immerhin auch den Tisch bereitet.


Genau so meinte ich das, wobei ich noch einmal betonen möchte, dass die Bejagung das letzte Mittel darstellt. Die Senkung der Umweltkapazität durch Sicherung der Teichwirtschaft und der besonders schützenswerten Gewässerabschnitte durch zB Elektrozäune hat Priorität.
Streng genommen ist die nun möglicherweise eingetretene Notwendigkeit der Bejagung ein Eingeständnis dafür, dass da einiges im Vorfeld versäumt wurde.

Leider hat Europa noch großen Nachholbedarf im Umgang mit den zurückkehrenden Beutegreifern: Es muss immer erst was passieren, damit Geld fließt. Die meisten Probleme die bisher aufgetreten sind, wenn die Raubtiere auf den Menschen treffen, hätten höchstwahrscheinlich im Vorfeld durch zB Elektrozäune oder Herdenschutzhunde verhindert werden können. Leider werden Präventionsmaßnahem bisher kaum bis gar nicht gefördert, die Landwirte müssen also jeden Elektrozaun selber finanzieren. Wenn der Otter oder Wolf dann ausbleibt, wars ein Schuss in den Ofen. Wenn aber tatsächlich ein nachweisbarer Schaden durch ein geschütztes WIldtier entsteht, wird wenigstens der finanzielle Wert ersetzt, auch wenn keine Präventionsmaßnahmen ergriffen wurden!

Durch diese Vorgehensweise provoziert Brüssel den Zustand in dem wir uns jetzt befinden, da gehört auch nachgebessert. Solange sich die EU in dem Punkt querstellt, sollte das Land oder der Bund einen Teil der für die Präventionsmaßnahmen anfallenden Kosten tragen. Den anderen Teil dürfen gerne jene Naturschutzfreunde beisteueren, die sich so sehr für die Ausbreitung des Fischotters, des Wolfes und anderer schützenswerter Tiere wie dem Kormoran begeistern können.
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Re: Kärnten erlaubt Jagd auf den Fischotter

Beitragvon Gschitz » 08.07.2015, 10:13

korsikaphil hat geschrieben: Die Senkung der Umweltkapazität durch Sicherung der Teichwirtschaft und der besonders schützenswerten Gewässerabschnitte durch zB Elektrozäune hat Priorität.
Streng genommen ist die nun möglicherweise eingetretene Notwendigkeit der Bejagung ein Eingeständnis dafür, dass da einiges im Vorfeld versäumt wurde.


Nur leider löst das das Problem in den restlichen Gewässern nicht. Denn dort wird es dann weiterhin Seltenheitswert haben, mal eine maßige Forelle zu fangen. Die Forellen in den meisten vom Otter heimgesuchten Revieren sind ja nicht ausgerottet, sonder passen sich schon an die Bejagung an: sprich, sie sind sehr klein und sehr scheu (so schauts halt in den von mir befischten Revieren aus). Und wer will dort schon fischen? Da wirds dann in Zukunft viele, viele unverpachtbare, unbefischte, wunderbar naturbelassene Fließstrecken geben, wo sich kleine Forellen und der Otter ungestört tummeln.
Im Endeffekt läufts wirklich auf die Frage hinaus, wie viel Otter will man sich leisten. Von mir aus könntens ein paar weniger sein- zumindest in meinen Revieren :lol: :wink:

Und was glaubt Ihr wohl wie der Forellenbestand und die durchschnittliche Göße wohl in früheren Zeiten waren, als der Fischotter noch heimisch war. Ich nehme an auch so ähnlich wie in den jetzt betroffenen Gewässern.... daher ist er ja "verschwunden". Sprich: eigentlich entspricht der jetzt für uns schlechte Zustand dem ursprünglichen Zustand.
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Re: Kärnten erlaubt Jagd auf den Fischotter

Beitragvon Brandolf » 08.07.2015, 12:45

Wollte nur mal eines festhalten, da ich auch Jäger bin. In einigen Beiträgen kommt es mir so vor als wären Jäger dazu da rein aus Bestandssicht zu agieren. Das stimmt jedenfalls nicht! Genau wie ein Forellenbach bewirtschaftet werden soll, sprich soviel zu entnehmen das Jahr für Jahr der gleich gute Bestand erhalten bleibt, wird auch das Festland' dementsprechend bewirtschaftet. Natürlich auch um einen Nutzen durch die Jagd zu erzielen.

Und ohne Jagd gehts nicht!!!! Jedenfalls lässt das keine logische Schlussfolgerung zu. Ein Beispiel: Rotwildfreie Zone um den Schutzwald zu sichern. Abschuss von Kulturfolgern die einen Nutzen aus der kultivierung durch den Menschen erfahren.

Ganz ohne Jagd gehts schon, wenn wir massive Geldmassen zu Verfügung hätten, über die wir solange ein Österreicher an der Armutsgrenze lebt absolut nicht dran denken brauchen!

Auch gäbe es ein passions-Hobby weniger. Ohne Fischer täts ja auch gehen. Der Abschuss kann schon gerechtfertigt sein, mit Maß und Ziel in einem Abschussplan der einen Bestand über Jahre aufrechterhält der auch auf allen Seiten vertretbar ist. Und gegen einen Otterbezug auf dem Fischersessel hätt ich auch nix wenn man dadurch auch einen Nutzen erfährt.
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Re: Kärnten erlaubt Jagd auf den Fischotter

Beitragvon korsikaphil » 08.07.2015, 12:51

Gschitz hat geschrieben:Nur leider löst das das Problem in den restlichen Gewässern nicht. Denn dort wird es dann weiterhin Seltenheitswert haben, mal eine maßige Forelle zu fangen. Die Forellen in den meisten vom Otter heimgesuchten Revieren sind ja nicht ausgerottet, sonder passen sich schon an die Bejagung an: sprich, sie sind sehr klein und sehr scheu (so schauts halt in den von mir befischten Revieren aus). Und wer will dort schon fischen? Da wirds dann in Zukunft viele, viele unverpachtbare, unbefischte, wunderbar naturbelassene Fließstrecken geben, wo sich kleine Forellen und der Otter ungestört tummeln.
Im Endeffekt läufts wirklich auf die Frage hinaus, wie viel Otter will man sich leisten. Von mir aus könntens ein paar weniger sein- zumindest in meinen Revieren :lol: :wink:

Und was glaubt Ihr wohl wie der Forellenbestand und die durchschnittliche Göße wohl in früheren Zeiten waren, als der Fischotter noch heimisch war. Ich nehme an auch so ähnlich wie in den jetzt betroffenen Gewässern.... daher ist er ja "verschwunden". Sprich: eigentlich entspricht der jetzt für uns schlechte Zustand dem ursprünglichen Zustand.


Die Theorie, dass die Fische kleinwüchsig werden, wenn die großen, also schnellwüchsigen entnommen werden, halte ich für sehr interessant. In die Richtung haben schon viele gedacht, und haben daher das Mindestmaß durch ein Zwischenmaß ersetzt. Als Anpassung würde ich diesen Vorgang aber nicht bezeichnen, eher als Zwangsfolge, die zudem wahrscheinlich erst in einiger Zeit absehbar wird, sofern die Theorie überhaupt stimmt.
Das Fehlen der großen Fische zum jetzigen Zeitpunkt hat wohl einen anderen Grund: Der Otter holt sich lieber große als kleine Fische, weil er so mit minimalem Energieaufwand maximal viel Fleisch erbeutet. Kann aber dennoch gut sein, dass dadurch langfristig das genetische Potential für schnellwüchsige, also große Fische leidet.

Natürlich ist zu erwarten, dass die ungeschützten Gewässer in der Reduzierungsphase noch mehr unter Fraßdruck stehen werden. An diesem setzt die Reduzierung auch an, erst wenn die Gewässer ziemlich leergefressen sind wird die Otterpopulation in den Keller gehen. Bevor das passiert, wird sicher irgend so ein Schlaukopf die Idee haben, wenigstens den Befischungsdruck durch die Angler zu senken, und ein Angelverbot verlangen. Das wird aber nicht von langer Dauer sein, wenn den Ottern das Futter ausgeht werden sie ganz schnell übersiedeln bzw. auf natürliche Weise weniger werden :roll:

Wenn sich dann der Bestand auf die Umweltkapazität eingependelt hat, sollte aber ein vernünftiges Nebeneinander möglich sein, ansonsten muss eine Grundsatzentscheidung her. Bächlein, in denen hinter jedem Stein eine Forelle lauert, wirds aber in jedem Fall nimmer geben.
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Re: Kärnten erlaubt Jagd auf den Fischotter

Beitragvon korsikaphil » 08.07.2015, 13:08

Brandolf hat geschrieben:Wollte nur mal eines festhalten, da ich auch Jäger bin. In einigen Beiträgen kommt es mir so vor als wären Jäger dazu da rein aus Bestandssicht zu agieren. Das stimmt jedenfalls nicht! Genau wie ein Forellenbach bewirtschaftet werden soll, sprich soviel zu entnehmen das Jahr für Jahr der gleich gute Bestand erhalten bleibt, wird auch das Festland' dementsprechend bewirtschaftet. Natürlich auch um einen Nutzen durch die Jagd zu erzielen.

Und ohne Jagd gehts nicht!!!! Jedenfalls lässt das keine logische Schlussfolgerung zu. Ein Beispiel: Rotwildfreie Zone um den Schutzwald zu sichern. Abschuss von Kulturfolgern die einen Nutzen aus der kultivierung durch den Menschen erfahren.

Ganz ohne Jagd gehts schon, wenn wir massive Geldmassen zu Verfügung hätten, über die wir solange ein Österreicher an der Armutsgrenze lebt absolut nicht dran denken brauchen!

Auch gäbe es ein passions-Hobby weniger. Ohne Fischer täts ja auch gehen. Der Abschuss kann schon gerechtfertigt sein, mit Maß und Ziel in einem Abschussplan der einen Bestand über Jahre aufrechterhält der auch auf allen Seiten vertretbar ist. Und gegen einen Otterbezug auf dem Fischersessel hätt ich auch nix wenn man dadurch auch einen Nutzen erfährt.


Hey Brandolf! Sehr ehrliches posting, natürlich hast du Recht dass es praktisch ohne Jagd nicht geht. Ich wollte nur ausführen, dass theoretisch eine Kontrolle bzw. Dezimierung des Wildbestandes ohne Jagd möglich wäre (nämlich dann wenn man jedes Bäumchen mit einer Drahthose sichert und jedes Feld umzäunt), um zu verdeutlichen, dass Wildbestände nicht durch Prädatoren, sondern durch das Nahrungsangebot limitiert werden, und dieses Angebot sowohl beim Jagdwild wie auch beim Fischotter durch die Landwirtschaft künstlich hoch gehalten wird. Bin übrigens auch Jäger (Auch-Jäger :lol: ), und finds echt bekloppt dass tagtäglich auf den "Bambikillern" herumgehackt wird, aber wenns dann mal einen Wildunfall oder ein paar Fischotter zu viel gibt, dann ist man sich nicht zu schade als erstes die "Tiermörder" in die Pflicht zu nehmen um das Problem zu beseitigen.
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Re: Kärnten erlaubt Jagd auf den Fischotter

Beitragvon OHKW » 18.10.2015, 09:18

So jetzt ist es bald ein halbes Jahr her.
Weiß irgendwer was darüber wie viele Otter nun eingefangen oder abgeschossen wurden?
Mann muss es sich selbst nicht unnötig schwer machen wenn man es genauso gut anderen unnötig schwer machen kann.
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Re: Kärnten erlaubt Jagd auf den Fischotter

Beitragvon dazanda » 19.10.2015, 18:44

http://kaernten.orf.at/news/stories/2737668/

Fischotter nach Holland und niederländische Hechte nach Kärnten ;)
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Re: Kärnten erlaubt Jagd auf den Fischotter

Beitragvon fuschlsee0 » 19.10.2015, 19:15

Vielleicht sollte man nicht nur den Fischottern die Schuld an der Gefährdung der "Urforelle" geben, sondern auch einmal hinterfragen, welche fischökologischen Folgen die Zerschnippselung und Verklappung von Akten in Kärntner Fliessgewässer hat!


http://www.kleinezeitung.at/k/kaernten/ ... vernichtet :shock: :shock: :shock:
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Re: Kärnten erlaubt Jagd auf den Fischotter

Beitragvon Captain » 20.10.2015, 08:41

dazanda hat geschrieben:http://kaernten.orf.at/news/stories/2737668/

Fischotter nach Holland und niederländische Hechte nach Kärnten ;)

Nach dem Motto: Refugees welcome :lol:
L G, Klaus

"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist unsichtbar für die Augen". Antoine de Saint-Exupery
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Re: Kärnten erlaubt Jagd auf den Fischotter

Beitragvon Gschitz » 05.12.2015, 17:19

Ich durfte in den letzten Wochen mithelfen bei der Beweisführung, dass die neu errichteten Fischtreppen bei verschiedenen Kleinkraftwerken funktionieren. Dazu wurde unter der Fischtreppe mittels elektrischer Befischung der Bestand erhoben. Und ich kann euch sagen, der Zustand einiger Bäche ist echt zum Weinen. Fischdichten mit 20kg/ha sind leider Realität und es sind kaum adulte Fische zu finden. Teilweise musste sogar ober der Wehr abgefischt werden, damit man einige adulte Exemplare unter die Wehr trägt, in der Hoffnung, dass sie die Aufstiegshilfe benutzen.

Ein Bach zeigte noch gute Fischdichte, aber auch in dem Bach fanden wir viele angebissene Fische, tot gebissene Fische, halb an gefressene Fische.
Damits nicht ganz so traurig ist ein schönes Bild einer Regebogenforelle- oder Karawankensteelhead- leider die einzige Ihrer Art die ich in meinen Händen halten konnte
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Re: Kärnten erlaubt Jagd auf den Fischotter

Beitragvon Polsi » 05.12.2015, 19:08

Ja, das ist purer Wahnsinn. Aber mit solchen Zuständen müssen wir uns in Zukunft wohl oder übel abfinden.
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