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Karpfenangeln vom Boot aus

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Karpfenangeln vom Boot aus

Beitragvon Polsi » 10.04.2017, 14:55

Hi Leute,

ich habe mir ein 1,20 Meter breites und über 3 m langes Polyesterboot gekauft und gemeinsam mit ein paar Kumpels restauriert. Ich will es zum Karpfenangeln an einem Natursee vom Boot aus verwenden. Allerdings habe ich das noch nie gemacht. Wer von euch ist ein erfahrener Bootsangler? Worauf muss ich achten? Wie kann ich das Boot am besten verankern?

Ich bin mir sicher, wenn ich heute losstarte, komme ich auf 100 Sachen drauf, die ich besser machen könnte, darum möchte ich gleich im Vorhinein so viele Eventualiäten vermeiden!

Schöne Grüße,
Daniel
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Re: Karpfenangeln vom Boot aus

Beitragvon Captain » 10.04.2017, 15:01

Das Boot ist viel zu klein!!!!
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Re: Karpfenangeln vom Boot aus

Beitragvon Polsi » 10.04.2017, 15:02

Captain hat geschrieben:Das Boot ist viel zu klein!!!!


Wieso denn?
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Re: Karpfenangeln vom Boot aus

Beitragvon korsikaphil » 10.04.2017, 15:42

Verankern geht im Flachwasser recht gut mit mindestens drei Stangen/Pfosten, die du neben dem Boot in den Boden rammst und an der Reling festmachst. Wenn du die Stangen mit Rohrisolierung als Dämpfung versiehst, gibts weniger nervige Klopfgeräusche an der Bordwand.
Das Boot "schwoit" so weniger herum als wenn du es klassisch mit Ankern und Leinen abspannen würdest, und vor allem hast du keine Leinen im Wasser die spätestens im Drill sehr ärgerlich werden können.

Boot.jpg


Wenn du in dem Boot nächtigen willst wirds wohl wirklich sehr eng. Nimm daher ein aufblasbares Kinderboot mit, damit du Gerät auslagern kannst. So ein Beiboot kann auch beim Hängerlösen/Füttern/Drillen usw. hilfreich sein, weil dein Home-Boot ja fest vor Anker liegt.

Wenn du über Nacht draußen bleibst, vergiss nicht, dein Home-Boot gut sichtbar zu beleuchten (Sturmlaterne an einer Stange oder ähnliches). Ansonsten kann es passieren dass du nicht mehr zurückfindest wenn du mit dem Beiboot unterwegs bist.
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Re: Karpfenangeln vom Boot aus

Beitragvon Brachshunter » 10.04.2017, 15:45

servus,

kommt sicher draufan wie man es anlegen möchte, haben letztes Jahr am Klopeinersee ein paar hochmotivierte Karpfenangler kennengelernt, die nach Rücksprache mit den Stegbesitzern an den Stegen "angedockt" haben und zum Auslegen ein kleines Beiboot genutzt haben, dafür reicht die Größe sicherlich,

3x1,50 ist zum Ankern im "Freiwasser" schon recht klein,

lg
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Re: Karpfenangeln vom Boot aus

Beitragvon ahriman » 10.04.2017, 15:48

Würde ich auch schätzen - also daß euch die Nußschale zu klein wird. Wir hatten eine Zille mit ~6m x ~150cm. Das zwar zu zweit halbwegs komfortabel... aber 300x120cm klingt für mich auch sehr klein - aber vielleicht reichts euch auch - ausprobieren.

Wir haben in Altenwörth das Boot entweder an übers Wasser hängenden Bäumen vertäut oder lange Holzpfähle eingeschlagen - der hat in dem Schlamm super gehalten - waren afair aber auch >3m lang. Und vorne und hinten festgemacht, damit sich das Boot net dreht.

Kurze, eher weiche Ruten...

Ansonsten einfach mal ausprobieren
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Re: Karpfenangeln vom Boot aus

Beitragvon konfuzius6699 » 10.04.2017, 15:49

Kommt drauf an wo und wie du angeln willst.
Ist schon sehr sehr klein... Aber bist ohnehin oft sehr spartanisch unterwegs nur mit Liege :up2: ... Zumindest bei größeren Gewässern und schlechterem Wetter und Wellen wird es schnell mal ungemütlich. Je größer das Boot desto besser ist es. Bei Unwetter ohnehin gleich festen Boden unter den Füßen aufsuchen.
Also wenn du auf dem Boot übernachtest und es verankerst empfiehlt sich ein zweites kleines Beiboot ,naja ist bald gleich groß, um mobil zu bleiben...
Fürs verankern brauchst du mehrere schwere Anker oder gute Befefestigungsstellen mindestens 3 um das Boot recht stabil auf dem Punkt zu halten...
Möglichkeit besteht dass du aber auch die Angelruten an geeigneten Stellen außerhalb vom Boot mit langen Banksticks im seichteren Gewässer aufstellst. Ist meine bevorzugte Methode, bin aber letzte Zeit bzw. in Österreich noch nicht dazugekommen.
Achja um den Wellengang auszugleichen kann man auch die Swinger vor dem Bissanzeiger montieren um die Wellenbewegung auszugleichen und dass man eine Spannung auf die Schnur bringt. Ist aber nur mit Laufbleimontage Möglich, weil Fallbisse nicht angezeigt werden.

Ansonsten gibt's nicht viel zu sagen dass man mit dem recht wenig Platz zurechtkommen muss. Dafür ist man aber sehr Mobil und kann den Platz nahezu überall aufschlagen und wechseln wo man will.
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Re: Karpfenangeln vom Boot aus

Beitragvon konfuzius6699 » 10.04.2017, 15:54

Achja ich empfehle dir Videos von Markus Lotz anzusehen, der angelt viel vom Boot aus und erklärt auch viel wie es geht.
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Re: Karpfenangeln vom Boot aus

Beitragvon ahriman » 10.04.2017, 15:57

konfuzius6699 hat geschrieben:Fürs verankern brauchst du mehrere schwere Anker oder gute Befefestigungsstellen mindestens 3 um das Boot recht stabil auf dem Punkt zu halten...

Wozu mindestens 3?
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Re: Karpfenangeln vom Boot aus

Beitragvon konfuzius6699 » 10.04.2017, 16:12

Um die seitwärtsbewegung auszuschalten , wenns nur zwischen zwei hast kann das Boot noch etwas quer dazu wandern...
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Re: Karpfenangeln vom Boot aus

Beitragvon Polsi » 10.04.2017, 16:16

Also, da es recht tief ist, kommt eigentlich eh nur verankern mit Seilen in Frage. Ich habe ein kleines 1,80 Schlauchboot, das ich zum Auslegen, Drillen etc. verwenden kann.

Ich will auch nicht nächtelang drauf angeln, sondern eher Kurzsessions machen, zB vom späten Nachmittag bis Mitternacht. Falls ich doch länger bleibe, könnte ich evtl. die Liege quer ins Boot stellen, so dass quasi Kopf- und Fußteil über dem Wasser bleiben. Mal sehen, ob das in der Praxis möglich ist.
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Re: Karpfenangeln vom Boot aus

Beitragvon ahriman » 10.04.2017, 16:33

konfuzius6699 hat geschrieben:Um die seitwärtsbewegung auszuschalten , wenns nur zwischen zwei hast kann das Boot noch etwas quer dazu wandern...

Und was für ein Problem hast Du mit Seitwärtsbewegung? Sofern in Maßen hat uns das net gestört - und auch bei 2 Fixpunkten gibts ziemlich wenig Seitwärtsbewegung, wenn mans gescheit macht...

Wenn das Wasser für Baum-Fixierung oder Stangen aber eh zu tief ist, ist das alles sowieso akademisch. Bei 50m Wassertiefe (zB in der Adria) und ein bissi Wind bekomme ich zB mein Kajak einfach net fixiert.
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Re: Karpfenangeln vom Boot aus

Beitragvon konfuzius6699 » 10.04.2017, 17:04

Also wenn du es richtig machen willst dann reichen sicher keine zwei.. Auch sind bei zwei auf den verankerungspunkte ein enormer Druck wenn die die Position halten willst, je weniger Zug auf den Anker kommt desto besser hält er ... Ist doch klar oder
Jedenfalls ist wenn du mit Bissanzeiger verwendest eine seitenbewegung möglichst zu verhindern...
Ist echt nervig wenn ständig durch die Bewegung die Bissanzeiger losgehen und die Schnur schlaff wird, oder umgekehrt die Montage dann versetz wird.
Am stabilsten ist es drei Anker je 120 Grad... Und möglichst schwere Anker oder mit Steinen befüllen Kartoffelsäcke, je nach Untergrund je weicher und feiner desto schwerer ... Und der größte Druck von Wind und Wellen sollte wenn geht zwischen den zwei schwersten Ankern kommen und der dritte Anker sollte sogesehen wie Art eine Spannpunkt sein. Wie wenn man einen Gummi zwischen zwei Punkten spannt... Und wenn geht möglichst wenig Angriffsfläche den Wellen und Wind bieten...
Anker nachsetzen und nachspannen ist echt nervig... Vorallem wenns Wetter etwas ungünstiger wird, besser gleich gut verankern als dann die Schererei haben..

Achja und die Ankerleinen sollen möglichst keine Dehnung haben, brauchen auch nicht so extrem dicke und teure Ankerleinen sein, es reichen da etwas stärkere Schnüre aus dem Baumarkt.. Reichenden die etwa 200kg halten.. Vorher löst sich meist eh der Anker oder man sucht bei so starkem Wind und Wellen Land auf.
Zuletzt geändert von konfuzius6699 am 10.04.2017, 17:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Karpfenangeln vom Boot aus

Beitragvon korsikaphil » 10.04.2017, 17:08

Also wenn du im Boot nicht schlafen wirst dann dürften sich die unliebsamen Überraschungen in Grenzen halten, ist dann ja quasi wie Renkenangeln nur halt auf Karpfen. Wenn du nämlich drin schlafen willst dann musst du dir neben dem Platz für die Liege auch einen sinnvollen Aufbau für die Bissanzeiger überlegen, und da fangen die Probleme dann an weil die Piepser halt auch losgehen wenn eine kleine Welle kommt oder das Boot ein wenig driftet usw.

Angeln mit elektr. Bissanzeiger stellt leider hohe Anforderungen an das "Ankermanagement". Am besten gehts mit den Stangen im Flachwasser weil man da die Ruten mit entsprechend langen Banksticks einfach neben dem Boot im Wasser aufstellen kann, dann hat man keinen Ärger mit Fehlalarmen mehr.

Das Boot mit Leinen zu verankern ist auch keine große Hexerei, da muss man sich je nach Situation ein wenig spielen. Ein Buganker und zwei Hilfsanker am Heck ist so die Normalo-Anti-Drift-Lösung. Ich mach das so dass ich erst den Buganker ausbringe und an langer Leine belege. Dann richte ich das Boot mit dem Bug in die Hauptwindrichtung aus und schmeiss links und rechts vom Boot je einen Anker rein und belege die Leinen (das müssen keine echten Anker sein, irgendwas Schweres tuts meistens auch, Hantelscheiben zb). Sodann spanne ich die Bugleine nochmal nach. Das war oft ein ziemliches Gefiddel bis es halbwegs gepasst hat, aber dann freut man sich.
Zuletzt geändert von korsikaphil am 10.04.2017, 17:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Karpfenangeln vom Boot aus

Beitragvon Polsi » 10.04.2017, 17:13

korsikaphil hat geschrieben:Also wenn du im Boot nicht schlafen wirst dann dürften sich die unliebsamen Überraschungen in Grenzen halten, ist dann ja quasi wie Renkenangeln nur halt auf Karpfen. Wenn du nämlich drin schlafen willst dann musst du dir neben dem Platz für die Liege auch einen sinnvollen Aufbau für die Bissanzeiger überlegen, und da fangen die Probleme dann an weil die Piepser halt auch losgehen wenn eine kleine Welle kommt oder das Boot ein wenig driftet usw.

Angeln mit elektr. Bissanzeiger stellt leider hohe Anforderungen an das "Ankermanagement". Am besten gehts mit den Stangen im Flachwasser weil man da die Ruten mit entsprechend langen Banksticks einfach neben dem Boot im Wasser aufstellen kann, dann hat man keinen Ärger mit Fehlalarmen mehr.

Das Boot mit Leinen zu verankern ist auch keine große Hexerei, da muss man sich je nach Situation ein wenig spielen. Zwei Anker am Heck und einer am Bug ist so die Normalo-Edellösung. Ich mach das so dass ich erst den Buganker ausbringe und an langer Leine belege. Dann richte ich das Boot mit dem Bug in die Hauptwindrichtung aus und schmeiss links und rechts vom Boot je einen Anker rein und belege die Leinen (das müssen keine echten Anker sein, irgendwas Schweres tuts meistens auch, Hantelscheiben zb). Sodann spanne ich die Bugleine nochmal nach. Das war oft ein ziemliches Gefiddel bis es halbwegs gepasst hat, aber dann freut man sich.


Klingt ja jetzt schon kompliziert. Was heißt überhaupt belegen? Und wie schwer sollen solche Anker sein?
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