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Catch and Release Verbot in Österreich

Gesetze, Vorschriften und Gebote

Soll Catch and Release in Österreich, nach deutschem Vorbild, verboten werden?

Umfrage endete am 31.12.2010, 09:28

JA
16
10%
NEIN
145
90%
 
Abstimmungen insgesamt : 161

Re: Catch and Release Verbot in Österreich

Beitragvon Lizard1975 » 13.08.2015, 19:54

Ist zwar schon viel zu spät hier eine Meinung abzugeben, da der OÖN-Artikel aus 2010 stammt, aber ich möchte auch dazu was sagen.

Ich wollte mal die Jagdprüfung ablegen - ging dann leider nicht, da ich beruflich kaum die Zeit dazu hatte. Irgendwann wird's das aber auch noch.

Was mich jedoch sowohl bewog die Fischerprüfung abzulegen als auch den Jagdschein anzustreben, ist die Möglichkeit, selber für mein Essen zu sorgen, bzw. dazu fähig zu sein.

Für mich liest sich der Artikel nicht nach einem grundsätzlichen und totalen Verbot. Beifang, untermaßige Fische wären doch ausgenommen.

Aber einen Bock zu schießen bzw. einen kapitalen Hecht zu fischen, nur um mich damit fotografieren zu lassen, ist für mich einfach absolut ein NoGo. Gilt für mich - ist meine Meinung.

Ich hab immer ordentlich Bammel davor, dass ein untermaßiger oder geschonter Fisch anbeißt, da mir die Gefahr, dass ich den beim Abhaken verletze zu groß ist.
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Re: Catch and Release Verbot in Österreich

Beitragvon Eastpark » 14.08.2015, 07:44

Lizard1975 hat geschrieben:Ist zwar schon viel zu spät hier eine Meinung abzugeben, da der OÖN-Artikel aus 2010 stammt, aber ich möchte auch dazu was sagen.

Ich wollte mal die Jagdprüfung ablegen - ging dann leider nicht, da ich beruflich kaum die Zeit dazu hatte. Irgendwann wird's das aber auch noch.

Was mich jedoch sowohl bewog die Fischerprüfung abzulegen als auch den Jagdschein anzustreben, ist die Möglichkeit, selber für mein Essen zu sorgen, bzw. dazu fähig zu sein.

Für mich liest sich der Artikel nicht nach einem grundsätzlichen und totalen Verbot. Beifang, untermaßige Fische wären doch ausgenommen.

Aber einen Bock zu schießen bzw. einen kapitalen Hecht zu fischen, nur um mich damit fotografieren zu lassen, ist für mich einfach absolut ein NoGo. Gilt für mich - ist meine Meinung.

Ich hab immer ordentlich Bammel davor, dass ein untermaßiger oder geschonter Fisch anbeißt, da mir die Gefahr, dass ich den beim Abhaken verletze zu groß ist.



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Re: Catch and Release Verbot in Österreich

Beitragvon caWALLERo » 14.08.2015, 09:29

Hallo,

Der Vergleich Bock schiessen, Hecht fangen fürs Foto hinkt zwar an der Tatsache, das der Bock nach dem Foto nicht mehr lebt, der Hecht bei richtiger Handhabung aber schon, jedoch kann ich deine Einstellung nachvollziehen. Ein lebendes Wesen (Fische) zu fangen,verletzen und abzulichten, nur um seinen Jagdtrieb und seinen Stolz zu befriedigen, ist eigentlich ne krasse Sache. Aus diesem Grunde hinterfrage ich mich und meine Angelei ziemlich oft. Ich bin kurz davor, meine gesamte Karpfenausrüstung zu verscherbeln, macht mir zwar unheimlich viel Spass, und das ist auch der Knackpunkt. Ich esse keinen Karpfen, das Angeln darauf dient der Befriedigung des Urmenschen in mir und meines Amusements. Auf Barsch und Zander angeln gibt mir zumindest die Möglichkeit, ab und an einen guten Fang zu verwerten, neulich ist mir jedoch auch ein untermaßiger Fisch verendet, bzw. musste ich ihn töten, da ich nicht in der Lage war, ihn schonend zu enthaken, wieder ein Appell an meine Moral.
Solange die Gesetzeslage angeln und c & r auf maßige Fische erlaubt, darf/muss das jeder mit sich selbst vereinbaren.

Aber der Urmensch ist schon sehr dominant :)

Gruss,
Fabio
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Re: Catch and Release Verbot in Österreich

Beitragvon Polsi » 14.08.2015, 15:23

Wenn die Leute ihr Handeln, ihre Ethik und ihre Moral auch in den anderen, "wichtigen" Lebensbereichen so hinterfragen würden wie beim Thema c&r, wäre die Welt ein besserer Ort.

Bitte lasst die Kirche im Dorf. Wenn ich angle, hat der Fisch halt einen Haken im maul. Anders geht es nicht. Aber: Der Fisch würde nach dem Fang sicher lieber weiterleben als eines auf die Mütze zu kriegen, nur damit ein Mensch, der nicht angeln muss, um zu überleben zumindest eine - wenn auch zweifelhafte - Rechtfertigung für sein Hobby hat (Nahrungserwerb - ja sicher ha ha).
http://fishing-addict.blogspot.com
Karpfenangeln jenseits von Style und Trend.
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Re: Catch and Release Verbot in Österreich

Beitragvon Sixpack » 14.08.2015, 16:51

Bei der ganzen Situation sollte man auch eines nicht vergessen - als verantwortungsvoller Fischer fungiert man als der einzige Bioindikator der ggf. auftretende Probleme auch kommunizieren kann. Da schreit sowohl der Kochtopf- als auch der C&R-Fischer.
So sinnlos sehe ich unsere Tätigkeit also nicht....., entsprechendes Engagement vorausgesetzt.
"Ist mir egal wer dein Vater ist - so lange ich hier fische, geht niemand übers Wasser!"
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Re: Catch and Release Verbot in Österreich

Beitragvon Gschitz » 14.08.2015, 19:29

Sixpack hat geschrieben:Bei der ganzen Situation sollte man auch eines nicht vergessen - als verantwortungsvoller Fischer fungiert man als der einzige Bioindikator der ggf. auftretende Probleme auch kommunizieren kann. Da schreit sowohl der Kochtopf- als auch der C&R-Fischer.
So sinnlos sehe ich unsere Tätigkeit also nicht....., entsprechendes Engagement vorausgesetzt.


Polsi hat geschrieben:Wenn die Leute ihr Handeln, ihre Ethik und ihre Moral auch in den anderen, "wichtigen" Lebensbereichen so hinterfragen würden wie beim Thema c&r, wäre die Welt ein besserer Ort.


danke Männer Ihr erhellt mir den Tag, nach einer sinnlosen Diskussion im Fischereigeschäft :? (aber der Herr gschitz kann ja sei Papn net haltn und de Leut einfach redn lassn... selber schuld )
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Re: Catch and Release Verbot in Österreich

Beitragvon konfuzius6699 » 28.12.2015, 11:25

Ob Verbot oder nicht, ich entnehme kaum Fische für den Kochtopf, und werde es auch nicht unter Zwang tun , und Fische entnehmen die ich nicht brauch und will, und wenn es ein gesetzliches Release verbot gibt.

Mir egal, ist mir eben wieder entkommen da ich dann einen Setzkescher habe ohne einen Boden, wie ärgerlich :-)

Ich habe in Deutschland gelebt , eine Angelprüfunge dort abgelegt und dort gibt es ja diese Release verbot, aber wenn man den Fang dann wieder schwimmen läßt, regt sich keiner auf bzw nur die ,die nichts noch gefangen haben und einem das nicht gönnen wollen.

Fischen ist und bleibt ein Hobby mit Haken, meistens frisst ihn der Fisch und lebt oft fröhlich ohne Schaden weiter, bis er im Kochtopf landet oder als namentlich bekannter Kapitaler der dan Altersschwäche stirbt, und öfters mal in einem Artikel abgebildet wurde.
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Re: Catch and Release Verbot in Österreich

Beitragvon ssnake14 » 28.12.2015, 12:13

Selbst wenn so ein Verbot kommen sollte , bin ich mir ziemlich sicher das fast jedes Kontrollorgan / Vereinsmietglied , solch ein Gesetzt nicht beachten würden , den mit jeden Fisch der wieder Schwimmen darf , erspart sich der Verein natürlich einen Besatz , und somit auch Geld !!
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Re: Catch and Release Verbot in Österreich

Beitragvon phL » 28.12.2015, 14:02

Wie heißt ein schönes Sprichwort, man sollte nicht päpstlicher als der Papst sein und oft zeigt sich genau, dass jene Leuten welche am wenigsten Toleranz zeigen die sind, die dann die "Moralkeule" rausholen.
Wie bereits einige hier gepostet haben würde ich es befürworten, dass jeder selbst diese Entscheidung treffen (dürfen) sollte. Man muss sich dabei halt auch darüber im Klaren sein, dass man weder mit dem einen (Fisch entnehmen) noch dem anderen (Foto machen & releasen) dem Fisch was gutes tut. Was davon jetzt besser ist? ich weiß es nicht bzw. will ich es zumindest nicht jedem vorschreiben.

Eins bin ich mir jedoch recht sicher, die Welt im Allgemeinen genauso wie unserer Alltag ist sicher nicht der Himmel auf Erden. Anzustreben dies zu erreichen ist sicher ein löbliches Ziel, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob man damit weit kommt/glücklich wird bzw. sich am Ende nur einer Illusion hingibt um nicht wahrhaben zu wollen, dass der Mensch am Ende in allererste Linie an sich denkt (Familie & enge Beziehungen auf 2.ter Stufe eingeschlossen)und danach erst wenn dies gewährleistet ist weiter denkt.

Wenn ich mich jedes mal Schlecht fühlen würde, wenn ich zu meinem "amusement" Fische fange und sie dann wieder release, so müsste ich das wohl auch tun, wenn ich bei Amazon ein Buch bestelle; mehr Wasser verbrauche als ich eig. zum trinken benötige obwohl einige nicht so viel davon haben; auf populistische Politiker und deren versprechen hereinfalle, wohlwissend dass es nur Lehre Floskeln sind die sie versprechen; bei einem Frosch der über die Straße hüpft sehenden Auges nicht ausweiche oder Bremse, weil ich mein Leben als wertvoller erachte, als dass einen "Frosches"; in ein ärmeres Land auf Urlaub fahre, obwohl ich weiß, dass die herschende politische Klasse dort die Menschenrechte mit Füßen tritt; einerseits so tuhe als würde mir das Klima und die Umwelt am herzen liegen, andererseits meinen Lebensstil aber nicht gewillt bin einzuschränken um eine Erhaltung der Umwelt zu gewährleisten; usw ich könnte hier wohl noch 100 Dinge aus dem Alltag aufzählen.

Würde ich mir über das alles den Kopf zerbrechen und es beherzigen wäre ich dann ein besserer Mensch? oder würde es mich einfach überfordern und ich würde daran zerbrechen?
mM muss das jeder für sich beantworten... Einige verdrängen das oben genannte und leben so damit andere verdrängen weniger und versuchen sich gewisser Dinge bewusst zu werden und danach zu handeln
Daher würde ich mir jetzt auch nicht anmaßen das Eine (Fisch entnehmen) oder das Andere (Fisch releasen) als besser anzusehen.


lG
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Re: Catch and Release Verbot in Österreich

Beitragvon Kaindlau » 28.12.2015, 15:29

Servus @phl

:good post:
Danke für diese unaufgeregten Sätze - eine Wohltat für mich sie zu lesen. :D

Petri aus Enns
Der vielleicht letzte klassische Ansitzangler Österreich`s
http://spazio3.com
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