Sind Fischer Anrainer?

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korsikaphil
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Re: Sind Fischer Anrainer?

Beitrag von korsikaphil » 14.05.2013, 07:48

Hellvis hat geschrieben:Geht es da überhaupt um öffentlich-rechtliche (Fahrverbot nach der StVO) oder privatrechtliche (ÖGF!!!-Reviere Besitzstörungsklage?) Vorgänge. Ich glaube, dass da schon die Differenzierung begraben ist.
Ich glaub auch, dass das der springende Punkt ist. Wenn Privat: Erlaubnis vom Grundstückseigner einholen, wenn der zugleich Gewässerbewirtschafter ist, sollte der Fall eigentlich klar sein. Wenn öffentlich-rechtlich: Keine Chance. Mit den Cops im Vorfeld abklären ist auch eine gute Idee. Ich bezweifle zwar, dass man da eine rechtswirksame Auskunft zu so einer komplexen Materie bekommt, aber wenn dann der Anruf kommt, sagt die Exekutive wahrscheinlich: "Danke sehr, wissen wir bereits", und das war's. Netter Versuch Petze! :up2:
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Re: Sind Fischer Anrainer?

Beitrag von Captain » 14.05.2013, 11:40

Dazu fãllt mir die Situation in Wien ein: Fischen mit Kurzparkschein, z.B. im 14ten Bezirk. Der Amtsschimmel lässt grüssen!
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Re: Sind Fischer Anrainer?

Beitrag von Sixpack » 05.05.2017, 11:15

Nachdem mich das Thema wieder "gemagerlt" hat, habe ich mal Rechtsauskunft beim ÖAMTC eingeholt.
Fazit - Fischereiausübungsberechtigte sind definitiv Anrainer, wobei diese Rechtsansicht noch nie bis in die oberste Instanz ausjudiziert wurde.
Es gibt allerdings einen bestehenden Rechtsspruch aus Niederösterreich.
Für Treppelwege gilt dies natürlich nicht!
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Re: Sind Fischer Anrainer?

Beitrag von konfuzius6699 » 06.05.2017, 12:46

Tja das mit dem Befahren und Parken ist so ne Sache...
Gurker Rückstau habe ich nun auch gehört dass man nicht mehr am Platz das Auto abstellen dürfte, Fahrzeug muss mit zwei Reifen auf dem Feldweg stehen.. ansonsten Bekommt man wiedermacht ein Problem mit der Bergwacht und muss zahlen.
Sind eigentlich bis zum Platz hin meist klare geschotterte Feldwege , auch sind Fischeriberechtigte dort vom Fahrverbot ausgenommen ... ?? Woher soll man da nun wissen was man darf und nicht, steht ja auc keine Tafel mehr dort ...
Jedenfalls ist das ganze meist eine Schikane von Bergwacht oder anderswo von Anrainer und Co.
Leider stört es manche krieskrämigen Leute so sehr, wenn jemand auf dem Feldweg fährt obwohl sie dadurch keine Nachteile oder Beeinflussung haben... Einfach weil das nicht erlaubt ist und es eine Genugtuung für die Leute ist, dem Anderen dadurch eines auszuwischen bzw. es zu erschweren.
Aber wenn diese Leute dann eben in so eine Lage kommen habe diese meist überhaupt kein Verständnis über unnötige Verbote oder Parkverbote, und regen sich dermaßen darüber auf wenns dann selber mal zahlen müssen... So ist doch oft die Art Vieler in einer zivilisierten Gesellschaft und steigt meist mit Alter und dem Besitz von Geld....

Jedenfalls ist es leider of so, das einfach für vieles eben ein "unnötiges" bzw erschwererendes Verbot besteht und viele eben keine Toleranz dafür zeigen wenn andere dieses Verbot nicht einhalten...

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Re: Sind Fischer Anrainer?

Beitrag von flo1210 » 06.05.2017, 20:37

Ein Interessantes Thema da ich selbst schon mal in so eine Situation geraten bin.

Auf der Wiener Donau (Revier Donaustadt 1) gibt es einen Bootshafen (Marina Wien) der in 2 Becken geteilt wird.
Das eine Becken ist mit einem Zaun abgesichert (Unbefugter Zutritt verboten) und das zweite Becken ist öffentlich betretbar da es nicht abgesichert ist und sich dort ein Restaurant mit Garten befindet.

Trotz öffentlichem Zugang ist das Fischen auch in diesem Becken welches öffentlich betretbar ist verboten.
Die Begründung das man ein Boot bei der Ausübung der Fischerei beschädigen reicht anscheinend aus.


Nach Rücksprache mit dem Fischereiverband Wien habe ich mich an den VÖAFV (Lizenzausgabe) gewandt und denen mein Problem geschildert.
Seitens des VÖAFV ist das Fischen dort untersagt da man es sich den Betreibern der Marina Wien nicht "verscherzen" möchte.....

Das Gesetz sieht das allerdings etwas anders.

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