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Gemeinsames Auftreten gegen lasche Bestimmungen am Lipno

Re: Satellitenbild vom Lipno vor der Stauung

Beitragvon Leoresch » 11.10.2017, 18:58

Danke für die wahren Worte MartinP
Und Bruno S. Ich gebe euch da 100% recht.
Bitte Andreas lösche das bitte wieder hier und aus deinem Blog.
Ich hoffe auf deine Vernunft und bedanke mich schon im Voraus
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Re: Satellitenbild vom Lipno vor der Stauung

Beitragvon Vodička » 11.10.2017, 19:38

Vielen Dank für deine Hilfe unsere Zander zu schützen. Diese Informationen, was du hier zeigst, helfen Leuten, die angeln für Fleisch. Besten Dank

Petr Vodička CZ :up2: :danke: :cry: :cry: :cry:
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Re: Satellitenbild vom Lipno vor der Stauung

Beitragvon Sixpack » 11.10.2017, 20:01

Ich wusste gar nicht, dass wir auch Leser in CZ haben.... -Herzlich willkommen und vielen Dank für eure Meinung! :welcome:
Eure Intention finde ich absolut nachvollziehbar. Ich würde es, wenn es mein Gewässer betrifft, vielleicht ähnlich sehen...
Ich möchte aber ebenso anmerken, dass es auch viele Kollegen gibt, die z.B. nur auf Friedfisch angeln und für die Catch &Release,
bzw. maximal eine selektive Entnahme, selbstverständlich sind.
Für diese sind diese Karten aber ebenso interessant. (z.B. um den Verlauf eines alten Flussbetts zu sehen)

Mich würde allerdings interessieren, ob es in Tschechien wirklich so schlechte Erfahrungen mit Gastanglern aus dem benachbarten Ausland gibt...
"Ist mir egal wer dein Vater ist - so lange ich hier fische, geht niemand übers Wasser!"
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Re: Satellitenbild vom Lipno vor der Stauung

Beitragvon Andreas » 11.10.2017, 20:26

MartinP hat geschrieben:Das du so ein Gewässer vernichtet ist dir aber schon klar, oder?

Von euren Reaktionen bin ich ausgegangen und auch einige weitere Nachrichten haben mich bereits auf privatem Wege erreicht. Ehrlich gesagt wundert es mich aber, dass ihr als Lipno-Insider dieser Information soviel Bedeutung zusprecht, in der Lage zu sein, ein ganzes Gewässer zu vernichten. Und das noch dazu in Zeiten von Insight Genesis (wo so ziemlich der ganze Lipno bereits in 3D zur Verfügung steht) und AutoChart Pro. Der Lipno war schon einmal "tot" und dies hing bzw. hängt - hier stimme ich meinem Vorposter OHKW zu - wohl eher mit der Bewirtschaftung bzw. dem Regelwerk an diesem Gewässer zusammen, wenn die Köderfischmindestgröße wieder reduziert wird und gleichzeitig 2 Zander pro Tag entnommen werden dürfen - von einem Jahreskartenfischer also rund 730 Zander im Jahr!

MartinP hat geschrieben:Ein Fluss wie die Donau ist etwas anderes als ein See mit nur sehr wenig Struktur.

Ehrlich gesagt kenne ich kaum ein strukturreicheres Gewässer.

MartinP hat geschrieben:Ich und einige andere ehemalige Fischerkollegen von dir, würde dich bitten diesen Post wieder aus dem Forum und von deiner Seite zu nehmen!!!

Wie ich auch Bruno bereits über Facebook geschrieben habe: Mir war klar, dass dies einigen Leuten nicht schmecken wird. Ich habe lang darüber nachgedacht, sicher zwei Jahre, um ehrlich zu sein. Wie überall gibt es Pros und Kontras, Neider und Gönner, etc.. Ich will hier keinem etwas an den Kopf werfen. Jetzt habe ich mich für eine Veröffentlichung entschieden. Aber ich bin (im Gegensatz zu heute Nachmittag) bereit, den Beitrag auf meinem Blog temporär, oder sogar dauerhaft mit einem Passwort zu versehen und genau das habe ich soeben auch gemacht.

Der Blog-Beitrag ist nicht mehr verfügbar: Link

Petr und Leo, herzlich Willkommen im Angelforum. Schade, dass ihr es nicht schon früher hierher geschafft habt.

Ich nehme an, ihr werdet euch jetzt dennoch alle gesammelt auf euren neuen "gemeinsamen Feind" stürzen. Hier appelliere aber ich an euch, die wahren Gründe einer Überfischung - nämlich ein zu lasches Regelwerk - nicht zu übersehen und dagegen gemeinsam aufzutreten. Nicht die zur Verfügung stehenden Informationen über ein Gewässer bestimmen dessen Fischbestand, sondern die Bereitschaft der Angler, Catch & Release zu betreiben. Noch viel mehr aber entsprechende Regelungen, die einer übermäßigen Entnahme entgegenwirken.

Ich weiß, es gab hier bereits eine Petition und einige kleinere Initiativen. Was aber wäre, wenn wir (Österreicher, Deutsche, Tschechen) uns alle auf "ein Packerl hauen" und mittels dieses Forums, all meiner und eurer Kanäle und aller weiteren Möglichkeiten, die wir alle gemeinsam haben, uns dafür einsetzen, dieses Gewässer vor einer Überfischung zu schützen?

Ich selbst stehe nach wie vor dafür ein (und auch gerade), dass derartige Informationen zu einem Angelgewässer im Sinne des Angelsports allen Anglern zur Verfügung stehen sollten. Und, dass diese vor allem typisch österreichische Manier der Geheimniskrämerei beim Angeln der Vergangenheit angehören sollte - es gibt genügend gute Vorbilder hierfür. Jedoch möchte ich euch nicht alle vor den Kopf stoßen und diese Entscheidung alleine treffen. Ich erwarte mir jedoch nun im Gegenzug, dass ihr nun eure Community genauso aktiviert und für sinnvolle Bestimmungen am Lipno eintretet, wie ihr dies soeben wegen eines Blogbeitrags gemacht habt mit dem Ziel eines offenen Briefes.

Und jetzt bin ich gespannt, wie es weitergeht.
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Re: Gemeinsames Auftreten gegen lasche Bestimmungen am Lipno

Beitragvon OHKW » 12.10.2017, 07:13

:applaus:

Finde ich super, denn das ist der einzige Weg sich ehrlich und aufrichtig für den Fischbestand einzusetzen. Auch für die Laketrophy wäre das durchaus nicht unwichtig, wenn man bedenkt was für einen Werbewert diese Veranstaltung mittlerer weile hat. Vielleicht lassen sich die Veranstalter und Werbepartner hier auch ins Boot holen. Wäre doch schade wenn da über 100 Angler ausrücken und das Ergebnis von zwei Tagen dann 5 untermaßige Zander, Barsche bis sage und schreibe 20cm und ein rekordverdächtiger 70ger Hecht sind ;)
Nur ums mal überspitzt auszudrücken ^^

Petition unterschriebe ich übrigends sehr gerne, auch wenn ich bisher weder am Lipno war, noch es in näherer Zeit geplant hätte. Aber ich bin dankbar für jedes Gewässer und jeden Bewirtschafter der mit gutem Beispiel vorangeht.
Mann muss es sich selbst nicht unnötig schwer machen wenn man es genauso gut anderen unnötig schwer machen kann.
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Re: Gemeinsames Auftreten gegen lasche Bestimmungen am Lipno

Beitragvon balu » 12.10.2017, 19:06

Irgendwie kann ich mich den Eindruck nicht erwehren als hätten da eher die Lipno Insider Angst das andere auch erfolgreich sein könnten.
Glaube kaum das Gäste die mal ein paar Tage im Jahr dort fischen so einen See schwer schädigen, vor allem da anscheinend jetzt schon geringe Stückzahlen und untermaßige erwischt werden. Zumal dir das Satelitenbild auch nur MÖGLICHE Standorte anzeigt, fangen muss man sie immer noch selber, und bei ein paar Tagen im Jahr sicher nicht so einfach.
Meiner Meinung sollten sich die Jahreskartenbesitzer als erster bei der eigenen Nase nehmen. Ob jetzt zwei entnommene Zander vom Urlauber schlimmer sind oder im Winter von Kennern 20 vom 15m Grund vertikal gefangen und wieder releaste (Stichwort Druckausgleich "is eh wieder obtaucht und weggschwumma") und wahrscheinlich eingegangen Fische schlimmer ist kann eh jeder halten wie er mag.

Aber als Urlauber und damit nur ab und zu dort fischender Angler fällt es mir schwer da an Bestandsverminderung zu glauben.

Aber ich glaube von den Jahreskartenbesitzer werden die wenigsten so eine Petition unterzeichnen, denn wenns um die letzten zwei Zander im See gehen würde hätten sie die meisten immer noch am liebsten in der eigenen Truhe. So ist der Mensch halt.
So eine Satelitenkarte wie Andreas sie freundlicher Weise Besuchern seines Blogs zu Verfügung gestellt hat, stoßt auch anscheinend nur einer angelnden "Elite" auf die anscheinend jetzt Angst das jetzt womöglich alle bei der Lake Trophy Standortemäßig auf einer Stufe stehen.

Mfg
balu
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Re: Gemeinsames Auftreten gegen lasche Bestimmungen am Lipno

Beitragvon hgb » 12.10.2017, 19:49

@OHKW
Wie Du aus dem 15 Jahre alten Foto mit den zwei 30cm Zandern am Drachkovitch System ableiten kannst, dass ich Fische entnheme, wird wohl Dein Geheimnis bleiben :P . Ich habe in den letzen 20 Jahren ca. 25 Zander aus dem Lipno entnommen. Wie viele es in diesem Jahr waren kannst Du aus meiner beil. Angelkarte entnehmen, da muss jeder Fisch eingetragen werden (Strich=keine Entnahme).

@Andreas
Die Tiefenlienien der Donau findet wohl jeder selbst, der sie wirklich sucht. Außerdem hilft das beim Angeln nicht viel. Du solltest Koordinaten posten wo Du Zander fangst. Und wenn Du dann das nächste Mal kommst, dann stehen schon 3 dort und bringen jeden Fisch um. Aber Hauptsache alle haben die gleichen Infos.

Den Spieß jetzt umzudrehen und so tun, als ob nun die laschen Bestimmungen am Lipno schuld an der Misere sind, ist leider ein bisschen zu kurz gegriffen.
Auf der einen Seite lockst Du Angler mit Insiderinformationen an ein Gewässer und dann müssen sich die anderen kümmern, dass sich diese Leute an die Regeln halten.

Hats Du Dir schon einmal überlegt, wie man einen See kontrolliert, der 45km lang, bis zu 3 km breit und nur zur Hälfte vom Ufer zugänglich ist?
Wie viele Motorboote man da brauchen würde, was die jeden Tag Benzin verbrauchen und wie viele Leute da fix angestellt sien müssten? Wer soll denn das bezahlen? Da brauchst Du noch zusätzlich 20 Freiwillige die da jeden Tag mitfahrenfahren und sich mit besoffenen Fischern anlegen, die wirst Du nicht finden.

Wie haben heute bessere Boote als je zuvor, besseres Equipment, bessere Köder und verfolgen die Fische mit der Karte bis in die letzten Rückzugsgebiete. Es ist Zeit, dass wir endlich bei uns selbst anfangen und die Fischer, die da ständig rücksichtslos entnehmen ausgrenzen und ihnen klar sagen dass das so nicht geht. Ich sehe jeden Tag Angler, die einen Setkescher voller toter Zander hinter dem Motorboot herschleppen. Alle 5 Minuten wird ein neues "Haus" angefahren und der Setzkescher schlagt beim fahren auf der Wasseroberfläche auf. Nach 8 Stunden in 25 Grad Wasser werden die am Abend wahrscheinlich im Müll entsorgt.
Da müssen wir selber anfangen und nicht solche Leute auch noch mit Informationen versorgen. Ein 50er Zander wird mit voller Aufregung gekeschert, als ob es ein Metriger ist, nur dass halt kein Filet verloren geht.

Bevor Du Dir Gedanken über ein gemeinsames Auftreten gegen die Bestimmungen machst, solltest Du Dir zuerst über die Organsisation und die Entscheidungsstrukturen des Verbandes im Klaren sein.

Der Verband vertritt 300.000 tschech. Angler, organsiert über unzählige lokale Vereine. Die lokalen Vereine entsenden Vertreter in den Verband, manche davon sitzen auch in den obersten Gremien. Diese Leute vertreten die Interessen der lokalen Angler. Da gehören auch die Angler dazu, die aufgrund des Alters am Ufer mit dem Köfi sitzen, auch die wollen einmal einen Zander fangen und jene, die im Boot mit dem Köfi sitzen, weil sie keine Ahnung vom Spinnfischen haben.

Und dann kommen wir und schreien Beschränkungen und Köfi Verbot u.s.w., nur weil einige von uns den Hals nicht voll genug kriegen können
und weil das für uns Spinnfischer so gut passen würde.

Glaubt ihr im Ernst, dass eure Petition oder gemeinsames Auftreten irgendwen dort drüben kratzt? Die sehen das als Einmischung von außen (was es ja auch ist). Beid er letzten Petition haben die uns ganz klar gesagt, dass sie an einer Einmischung von uns nicht interessiert sind und wenn wir das nicht verstehen, dann gibt es keine Lake-Trophy mehr.

Mein Freund Dr. Milan Hladik (er ist studierter Biologe) war viele Jahre Vorstand (zuständig für die Bewirtschaftung) in diesem Verein und hat auch das Köderfischverbot, das Schleppverbot mit E-Motor und die Schutzgebiete eingeführt. Jedes Jahr haben die anderen Vorstandsmitglieder versucht die Bestimmungen aufzuweichen, jedes Jahr hat er dagegen angekämpft. Für nächstes Jahr wollte er die Größe der Köderfische wieder anheben und Entnahmelimits pro Woche und pro Jahr einführen. Leider wurde wieder alles von den anderen Vorständen abgelehnt, worauf er als Vorstand zrückgetreten ist.

Bruno
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Re: Gemeinsames Auftreten gegen lasche Bestimmungen am Lipno

Beitragvon konfuzius6699 » 13.10.2017, 08:59

Hallo,

OK den gesperrten Beitrag und alle Beiträge habe ich nicht durchgelesen. Ganz verstehe ich es nicht , dass man ein Gewässer zerstört wenn man versucht mit strengeren Regeln eine Überfischung zu vermeiden ... weil wenn man was erreicht, oder boykottiert etc , ist dann das Gewässer uninteressant , weniger Angler kommen und das Gewässer wird zvernichtet ?? versteh ich nicht ganz... Weniger Entnahme und mehr Fang ist für viele interessanter, und wenn man nichts mehr Fängt kommen auch keine Angler ... Auch wenn man Infos preisgibt , wo man gut fängt gute Stellen sind, sind die am nächsten Tag schon veraltet ... heutzutage ist für einen guten Angler mit Boot und der Technik kein Problem mehr den Fisch zu suchen und neue Stellen zu finden... Wenn man sich auf Infos und Tips von anderen verlässt, ist man sicher kein guter Angler und hat auch sicher nicht immer den versprochenen Erfolg wie vorausgesagt... Man muss so ein Gewässer in dieser Dimension , verstehen und lesen können und sich nicht auf Tipps und gute Stellen anderer verlassen...Nur der, der Neues sucht und findet , was neues ausprobiert, hat die Nase beim Angeln vorne und fängt den größeren Fisch vor der Nase der anderen weg ...

Egal wie ich es wende, auf Dauer gesehen ist es besser wenn auf einen guten Fischbestand geschaut wird.
Und meistens wird dann nie so heiß gegessen wie man kocht und wenn wird meist nur ein Kompromiss eingegangen.

Ja für Kochtopfangler siehts dann vielleicht magerer aus , aber wird sicher einige geben die sich nicht dran halten werden... das ganze Gewässer in dieser Dimension streng zu kontrollieren ist ein zu großer Aufwand...
Man sieht es auch in Frankreich mit dem Casssien... hat da die Dauerfischer gegeben und mit den Plätzen wurde gehandelt, Trotz Nachtangel- und Campierverbot wird von einigen, meist Einheimischen einfach weitergeangelt.... Es hängt viel von der Moral der Angler ab und diese befindet sich seit langen in einem Wandel (macnhe Länder mehr oder weniger) und man wendet sich von der Kochtopfangellei und Ausnutzung der Gewässer etwas ab ...
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Re: Gemeinsames Auftreten gegen lasche Bestimmungen am Lipno

Beitragvon OHKW » 13.10.2017, 10:15

@hgb: Das mit dem Profilbild war mit einem "Augenzwinkern" zu verstehen. Tut mir leid wenn es nicht so rüberkam.

Zudem verstehe ich nicht ganz, warum es falsch sein soll genau die Dinge die du anprangerst einfach zu verbieten. Klar kann man nicht den ganzen See 100% lückenlos kontrollieren, aber es reicht wenn zumindest einigermaßen kontrolliert wird, sodass es immer eine Chance gibt "erwischt zu werden" wenn man sich nicht an die Regeln hält.
Dass die Zustände schon ganz ohne Öffentlichmachung der Satellitenkarten offenbar im Argen liegen, macht dein Lamentieren mehr als deutlich. Vielleicht wär es an der Zeit mal was dagegen zu tun, anstatt diejenigen an den Pranger zu stellen die sich vorbildlich verhalten nur weil sie aus ihrem Wissen kein Geheimnis machen.
Mann muss es sich selbst nicht unnötig schwer machen wenn man es genauso gut anderen unnötig schwer machen kann.
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Re: Gemeinsames Auftreten gegen lasche Bestimmungen am Lipno

Beitragvon hgb » 13.10.2017, 11:40

@OHKW
Entschuldigung angenommen :P, aber ich betreibe halt wirklich schon seit 20 Jahren 99% catch and release und einige die da mitlesen waren sicher schon mit mir
am Boot. Einen toten Fisch hat bei mir mit Sicherheit noch keiner gesehen.

Es wird ja auch kontrolliert und es werden auch jeden Tag Lizenzen eingezogen. Wir sollten aber auch endlich selbst Verantwortung übernehmen und nicht nur hoffen dass uns wer diese Verantwortung abnimmt.

Natürlich sollte man das auch anprangern und ich kämpfe schon seit 15 Jahren dafür. Leider geht das nicht so einfach, denn mit 500 Unterschriften auf einer Petition oder Ähnlichem wird man die Meinung von 300.000 Mitgliedern bzw. deren Vetreter sicher nicht verändern.
Das Gegenteil wird passieren, die werden dann auch in irgendeiner Form gegen uns vorgehen. Wir sind ja nur Gäste in dem Land und es steht uns ganz einfach nicht zu sich hier zu stark einzumischen.
So etwas muss man diplomatisch an der richtigen Stelle angehen und das mach ich schon seit langer Zeit. Man darf die Leute nicht vor den Kopf stoßen, dann reden sie nicht mehr mit uns.

Alles andere ist kontraproduktiv und extrem kontraporduktiv ist dann natürlich auch noch einer Verbreitung dieser Informationen. Die fragen uns doch ob wir ganz richtig sind im Kopf, wenn wir auf der einen Seite die laschen Bestimmungen kritisieren und auf der anderen Seite jedem Schlächter diese Informationen zur Verfügung stellen.

Und ehrlich gesagt, ich frage mich das auch.....
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Re: Gemeinsames Auftreten gegen lasche Bestimmungen am Lipno

Beitragvon Romario » 13.10.2017, 12:37

Hello hgb

Wie du ja vielleicht weißt, angle auch ich als Bewohner einer Grenzstadt in NÖ seit fast 10 jahren ausschließlich in tschechien - eben nur in einem Revier östlicher von dir mit ähnlichen/gleichen Bestimmungen und Bedingungen.

Deshalb muss ich dir auch in einem Punkt widersprechen:
hgb hat geschrieben:@OHKW
Das Gegenteil wird passieren, die werden dann auch in irgendeiner Form gegen uns vorgehen. Wir sind ja nur Gäste in dem Land und es steht uns ganz einfach nicht zu sich hier zu stark einzumischen.

Es stimmt, wir sind Gäste in dem Land, aber:

- wir (zumindest ich) zahle den vollen Jahreskartenpreis (5000kronen) im Gegensatz zu den tschechischen Kollegen, die sie bereits ab 2000 krönen dabei sind - begründet wird das mit irgendwelchen suspekten "Brigade"-Tagen (Putzbrigade) an dem man angeblich das Gewässer putzen muss und sich somit freikaufen kann. Deshalb nur 2000kronen :)
- der Hauptpunkt ist jedoch - das europäische Recht der Freizügigkeit, das besagt, dass jedem EU-Bürger das gleiche Recht überall in der EU zugestanden werden muss. Also ist es überhaupt nicht von EU-Richtlinien aus gesehen möglich uns "Ösis" das fischen in CZ zu untersagen/einzuschränken etc.
- insofern steht es mir, der nebenbei auch so wie du sein Geld zumindest teilweise in CZ verdient (und Steuern zahlt) sehrwohl zu, mich über die Zustände an den Gewässern in CZ aufzuregen bzw. dagegen vorzugehen.

Und wir beide wissen wovon wir sprechen - vom typischen tschechischen Sacklfischer - gerade erst wieder letzte Woche von mir beobachtet und zur Anzeige gebracht: 3 Herren jenseits des arbeitsfähigen Alters die innerhalb von 2 stunden 5 untermassige Amur-Karpfen trotz Abmahnung meinerseits beinhart abgeknüppelt
haben. Glücklicherweise hab ich einen guten Draht zum Fisch-Aufseher und die drei Gentleman sind bereits ihre Jahreskarte los.

Deshalb unterstütze ich auch die Alternative - denn wenn man selber nix macht, passiert nix
meine Meinung :)
greets
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Re: Gemeinsames Auftreten gegen lasche Bestimmungen am Lipno

Beitragvon Andreas » 13.10.2017, 13:48

hgb hat geschrieben:@Andreas Den Spieß jetzt umzudrehen und so tun, als ob nun die laschen Bestimmungen am Lipno schuld an der Misere sind, ist leider ein bisschen zu kurz gegriffen. Auf der einen Seite lockst Du Angler mit Insiderinformationen an ein Gewässer und dann müssen sich die anderen kümmern, dass sich diese Leute an die Regeln halten.


Ich habe die Informationen bereits offline genommen, falls du es nicht gesehen hast. Aber auch wenn ich das nicht getan hätte, wäre dieser Blogbeitrag bestimmt nicht das Zünglein an der Waage, einerseits den Bestand zu ruinieren (das machen die Regelungen) und andererseits noch mehr Angler an den Lipno locken als Filme, Bewerbe, Berichte, etc.. An der Popularisierung dieses Gewässers bist du ja schließlich auch genauso, wenn nicht federführend beteiligt. Jedenfalls drehe ich keinen Spieß um - ich könnte im Gegenzug genau sagen, du suchst einen Schuldigen für die schwindenden Bestände und weil du dem Verband nichts anhaben kannst, lenkst du deine Wut halt jetzt woanders hin. Jedenfalls bin ich nach wie vor der Meinung, dass man auch einem tschechischen Verband entsprechend entgegentreten kann, wenn man ausnahmsweise grenzübergreifend an einem Strang zieht.

Danke jedenfalls für die vielen Hintergrundinformationen. Das mit der Petition hast du allerdings etwas falsch verstanden. Ich habe geschrieben:

Ich weiß, es gab hier bereits eine Petition und einige kleinere Initiativen. Was aber wäre, wenn wir (Österreicher, Deutsche, Tschechen) uns alle auf "ein Packerl hauen" und mittels dieses Forums, all meiner und eurer Kanäle und aller weiteren Möglichkeiten, die wir alle gemeinsam haben, uns dafür einsetzen, dieses Gewässer vor einer Überfischung zu schützen?

Ich glaube also auch nicht, dass eine Petition hier helfen könnte. Sehr wohl aber Druck aus der Öffentlichkeit - wo ich viele Möglichkeiten habe und weitere sehe - und schwindende Einnahmen.
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Re: Satellitenbild vom Lipno vor der Stauung

Beitragvon Andreas » 23.10.2017, 08:00

Andreas hat geschrieben:Ich erwarte mir jedoch nun im Gegenzug, dass ihr nun eure Community genauso aktiviert und für sinnvolle Bestimmungen am Lipno eintretet, wie ihr dies soeben wegen eines Blogbeitrags gemacht habt mit dem Ziel eines offenen Briefes. Und jetzt bin ich gespannt, wie es weitergeht.


Und ab hier werden die Stimmen ganz schnell wieder leise ... Ausgenommen Brunos, dem ich natürlich zugestehe, dass er tut, was er kann für sein Hausgewässer. Die anderen werden wohl weiter angeln, solange es gut geht und sich dann stumm ein neues Revier suchen.
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Re: Satellitenbild vom Lipno vor der Stauung

Beitragvon OHKW » 23.10.2017, 08:45

Andreas hat geschrieben: Die anderen werden wohl weiter angeln, solange es gut geht und sich dann stumm ein neues Revier suchen.


Da können sich die glücklichen jetzt schon darauf freuen, dort wo der Heuschreckenschwarm dann hinzieht ^^
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Re: Gemeinsames Auftreten gegen lasche Bestimmungen am Lipno

Beitragvon Rukla » 23.10.2017, 08:49

Guten Morgen Freunde des gepflegten Sports!

Ich bin neu hier und hoffe auf eure Unterstützung. Sicherlich bin ich auch im falschen Thread gelandet. :roll: (in diesem Fall bitte um einen Tip für einen Anderen) :wink:

so.. nun zur Frage:
Hat jem. von euch eine Empfehlung für ein Ferienhaus am Lipno? Ich hab schon zig verschiedene Suchportale für Ferienwohnungen und Häuser abgesucht ohne wirklich was Angelgerechtes direkt am Wasser zu finden, was nicht so stark von Touris überlaufen ist. Wir wollen mit ein "Paar" Freunden (ca. 10 Personen) im nächsten Sommer an den Stausee und suchen nach entsprechender Unterkunft. Am liebsten natürlich EIN großes Ferienhaus, aber zur Not würden auch 2, die nicht weit voneinander weg liegen, gehen.
Danke schon mal Vorab für die Hilfe (und hoffentlich rege Beteiligung ^^),

Gruß, RK
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