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Streamer - beschweren oder nicht?

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Re: Streamer - beschweren oder nicht?

Beitragvon Oluja » 17.10.2015, 07:47

Hallo,

ich fische mit der Fliege an der Bregenzerach. Dieser Fluss hat dort sehr viele verschiedene Tiefen. Eine Bebleiung des Streamers ist dann teilweise sogar nötig um in die fischreicheren Zonen zu kommen.

Alex, ein Kumpel von mir und absoluter Crack mit der Fliege beschwert bis auf die Trockenfliege, so gut wie alles. Wir waren diesen Herbst auf Aufsteiger mit der Nassfliege unterwegs. Wenn man mal auf eine Nymphe oder Nassfliege eine Barbe fängt, ist das schon außergewöhnlich. Alex konnte an diesem Tag aber gleich 3 Stück fangen. Dies nur weil er seine Fliegen bebleite.

Und was soll ich sagen, in den tiefen Gumpen der Bregenzerach ist er es der die 50+ Forellen mit dem Streamer fängt, da er durch die bebleiung tief runter kommt.

Hoffe ich konnte halbwegs verständlich ausdrücken was ich damit sagen wollte. :danke:

Gruß, Oluja!
Oluja
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Re: Streamer - beschweren oder nicht?

Beitragvon doublefish » 17.10.2015, 11:12

Oluja hat geschrieben:Wenn man mal auf eine Nymphe oder Nassfliege eine Barbe fängt, ist das schon außergewöhnlich. Alex konnte an diesem Tag aber gleich 3 Stück fangen. Dies nur weil er seine Fliegen bebleite


Hallo!

Kann sein dass es in dem beschriebenen gewässer die einzige möglichkeit ist um barben mit der fliegenrute zu erwischen, aber eine verallgemeinerung wonach man ohne blei keine barben mit der nymphe erwischen könne ist sicherlich fragwürdig. Es gibt hier im forum spezialisten (Gue) die regelmäßig barben mit nymphe fangen ohne hier mit splitshot nachhelfen zu müssen.

In vielen gewässern ist eine zusätzliche beschwerung, also splitshot, auch dezidiert verboten.

Ich selber verwende blei in erster linie dann wenn die kombination aus wassertiefe, nymphen/streamergröße und vor allen fliessgeschwindigkeit an der betreffenden stelle/dem betreffenden abschnitt keine andere wahl mehr lassen.

Eines sollte natürlich auch klar sein: je mehr die verteilung der zu werfenden masse weg von der schnur hin zur "fliege" tendiert desto weniger hat das ganze noch mit fliegenfischen zu tun. Das bedeutet keinesfalls dass ich ein fliegenpurist bin (denn ich verwende auch schon mal eine schwere nymphenrig mit einem 1" bobber als bissanzeiger für das steelheadfischen mit der fliegenrute).

Matt
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Re: Streamer - beschweren oder nicht?

Beitragvon buggi » 17.10.2015, 11:57

Gue verwendet genauso ein Klemmblei zur zusätzlichen Beschwerung.
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Re: Streamer - beschweren oder nicht?

Beitragvon Oluja » 17.10.2015, 12:15

doublefish hat geschrieben:
Oluja hat geschrieben:Wenn man mal auf eine Nymphe oder Nassfliege eine Barbe fängt, ist das schon außergewöhnlich. Alex konnte an diesem Tag aber gleich 3 Stück fangen. Dies nur weil er seine Fliegen bebleite


Hallo!

Kann sein dass es in dem beschriebenen gewässer die einzige möglichkeit ist um barben mit der fliegenrute zu erwischen, aber eine verallgemeinerung wonach man ohne blei keine barben mit der nymphe erwischen könne ist sicherlich fragwürdig. Es gibt hier im forum spezialisten (Gue) die regelmäßig barben mit nymphe fangen ohne hier mit splitshot nachhelfen zu müssen.

In vielen gewässern ist eine zusätzliche beschwerung, also splitshot, auch dezidiert verboten.

Ich selber verwende blei in erster linie dann wenn die kombination aus wassertiefe, nymphen/streamergröße und vor allen fliessgeschwindigkeit an der betreffenden stelle/dem betreffenden abschnitt keine andere wahl mehr lassen.

Eines sollte natürlich auch klar sein: je mehr die verteilung der zu werfenden masse weg von der schnur hin zur "fliege" tendiert desto weniger hat das ganze noch mit fliegenfischen zu tun. Das bedeutet keinesfalls dass ich ein fliegenpurist bin (denn ich verwende auch schon mal eine schwere nymphenrig mit einem 1" bobber als bissanzeiger für das steelheadfischen mit der fliegenrute).

Matt


Servus,

falls ich das Gefühl aufkommen lassen habe, das man nur mit bebleiten Nymphen oder Fliegen Barben fängt, dann möchte ich das korrigieren. Das war sicher nicht meine Absicht.

Fakt aber ist, das sich die Barben zu 99% am Grund eines Gewässers befinden. Und da muss man dann runter.
Hat man jetzt ein Gewässer, wie die Bregenzerach, das von 30 cm - 4 m tiefen hat, ist es schwierig für jede Tiefe die passende Ausrüstung mitzunehmen (Nassschnüre, Trockenschnüre, verschiedene Ruten usw). Jetzt ist eine Bebleiung eine sehr schnelle, effektive Methode um an tiefere Stellen zu kommen. Vor allem wenn es eine bestimmte Strömung hat.

Was deinen letzten Satz angeht, ob das ganze dann überhaupt noch was mit fliegenfischen zu tun hat, so ist das Auslegungssache.
Ich diskutiere ja schließlich auch nicht mit einem Vegetarier oder einem Veganer ob Fleisch essen richtig ist oder falsch. :mrgreen:
Ich esse das was ich mag und fische so wie es mir Spaß macht und ich erfolgreich bin (natürlich immer im Rahmen der Regeln).

Gruß, Oluja!
Oluja
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Re: Streamer - beschweren oder nicht?

Beitragvon Captain » 19.10.2015, 08:25

ubik hat geschrieben:Buggy ich geh am we 30.10 herum. Vllt geht sich ja ein treffen aus. Und klaus bitte um kurzbericht, inkl. Riesenforellen.

Servus Jan,

es war ein schönes Wochenende, auch wenn sich der Erfolg in Grenzen gehalten hat. Aufgrund der Trübung waren die Fische nicht gerade in Beisslaune, speziell die größeren Kaliber. Die "Streamerrei" hat nichts eingebracht, aber stattdessen sorgte ein Insektenschlupf für eine Sternstunde mit der Trockenfliege!

Fazit: Ein traumhaftes, aber auch launisches Revier mit Überraschungs-Effekten :D .
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Re: Streamer - beschweren oder nicht?

Beitragvon ubik » 19.10.2015, 09:04

Oh Danke für die INfo Klaus.

Ich werde eh auch beides mitnehmen. 8er für Streamer und die 5er für die Trockene und erst wenn die Trockene nix bringt,
dann auf den Streamer umsteigen.

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Re: Streamer - beschweren oder nicht?

Beitragvon Captain » 20.10.2015, 08:28

IMG_20151018_123350.jpg
Winzige, graue Dinger einpacken! Hakengrösse 16, besser 18 :wink:
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Re: Streamer - beschweren oder nicht?

Beitragvon perch.sniper » 25.11.2015, 15:39

Ich wäre dagegen
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Re: Streamer - beschweren oder nicht?

Beitragvon alexb » 25.11.2015, 18:27

Es gibt eine ganze Reihe von mir bekannten Fliegengewässern, z.b. Südtirol, Osttirol tlw auch usw....
wo das
Streammer mit vorgeschaltetem Blei...
absolut verboten ist.

Wie sieht es im Rest Österreichs aus ?

tl

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Re: Streamer - beschweren oder nicht?

Beitragvon buggi » 25.11.2015, 18:45

alexb hat geschrieben:Es gibt eine ganze Reihe von mir bekannten Fliegengewässern, z.b. Südtirol, Osttirol tlw auch usw....
wo das
Streammer mit vorgeschaltetem Blei...
absolut verboten ist.

Wie sieht es im Rest Österreichs aus ?

tl

alex


Anders, sonst würde es den Thread nicht geben.
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Re: Streamer - beschweren oder nicht?

Beitragvon Captain » 26.11.2015, 14:01

Gesetzliche Regulierungen gibt es diesbezüglich nicht, die Fischereiordnung ist Sache des Bewirtschafters.
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Re: Streamer - beschweren oder nicht?

Beitragvon koppenkitzler » 28.11.2015, 15:34

Grüß Euch!

Streamer mit vorgeschaltetem Blei spielen meistens nicht gut.

Entweder Sinkschnur nehmen und maximal 1Meter Vorfach,oder aber überhaupt direkt bebleiten Streamer wählen.

Barben hatte ich sehr viele letztes Jahr,alle mit beschwerten Nymphen,eine auf Trockenfliege,das war aber ein Ausrutscher
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Re: Streamer - beschweren oder nicht?

Beitragvon Wolfgang Heußerer » 29.11.2015, 13:37

koppenkitzler hat geschrieben:Grüß Euch!

Streamer mit vorgeschaltetem Blei spielen meistens nicht gut.

Entweder Sinkschnur nehmen und maximal 1Meter Vorfach,oder aber überhaupt direkt bebleiten Streamer wählen.

Barben hatte ich sehr viele letztes Jahr,alle mit beschwerten Nymphen,eine auf Trockenfliege,das war aber ein Ausrutscher


Da bin ich etwas anderer Meinung...
Sinkschnur und unbeschwerter Streamer spielen am besten. (wie auch du geschrieben hast)
Aber direkt bebleite Streamer spielen mMn NICHT besser als unbeschwerte Streamer mit vorgeschaltetem Blei. (nur das Handling/Werfen ist einfacher)
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Re: Streamer - beschweren oder nicht?

Beitragvon koppenkitzler » 29.11.2015, 17:50

Hallo Wolfgang,Steirerkollege! :)

Ist so wie du sagst,
aber ich spreche jetzt für mich: wenn ich auch noch ein Blei vorschalte,was ich oft in meinen Anfangsjahren gemacht habe,kann ich die Fliegenrute gleich in die Ecke stellen und zur Spinnrute greifen,ist aber wie alles natürlich auch Ansichtssache.
Macht mir dann keinen Spaß mehr,abgesehen vom schwierigen Handling,dass Du schon eh angemerkt hast.

Sinkschnur und unbeschwerter Streamer ist die beste Kombi für tiefe Flüsse,finde ich (auch),muß man aber genauso mögen und erlaubt sollte es sein. :)

Puristen wollen manchmal keine Sinkschnüre ist nicht "sportlich" und vielerorts auch nicht erlaubt

Mir ist die Ästhetik nebensächlich.Die Fliege muß zum Fisch,egal wie und sie sollte möglichst natürlich in der richtigen Tiefe spielen.

Hatte übrigens heute an Sinkschnur und unbeschwertem Streamer einen (einzigen) Superbiß eines Meterplus,der die Fliege im glasklaren Wasser bis zur Oberfläche verfolgte,kurzer Ruck,weg war er.

Das wäre er gewesen,der erste Große heuer.

Hat ihn nur "weggebissen",leider nicht inhaliert. :roll:

Also als Tipp würde ich auch noch einen Schlaufenknoten am Streamer empfehlen(Palomar heißt er glaub ich),zumindest ab Schnurstärken von 0,30 mm zum Forellenfischen.Probieren,auch das sieht jeder anders.

Auf Huchen verwende ich seit Jahren nur mehr snaps.

Halten gut und der Fliegenwechsel geht angenehm rasch,der Streamer spielt ausreichend gut.


Anbei eine rezente fette Regenbognerin vom Oktober aus der Mur,gefangen auf großen braunen Woolly Bugger mit Cone Head. 30iger Vorfach.Ich fische in der Mur nicht mehr darunter mit Streamer,die Bisse von Kiloforellen kommen schon gewaltig und die Fluchten sind hart,wenns stark strömt.

Übermorgen ziehts mich wieder hinauf in die Obersteier,vielleicht ein letztes Mal heuer auf Foröön
Bild
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Re: Streamer - beschweren oder nicht?

Beitragvon Hiermann » 02.12.2015, 06:41

Petri - toller Fisch !!
Liebe Grüße
Thomas
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