Thema des Monats 05/16: Donau-Waller Tagebuch 2016

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Fischschreck
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Thema des Monats 05/16: Donau-Waller Tagebuch 2016

Beitrag von Fischschreck » 12.04.2016, 19:53

Servus Fischerei begeisterte!

Lange und immer wieder habe ich die Wels Fischerei aufgeschoben...aber heuer werde ich dieser Fischart kontinuierlich auf den Zahn fühlen.
Da sich diese Art der Fischerei immer größerer Beliebtheit erfreut und viele erst damit anfangen oder wollen, will ich in diesem Thread über das Jahr 2016 meine Erfahrungen, Probleme, Lösungen, Tipps und Tricks, Tackle, Montagen und hoffentlich auch Fangberichte mit euch teilen.
In diesem Thread kommen auch die Spinnfischer nicht zu kurz, da ich neben dem Ansitzen, diese auch aktiv mit der Spinnrute beangeln werde.

Dieser Thread wendet sich an alle begeisterten Wels-Fischer und Neulinge, sowie alle, welche Interesse an dieser Thematik haben.
Ich lade alle herzlich dazu ein, mich durch das Jahr 2016 zu begleiten und auch selbst Tipps, Tricks, Montagen und Fangberichte zu veröffentlichen.

Ich wünsche gute Unterhaltung!
Und ein kräftiges Petri!

Tight lines Tom
„Der Fisch, der einmal vom Haken verletzt wurde, vermutet Haken in jedem Brot.“
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Fischschreck
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Re: Donau-Waller Tagebuch 2016 - Tackle, Tipps und Fangberic

Beitrag von Fischschreck » 12.04.2016, 20:10

Background Informationen

Beangelte Donaureviere: Freudenau Links / Donaustadt 2 sowie bei beiden Revieren die Neue Donau und Schwechatbach-Mündung in die Donau

Zu testende Köder: Köderfisch, Tauwurm, Pellets, Calamari, Leber


Voraussichtliche Montagen: U-Pose, Posen-Montage, Grund-Montage, falls möglich Abspannen.


Tackle Set-up bis dato:
Ansitz:

-> BC Passion 320cm Wg bis 500g / Fin Nur Sportsfisher 80 mit 0,50er geflecht
-> Daiwa Exceler Catfish 300cm Wg bis 600g / Penn Battle 7000 mit 0,50er geflecht
--> Reserve und Pellet Rute = Fox Rage Cat Spin 300cm bis 175g Wg

Spin:

-> Black Cat Light Spin 280cm Wg bis 150g / Shimano Spheros 8000 PG mit 0,36er geflecht
-> Für die Rinne: Shimano Biomaster Select Shad bis 135g WG / Shimano Biomaster SW 5000 mit 0,28er geflecht


Das Equipment ist über 3 Jahre zusammen gekauft und deshalb sehr bunt durchgemischt und vor allem beim Ansitz-Tackle nicht das non-plus ultra...
bin gespannt wie es sich schlägt.

In kürze folgen Probleme, welche sich am Anfang gestellt haben + teilweise Lösungen...

tl
Zuletzt geändert von Fischschreck am 17.07.2016, 14:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Donau-Waller Tagebuch 2016 - Tackle, Tipps und Fangberic

Beitrag von rob gone fishing » 12.04.2016, 20:23

super, ich bin gespannt!
lg rob

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Fischschreck
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Re: Donau-Waller Tagebuch 2016 - Tackle, Tipps und Fangberic

Beitrag von Fischschreck » 12.04.2016, 20:49

Der Start ist immer das Schwierigste --- Probleme über Probleme

Gleich zu Beginn schwirrten mir viele Probleme durch den Kopf die es bewältigen gab, um starten zu können und sich an alle Regeln zu halten...
Ja Ja, die liebe Fischerei-Ordnung... Regeln über Regeln und nochmals Regeln...

Die " 2 größten" Probleme:

--> Nur Einzel-Haken erlaubt, dafür 2 Stück.... damit fällt jede Montage mit Drillingen schon mal flach....
--> NEU: Das Ausbringen von Montagen mit Booten ist verboten.... dies ist für die Wels-Fischerei eine starke Einschränkung, da die meisten Montagen nicht/kaum
geworfen werden können.... wurffähigere Montagen befinden sich gerade in Arbeit.

3 weitere kleine:

--> Die gesamte Ausrüstung muss mit einem Rad ohne Anhänger transportierbar sein.... es wurde nur das nötigste eingepackt, direkt in die Rutentasche, Sessel
auf den Gepäckträger und der Köder-Eimer am Lenker. Kein Bivi nix... angeln unter freiem Himmel.

--> ich bin nicht der geduldigste Angler und übernachten am Wasser fällt für mich flach... Angelzeit: 1 Stunde vor bis 3h nach Sonnenuntergang, also bis ca. 0:00
damit ist die Top-Zeit auf Waller beangelt und kann dann daheim schlafen.

--> Ungute Leute/Pseudo-Umweltschützer...hab ich immer ein Händchen dafür, letztens hat mir ein Depp einen Riesen-Böller vor die
Füße ins Wasser geworfen um ca. 23h und habe fast einen Herzinfarkt bekommen...dachte irgendwer schießt auf mich. :evil:

Für die meisten kleineren Probleme gab es auch schnelle Lösungen...wie Köder besorgen etc. diese sind aber für jeden mehr oder weniger leicht zu lösen.

to be continued...mit Kleinteile und Spinnfischen
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Re: Donau-Waller Tagebuch 2016 - Tackle, Tipps und Fangberic

Beitrag von Fischschreck » 12.04.2016, 21:29

Wer an den Kleinteilen spart, ist schnell am Ar***

Ist mein Motto...es hilft die beste Rolle/Rute nix, wenn der Wirbel schlapp macht, oder ein Haken aufbiegt...
Deshalb schaue ich da besonders auf Qualität. Wirbel, Knotenlos-Verbinder und Haken kaufe ich deshalb nur bei den üblichen Marken die sich hier etablieren konnten (Bsp. Taffi Tackle, Zeck; Black Cat;...) Soll keine Werbung für diverse Marken sein, kaufe nur nach meinen persönlichen Empfinden.

Kleine Auswahl an Kleinteilen:
P4120288.JPG
P4120289.JPG
Die Sprengringe und Snaps sind hauptsächlich aus der Salzwasser Abteilung von Sebile und Gamakatsu.

Wobei ich aus praktischen Gründen beim Ansitzen auf Karabiner setze (Rig wechsel, Verdrehen des Köders) und beim Spinnfischen auf Knotenlos-Verbinder setze, da vor den Kunstköder ohnehin noch ein Karabiner hinkommt.

Kein Kleinteil, aber trotzdem immer dabei, der Rutenhalter aus Edelstahl:
P4120287.JPG
Da ich wie erwähnt nur das nötigste zu meinen Ansitzen mitnehmen möchte, habe ich hier noch den größten Teil (neben den Kleinteilen) abgelichtet:
P4120292.JPG

Zum Abschluss noch meine Kunstköder Auswahl 2016 welche die Welse bringen sollen:
P4120293.JPG
Vor allem von den Rassel-Blinkern erwarte ich mir einiges. Laufen richtig gut und laut.
Bei den kleinen Wobblern müssen die Drillinge noch extra gesichert werden mit Vorfach-Material (Geflecht).
Die Jighaken sind alle Gamakatsu Extra Strong in 8/0 bis 12/0 und die Drillinge Owner St 66 bzw. an den kleinen Wobblern Owner St 41.


to be continued ... das Erste Mal.
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Re: Donau-Waller Tagebuch 2016 - Tackle, Tipps und Fangberic

Beitrag von buggi » 12.04.2016, 21:33

Ich würde mir noch einen großen Lipless Crank mit ordentlich Rasseln besorgen.

Quasi ein Illex TN60 in groß. Von Spro gibts da welche glaub Baby Devil heissen die. Rasselt extrem.
Von Illex gibts auch einen Dexter Vibration oder so, hab den auch aber der rasselt mir zu wenig.

Ahja, cooles messer, das kam bei mir heute am Wasser auch zum Einsatz :mrgreen:

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Re: Donau-Waller Tagebuch 2016 - Tackle, Tipps und Fangberic

Beitrag von Fischschreck » 12.04.2016, 21:55

@buggi: Lipless ist vorhanden...muss nur umgerüstet werden. Ja das Messer ist geschickt. ^^
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Re: Donau-Waller Tagebuch 2016 - Tackle, Tipps und Fangberic

Beitrag von KFC » 12.04.2016, 23:29

Paar kurze Einwürfe von mir:
Bezüglich Bootsverbot wäre eine Alternative die 2-Ruten Technik oder eine (wesentlich teurere) Variante sind die systeme von Rheinboards.
Bezüglich Drillingsverbot wäre eine Möglichkeit die Haarmontage.

Viel Erfolg wünsch ich jedenfalls. Als Welsangler braucht man durch die vielen Regeln, Bestimmungen und Verbote in Österreich etwas Sitzfleisch, Geduld und eine Portion Glück.
Spinnfischen kann natürlich auch zum Erfolg führen. Kann aber auch zermürbend werden, wenn man mit dem relativ schweren Gerät lange "umsonst" wirft.

Alles Gute! :up2:

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Re: Donau-Waller Tagebuch 2016 - Tackle, Tipps und Fangberic

Beitrag von Andreas » 13.04.2016, 11:32

Super Thema! Da werde ich auch fleißig mitlesen. Voriges Jahr um die Zeit hatte ich schon ein paar Welse bis 1,10m. Heuer noch gar nichts. Ich hoffe, sie laufen bald!
Fischschreck hat geschrieben:Der Start ist immer das Schwierigste --- Probleme über Probleme
Die " 2 größten" Probleme:
--> Nur Einzel-Haken erlaubt, dafür 2 Stück.... damit fällt jede Montage mit Drillingen schon mal flach....
--> NEU: Das Ausbringen von Montagen mit Booten ist verboten.... dies ist für die Wels-Fischerei eine starke Einschränkung, da die meisten Montagen nicht/kaum geworfen werden können.... wurffähigere Montagen befinden sich gerade in Arbeit.
Bei mir beißen die vorsichtigen Welse ohnehin nur auf Einzelhaken, wenn ich mit Naturködern angle. Meistens sogar nur auf einen einzelnen aufgezogenen (großen) Tauwurm am kleinstmöglichen Haken, den ich aktiv am Tiroler Hölzl über die entsprechenden Spots treiben lasse. Ich verwende VMC Raubfisch Haken Gr. 5/0.

Seit heuer habe ich auch ein Rheinboard im Einsatz. Das funktioniert sehr gut! Preislich aber schon eine emfpindliche Geschichte. Man braucht ja auch die Extra-Rute zum Auslegen. Damit lege ich Forellen und große Weißfische an der Steinmontage aus. Biss hatte ich heuer aber noch keinen darauf und auch in der Vergangenheit nie auf "echte" Wallermontagen in der Donau. Jedenfalls setze ich dabei ebenfalls auf ein System von den Rheinboard Herstellern, wo die U-Pose im Köderfisch selbst versteckt wird.

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Re: Donau-Waller Tagebuch 2016 - Tackle, Tipps und Fangberic

Beitrag von Andreas » 13.04.2016, 11:43

Fischschreck hat geschrieben:Zum Abschluss noch meine Kunstköder Auswahl 2016 welche die Welse bringen sollen.
Vorsicht bei den Wobblern. Du kannst den Jointed Shad Rap nicht einfach so auf Wels einsetzen. Er wird brechen, sobald du einen Brecher ( :wink: ) dran hast. Er muss umbgebaut werden: kleines Loch in die Tauchschaufel und Drilling direkt mit Einhänger vom Vorfach (nicht nur mit dem Sprengring) verbinden per kurzem Stück Geflochtener. Siehe Foto.

Wird für den anderen kleinen Wobbler ebenso gelten. Der große Rapala Jointed sollte halten. Wobei ich mir da auch nur beim Bauchdrilling sicher bin. Das Drahtgestell im inneren des Wobblers ist aber auf jeden Fall durchgängig und nur, wenn du das sicher weißt bei einem Modell, kannst du auf die zusätzliche Verbindung verzichten!
Dateianhänge
Bildschirmfoto 2016-04-13 um 11.41.27.png

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Re: Donau-Waller Tagebuch 2016 - Tackle, Tipps und Fangberic

Beitrag von Kaindlau » 13.04.2016, 12:34

Servus @Fischschreck

Ich wünsche dir für dein Vorhaben viel Glück und noch viel mehr Geduld. :up2:

Ich werde sicher regelmäßig hier mitlesen, den ich habe es bis heute nicht geschafft einen richtigen Donaugiganten zu landen.
Sicherlich Welse bis 1,40m sind auch nicht zu verachten, aber wenn man mitbekommt welche Kaliber so herumschwimmen, dann will man eben mehr.
Mit den KuKö habe ich nichts am Hut, aber wie man so liest, ist es eine der besten Methoden um die Welse zu ärgern.

Petri aus Enns
Der vielleicht letzte klassische Ansitzangler Österreich`s
http://spazio3.com

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Re: Donau-Waller Tagebuch 2016 - Tackle, Tipps und Fangberic

Beitrag von Fischschreck » 13.04.2016, 12:39

Danke für den Input.

Wundert mich das die Welse so heikel sind...so stark werden sie bei uns ja auch noch nicht beangelt. Aber das werde ich ja bald sehen.

Das Rheinboard kommt für mich nicht infrage, da es viel zu teuer ist und ich das ganze eher Low-Budget angehen will.
Habe aber sowas ähnliches im Sinn... Ein Plastik Board wo der Stein drauf kommt, Sideplaner vorschalten und das ganze von der Strömung raus ziehen lassen und dann kräftig an der Rute wo das Board ist rucken, damit der Stein baden geht. Ist fast ident, nur Low-Budget und nicht so stabil im Wasser. Grundsätzlich sollte es aber so auch funktionieren.

Zu den Kunstködern: Glaube habe eh drunter geschrieben, das die Drillinge noch zusätzlich gesichert werden müssen mit Geflecht.
Trotzdem danke. Das mit dem Loch in der Tauchschaufel werde ich so machen, damit verändert es den Lauf nicht.
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Re: Donau-Waller Tagebuch 2016 - Tackle, Tipps und Fangberic

Beitrag von Andreas » 13.04.2016, 13:11

Fischschreck hat geschrieben:Ein Plastik Board wo der Stein drauf kommt, Sideplaner vorschalten und das ganze von der Strömung raus ziehen lassen und dann kräftig an der Rute wo das Board ist rucken, damit der Stein baden geht. Ist fast ident, nur Low-Budget und nicht so stabil im Wasser. Grundsätzlich sollte es aber so auch funktionieren.
Davon gibt es sogar ein YouTube Video. Weiß den Link leider nicht mehr, hat aber sehr mühsam ausgesehen... Wenn du Standplätze kennst würde ich es eher aktiv versuchen. Sprich, Grundrute in der Hand und Plätze absuchen. Oder natürlich mit der Spinnrute.

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Re: Donau-Waller Tagebuch 2016 - Tackle, Tipps und Fangberic

Beitrag von Fischschreck » 13.04.2016, 14:01

Kurz-Exkurs: Montagen

Grundsätzlich habe ich vor gängige und eine vlt. etwas ausgefallene Montage zu fischen.

1) Klassische U-Posen Montage (ohne Rasseln)
2) -----//------------ ( mit Scream-Bells und Rassel U-Pose....also was geht an Lautstärke)
3) Haarmontage für Köderfische mit Draht/Zweitem Haken, wie auch immer
4) Boilie Haarmontage....eh klar
und
5) Aufgepoppt mit Auftriebskörper (um den Köder, oft Würmer, über Grund zu halten)
P4130294.JPG

Ich will nicht lange auf diese Montagen eingehen, da im Internet genug darüber zu finden ist.

Einzig über die Aufgepoppte Variante verliere ich noch ein paar Worte, da ich diese wohl sehr oft fischen werde...

Im Grunde ist es ein ganz normales Haar-Rig wie beim Karpfen fischen, allerdings montiere ich es anders um die Würmer bestmöglich und so viele wie möglich drauf zu bekommen.
Als erstes wird die Haar-Schlaufe gebunden. Auf den Boilie-Stopper im Überformat wird der Auftriebskörper gesteckt und die Haar-Schlaufe wird mit dem Snap des Stoppers verbunden. Jetzt werden so viele Würmer wie gewollt bis zum Auftriebskörper aufs Vorfach gezogen.
(Achtung: Erst die Dicken, dann die Dünneren wegen dem dicken Haar-Schlaufenknoten...Wurmer können auseinander reißen!)
Dann wird der Haken mit einem kleinen Abstand zum letzten Wurm mit einem No-Knot befestigt und am anderen Ende noch die Schlaufe für den Karabiner gebunden. Optional kann noch der Einzelhaken oder ein kleiner Draht welcher ebenfalls mit Würmer aufgezogen ist, in der Haar-Schlaufe befestigt werden.

Falls sich jetzt einige Fragen, warum ich nicht alles fertig binde und dann die Würmer einfach mit der Ködernadel auf das Haar auffädle...nunja....
habe ich beim ersten Mal versucht und 50% der Würmer sind beim Versuch sie über den großen Haar-Schlaufenknoten zu schieben auseinander gerissen...deshalb anders rum, da schon nach 2-3 dicken Würmern die Schlaufe voll ist und den Rest mit kleineren ohne Probleme voll machen kann.
Kommt aber auch sicher auf die Dicke der Würmer an...


Wenn mit Bleien oder Steinen gefischt wird, verwende ich normale Sea-Booms mit vorgeschalteten Shock-Absorber Perlen.

Generell denke ich, werde ich für die Wurf-Montagen eher Mono als Vorfachmaterial nehmen, da sich die geschmeidige Geflochtene bei diversen Tests mehr verwickelte, als die steifere Mono.
Allerdings schwanke ich noch zwischen einer 1,2mm und 0,9mm Mono... die 1,2er ist super abriebfest, allerdings extrem schwer zu verarbeiten, die 0,9er ist wesentlich leichter zu verarbeiten (sogar gut knotbar), aber ist natürlich nicht mehr ganz so abriebfest....denke aber trotzdem, dass ich zu Beginn der 0,9er den Vorzug geben werden...

Da mir wahrscheinlich oft nichts anderes übrig bleibt als die Montagen zu werfen (oder Pose mit Sideplaner) werde ich mir Stellen suchen, die schon nach wenigen Metern tief abfallen, zwei bis drei Stellen habe ich schon ins Auge gefasst. Eine dieser Stellen fällt innerhalb von 3 Metern auf fast 4 Meter ab...
Aussichtsreich....Oder!?

Zu letzt kurz über das Vorfach zum Spinnfischen:

Grundsatz Entscheidung Mono vs. Geflecht...
Aufgrund der vielen Steine werde ich in der Donau auf Mono-Vorfächer setzten, in der Rinne werde ich aber auch geflochtene Vorfächer einsetzen und auch etwas im Durchmesser runtergehen.

Für ein Vorfach braucht es nicht viel... Vorfach-Material, scharfe Schere/Messer, Snaps/Karabiner, Knotenlos-Verbinder und für Mono noch ein Feuerzeug.
P4130295.JPG
Schere fehlt ich weiß ^^
Der Karabiner wird mit einem normalen Clinch-Knoten am Vorfach befestigt und am Ende ein doppelter Schlaufen-Knoten gebunden(beim Zusammenziehen der Knoten Spucke, Spucke und nochmals Spucke nicht vergessen. langsam zusammen ziehen und auch mit den Fingern etwas nachschieben).
Die überstehenden Enden der Knoten werden abgezwickt und mit dem Feuerzeug kurz abgebrannt, damit ein Knubbel entsteht, der als Sicherung dient (Soll im Notfall, dass durchrutschen verhindern). Bei Geflochtenen Material kann man hier einfach einen normalen Knoten machen um es zu sichern.
Die Schlaufe wird in den Kontenlos-Verbinder gehängt und dieser an der Hauptschnur befestigt. Fertig.
Die Vorfächer werde ich zw. 80-90cm fischen, lang aber etwas mehr Sicherheit zwischen all den Steinen.
P4130297.JPG
Einer Schnur zu Schnur Verbindung (also Vorfach an Hauptschnur, wie den Doppelten Grinner, etc) traue ich derzeit nicht über den Weg, auch wenn sie gerne verwendet werden.

to be continued....
Zuletzt geändert von Fischschreck am 14.04.2016, 12:05, insgesamt 5-mal geändert.
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Re: Donau-Waller Tagebuch 2016 - Tackle, Tipps und Fangberic

Beitrag von Andreas » 13.04.2016, 15:53

Ich kann dir nur raten, alles wegzulassen, was du nicht unbedingt brauchst. So fein zu fischen, wie möglich. Sämtliche Metallteile durch Plastik zu ersetzen (z.B. Karabiner beim Seaboom -> mit Schnur anknoten). Möglichst kleine, wenige und leichte (dünndrähtige) Haken zu verwenden. Die Donauwelse ticken einfach ganz anders als jene vom Ebro oder Po - leider... z.B. rauben sie, seit dem es soviele Grundeln gibt auch nicht mehr soviel an der Oberfläche. Das macht das Spinnangeln umso schwerer.

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