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Auf der Suche nach einem (Klein-/Angel-)Boot

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Auf der Suche nach einem (Klein-/Angel-)Boot

Beitragvon ahriman » 09.09.2014, 11:23

Hallo!

Die SUP-Geschichte hat sich für mich erledigt - nach den Kommentaren im Thread und allerspätestens seit ich vergangene Woche in Kroatien die verzweifelten Versuche eines Urlaubers gesehen habe, der versucht hat auf dem Ding auch nur 5m geradeaus zu fahren. ;) Ich habe prinzipiell keinen sonderlich guten Gleichgewichts-Sinn - und damit kann ich die Angelei von so einem Ding vergessen.

Der Urlaub in Kroatien hat mich in dem Wunsch nach einem passenden Boot allerdings eher bestärkt - auch wenn das sicher nicht so einfach wird. Aber vielleicht finde ich mit eurer Hilfe eine halbwegs eierlegende Wollmilchsau. Folgende Anforderungen sind Pflicht und können nicht wegdiskutiert werden:
  • Einsatzgebiet: Süß- und Salzwasser (z.B. in Kroatien in geschützten Buchten [NICHT im offenen Meer - bin ja nicht lebensmüde], Donau-Altarme, Seen etc.)
  • Gewicht: maximal 30kg (weniger ist besser - ich hatte schon einen Bandscheibenvorfall)
  • Handling: Ein-Personen-tauglich (ich werde primär allein mit dem Ding klarkommen müssen)
  • Kipp-Stabilität: sollte quasi unkenterbar sein (ein als unkenterbar geltendes Wildwasser-Kajak habe ich bereits recht problemlos zum Kentern gebracht)
  • Packmass: maximal 150cm (das Ding MUSS in den Kofferraum eines A2 mit ausgebauten Rücksitzen passen)
  • Rutenhalter: sollten zumindest nachgerüstet werden können
  • Tragfähigkeit: mindestens 125kg (je nachdem wie ich im Futter stehe wiege ich bis zu ~115kg :lol: mehr schadet also nicht)
Folgende Features sind nice-to-have und in gewissen Grenzen diskutabel:
  • Gepäckplatz (Tackle sollte natürlich miatgenommen werden können)
  • Geschwindigkeit (um z.B. auch ein bissi schleppen zu können, sollte man Rudern können)
  • Motorisierbarkeit (z.B. kleine Außenborder um ein bissi Gas geben zu können)
  • Sitz (je gescheiter man sitzen kann, desto besser - hatte wie gesagt bereits einen Bandscheibenvorfall)
  • Strapazierfähigkeit (je höher desto besser - ich mag nicht absaufen weil ich mal auf einen Kiesel fahre)

Kajaks wie das Fish Hunter 1 von Sevylor fallen aufgrund der Kipp-Stabilität raus. Bellys wie das Guideline Drifter werden vermutlich wegen der Rutenhalterungen entfallen - die sind soweit ich das gesehen habe eher was für Fliegenfischer. Kleinere Schlauchboote wie die Sevylor Fish Hunter sind imo net wirklich bequem und schauen net wirklich strapazierfähig aus, gescheitere Modelle wie das Sevylor ST270W sind definitiv zu schwer.

Nachdem ich aber definitiv keine komplette Marktübersicht habe, kann ein Thread dafür wohl kaum schaden. Im Moment halte ich Pontoon-Boote wie das Outcast PAC 800 für am ehesten geeignet - allerdings ist das Teil auch schon recht schwer.

Aber vielleicht kennt jemand von euch noch Alternativen - vor 2 Wochen wußte ich beispielsweise noch nicht einmal was Pontoon Boote überhaupt sind... :lol:
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Re: Auf der Suche nach einem (Klein-/Angel-)Boot

Beitragvon OHKW » 09.09.2014, 12:09

Die Sache mit den Kajaks ist folgende: Wirklich gute kippstabile Angelkajaks kosten teilweise mehr als ein richtiges Boot. Seetauglich in größeren Gewässern und im Meer ist noch dazu eine ganz andere Geschichte.

Ich hab mir damals ein Remus 390 mit Anhänger geholt und bin sehr zufrieden damit, wobei das 420 nachträglich betrachtet die bessere Wahl gewesen wäre.

http://www.verus-boote.de/epages/Shop44 ... 0U-0009%22


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Re: Auf der Suche nach einem (Klein-/Angel-)Boot

Beitragvon Ragman » 09.09.2014, 12:28

Alleine durch das Packmaß fällt vieles weg.

Ich habe mir letztes Jahr ein Schlauchboot gekauft, 3,20m lang, 1,50cm breit. Das Packmaß paßt da in deinen Bereich, aber beim Gewicht geht das schon an deine Grenze. (ca. 35kg dürfte die Bootshaut haben, dann kommen noch die Alu-Bodenplatten und Sitzbänke dazu. 20kg für die Batterie und ein paar Kilo für den E-Motor auch noch. Und für Kroatien bräuchte ich noch einen Außenborder, um nicht gleich bei ein bißchen Wind an Land bleiben zu müssen .... uuuuuuuund - man muß es in Kroatien beim Hafenkapitän anmelden (was eine Versicherung voraussetzt).

Dafür kann man drin stehen, und Rutenhalter, Echolot, etc. anbauen. Zu groß ist es aber nicht unbedingt ... alleine geht das halbwegs gut, zu zweit wirds schon mühsam.

Mein wichtigstes Zubehör sind vermutlich die hochklappbaren Slipräder - dadurch ist das Boot in zusammengebauten und beladenen Zustand an Land gut handhabbar. Allerdings bringen die natürlich Extragewicht und etwas Packmaß.

Das Boot habe ich um unter 350,- bei ebay ersteigert.

Mein nächstes Boot wird dann eher ein Alu-Jonboot. Auch transportabel (am Autodach), aber mehr Platz, unempfindlich und schneller einsatzbereit.
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Re: Auf der Suche nach einem (Klein-/Angel-)Boot

Beitragvon ahriman » 09.09.2014, 12:43

Ich hab genau die Boote glaub ich auch schon mal angeschaut - finde die auch sehr toll. Aber aktuell kann ich so ein Teil beim besten Willen nicht transportieren. Wenn mal ein neues Auto da ist, kann ich über so etwas nachdenken - aber das wird wohl noch ein paar Jährchen dauern...

theCK hat mir von Allroundmarin die Jolly-Schlauchboote empfohlen - die schauen gar nicht so schlecht aus. Und sind gewichtsmäßig auch nicht in den unstemmbaren Bereichen... hat die sonst noch wer oder kennt die näher?

Ragman hat geschrieben:Alleine durch das Packmaß fällt vieles weg.

Aye - leider. Aber ein neues Auto ist halt erst für später geplant...
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Re: Auf der Suche nach einem (Klein-/Angel-)Boot

Beitragvon Ragman » 09.09.2014, 13:02

Ich habe quasi die größere Version von dem Allroundmarin-Boot, nur ohne Namen und mit Aluboden statt Lattenboden.

Das ist halt größenmäßig die unterste Grenze ... innen bleibt da nicht mehr so viel Platz, wenn man rechnet, was zum Angeln noch dazukommt.

Meine übliche Ausrüstung:
Anker samt Seil liegt bei mir im Bugbereich am Boden. Dann noch mindestens eine Angeltasche mit Köderboxen und Schleppzubehör, Echolot + Batterie, sowie eine Grundausrüstung an nötigen Sachen wie Wasser, Regenzeug, Schleppfahne, Rundumlicht. Und dann noch zwei Schleppruten + zwei Spinnruten.
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Re: Auf der Suche nach einem (Klein-/Angel-)Boot

Beitragvon ahriman » 09.09.2014, 13:06

Sofern nicht noch jemand eine andere Idee hat (Falt-Boote [wie im ursprünglichen Thread empfohlen] sehen zwar auch toll aus - aber auch die passen nicht in den Kofferraum), wird es wohl auf kleines Schlauch-Boot vs. Pontoon-Boot hinauslaufen... *grübel*
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Re: Auf der Suche nach einem (Klein-/Angel-)Boot

Beitragvon Ragman » 09.09.2014, 17:43

Pontoon-Boot fände ich auch gut, für kleinere flache Gewässer. Oder einer E-Boot-Variante.

Ansonsten wäre mein momentaner Favorit ein Kayak, und zwar ein Hobie Mirage Pro Angler 12". Ich würds mir halt aufs Autodach packen.
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Re: Auf der Suche nach einem (Klein-/Angel-)Boot

Beitragvon martin_h » 09.09.2014, 19:54

Schau dir mal die Lorsby Fisherman Boote an... www.lorsby.de
Packmaß ist denk ich nicht übel ;)
Qualität ist :up2:
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Re: Auf der Suche nach einem (Klein-/Angel-)Boot

Beitragvon ahriman » 09.09.2014, 21:11

Ragman hat geschrieben:Ansonsten wäre mein momentaner Favorit ein Kayak, und zwar ein Hobie Mirage Pro Angler 12". Ich würds mir halt aufs Autodach packen.

Die Variante mit dem Autodach entfällt bei mir halt leider. Kajaks allgemein schließe ich mittlerweile eigentlich prinzipiell aus. Nachdem ich keinen sonderlich guten Gleichgewichtssinn habe brauche ich ein Dingen, das nicht kentert. Egal was ich damit anstelle (oder zumindest fast egal). Bei einem Kajak reicht es im Grunde genommen einfach mal Vollgas zu paddeln und dann einen Fehler mit der Lenkung zu machen... :lol: Und da ist noch nicht einmal ein Fisch im Spiel...

martin_h hat geschrieben:Schau dir mal die Lorsby Fisherman Boote an... http://www.lorsby.de
Packmaß ist denk ich nicht übel ;)

Was es nicht alles gibt! :shock: Die Teile schauen auch geil aus!
Aber auch wenn das Packmaß nicht übel ist - scheiden sie letztlich doch genau deswegen aus. Im Werbe-Film braucht der einen VW Transporter dafür. Das ist zwar nicht schlecht - wird mit einem A2 aber nicht funktionieren. :( Und gewichtsmäßig ist selbst die kleinste Variante mit 45kg ohne Zubehör nicht unbedingt das, was ich unter "von einer Person gescheit handelbar" verstehe. :|

Ragman hat geschrieben:Pontoon-Boot fände ich auch gut, für kleinere flache Gewässer.

Naja - zumindest bei den Modellen von Outcast (die gefallen mir bisher ganz gut, auch wenn sie ein bissi teuer sind) kann man kleine Motoren dranpappen. Ich glaub mit einem (sagen wir jetzt einfach mal) 6 PS Motor geht so ein Teil ziemlich ab und damit könnte man wohl auch schon mal ein paar km damit rumbrettern. :lol: Keine Ahnung ob das wirklich so gut geht - kann ich mir aber ganz gut vorstellen.

Ragman hat geschrieben:Oder einer E-Boot-Variante.

Was meinst Du damit? Pontoon-/Schlauch-Boot mit E-Motor?

Bin grad am Überlegen ob mir ein Schlauchboot oder ein Pontoon-Boot mehr gefällt. Bei Zeepter gäb's 230cm bei akzeptablem Gewicht, bei Allroundmarin 260cm. Wenn man davon die Schläuche abzieht, bleibt allerdings bei beiden nimmer viel Platz übrig. Das ist zwar immer noch mehr als beim Pontoon und man könnte sich in Kroatien auch mal liegend ein bissi treiben lassen - die Sitzposition stelle ich mir beim Pontoon aber irgendwie bequemer vor. Kann da vielleicht jemand aus Erfahrung sprechen?
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Re: Auf der Suche nach einem (Klein-/Angel-)Boot

Beitragvon ahriman » 10.09.2014, 10:05

Hab grad beim Googlen diese Teile hier gefunden: Sea Eagle Stealth Stalker 10. Die Firma sitzt zwar in den USA, liefert aber auch nach Österreich. Die Versandkosten sind zwar ein Alptraum - aber das Ding wäre inkl. Versand etwa so teuer wie das Outcast PAC 800...
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Re: Auf der Suche nach einem (Klein-/Angel-)Boot

Beitragvon doubleH » 10.09.2014, 10:35

ahriman hat geschrieben:Hab grad beim Googlen diese Teile hier gefunden: Sea Eagle Stealth Stalker 10. Die Firma sitzt zwar in den USA, liefert aber auch nach Österreich. Die Versandkosten sind zwar ein Alptraum - aber das Ding wäre inkl. Versand etwa so teuer wie das Outcast PAC 800...


Hallo Björn,

Kommen da auch nicht noch Zoll, Einfuhrumsatzsteuer und diverse Gebühren hinzu?
Und beinhaltet der Preis schon die VAT?

TL
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Re: Auf der Suche nach einem (Klein-/Angel-)Boot

Beitragvon OHKW » 10.09.2014, 11:00

Bevor ich sowas in Betracht ziehen würde, würd ich lieber in ein vernünftiges offshore fishing Kajak mit Dachmontage investieren. Die liegen sicher deutlich besser am Wasser als dieses Kleinschlauchboot mit 2 Sesseln.
Für diese Kajaks gibt es ja Lösungen bei denen das Kajak wie ein Trolley bis zum Wasser gezogen werden kann. Beim Dachträger werden die an der Spitze eingehakt und dann einfach aufs Dach gezogen, ohne das Ding auch nur einmal anhaben zu müssen.

Oder in eine Anhängekupplung installieren lassen und die Boot+Trailer Variante nehmen, die wahrscheinlich günstiger und funktioneller ist.
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Re: Auf der Suche nach einem (Klein-/Angel-)Boot

Beitragvon makirsch » 10.09.2014, 11:10

wenn eine Dachmontage in frage kommt dann sieh dir doch mal das Wavewalk 500 an.

http://wavewalk.com/W_Fishing_Kayak_Pro ... ation.html

27kg und liegt durch die Katamaran Form sicher stabiler als ein Normales Kajak im Wasser.
SIe Schicken in die EU und das für 190$ inkl. Versicherung.


lG,
Martin
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(Friedrich der Große)
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Re: Auf der Suche nach einem (Klein-/Angel-)Boot

Beitragvon ahriman » 10.09.2014, 11:29

doubleH hat geschrieben:Kommen da auch nicht noch Zoll, Einfuhrumsatzsteuer und diverse Gebühren hinzu?
Und beinhaltet der Preis schon die VAT?

Phhhh - keine Ahnung. :cry:

OHKW - ich bilde mir ein Du hättest in einem anderen Thread mal geschrieben dass Du Ruten aus den USA importiert hast. If so - wie war das da?

Wobei ich gerade eben auf die Idee gekommen bin, einfach mal testweise Amazon-USA zu verwenden - und den dortigen Angaben nach gibt's die Oautcasts deutlich günstiger als so im Webshop in Deutschland. Und auch die größeren Versionen... wie das mit Zoll etc. ausschaut weiß ich damit allerdings immer noch nicht.
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Re: Auf der Suche nach einem (Klein-/Angel-)Boot

Beitragvon OHKW » 10.09.2014, 11:38

Für alles über einem bestimmten Grenzwert (abhängig vom Typ des Produkts) normalerweise um ca. 150€ zahlst du 20% Einfuhrumsatzsteuer + Zoll (irgende Pauschale plus Bearbeitungsgebühr).
Wobei Preis + Versandkosten für die Berechnung dieser herangezogen werden.
Man kommt je nach Kurs dann in etwa auf den Betrag den das Produkt in USD kostet nur halt in Euro....


https://www.bmf.gv.at/zoll/post-interne ... pping.html
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