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Karpfenrute Startring

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Karpfenrute Startring

Beitragvon Joschi94 » 08.01.2018, 12:56

Hi!

Welche Bedeutung hat die Größe des Startrings bei den Karpfenruten. Die Greys Prodigy GT$ gibt es beispielsweise mit einem 40er Startring und einem 50er Startring.

Was ist besser bzw. was sind die Vor- und Nachteile?

LG
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Re: Karpfenrute Startring

Beitragvon stahldurst » 08.01.2018, 19:09

Servus Joschi!
Mal vorab zwei links aus rutenbautechnischer Sichtweise, falls Du die Threads noch nicht kennst:
karpfenrute-spodrute-ringe-tauschen-t20742.html
und
http://rutenbauforum.de/rodbuilding/thr ... adid=10461

Grundsätzlich soll der Startringdurchmesser an den Spulendurchmesser ( Abwurfkante ) angepasst werden.
Grobe Faustformel: Ringdurchmesser=Spulendurchmesser/2
Weiters ist der Abstand von der Spule bis zum ersten Ring ( auch genannt: Starter, Startring, Bockring )
maßgeblich.
Ich finde den etsprechenden Thread aus dem Rutenbauforum nicht: Dort hat mal jemand denselben ( also nicht zwei gleiche Blanks, sondern ein und denselben! ) Blank nach 2 verschiedenen
Beringungskonzepten aufgebaut. Einmal mit 50er und einmal mit 40er. Beim Werfen hat es keinen Unterschied bei
den Weiten gegeben.
Was mM. nach gegen den 50er spricht: Mir persönlich gefällt es überhaupt nicht so einen Hulahoopreifen an der Rute
hängen zu haben, und wenns nichts bringt ists auch für nix. Abgesehen davon ist es einfach eine Störkante.
Und teuer ist es auch, nur zum Vergleich:
Ein Fuji BKWAG50 kostet 20€ und ein BKWAG40 "nur" 10€, weiters
ein Fuji KWSG50 kostet ca. 70€ ( ja nur ein Ring ) und der KWSG40 kostet 27€.
Zitat aus dem Thread aus dem Rutenbauforum:
"die großen Ringe fangen in erster Linie den Angler der dafür entsprechend löhnen soll"

Viel entscheidender ist die gesamte Abstimmung: Rute, Rolle und Schnur.
Und natürlich die Wurftechnik. Das wollen aber viele ( wie ich es schon erlebt habe ) gar nicht hören.

Beste Grüße
Hans
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Re: Karpfenrute Startring

Beitragvon Polsi » 08.01.2018, 19:12

Ich bin kein Wurfexperte, aber wenn man richtige Wurfkoryphäen fragt, z. B. Terry Edmonds, Mark Hutchinson usw, sagt durch die Bank jeder einzelne, dass der 50er Startring definitiv mehr Weite bringt. Und wenn die das meinen, bin ich ehrlich gesagt schon sehr geneigt, das zu glauben.
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Re: Karpfenrute Startring

Beitragvon ahriman » 08.01.2018, 20:26

Ich war in den letzten etwa 15 Monaten bei zwei verschiendenen Rutenbauern - und beide haben voneinander unabhängig von 50er Startringen abgeraten. Die genaue Argumentation habe ich allerdings mittlerweile vergessen - vielleicht steht's in meinem Thread zu den Handgebauten hier noch irgendwo drin... Mit den 11ft 7+1 mit 40er Startring (eher als Drill- denn als Wurfrute gedacht) werfe ich aber definitiv weiter als mit 13ft 5+1 mit 50er Startring (von Sportex als Weitwurfruten angepriesen) - allerdings liegt das sicher nicht am Startring sondern wohl primär am Abstand der Griffteile...

Ich persönlich GLAUBE, dass 5+1 Beringung mit 50er Startring eine Methode der Industrie ist uns Käufern Geld aus der Tasche zu ziehen (5+1 sind nun mal weniger Aufwand und weniger Materialkosten als zB 7+1) - ich glaube auch, dass das unter Experten schon fast eine philosophische Frage ist, für beide Lager werden sich jeweils "Experten" finden lassen.

Ich WEISS, dass ich persönlich für mich einfach nicht die Notwendigkeit habe, wo ein möglicherweise vorhandener Unterschied relevant wäre. Wenn ein wirklich deutlicher Unterschied vorhanden wäre, würde man das sicher irgendwo nachlesen können - weil irgendeine Firma das marketingtechnisch ausschlachten würde. Und ob ich nun 50m werfe oder 51m - ist mir wurscht. Nicht wurscht ist mir ob da am Blank ein 50er Startring hängt oder nicht - ich finde die furchtbar - aber das ist letztlich auch Geschmackssache.
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Re: Karpfenrute Startring

Beitragvon Sixpack » 08.01.2018, 21:40

Nun, Aussagen von 2 Wurfkoryphäen, welche für Rutenhersteller tätig sind (Harrison, Free Spirit), und so ein Unding von Ring empfehlen, haben für mich den gleichen Wert wie wenn mir der Danny erklärt, man fängt mit Goo um 10% mehr.....
Rutenbautechnisch finde ich es zur Zeit ohnehin katastrophal -wohin man schaut findet man primär irgendwelche Weitwurfknüppel
mit möglichst wenig Beringung und entsprechend beschissener Aktion. Unter 3 Lbs wird das Angebot sowieso immer dünner.... :(
Was soll dieser Schwachsinn eigentlich?
Gehen die Rutenhersteller jetzt davon aus, dass die Fische nicht mehr näher als 100 Meter ans Ufer kommen? :lol:
"Ist mir egal wer dein Vater ist - so lange ich hier fische, geht niemand übers Wasser!"
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Re: Karpfenrute Startring

Beitragvon stahldurst » 08.01.2018, 23:00

Sixpack hat geschrieben:Nun, Aussagen von 2 Wurfkoryphäen, welche für Rutenhersteller tätig sind (Harrison, Free Spirit), und so ein Unding von Ring empfehlen, haben für mich den gleichen Wert wie wenn mir der Danny erklärt, man fängt mit Goo um 10% mehr.....


Du hast mir die Worte aus dem Mund genommen.
Ist ja so:
Welcher Wein ist für den Weinbauern der beste?
Der den er verkauft.
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Re: Karpfenrute Startring

Beitragvon Polsi » 08.01.2018, 23:42

Sixpack hat geschrieben:Nun, Aussagen von 2 Wurfkoryphäen, welche für Rutenhersteller tätig sind (Harrison, Free Spirit), und so ein Unding von Ring empfehlen, haben für mich den gleichen Wert wie wenn mir der Danny erklärt, man fängt mit Goo um 10% mehr.....


Dieser Vergleich hinkt aber gewaltig.
"Werfer" können klipp und klar auf den Zentimeter genau belegen, wie weit sie mit welchem Setup werfen konnten. Wenn ein Fairbrass von Goo schwärmt, ist es unmöglich festzustellen, ob er den Karpfen auf der Matte nicht auch ohne gefangen hätte.

Meine persönliche Meinung zu dieser Diskussion ist ist, dass in unseren Breiten die allerwenigsten Angler wirklich werfen können (mich natürlich eingeschlossen) und somit ein echtes Weitwurfgerät nicht ein einziges Mal richtig auslasten. Mit gut werfen meine ich weit UND genau.

Für mich klingt diese Diskussion, als würden Stadtautofahrer über Formel 1-Wägen diskutieren.

Für jemanden, dessen weitester, am jeweiligen Gewässer notwendiger Wurf 100 Meter ist, stellt sich die Frage ja nicht einmal, ob jetzt ein 40 oder 50 mm-Startring besser ist.

In meinem Freundeskreis befinden sich etliche sehr gute Werfer, aber selbst die konnten an "richtigen" Wurgewässern (zB Kroatien) einpacken, wenn links und rechts daneben die einheimischen Angler auf 140 m angeln und spomben - und das mit einer Genauigkeit, die ihresgleichen sucht. Der Großteil der österreichischen Karpfenangler ist boots-verwöhnt (ich auf jeden Fall) und die, die es nicht sind, sind mäßige Werfer. Die richtig guten Werfer kann man wahrscheinlich an zwei Händen abzählen.

Wenn du einem mäßigen Werfer wie mir das beste Wurf-Set-Up in die Hand drückst, das es um Geld zu kaufen gibt, wird er damit keinen Meter weiter werfen. Wenn du aber einem geübten Werfer zwei identische Ruten gibst - eine mit 40 mm und eine mit 50 mm-Startring - bin ich mir ganz sicher, dass er mit dem 50er-Ring noch ein paar Meter mehr rausholt.
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Re: Karpfenrute Startring

Beitragvon doubleH » 09.01.2018, 07:01

Hallo,

Wenns rein um Wurfweite geht, spielen andere Kompontenten wie z.B. angepasste Rutenlänge, Griffstück, Schnur oder Rolle eine
wesentlich größere Rolle, als die Frage, 40iger oder 50iger Startring.

@Joschi
Ich denke mal, bei deiner Frage hat sich ein Tippfehler eingeschlichen --> ich zumind. kenne keine GT$; aktuell gibt
es die GT4 bzw. die Apex aus der Prodigy Serie, daher gehe ich davon aus, dass du die GT4 meinst.
Meiner Meinung nach ist der Startring bei dieser Rute ein Fall von "Geschmackssache"; wenn du eine richtige Wurfrute
suchst, wirst du dich für ein Fast Taper Modell (mit allen Begleiterscheinungen) entscheiden müssen.


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Re: Karpfenrute Startring

Beitragvon Joschi94 » 09.01.2018, 08:24

doubleH hat geschrieben:Hallo,

Wenns rein um Wurfweite geht, spielen andere Kompontenten wie z.B. angepasste Rutenlänge, Griffstück, Schnur oder Rolle eine
wesentlich größere Rolle, als die Frage, 40iger oder 50iger Startring.

@Joschi
Ich denke mal, bei deiner Frage hat sich ein Tippfehler eingeschlichen --> ich zumind. kenne keine GT$; aktuell gibt
es die GT4 bzw. die Apex aus der Prodigy Serie, daher gehe ich davon aus, dass du die GT4 meinst.
Meiner Meinung nach ist der Startring bei dieser Rute ein Fall von "Geschmackssache"; wenn du eine richtige Wurfrute
suchst, wirst du dich für ein Fast Taper Modell (mit allen Begleiterscheinungen) entscheiden müssen.


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Hoppla, ja da hat sich ein Tippfehler eingeschlichen. Ich meine natürlich die GT4.

Und ich glaub ich hab mich auch entschieden. Es wird die GT4 mit 12 ft 3 lbs und einem 4o er Startring.

Ich glaube mit der Entscheidung kann ich gut leben und werde zufrieden sein denk ich.

LG
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Re: Karpfenrute Startring

Beitragvon doubleH » 09.01.2018, 08:32

Joschi94 hat geschrieben:
Hoppla, ja da hat sich ein Tippfehler eingeschlichen. Ich meine natürlich die GT4.

Und ich glaub ich hab mich auch entschieden. Es wird die GT4 mit 12 ft 3 lbs und einem 4o er Startring.

Ich glaube mit der Entscheidung kann ich gut leben und werde zufrieden sein denk ich.

LG
Johannes



Servus,

Ich habe ein Vorgängermodell der GT4 (ebenfalls 12ft, 3lbs, 40iger Startring) und das ist definitiv eine gute Allroundrute.
Zwar kein Drillspassgerät, aber keinesfalls zu steif und lässt sich gut und leicht werfen.
Ich verwende sie hauptsächlich für mittlere bis weite Wurfdistanzen; die berühmt-berüchtigten 100 Meter sind möglich.

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Re: Karpfenrute Startring

Beitragvon Joschi94 » 09.01.2018, 16:21

doubleH hat geschrieben:
Joschi94 hat geschrieben:
Hoppla, ja da hat sich ein Tippfehler eingeschlichen. Ich meine natürlich die GT4.

Und ich glaub ich hab mich auch entschieden. Es wird die GT4 mit 12 ft 3 lbs und einem 4o er Startring.

Ich glaube mit der Entscheidung kann ich gut leben und werde zufrieden sein denk ich.

LG
Johannes



Servus,

Ich habe ein Vorgängermodell der GT4 (ebenfalls 12ft, 3lbs, 40iger Startring) und das ist definitiv eine gute Allroundrute.
Zwar kein Drillspassgerät, aber keinesfalls zu steif und lässt sich gut und leicht werfen.
Ich verwende sie hauptsächlich für mittlere bis weite Wurfdistanzen; die berühmt-berüchtigten 100 Meter sind möglich.

Tight Lines
Helmut


Bin ich mit der 2,75 lbs besser dran? Weil du sagst die 3 lbs bringt nicht so viel Spaß beim Drillen.
Mir persönlich würde die 3 lbs mehr zusagen weil dann hab ich Reserven wenn ich Mal schwerere Bleie Fische.
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Re: Karpfenrute Startring

Beitragvon buggi » 09.01.2018, 16:37

Polsi hat geschrieben:
Sixpack hat geschrieben:Nun, Aussagen von 2 Wurfkoryphäen, welche für Rutenhersteller tätig sind (Harrison, Free Spirit), und so ein Unding von Ring empfehlen, haben für mich den gleichen Wert wie wenn mir der Danny erklärt, man fängt mit Goo um 10% mehr.....


Dieser Vergleich hinkt aber gewaltig.
"Werfer" können klipp und klar auf den Zentimeter genau belegen, wie weit sie mit welchem Setup werfen konnten. Wenn ein Fairbrass von Goo schwärmt, ist es unmöglich festzustellen, ob er den Karpfen auf der Matte nicht auch ohne gefangen hätte.

Meine persönliche Meinung zu dieser Diskussion ist ist, dass in unseren Breiten die allerwenigsten Angler wirklich werfen können (mich natürlich eingeschlossen) und somit ein echtes Weitwurfgerät nicht ein einziges Mal richtig auslasten. Mit gut werfen meine ich weit UND genau.

Für mich klingt diese Diskussion, als würden Stadtautofahrer über Formel 1-Wägen diskutieren.

Für jemanden, dessen weitester, am jeweiligen Gewässer notwendiger Wurf 100 Meter ist, stellt sich die Frage ja nicht einmal, ob jetzt ein 40 oder 50 mm-Startring besser ist.

In meinem Freundeskreis befinden sich etliche sehr gute Werfer, aber selbst die konnten an "richtigen" Wurgewässern (zB Kroatien) einpacken, wenn links und rechts daneben die einheimischen Angler auf 140 m angeln und spomben - und das mit einer Genauigkeit, die ihresgleichen sucht. Der Großteil der österreichischen Karpfenangler ist boots-verwöhnt (ich auf jeden Fall) und die, die es nicht sind, sind mäßige Werfer. Die richtig guten Werfer kann man wahrscheinlich an zwei Händen abzählen.

Wenn du einem mäßigen Werfer wie mir das beste Wurf-Set-Up in die Hand drückst, das es um Geld zu kaufen gibt, wird er damit keinen Meter weiter werfen. Wenn du aber einem geübten Werfer zwei identische Ruten gibst - eine mit 40 mm und eine mit 50 mm-Startring - bin ich mir ganz sicher, dass er mit dem 50er-Ring noch ein paar Meter mehr rausholt.


Das will ich sehen wie jemand 140m mit der Spomb wirft :roll:
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Re: Karpfenrute Startring

Beitragvon makirsch » 09.01.2018, 16:41

buggi hat geschrieben:Das will ich sehen wie jemand 140m mit der Spomb wirft :roll:


Da gibt es genug Leute die das schaffen, sogar noch weiter und das ganze auch noch ziemlich genau.



Joschi94 hat geschrieben:
Bin ich mit der 2,75 lbs besser dran? Weil du sagst die 3 lbs bringt nicht so viel Spaß beim Drillen.
Mir persönlich würde die 3 lbs mehr zusagen weil dann hab ich Reserven wenn ich Mal schwerere Bleie Fische.


Das kommt immer darauf an was du willst und vor allem wie du fischt. Ein Freund hatte die GT3 in 12ft 3lb, ich fand die viel zu steif.
Ich fischte damals auch eine 3lb Rute, aber von Shimano, die war etwas parabolischer von der Aktion und war eher meines.



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Re: Karpfenrute Startring

Beitragvon Sixpack » 09.01.2018, 18:58

Polsi hat geschrieben:
Sixpack hat geschrieben:Nun, Aussagen von 2 Wurfkoryphäen, welche für Rutenhersteller tätig sind (Harrison, Free Spirit), und so ein Unding von Ring empfehlen, haben für mich den gleichen Wert wie wenn mir der Danny erklärt, man fängt mit Goo um 10% mehr.....


Dieser Vergleich hinkt aber gewaltig.
"Werfer" können klipp und klar auf den Zentimeter genau belegen, wie weit sie mit welchem Setup werfen konnten. Wenn ein Fairbrass von Goo schwärmt, ist es unmöglich festzustellen, ob er den Karpfen auf der Matte nicht auch ohne gefangen hätte.

Meine persönliche Meinung zu dieser Diskussion ist ist, dass in unseren Breiten die allerwenigsten Angler wirklich werfen können (mich natürlich eingeschlossen) und somit ein echtes Weitwurfgerät nicht ein einziges Mal richtig auslasten. Mit gut werfen meine ich weit UND genau.

Für mich klingt diese Diskussion, als würden Stadtautofahrer über Formel 1-Wägen diskutieren.

Für jemanden, dessen weitester, am jeweiligen Gewässer notwendiger Wurf 100 Meter ist, stellt sich die Frage ja nicht einmal, ob jetzt ein 40 oder 50 mm-Startring besser ist.

In meinem Freundeskreis befinden sich etliche sehr gute Werfer, aber selbst die konnten an "richtigen" Wurgewässern (zB Kroatien) einpacken, wenn links und rechts daneben die einheimischen Angler auf 140 m angeln und spomben - und das mit einer Genauigkeit, die ihresgleichen sucht. Der Großteil der österreichischen Karpfenangler ist boots-verwöhnt (ich auf jeden Fall) und die, die es nicht sind, sind mäßige Werfer. Die richtig guten Werfer kann man wahrscheinlich an zwei Händen abzählen.

Wenn du einem mäßigen Werfer wie mir das beste Wurf-Set-Up in die Hand drückst, das es um Geld zu kaufen gibt, wird er damit keinen Meter weiter werfen. Wenn du aber einem geübten Werfer zwei identische Ruten gibst - eine mit 40 mm und eine mit 50 mm-Startring - bin ich mir ganz sicher, dass er mit dem 50er-Ring noch ein paar Meter mehr rausholt.


Dann würde ich einen 50er Startring aber eher als absolutes Spezialistentool bezeichnen und nicht standardmäßig verbauen....
Ich habe in Kroatien auch schon "Spezialisten" auf 200 Meter fischen gesehen -die sind mit ihrer Teleskoprute in Badehose ca. 185 Meter bis zum Hals ins Wasser gewatet, haben dann ihre Montage, welche einen durchlochten Kürbiskernblock als Gewicht beinhaltete, ca. 15 Meter weit ausgeworfen und sind retour gegangen. :lol: (die Schnurreserve betrug dann noch ca. 10 Meter)
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Re: Karpfenrute Startring

Beitragvon doubleH » 10.01.2018, 09:03

Joschi94 hat geschrieben:Bin ich mit der 2,75 lbs besser dran? Weil du sagst die 3 lbs bringt nicht so viel Spaß beim Drillen.
Mir persönlich würde die 3 lbs mehr zusagen weil dann hab ich Reserven wenn ich Mal schwerere Bleie Fische.



Hallo,

Das hängt immer davon ab, was für dich "schwerere Bleie" sind --> wenn du max bis 100gr gehst und beim Wurf nicht
ans Limit gehst, reichen die 2,75 lbs sicher aus, ABER...

Greys beschreibt die Aktion als progressiv und das trifft auch auf mein (älteres) Modell zu; wenn der Drillspass im Vordergrund stehen soll,
dann wäre diese Rute definitiv nicht meine erste Wahl, egal ob in 2,75 oder in 3 lbs.

TL
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