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Jigs selber gießen

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Re: Jigs selber gießen

Beitragvon fuschlsee0 » 06.03.2019, 08:13

Danke Stahldurst für Deine Berichtigung der Sache. Also doch Lagerkugeln. Super!
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Anm.: Auch wenn überall viele Papierln von unachtsamen Leuten herumliegen und die Umweltbelastung durch Papier effektiv bei uns trotzdem gering ist, werfe ich selber keine Papierln weg. So ähnlich sehe ich das auch beim Blei. Was nicht sein muss, muss nichts ein. Basta!
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Re: Jigs selber gießen

Beitragvon konfuzius6699 » 06.03.2019, 11:05

Fuschelsee eigentlich könntest doch auch gleich auf Papiersackerl verzichten und alles in eine Metalldose geben die man dann ja auch wiederverwenden kann.... Weil die Papierherstellung ist auch nicht so sauber was da alles an Chemikalien genutzt werden muss, vorallem beim Recycling damit man das wieder verwenden kann, und was da an Wäldern abgerodet werden... Soll ich dir Sattelitenfotos zeigen wo eine Papierfabrik steht in der im großen Stil Papier hergestellt wird, und im Umkreis die Wälder gerodet werden...

Und wenn man bei Umweltschutz sind, ich finde es lobenswert wenn manche so darauf schauen, irgendwo soll man anfangen besser wäre es da wo es eher was bringt... Also ich hab daheim investiert in Solar und Photovoltaik und brauch kaum mehr Fossile Brennstoffe und bin von Strom auch nahezu unabhängig... Auf Plastik würde ich auch mehr verzichten, aber da muss der Gesetzgeber mehr die Industrie verpflichten wie es verpackt wird und wo auf Plastik verzichtet werden kann, denn vieles gibts nicht ohne Plastik bzw man braucht es vorallem bei Lebensmittel.. und Auto... Naja von den E-Autos und den Akkus bin ich nicht überzeugt, denn aus was für Rohstoffe und wie diese gewonnen und erzeugt werden gibt wiederum Probleme... Da bleib ich lieber beim Diesel .... Und der Feinstaub naja nicht alles ist so schädlich, zumindest sind Raucher die besten besten Extremtester was man sich so an schädlichen Partikel reinzi hennkann, was die an Feinstaub sich reinziehen sprengt die Scala der Grenzwerte ums tausendfache ... Und die Luft ist so sauber woe schon lange nicht mehr nach der industriellen revolution...
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Re: Jigs selber gießen

Beitragvon fuschlsee0 » 06.03.2019, 11:38

Genau! Alles ist völlig wurscht, weil es geht sowieso den Bach runter. Und überhaupt....die anderen!!! Die tun das ja auch! Und noch viel mehr als ich!
Also scheißen wir auf alles.

Hervorragende Einstellung! Kann ich nur jedem wärmstens empfehlen. Nie mehr schlechtes Gewissen, wenn man die Umwelt versaut, obwohl es anders auch ging. Nie mehr Gewissensbisse, wenn man in der Schonzeit ("eh nur ein einziger Fisch, schau mal wie viel der Cormoran frisst) eine Äsche mitnimmt, doch mal Lebendköder (eh im Ausland; ist ja erlaubt) fischt und auch sonst immer wieder ein Arschloch ist. Es gibt ja noch größere....
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Re: Jigs selber gießen

Beitragvon konfuzius6699 » 06.03.2019, 12:13

Wie gesagt ich finde es lobenswert wenn manche so sehr darauf schauen, aber dann soll eben alles Hand und Fuß haben und man solle nicht nur das heraupicken was einen aufstößt und sein ganzes Leben und tun danach richten, ansonsten finde ich das unpassend ....Und ja es gibt einige Schweine die ihren Müll liegen lassen, die meisten sind aber die ihren Müll aber mitnehmen und darauf schauen , ich bin einer der den Müll anderer auch mitnimmt , und dann gibts eben noch peniblere die eben ....
Wie auch immer , ich fang da an wo es zumindest mal was bringt.
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Re: Jigs selber gießen

Beitragvon OHKW » 06.03.2019, 12:23

Genau Fuschl. Das reicht einfach nicht, dass du jetzt deinen persönlichen Bleieintrag reduzierst und dich dann auf deinen Lorbeeren ausruhst. Wenn dann musst schon gleich ALLES richten was so an Umweltfragen auftritt. Also hopp, mach die Ufer sauber, renaturiere sie bei der Gelegenheit und bau die Papierfabrik ab die da irgendwo auf dem Satellitenbild zu sehen ist. :mrgreen:
Mann muss es sich selbst nicht unnötig schwer machen wenn man es genauso gut anderen unnötig schwer machen kann.
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Re: Jigs selber gießen

Beitragvon fuschlsee0 » 06.03.2019, 12:39

Ist nicht so einfach! Ich hab die Fabrik schon lokalisiert, aber der Sprengstoff ist leider nicht umweltfreundlich. Kann mir wer aus der Zwickmühle helfen???
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Re: Jigs selber gießen

Beitragvon konfuzius6699 » 06.03.2019, 13:15

fuschlsee0 hat geschrieben:Ist nicht so einfach! Ich hab die Fabrik schon lokalisiert, aber der Sprengstoff ist leider nicht umweltfreundlich. Kann mir wer aus der Zwickmühle helfen???


Tja Plastiksprengstoff, aber wo Plastik drauf steht muss nicht immer Plastik drin sein... Zumindest hätte es aber negative Auswirkungen wenn man Papierfabriken gleich in die Luft jagt.. Denn ein Großteil der Papierfabriken produzieren Klopapier, und ich denk dass die meisten auf das ungern verzichten, außer man hat so ein japanischen WC mit Spülung.... gg ... Ich bin zumindest mal nicht aufs Klopapier angewiesen, mein Segen hast also...
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Re: Jigs selber gießen

Beitragvon D4vE » 06.03.2019, 13:52

Erich hat geschrieben:Ich bin nur Stahl-Laie. Aber soweit ich weiß, sind die Lagerkugeln eben deswegen so hart, weil sie nicht aus ungiftigem Stahl bestehen, sondern aus einer Stahllegierung mit dem giftigen Chrom (oder anderen Metallen) oder damit beschichtet sind.


Chrom ist nur in der Oxidationsstufe VI giftig, bei natürlicher Oxidation, egal ob in Wasser oder an Luft kommt man über Oxidationsstufe III aber nicht hinaus (dafür bräuchte es chemisch oder physikalisch "mehr bumms").

In normalen Kohlenstoffstählen ist Chrom auch nur in vernachlässigbaren Mengen legiert, üblicherweise < 1%. Bei diversen Edelstählen oder warmfesten Stählen kann das aber anders sein. Bei den hier angeführten Optionen für die Jigköpfe ist aber von > 97% Eisen auszugehen, und irgendwo muss man dann die Kirche auch im Dorf lassen =)

Bei Blei sieht die ganze Sache etwas anders aus, das ist eigentlich nur in der elementaren Form unbedenklich und jede, durch Abbauprozesse gebildete Verbindung, eben nicht mehr. Und was das Zeug am Gewässergrund dann am Ende vom Tage macht, kann sowohl die eine als auch die andere Fraktion nur mutmaßen, nichts tut es auf alle Fälle nur etwas wenn es gar nicht erst dahinkommt.

Und wenn mir als Angler das Thema am Herzen liegt sind die hier vorgestellten Stahljigköpfe auf jeden Fall eine Überlegung wert, weil alle anderen Anstrengungen um diesbezüglich Umweltschutz zu betreiben, kann ich als Nicht-Angler auch unternehmen, wenns denn dann einer wirklich tut =)
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Re: Jigs selber gießen

Beitragvon fuschlsee0 » 06.03.2019, 14:17

:good post:
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Re: Jigs selber gießen

Beitragvon Erich » 06.03.2019, 15:15

Hallo Experten,

hier ist wieder der Laie - diesmal der Kleber-Laie.:)

Weiß jemand um die Schädlichkeit des von mir verwendeten Montageklebers?
Pattex Montagekleber Spezial
https://www.obi.at/kleber/pattex-montag ... /p/2494219

Laut Datenblatt: Flextec®-basierter Klebstoff; Rohstoffbasis: Lösemittelfreies, silanvernetzendes Polymer
Datenblatt (PDF): https://images.obi.at/PROD/DE/document/ ... heet_1.pdf

Einstufung lt. Sicherheitsdatenblatt: Einstufung (CLP): Der Stoff oder das Gemisch ist nicht gefährlich gemäß Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP).
Sicherheitsdatenblatt (PDF): http://www.mymsds.henkel.com/mymsds/000 ... 0.0.DE.pdf

Ich gehe bis jetzt davon aus, dass er so giftig nicht sein kann, weil er ja wasserfest ist und auch im Aussenbereich eingesetzt wird, wo er mit Regenwasser in Berührung kommt, das meist auch in Gewässern landet. Weiters nehme ich an, dass er nicht giftiger als die Weichmacher in den Gummifischen sein wird. Die benötigte Menge pro Jigkopf liegt im Zehntelgramm-Bereich. Ein Gummifisch besteht also aus mehr als 50x soviel Kunststoff als der benötigte Kleber.

Vielleicht kann das wer besser einschätzen. Danke.

Grüße
Erich
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Re: Jigs selber gießen

Beitragvon D4vE » 06.03.2019, 16:17

Für das Sicherheitsdatenblatt muss man bei Henkel scheinbar Detektiv spielen, hab es aber gefunden:

http://www.mymsds.henkel.com/mymsds/000 ... 4.0.AT.pdf

Beim Aushärten wird zwar Methanol frei, da konsumierst du bei den Mengen für deine Jigköpfe aber mit ziemlicher Sicherheit weniger als mit dem Feierabendbier =)
Generell ist bei Methanol in größeren Mengen aber Vorsicht geboten (Gruß an alle Schnapsbrenner im Forum).

Beim Arbeiten mit Klebern, Lacken, Schäumen u.ä. nach dem Prinzip: "wenns stinkt das Fenster aufmachen" kann man auf alle Fälle selten was falsch machen.

Im ausgehärteten Zustand würd ich das Trimethoxyvinylsilan als völlig unbedenklich einstufen, von der Mikroplastikdiskussion einmal abgesehen. Wie auch bei den Chromstählen würd ich hier die Kirche einfach im Dorf lassen angesichts der verarbeitenden Mengen.
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Re: Jigs selber gießen

Beitragvon stahldurst » 06.03.2019, 17:31

Hallo!
Danke D4vE für den fundierten chemischen Blick auf den verwendeten Montagekleber.
Somit kann ein weiterer Zweifel von mir ausgeräumt werden.
BG
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"Sie reden aber komisch..."
"Ja, ich weiß. Das liegt an der korrekt verwendeten Grammatik und den ganzen Sätzen.
Das überfordert viele Leute."
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Re: Jigs selber gießen

Beitragvon fuschlsee0 » 06.03.2019, 18:34

Schon eine schöne Sache, wenn hier Leute die sich wirklcih auskennen, fundiert zu einem komplexen Thema etwas schreiben!
thumbs up!!!!
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Re: Jigs selber gießen

Beitragvon Erich » 07.03.2019, 00:08

@D4vE:
Danke für die aufschlussreichen Infos. Braucht man sich wegen des Klebers also keine großen Gedanken zu machen. Ich habe nämlich deswegen auch schon mit Befestigungen ohne Kleber experimentiert. Geht auch mit Angelschnur, ist aber aufwendiger.

@OHKW:
OHKW hat geschrieben:... Ich würde hier einen Twistlockhaken nehmen und direkt mit Köder am Snap einhängen. In die geschlitzte Stahlkugel eine Schlaufe mit dünner Mono einklemmen oder sonstwie befestigen und dazu hängen. Wenn sich das blei verklemmt reist die Mono ab. ...

Hallo,
bei der ganzen Blei/Stahldiskussion wären deine Montagetipps fast untergegangen. Hab mich aber wieder dran erinnert...

Ähnliche Sachen habe ich auch schon probiert. Aber da ist eben der Kopf nicht starr mit dem Köder und dem Haken verbunden. Das ergibt ein anderes Ködergefühl und man weiß nie so genau, ob die Hakenspitze schön nach oben zeigt.

Mir gefällt einfach das Verhalten des klassischen Jigkopf-Köders am besten. Das von mir vorgeschlagenen Jigsystem schaut wie ein ganz normaler Jigköder aus und fühlt sich beim Fischen auch so an (also mit fester Verbindung von Kopf zu Gummifisch; der Haken zeigt eindeutig nach oben), hat aber entscheidende Vorteile gegenüber einem herkömmlichen Bleikopf-Köder:

Eben den ungifigen Stahlkopf und die Sollbruchstellen, wodurch sich eine Chance ergibt, den Köder und die Montage nicht bei jedem Hänger zu verlieren. Zugegeben ist der Aufbau des Köders dadurch aufwendiger. Aber was Einfacheres ist mir halt bis jetzt noch nicht eingefallen. Vereinfachungs-/Verbesserungsvorschläge erwünscht!

Grüße
Erich
stahljigs.at -- Jigs mit Stahlkopf und Sollbruchstellen - zur Schonung von Umwelt und Geldbörse
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Re: Jigs selber gießen

Beitragvon OHKW » 07.03.2019, 08:34

Ok, danke fürs Zurückerinnern ;)
Im Grunde gings eh nur um die Einzelhaken Stinger Montage mit den zwei Klemmungen. Da die nun zugunsten der Klebevariante ausfällt, fällt der Kritikpunkt weg, dass das auf Grund des geringen Abstands zwischen den Hülsen erstens nervig zu Klemmen ist und das zweitens nicht gut hält weil das Stahl dazwischen sofort abgenudelt wird.

Wenn du die steife Verbindung willst, kannst tatsächlich nicht viel was anderes machen. Weedless Montage mit Widegap Haken oder Twistlock Montage bringt viel um die Anzahl der Hänger an sich zu reduzieren, und man macht den Haken nicht so leicht an den Steinen stumpf.
Football-Jigs bleiben etwas weniger oft zwischen den Steinen hängen, aber Stahlkugeln in der Form zu bekommen wird nicht so leicht sein.


Nachteile der steifen Verbindung sind halt die höhere Wahrscheinlichkeit dass der Fisch im Drill aussteigt, und das größere Verletzungspotential für den Fisch selbst, speziell mit großen starken Jighaken wie VMC Barbarian. Ich fische aus den Gründen wo es geht eben besagte T und C Rigs, da nicht nur die Hängerrate viel niedriger ist, sondern auch erfahrungsgemäß die releasebarkeit der Fische besser ist. Das geht halt leider nicht mit allen Ködern. Wie du schon erwähnt hast, drehen sich viele Köder wenn sie nicht die steife Verbindung zwischen Haken und blei haben, zudem kriegt man auch mit manchen Ködern die Montage nicht so hin, dass die Fische auch gut gehakt werden können. Einen Shaker kann man eigentlich nur am Jigkopf gut fischen und manchmal MUSS es halt der Shaker sein.


Ich hab mich da viel mit diversen Varianten beschäftigt, weil jeder Abriss nicht nur Mist im Gewässer hinterlässt sondern auch wertvolle Angelzeit kostet und zudem meistens den Spot verprellt.
Mann muss es sich selbst nicht unnötig schwer machen wenn man es genauso gut anderen unnötig schwer machen kann.
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