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Jigs selber gießen

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Re: Jigs selber gießen

Beitragvon Erich » 08.03.2019, 22:16

Hallo,

ich hätte ein weiteres Metallurgie-Thema, das mich brennend interessieren würde:
Nämlich wie Stahl im Vergleich zu anderen Jigkopf-Materialien, die als umweltfreundliche Alternative zu Blei beworben werden, abschneidet. Ich meine da vor allem Zamak, Tungsten, Zinn, Zink, Messing, Bismut. Gibt es noch weitere?

@stahldurst: Vielleicht kannst du dafür ein wenig deiner Zeit opfern und etwas Licht ins Dunkel bringen. Wäre toll!

Ich favorisiere ja den Stahl (neben anderen Gründen) nicht nur, weil er ungiftig ist und abgerissene Gewichte von selbst aus dem Gewässer verschwinden, sondern auch deswegen, weil ich keine Experteninfos brauche, um einschätzen zu können, dass das so ist. Bei den anderen Materialien kann ich das mangels Wissen und Alltagserfahrung mit den Materialien nicht.

Bei Zamak zB habe ich einen Anbieter gefragt, ob sich Zamak im Wasser auch so wie Stahl ungiftig in absehbarer Zeit auflöst. Seine ernüchternde Antwort: Er weiß nicht, ob und wann sich Zamak-Jigs im Wasser auflösen. Da könnte es also sein, dass ich mit Zamak nur vom Regen in die Traufe komme und den Fluss statt mit Blei mit Zamak zupflastere, weil es sich so wie Blei nicht auflöst. Bei Stahl weiß ich woran ich bin.

Als wichtige Aspekte erscheinen mir:
- Ressourcenverbrauch (Energie, Wasser, andere Materialien) von der Gewinnung des Rohstoffs bis zur Fertigung des Jigkopfes
- Umweltschädlichkeit von der Gewinnung des Rohstoffes bis zur Fertigung des Jigkopfes
- Gesundheitsgefahr für Menschen von der Gewinnung des Rohstoffes bis zur Anwendung durch den Angler (zB Hautkontakt)
- Umweltschädlichkeit des abgerissenen Jigkopfes im Gewässer
- Zeitraum, bis ein abgerissener Jigkopf aus einem Fluss wie der Donau verschwindet. Und ob das ungiftig passiert.

Ganz schön viel Punkte, aber vielleicht genügt ja vielfach ein Stichwort.

Einen anderen, auch nicht unbedeutenden Punkt kann ich selbst klären, nämlich die Dichte (lt. Wikipedia):

Blei (als Vergleichswert): 11,34
Tungsten (Wofram): 19,25
Bismut: 9,78
Messing: 8,41 bis 8,86
Stahl: 7,85
Zinn: 7,27
Zink: 7,14
Zamak: 6,7

Über Infos würde ich mich freuen.
Grüße
Erich
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Re: Jigs selber gießen

Beitragvon GvonderRinne » 09.03.2019, 06:15

Sehr guter Faden!
Ich persönlich wundere mich schon einige Jahre, warum Blei für alle Formen von Beschwerung, nicht schon lange verboten ist.
Im Nationalpark Donauauen, wird Wild auch schon seit längerer Zeit nicht mehr mit Bleiprojektilen gejagt.
Werde diesen Faden als Anlass nehmen, mir Jigköpfe aus Stahl zu suchen.
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Re: Jigs selber gießen

Beitragvon Erich » 09.03.2019, 09:12

GvonderRinne hat geschrieben:Sehr guter Faden!
Ich persönlich wundere mich schon einige Jahre, warum Blei für alle Formen von Beschwerung, nicht schon lange verboten ist.
Im Nationalpark Donauauen, wird Wild auch schon seit längerer Zeit nicht mehr mit Bleiprojektilen gejagt.
Werde diesen Faden als Anlass nehmen, mir Jigköpfe aus Stahl zu suchen.

Hallo,
freut mich, dass dir das Thema gefällt.

Ich weiß nicht genau, was du mit 'suchen' meinst. Aber mit kaufbaren (Rundkopf-)Stahljigs schaut es meines Wissens derzeit jedenfalls schlecht aus. Deswegen habe ich ja selbst zu tüfteln und testen begonnen. Kaufen wäre natürlich viel weniger zeitintensiv als selbst bauen, aber was soll man machen, wenn die Hersteller nach wie vor hptsl. auf Blei setzen...

Zum Verbot:
Es gibt immer wieder die Aussage, dass das an sich hochgiftige Blei im Wasser keine Giftwirkung hat (siehe auch in diesem Thema), also scheint ein Verbot nicht vordringlich.
Ich für mich brauche aber gar kein Verbot. Mir reicht die Erkenntnis, dass es im Zweifel einfach besser ist, was Ungiftiges zu verwenden. Weil nur wenn ich einen giftigen Stoff nicht verwende, kann ich zu 100% sicher sein, dass er nichts anstellt. Und meine Erfahrungen mit den Stahljigs haben mich überzeugt, dass ich damit auch meine Fische fange. Und sollten es wegen des größeren Jigkopfes 5 Zander im Jahr weniger sein, ist es mir diesen Preis wert.

Apropos Faden:
Eigentlich sind wir hier in diesem Faden (Thread) mit dem Stahl-Thema ziemlich mit Themenverfehlung (off-topic) unterwegs. Weil das Thema lautet ja 'Jigs selber gießen'. Bei Stahljigs wird aber garantiert nichts gegossen. Ich habe meinen ersten Stahljigs-Beitrag in diesem Thread geschrieben, weil hier über Alternativen zum Blei (heftig) diskutiert wurde und da hat mein Beitrag sehr gut dazugepasst.

Vielleicht liest ein Administrator mit und hätte einen Tipp, wie man die Sache verbessern könnte: Z.B. könnte ich ein eigenes Stahljigs-Thema anlegen und von hier darauf verweisen.?

Grüße
Erich
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Re: Jigs selber gießen

Beitragvon stahldurst » 09.03.2019, 10:40

Hallo!
Tut mir leid dafür habe ich keine Zeit.
Bei NE-Metallen muss ich mich z.T. selber reinlesen.
Abgesehen davon, wenns so leicht darzulegen wäre, käme eh jeder von selbst darauf.
Da kann man nicht in ein paar Sätzen vollständig klären.
Für meine Teil gibts wenn überhaupt nur eine Alternative zu Blei, und das ist Stahl.
Zu den genannten möglichen Alternativen:
Fangen wir mal woanders an.
Zuerst sollte man sich mal Gedanken über die Häufigkeit der Elemente in der Erdkruste machen.
Umso seltener das Element umso teurer wird die Gewinnung bzw. Verarbeitung.
Da schneidet Eisen unschlagbar vor allen anderen für diesen Verwendungszweck tauglichen Elementen ab.
Bismut z.B. ist da eher hinten zu reihen.
Wolfram/Tungsten ansich, wäre vom praktischen Nutzen zum Angeln optimal.
Ich verwende auch gerne jigs oder bullet weights aus Tungsten, allerdings nur dort wo nicht mit Abrissen zu rechnen ist.
Leider ist Wolfram aber, wenn man die Herstellung betrachtet, wahrscheinlich einer der ökoligisch schlechtesten Kompromisse.

Messing ist wegen dem Kupfer wieder ein zweischneidiges Schwert, enthält es zum Großteil ebendieses.
Wird ja z.T. beim Fliegenbinden verwendet.
Viele Messinglegierungen enthalten auch wieder Blei.

Zamak ist für mich aufgrund der noch geringeren Dichte völlig uninteressant.
Stahl ist für mich bezogen auf die Dichte schon der Kompromiss der stark an der Kippe steht.
Hatte mal Zinkfieber ausgefasst, seither meide ich Zink.

@GvonderRinne:
Als nicht Jäger würde ich diesen Vergleich nicht wagen.
Dieses Thema wird in Jägerkreisen schon sehr kontroversiell diskutiert.
Wenn Du dich etwas intensiver mit nicht bleihältiger Jagdmunition auseinandersetzt wüsstest Du, dass Bleimuntion
schwer zu schlagen ist. Ich nenne jetzt nur mal folgende Punkte:
-eingeschränkte ballistische Wirkung in Abhängikeit der Distanz
-erhöhte Fluchtstrecken
-sogar Munition die als "bleifrei" verkauft wird, enthält Blei
Die Studien der Hersteller oder auch Lutz Möller loben ihre Produkte natürlich in den Himmel.
Die Praxis lässt oft andere Schlüsse zu.
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"Ja, ich weiß. Das liegt an der korrekt verwendeten Grammatik und den ganzen Sätzen.
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Re: Jigs selber gießen

Beitragvon konfuzius6699 » 09.03.2019, 15:50

Also ehrlich gesagt muss ich nun schon schmunzeln bzw versteh es nicht auf was es da eigentlich noch ankommt, wenn man die Natur so penibel schützen will, sollte man sich da eigentlich nicht auch schon fragen ob man nicht gleich aufs fischen besser verzichten sollte, denn dann wäre da überhaupt keine Gefahr das was liegen bleibt und schädlich fürs Gewässer sein kann und die Fische etc. hätten auch ihre Ruhe.
Naja aber jeder sollte seinen Ansichten und Überzeugungen folgen und ausleben können.. Jedenfalls ist es aber so dass die Überschrift nicht ganz passt, denn bislang hat das nichts mit jigs selber gießen zu tun... jigs aus Stahl basteln würde besser passen... Für mich geht das zu weit und fällt etwas aus dem Rahmen auf Blei möglichst zu verzichten... Bei Abwurfmontagen wo man sein Gewicht verlieren will, sehe ich es ein, verzichte da selbst möglichst auch auf Blei wenn ich die Montagen mit Boot ablegen kann... Da nutze ich Steine oder Gussbeton...
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Re: Jigs selber gießen

Beitragvon mike_ng » 09.03.2019, 22:04

konfuzius6699 hat geschrieben:Also ehrlich gesagt muss ich nun schon schmunzeln bzw versteh es nicht ...


Hallo konfuzius6699,
ich verstehe dich auch nicht und amüsiere mich köstlich über deine Beiträge, naja, nicht immer - manchmal bin ich mir nicht sicher ob ich wirklich darüber lachen soll...

Wenn ich böse wäre würde ich schreiben, dass es nach typisch österreichischer Kronenzeitungmeinung klingt :up2: Entweder ist hier jemandem einfach nur langweilig und er will provozieren oder er ist tatsächlich völlig lern-resistent und hat einfach nur Angst vor Neuem und Änderungen. Ich hoffe es ist nicht Zweiteres :155:

Ich habe mich wirklich bemüht deine Beiträge - die nicht gerade einfach zu lesen sind - zu verstehen. Du widersprichst dir ständig selbst und erinnerst mich in deiner Argumentationslinie an bestimmte Menschen in unserer derzeitige Regierung. Einfach nur dagegen sein ohne wirkliche, sachliche Argumente.

Ganz ehrlich, mir ist es egal ob du mit Stahl oder Blei fischt. Ich würde auch nicht auf die Idee kommen jemanden zu verurteilen der mit Blei fischt. Was ich aber richtig toll finde ist, wenn sich jemand Gedanken über die Natur macht und seinen Beitrag dazu leistet - egal wie klein der Beitrag ist. Ich finde das bewundernswert. Aber völlig stur und stupide auf seinem Standpunkt zu verharren ohne die sachlichen Argumente anderer zuzulassen finde ich schon etwas... naja - ich wollte schon fast "armselig" schreiben. Aber wenn man bedenkt, dass unsere Regierung auch irgendjemand gewählt haben musst... wen wunderts :oops:

Damit ich noch eine Kleinigkeit zum Thema beitrage - im Anhang meine Berechnungen für Stahljigs mit Rundstahl. Ich habe derzeit leider keine fertigen mehr. Aber vor 1. Juni werde ich wieder welche bauen.
Stahljigs.PNG


Schönen Samstagabend noch!
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Re: Jigs selber gießen

Beitragvon Erich » 09.03.2019, 22:37

mike_ng hat geschrieben:... Stahljigs mit Rundstahl ...

Hallo Michael,

interessanter Ansatz, aber das ist natürlich deutlich mehr Arbeit, weil du musst vor dem Schlitzen auch erst dass gewünschte Stück abschneiden und die Kanten entgraten. Hast du eine Schlosser-Werkstätte zur Verfügung oder machst du das nur mit Heimwerker-Ausstattung?
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Re: Jigs selber gießen

Beitragvon Erich » 09.03.2019, 23:25

Hallo Hans,

danke für deinen Aufwand und deine Ausführungen. Da sind doch schon etliche interessante Infos dabei.

stahldurst hat geschrieben:...Tut mir leid dafür habe ich keine Zeit.
Bei NE-Metallen muss ich mich z.T. selber reinlesen....

Sorry, ich wollte dich nicht über Gebühr belasten. Ich konnte schlecht einschätzen, ob du relevante Infos sozusagen im Kopf hast oder eben auch recherchieren musst.

stahldurst hat geschrieben:...Zamak ist für mich aufgrund der noch geringeren Dichte völlig uninteressant.....

Auf Zamak möchte ich ein wenig näher eingehen, weil das wird - glaube ich - derzeit am meisten als bleifreie, preislich erträgliche Alternative angeboten (zB von Zebco und Jörg Strehlow).

Du schreibst, dass Messing wegen des Kupfers ein zweischneidiges Schwert ist. Kupfer ist aber in geringem Maß auch in Zamak enthalten. Was da wieder das Problem ist, weiß ich dann wieder nicht. Ich beziehe halt Infos aus so Artikeln wie diesen hier: http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaeh ... 01044.html (im unteren Drittel des Artikels geht es um Kupfer)

Solche Artikel gibt es auch für Aluminium, das auch in Zamak enthalten ist: https://www.br.de/themen/wissen/alumini ... t-100.html

Über die weiteren Bestandteile Zink und Magnesium habe ich mich noch garnicht informiert.
Zinkfieber ist nur ein Problem, wenn man Zink gießen würde, wegen der entstehenden Dämpfe, oder? Nicht aber wenn ich einen gekauften Kopf angreife.

Was mich etwas wundert, dass von den Herstellern Zamak favorisiert wird und nicht Stahl, obwohl Stahl ca. 17% schwerer ist. Ich vermute, es liegt daran, dass man Jigköpfe aus Zamak durch Gießen herstellen kann, aus Stahl aber nicht. Ich habe manchmal die Vermutung, dass die Hersteller so darauf fixiert sind, dass man Jigköpfe nur durch Gießen herstellen kann, dass sie übersehen, dass das auch ohne Gießen relativ einfach möglich ist. Mit Westin wäre hier ja ein Hersteller im Forum. Vielleicht könnte der mehr Auskunft geben.

stahldurst hat geschrieben:... Stahl ist für mich bezogen auf die Dichte schon der Kompromiss der stark an der Kippe steht....

Was ist da für dich das Hauptproblem? Weil die Fängigkeit wegen des größeren Kopfes leidet oder weil Sinkgeschwindigkeit und Ködergefühl schlechter werden oder...? Hast du bzgl. verminderter Fängigkeit Erfahrungswerte oder ist das nur ein Bauchgefühl?

Grüße
Erich
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Re: Jigs selber gießen

Beitragvon Erich » 10.03.2019, 09:57

Erich hat geschrieben:... Apropos Faden:
Eigentlich sind wir hier in diesem Faden (Thread) mit dem Stahl-Thema ziemlich mit Themenverfehlung (off-topic) unterwegs. Weil das Thema lautet ja 'Jigs selber gießen'. Bei Stahljigs wird aber garantiert nichts gegossen. Ich habe meinen ersten Stahljigs-Beitrag in diesem Thread geschrieben, weil hier über Alternativen zum Blei (heftig) diskutiert wurde und da hat mein Beitrag sehr gut dazugepasst.

Vielleicht liest ein Administrator mit und hätte einen Tipp, wie man die Sache verbessern könnte: Z.B. könnte ich ein eigenes Stahljigs-Thema anlegen und von hier darauf verweisen.? ...

Ich habe bei Andreas (Admininstrator) diesbezüglich nachgefragt. Er hat meinen Vorschlag bestätigt.
Deswegen habe ich jetzt ein eigenes Forumthema 'Stahljigs' angelegt und ersuche, die Stahljigs-bezogene Diskussion ab sofort dort fortzusetzen. Ich weiß, der Umstieg erfolgt spät. Sorry wegen der Umstände.

Hier der Link zum Stahljigs-Thema: stahljigs-t22470.html

Vielen Dank und Sorry wegen der Umstände.

Grüße
Erich
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Re: Jigs selber gießen

Beitragvon stahldurst » 10.03.2019, 11:12

Erich hat geschrieben:Zinkfieber ist nur ein Problem, wenn man Zink gießen würde, wegen der entstehenden Dämpfe, oder? Nicht aber wenn ich einen gekauften Kopf angreife.


Berührung ist harmlos.
Auch beim Schleifen, vielleicht jetzt nicht gerade mit einem Dremel, aber auf jeden Fall mit der Flex können Dämpfe entstehen.
Der Schleifstaub ist aber auch nicht so zuträglich => Staubschutzmaske am Besten FFP3

Erich hat geschrieben:Was mich etwas wundert, dass von den Herstellern Zamak favorisiert wird und nicht Stahl, obwohl Stahl ca. 17% schwerer ist. Ich vermute, es liegt daran, dass man Jigköpfe aus Zamak durch Gießen herstellen kann, aus Stahl aber nicht.


Damit hast Du dir die Frage selbst beantwortet. Fertigungstechnisch ist der Guss was die Kosten bei Massenfertigung angeht, klar im Vorteil.

Erich hat geschrieben:Was ist da für dich das Hauptproblem? Weil die Fängigkeit wegen des größeren Kopfes leidet oder weil Sinkgeschwindigkeit und Ködergefühl schlechter werden oder...? Hast du bzgl. verminderter Fängigkeit Erfahrungswerte oder ist das nur ein Bauchgefühl?


Für mich persönlich steht der Aufwand nicht dafür. Ich fische 90% vom Boot, mein Gewässer ist nicht tief und ich kann die meisten Hänger mit einer Stange lösen. Abrisse sind äusserst selten.
Abgesehen davon stört mich der Rost, wobei man ja auch ohne weiteres rostträge Edelstahlkugeln verwenden könnte.
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Re: Jigs selber gießen

Beitragvon Erich » 10.03.2019, 12:26

stahldurst hat geschrieben:... Zamak ist für mich aufgrund der noch geringeren Dichte völlig uninteressant.
Stahl ist für mich bezogen auf die Dichte schon der Kompromiss der stark an der Kippe steht. ...
Erich hat geschrieben:Was ist da für dich das Hauptproblem? Weil die Fängigkeit wegen des größeren Kopfes leidet oder weil Sinkgeschwindigkeit und Ködergefühl schlechter werden oder...? Hast du bzgl. verminderter Fängigkeit Erfahrungswerte oder ist das nur ein Bauchgefühl?

Ok, meine Frage hätte sich eigentlich auf deine Aussagen zur Dichte von Zamak und Stahl bezogen...

Grüße
Erich

PS: Bitte an alle: Bei Stahljigs-bezogenen Postings, die keine direkte Antwort auf ein Posting hier sind, bitte zum Stahljigs-Forumthema wechseln.
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Re: Jigs selber gießen

Beitragvon mike_ng » 10.03.2019, 15:28

Bei Rundstahl hast du den Vorteil, dass das Rohmaterial sehr sehr günstig ist und unterschiedliche Legierungen verfügbar sind. Z.B. hier: https://www.metall-express.de/epages/63 ... _Kategorie

Bisher habe ich die Stücke mit der Flex geschnitten. Die Flex in einen Ständer rein und mit einer dünnen Scheibe und etwas Geduld und Gefühl die Stücke getrennt. Mit einem Bandschleifer anschließend die Stücke entgratet. An einem Nachmittag schafft man eine gute Menge! Schöner ging’s natürlich mit einer Bandsäge.

Lg,Michael
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Re: Jigs selber gießen

Beitragvon Erich » 10.03.2019, 16:38

mike_ng hat geschrieben:Bei Rundstahl hast du den Vorteil, dass das Rohmaterial sehr sehr günstig ist...

Hallo Michael,

ich hab einfach mal den ersten Rundstahl in der Liste genommen (St37k / S235JRC+C). Die 12mm-Version kostet inkl. MWst 10,6 Euro pro Meter (ohne Versandkosten). Um ein 10g-Stück zu bekommen, braucht man lt deiner Tabelle ca. ein 12mm-Stück. Damit wäre ich bei einem Stückpreis von ca. 12ct. Ist also ähnlich wie der Preis der 10g Kugel (9,6ct) oder ist ein Fehler in meiner Rechnung?

Grüße
Erich

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Re: Jigs selber gießen

Beitragvon konfuzius6699 » 11.03.2019, 10:41

mike_ng hat geschrieben:
konfuzius6699 hat geschrieben:Also ehrlich gesagt muss ich nun schon schmunzeln bzw versteh es nicht ...


Ich habe mich wirklich bemüht deine Beiträge - die nicht gerade einfach zu lesen sind - zu verstehen. Du widersprichst dir ständig selbst und erinnerst mich in deiner Argumentationslinie an bestimmte Menschen in unserer derzeitige Regierung. Einfach nur dagegen sein ohne wirkliche, sachliche Argumente.

Ganz ehrlich, mir ist es egal ob du mit Stahl oder Blei fischt. Ich würde auch nicht auf die Idee kommen jemanden zu verurteilen der mit Blei fischt. Was ich aber richtig toll finde ist, wenn sich jemand Gedanken über die Natur macht und seinen Beitrag dazu leistet - egal wie klein der Beitrag ist. Ich finde das bewundernswert.



Hallo, ich bewundere es auch das jemand den Aufwand macht für so eine minimale Reduzierung der Gewässerbelastung. Ich bin auch nicht dagegen das jemand die Belastungen reduzieren will, aber ich frage mich ob da nicht nur der Ideolgie nachgegangen wird nur kein Blei zu nutzen, weil giftig. Darum auch der Einwand dass andere Elemente das Gewässer auch belasten. Auch weiß ich nicht wo ich mich widerspreche.Wie gesagt ich schaue selbst darauf nicht unnötig Blei zu verlieren wie Abwurfmontagen, wenn geht nutze ich da noch bessere günstigere Alternativen. Wenn man in hindernissreichen Gewässer fischt wo man ständig seine Montagen verliert,kommt bei mir gleich die Frage auf ob ich überhaupt dort weiter fische.
Für mich selbst , ist der Aufwand und Nutzen nicht im Einklang, ok ich bin auch nicht so der Jigger und verliere auch nicht so viele,bzw weiß nicht wie viele manche eben verlieren, damit sich der Aufwand lohnen würde, vielleicht deswegen.
Jedenfalls vertrete ich meine Ansicht, dass wenn jemand nicht grade mit Abwurfmontagen oder in HindernissreichennGewässern fischt , wo er am Tag bewusst mehrer Bleie verliert , auch gar keinen nennenswerten Einfluss mit seinem Eintrag an Blei verursacht und daraus auch keine nachweisbare Mehrbelastung der Gewässer entsteht, auch wenns unzählige Angler überall an den Gewässern sind.
Es ist zwar gut wenn jemand das macht, besser wäre es wenn er die Zeit nutzt und dann am Ufer entlang geht und Müll einsammelt... Das würde meiner Ansicht nach beiweiten mehr bringen...
Und warum ich auch diese penible Ansicht nicht gerade befürworte und eher skeptisch sehe, weil diese Ideologie eben weiter getragen werden und eben ohnehin schon von diversen Leuten den Gesetzgebern ständig eingeredet wird das Blei giftig ist sowie das Angeln etc. zu verbieten ist weil....
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Re: Jigs selber gießen

Beitragvon Erich » 11.03.2019, 13:39

konfuzius6699 hat geschrieben:Jedenfalls vertrete ich meine Ansicht, dass wenn jemand nicht grade mit Abwurfmontagen oder in HindernissreichennGewässern fischt , wo er am Tag bewusst mehrer Bleie verliert , auch gar keinen nennenswerten Einfluss mit seinem Eintrag an Blei verursacht...

Hallo konfuzius6699,

diese Ansicht vertrete ich auch.

Aber du schreibst ja selbst "... wenn jemand nicht grade ... in HindernissreichennGewässern fischt":

Und genau für diese Angelei (z.B. das Jiggen in der hängerträchtigen Donau) sind meine Vorschläge gedacht.

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