TdJ 2019 (TdM 05/19): Alternativen zu Blei bei Jigköpfen

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Re: TdJ 2019 (TdM 05/19): Alternativen zu Blei bei Jigköpfen

Beitrag von D4vE » 23.08.2020, 22:40

OHKW hat geschrieben:
23.08.2020, 20:47
Kupfer ist btw. in Gewässern überhaupt nicht toll. Bereits in geringen Mengen für Weichtiere und Krebstiere verheerend.
Ja das stimmt, deswegen bin ich auch von den Messinggewichten wieder weg, ist am Ende des Tages nur nicht bioakkumulativ im Gegensatz zu Blei, aber wenn es mal jeder verwenden würde vermutlich genauso wenig umweltfreundlich.

Bis 16 g ist Eisen als Alternative immer noch die beste Option mMn, v.a. wenn man mal mit Hängern zu rechnen hat. Hoffentlich schnallen das auch einmal ein paar Produzenten.

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Re: TdJ 2019 (TdM 05/19): Alternativen zu Blei bei Jigköpfen

Beitrag von Erich » 24.08.2020, 08:38

D4vE hat geschrieben:
23.08.2020, 18:56
An einem Rasterelektronenmikroskop ist sowas in 5 min erledigt, also keine Ahnung was da "geschützt" werden soll, wenn die Konkurrenz es wissen will, wird sie es auch rausfinden.
...
Und zuguter letzt kann ich mir nicht vorstellen, dass mit der Aussage "bleifrei, vertrau mir" Kundschaft, die sich mit dem Thema auseinandersetzt und auf die das Produkt offensichtlich abzielt, wirklich abgeholt werden kann, aber jedem Unternehmer seine eigene Marketingstrategie.

Ich kauf mir die Dinger auf jeden Fall nicht, solang ich nicht weiß was drinnen ist.
Hallo David,

diese beiden Argumente von dir habe ich auch vorgebracht. Von Moby habe ich darauf bis jetzt keine Antwort bekommen.
Aber es gibt auch noch einen anderen Geheimniskrämer in Sachen Alternativmaterial zu Blei, in diesem Fall bei Gewichten fürs Grundangeln, nämlich https://www.lockstoff-manufaktur.de/unleads.html.

Meine Kontaktperson dort ist freundlich und auskunftsfreudig. Ich bekam im Wesentlichen die Antwort, dass sie auch gerne mit dem Material werben würden, sie sich bei Geheimhaltung aber besser gegen die Konkurrenz behaupten können. Die Material-Analyse ist teuer und die Verkaufszahlen sind auch so gut.

Deswegen nochmal meine Frage: Hast du ev. eine Idee, was so eine Analyse kosten würde?

Bei den Grundgewichten spielen Größe und Dichte eine untergeordnete Rolle. Die 'Unleads' sind größer und nicht teurer als Karpfengewichte. Also nehme ich an, es wird ein billiges Material verwendet. Stahl wird es nicht sein, das könnte man ja leicht mit einem Magneten überprüfen.

Mein Tipp in diesem Fall: ZAMAK. Aber da wären wir bei dem problematischen Punkt, den OHKW angesprochen hat. ZAMAK enthält lt. Wikipedia bis zu 3% Kupfer (ZAMaK besteht aus Zink, Aluminium, Magnesium und Kupfer).

Zu Preisgestaltung bei Moby später mehr...

Grüße
Erich
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Re: TdJ 2019 (TdM 05/19): Alternativen zu Blei bei Jigköpfen

Beitrag von OHKW » 24.08.2020, 08:53

Zamak hat allerdings keine 90% der Dichte von Blei.
Vllt lässt sich auch mit einer simplen Flammenfärbung schon feststellen ob das eine Kupferlegierung ist.
Mann muss es sich selbst nicht unnötig schwer machen wenn man es genauso gut anderen unnötig schwer machen kann.

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Re: TdJ 2019 (TdM 05/19): Alternativen zu Blei bei Jigköpfen

Beitrag von D4vE » 24.08.2020, 09:10

Bin noch 2 Wochen in Urlaub, kann danach einmal meine Kontakte in der Metallografie aktivieren und fragen was so etwas kosten würde (und ob das auch für Privatpersonen gemacht wird). Teuer ist aber nur die Anschaffung des REM, die Analyse selbst wird nicht die Welt kosten.

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Re: TdJ 2019 (TdM 05/19): Alternativen zu Blei bei Jigköpfen

Beitrag von Erich » 24.08.2020, 23:56

OHKW hat geschrieben:
24.08.2020, 08:53
Zamak hat allerdings keine 90% der Dichte von Blei.
Hallo,
meine Zamak-Vermutung hat sich auf die 'Unleads'-Grundgewichte bezogen. Die konkreten Dichte ist da nicht angegeben. Auf der Webseite steht nur: ähnliches Volumen und etwas größer als Bleigewichte. Da bleibt Interpretationsspielraum...

D4vE hat geschrieben:
24.08.2020, 09:10
Bin noch 2 Wochen in Urlaub, kann danach einmal meine Kontakte in der Metallografie aktivieren und fragen was so etwas kosten würde (und ob das auch für Privatpersonen gemacht wird). Teuer ist aber nur die Anschaffung des REM, die Analyse selbst wird nicht die Welt kosten.
Danke!

Immer diese Abkürzungen :). Was ist ein REM in diesem Zusammenhang?

Grüße
Erich
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Re: TdJ 2019 (TdM 05/19): Alternativen zu Blei bei Jigköpfen

Beitrag von caWALLERo » 25.08.2020, 07:16

Raster Elektronen Mikroskop🙂👍
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Re: TdJ 2019 (TdM 05/19): Alternativen zu Blei bei Jigköpfen

Beitrag von Erich » 26.08.2020, 06:29

caWALLERo hat geschrieben:
25.08.2020, 07:16
Raster Elektronen Mikroskop🙂👍
Danke

D4vE hat geschrieben:
23.08.2020, 18:56
Interessant ist auch die Preisgestaltung. Leichte und Schwere Jigs kosten annähernd gleich viel, was darauf schließen lässt, dass die Verarbeitung das teure daran ist (für knapp 2 € für einen 7 g Jig kriegt man auch schon Wolframjigs) und nicht das Material.
...
Ich kauf mir die Dinger auf jeden Fall nicht, solang ich nicht weiß was drinnen ist.
Die eigenwillige Preisgestaltung ist mir auch aufgefallen. Ein 7g-Kopf zB kostet genau soviel wie ein 24g-Kopf, obwohl dafür ja mehr als die dreifache Menge an Kopf-Material benötigt wird.
Auf Nachfrage erfuhr ich, dass für den hohen Preis schon der hohe Materialpreis und nicht etwa hohe Herstellkosten verantwortlich sind. Nur ist es so, dass es durch die vielen Gewichts- und Hakenvarianten sehr viele Kombinationen gibt. Und da wurde derzeit nicht für jede Kombination ein eigenes Produkt im Shop angelegt, weil das Anlegen jedes einzelnen Produkts auch relativ viel kostet. Und das rechnet sich bei geringen Verkaufszahlen nicht.

Da beißt sich halt die Katze in den Schwanz. Weil die Verkaufszahlen werden dadurch nicht gerade gefördert, wenn ich als Kunde für einen kleinen Kopf genausoviel zahlen soll, wie für einen mehr als 3x so schweren, also sozusagen andere Kunden quersubventionieren soll.
Aber solange ich nicht weiß, woraus die Köpfe bestehen, sind sie für mich ebenfalls uninteressant. Da bleibe ich lieber bei den Stahljigs, auch wenn der Eigenbau mit etwas Arbeit und Zeitaufwand verbunden ist. Da weiß ich was ich ins Wasser werfe und dass das harmlos ist.
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Re: TdJ 2019 (TdM 05/19): Alternativen zu Blei bei Jigköpfen

Beitrag von Erich » 26.09.2020, 22:01

D4vE hat geschrieben:
24.08.2020, 09:10
Bin noch 2 Wochen in Urlaub, kann danach einmal meine Kontakte in der Metallografie aktivieren und fragen was so etwas kosten würde (und ob das auch für Privatpersonen gemacht wird). Teuer ist aber nur die Anschaffung des REM, die Analyse selbst wird nicht die Welt kosten.
Hallo David,
wollte mal nachfragen, ob du ev. schon mal Zeit hattest, Infos einzuholen.

Grüße,
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Re: TdJ 2019 (TdM 05/19): Alternativen zu Blei bei Jigköpfen

Beitrag von D4vE » 29.09.2020, 14:29

Habe heute Zeit gefunden etwas zu telefonieren.

Prinzipiell werden bei uns auch Analysen für Fremdfirmen/Privatpersonen durchgeführt. Muss dann natürlich über eine offizielle Anfrage gemacht werden und man erhält dann auch ein entsprechendes Angebot.

Das ganze wird nach Maschinenzeit und Operatorzeit verrechnet, also nach Aufwand.

Als Richtwert mit etwas Probenvorbereitung muss man hier mit 150-200,- € rechnen pro Stunde.
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