Ragman hat geschrieben: 20.03.2026, 22:37
Danke, ja jetzt erschließt sich mir das ... das ist nicht Hechtfischen ...ein paar Würfe, Köderwechsel, noch ein paar Würfe, dann weiter zum nächsten Platz. Und auch der Biß - beim Hecht sind wir ja vergleichsweise sehr langsam unterwegs und der Hecht dreht ja sofort ab - eine ganz andere Art von Einschlag. Die Geschwindigkeiten im Meer sind da ja ganz anders.
Richtig! Ich habe das Gefühl, dass viele der unerfahrenen Touriangler glauben, dass die Fische irgendwie an einem Spot verbleiben und dort ihre Runden drehen und sie diese dann mit Köderwechsel usw zum Biss überreden können bzw mit ständigen Spotwechseln finden werden. Das passt so ungefähr zu den Groupern, welche Standorttreu sind, wie auch zu den Dentex, welche sich mal länger an einem Spot aufhalen können (jedoch nicht den ganzen Tag). Jedoch braucht man auch da nicht im Viertelstundentakt Köder wechseln, sondern muss auf die Tidenwechsel und den "richtigen" Moment warten.
Die Hauptbeute der Jigger, also alle Makrelenartigen wie auch die AJ, ziehen permanent um die Gebiete und wenn man einen guten Spot hat, dann hällt man am besten die Stellung und angelt diesen bis man ihn quasi mit geschlossenen Augen beangeln kann. Das ist sicherlich der leichtere Weg zum Erfolg. Weil wenn der Spot gut ist werden die Fische irgendwann dort vorbeziehen. Das mag dann auch nur 2min der Fall sein, wo sie in der Nähe des Jigs sind, und dann ist der Jig besser im Meer, als dass man hier Köder wechselt. Glaubt mir, gute Tage Jiggingtage sind ofmals in genau 5-10min gemacht, verteilt auf 1-3 Male. Tage wo man im Stundentakt fängt sind wirklich sehr selten!
Der Jig und seine Farbe sind hier sicherlich zweitrangig, auch wenn ich persönlich von großen Profilen, vor allem lang und schlank, eher überzeugt bin. Was nicht bedeutet, dass kleine Jigs nicht fangen. Ich denke mir nur, dass ein größeres Profil eher gesehn wird (vor allem bei idealen Jiggingbedingungen, welche dann eher bewölkt und wellig sind).
Ragman hat geschrieben: 20.03.2026, 22:37
Noch ein Tip, der mir gerade einfällt - ich hatte diesmal eine Art Wanderschuh an (ein besserer Turnschuh, Trekkingschuh). Der ist super zum 3D-Bogenschießen im Wald. Auf den kroatischen Schotterstraßen und dann erstauf den scharfen Felsen am Ufer war die zu weiche Sohle von Nachteil. Das ging alles auf die Fußsohle. Das nächstemal nehme ich meine Arbeitsstiefel mit.
ja, ganz wichtig und sehr gut erkannt! Ich selber habe hohe Wanderschuhe mit harter Sohle. Die besten Spots liegen nahe am Meer, also wo das Meer bei Wellen auch rüber schwappt, und sind dementsprechend schroff. Da hat man manchmal nichtmal 0,2m2 gerade flähe und steht dementsprechend manchmal mit einem Fuß (Fußsohle) auf 2-3 Punkten, statt auf einer flachen Ebene. In solchen Situationen sind harte Sohlen extrest wichtig, vor allem desto schwerer man ist (was ich bin). Ich wechsle die Schuhe so nach 1,5-2 Jahren weil sie nach einiger Zeit einfach zu weich werden. Meiner Erfahrung nach ist hier die Devise "besser billig und gut, statt teuer und etwas besser" weil auch der teuerste Schuh unter den Bedingungen nachgibt und dann, obwohl er 3x so viel kostet, nicht 3x so lange hällt.
Petri!