Bleiverbot in Wien, die neue und kommenden Fischerei Verordnung des VÖAFV Diskussion Thread

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Re: Bleiverbot in Wien, die neue und kommenden Fischerei Verordnung des VÖAFV Diskussion Thread

Beitrag von Lupus » 29.01.2021, 18:29

Bei mir ist es aktuell noch nur der Mauerbach, der betroffen ist. Dort aber ist mir das wurscht, denn das ist ein Fly Only Revier und meine Fliegen enthalten kein Blei. Also was das dort betrifft, kann ich nichts dagegen einwenden.
Ansonsten, das wird eine Riesen-Entsorgungssache, denn wir alle haben sicher ganze Arsenale von Grundbleien, Bleischroten und Jigköpfen. Ich hoffe, die Gerätehändler stellen dann auch um, denn ich habe keine Lust, mich wegen ein paar Bleischroten für meine Friedfisch-Posenangeln in irgendein Online-Geschäft zu registrieren und einzuloggen, um dann eine Dose Nicht-Blei-Schrotkörndln in den Warenkorb zu geben und als Antwort zu erhalten, dass die Mindestbestellmenge nicht erreicht wurde, und ich noch irgendwelchen Krempel dazu kaufen muss, den ich momentan nicht brauche.
Beim Spinnfischen bin ich eher traditionell mit Blinker und Wobbler unterwegs, aber wegen Gummifischen werde ich hoffentlich auch die richtigen Jigköpfe finden, denn was ich so geschaut habe, ist derzeit die Auswahl da noch ziemlich begrenzt, das heißt, dass nicht alle Jigkopf-Formen bleifrei erhältlich sind.
Geht ´halt viel ausgegebenes Geld für noch bleihältige Produkte, die in näherer Vergangenheit gekauft wurden, den Bach runter. Ist ´halt alles ein bisschen sehr schnell gegangen ohne Übergangsfrist, aber wenn es die Stadt Wien so vorschreibt, sind dem Verband natürlich die Hände gebunden.

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Re: Bleiverbot in Wien, die neue und kommenden Fischerei Verordnung des VÖAFV Diskussion Thread

Beitrag von Erich » 30.01.2021, 19:26

Polsi hat geschrieben:
26.01.2021, 12:32
1. Es gibt keine anglerische Alternative zu Blei.
Stahl wirft sich wesentlich schlechter, sinkt langsamer und man braucht weitaus größere Gewichte, um dieselbe Masse zu erreichen.
Daten und Erfahrungen dazu:
- Stahlköpfe haben bei gleichem Gewicht im Wasser einen etwa 20% größeren Durchmesser als Bleiköpfe (Berechnung und Vergleiche siehe https://stahljigs.at/physik.htm)

Hier ein grafischer Vergleich bei einem 10g-Kopf montiert an einem 10cm-Gummifisch:
Bild
- Bei Gewichten bis etwa 16g finde ich die Größe der Stahlköpfe nicht störend; und die Zander auch nicht, zumindest könnte ich nicht sagen, dass ich damit weniger Bisse hätte.
- Die Sinkgeschwindigkeit ist etwas geringer und die Driftgeschwindigkeit etwas höher, aber bei leichter bis mittlerer Strömung komme ich in der Donau damit gut zurecht, auch bei größeren Tiefen. Man muss einfach etwas weiter flussaufwärts auswerfen, um die gleiche Stelle befischen zu können.
- Bei der Wurfweite sehe ich keine große Reduzierung, weil da spielt für die Bremswirkung der wesentlich größere Gummiköder eine bedeutendere Rolle als der 20% größere Kopfdurchmesser.

Dass also Stahl generell keine Alternative ist, würde ich nicht sagen. Es gibt Anwendungsbereiche, da finde ich ihn voll ok. Aber es ist richtig, bei hohen Gewichten und bei starker Strömung hat Blei klare Vorteile.

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Re: Bleiverbot in Wien, die neue und kommenden Fischerei Verordnung des VÖAFV Diskussion Thread

Beitrag von Erich » 09.02.2021, 09:34

Fischschreck hat geschrieben:
26.01.2021, 12:50
ich muss sagen verstehen tue ich diese Bleisache überhaupt nicht.
Weil zu sagen, Verbot weil man die Gewässer mit Schwermetall belastet, ist doch überhaupt nicht der Fall mit reinem Blei.
Elementares Blei so wie es in Jigköpfen oder Karpfenbleien verwendet wird, ist in Wasser komplett unlöslich bzw. hat eine löslichkeit von ein paar femto oder pikogramm. Also defacto nix.
Hallo,
könntest du bitte ev. eine Quelle oder wissenschaftliche Studie angeben, in der dieser Sachverhalt untersucht wurde bzw. belegt wird?

Ich frage auch deswegen, weil ich vor Kurzem von einer tragischen Geschichte von Bleivergiftung gelesen habe, die etwas anderes nahelegen würde. Es geht um eine junge Frau, der aufgrund einer Bleivergiftung beide Füße amputiert werden mussten. Die Bleivergiftung zog sie sich dadurch zu, dass sie einen bleihältigen Dekoartikel in Form eines Fisches über längere Zeit in einer laufend benutzten Wasserkaraffe schwimmen ließ. Die gesamte Geschichte ist in folgendem Artikel von Dez. 2020 auf welt.de nachzulesen: https://www.welt.de/regionales/nrw/arti ... empft.html

Die genauen Umstände (genaues Material bzw. Beschaffenheit des Dekoartikels, Art der Getränke etc.) sind mir natürlich nicht bekannt. Aber als Laie drängt sich mir halt die Frage auf, wie so eine arge Bleivergiftung passieren kann, wenn - wie du angibst - die Wasserlöslichkeit von festem Blei de facto vernachlässigbar ist.

Eine Rolle dürfte hier wohl auch die tückische Eigenschaft von Blei gespielt haben, dass es bioakkumulativ ist. Dh auch kleinste Mengen reichern sich in Organismen an und werden nur sehr langsam wieder ausgeschieden. Auf Dauer kann sich das zu einer giftigen Menge summieren. Bezogen auf Wasserorganismen kommt dann auch noch die Summierung in der Nahrungskette dazu.

Jedenfalls erhöht bei mir so eine Geschichte das Bedürfnis, es genauer wissen zu wollen, welche Auswirkungen Angelbei in Gewässern hat, womit ich wieder bei der eingangs angeführten Bitte bin.

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Re: Bleiverbot in Wien, die neue und kommenden Fischerei Verordnung des VÖAFV Diskussion Thread

Beitrag von OHKW » 09.02.2021, 09:49

In Wasser, das keinen Sauerstoff enthält, ist metallisches Blei stabil. Bei Anwesenheit von Sauerstoff löst es sich jedoch langsam auf, so dass bleierne Trinkwasserleitungen eine Gesundheitsgefahr darstellen können. Wenn das Wasser dagegen viele Hydrogencarbonat- und Sulfationen enthält, was meist mit einer hohen Wasserhärte einhergeht, bildet sich nach einiger Zeit eine Schicht basischen Bleicarbonats und Bleisulfats. Diese schützt das Wasser vor dem Blei, jedoch geht selbst dann noch etwas Blei aus den Leitungen in das Wasser über.
Wasser
Die Bleibelastung der Gewässer resultiert hauptsächlich aus dem Ausschwemmen von Blei aus belasteten Böden. Dazu tragen auch geringe Mengen bei, die der Regen aus Bleiwerkstoffen wie Dachplatten löst. Die direkte Verschmutzung von Gewässern durch die Bleiindustrie und den Bleibergbau spielt (zumindest in Deutschland) auf Grund des Baus von Kläranlagen fast keine Rolle mehr. Der Jahreseintrag von Blei in Gewässer ist in Deutschland von ca. 900 t im Jahr 1985 auf ungefähr 300 t im Jahr 2000 zurückgegangen.[63]

In Deutschland beträgt der Grenzwert im Trinkwasser seit dem 1. Dezember 2013 10 µg/l (früher 25 µg/l)[26]; die Grundlage der Messung ist eine für die durchschnittliche wöchentliche Wasseraufnahme durch Verbraucher repräsentative Probe (siehe Trinkwasserverordnung).
https://de.wikipedia.org/wiki/Blei

Kann man ja auch einfach mal nachsehen.

Wenn es unbedingt ne peer reviewed Studie sein muss, weil es halt in den medien so vorgelebt wird, dass jeder für alles ne Studie braucht: google scholar hilft
https://scholar.google.com/scholar?hl=d ... lead&btnG=

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Re: Bleiverbot in Wien, die neue und kommenden Fischerei Verordnung des VÖAFV Diskussion Thread

Beitrag von TheCK » 09.02.2021, 10:34

Erich hat geschrieben:
09.02.2021, 09:34
Ich frage auch deswegen, weil ich vor Kurzem von einer tragischen Geschichte von Bleivergiftung gelesen habe, die etwas anderes nahelegen würde. Es geht um eine junge Frau, der aufgrund einer Bleivergiftung beide Füße amputiert werden mussten. Die Bleivergiftung zog sie sich dadurch zu, dass sie einen bleihältigen Dekoartikel in Form eines Fisches über längere Zeit in einer laufend benutzten Wasserkaraffe schwimmen ließ. Die gesamte Geschichte ist in folgendem Artikel von Dez. 2020 auf welt.de nachzulesen: https://www.welt.de/regionales/nrw/arti ... empft.html
Gut, es macht aber schon einen Unterschied ob man jetzt einige Gramm Blei in einem Liter Wasser "schwimmen" bzw. in dem Fall wahrscheinlich eher sinken hat das man fast komplett zu sich nimmt oder ob das Blei in einem viele Millionen Kubikmeter fassenden See oder noch besser in einem Fließgewässer liegt. Stichwort Verdünnungseffekt. Da braucht es auch keine ausgefeilten Studien ...
Das wäre ja so als ob man mutwillig Bleischrot essen würde.
LG
Chris

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Re: Bleiverbot in Wien, die neue und kommenden Fischerei Verordnung des VÖAFV Diskussion Thread

Beitrag von Erich » 09.02.2021, 12:57

Hallo OHKW,
danke für den google scholar-Tipp. Kannte ich noch nicht. Werde da mal reinlesen.

Den Wikipedia-Eintrag kenne ich natürlich, aber was mir dabei unklar ist: Inwieweit trifft eine Aussage wie
Wenn das Wasser dagegen viele Hydrogencarbonat- und Sulfationen enthält, was meist mit einer hohen Wasserhärte einhergeht, bildet sich nach einiger Zeit eine Schicht basischen Bleicarbonats und Bleisulfats. Diese schützt das Wasser vor dem Blei, jedoch geht selbst dann noch etwas Blei aus den Leitungen in das Wasser über.
in einem Fluss wie der Donau zu? Denn dort gibt es jede Menge Schotter, der bedingt durch die starke Strömung ständig in Bewegung ist. Könnte da nicht bei Angelbleien, die sich im Schotter befinden, die beschriebene Schicht ständig wieder abgerieben werden, so wie wohl jeder Kieselstein irgendwann zu Sand zermahlen wird? Wirklich aussagekräftig fände ich daher Studien, die unter tatsächlich gegebenen Bedingungen gemacht werden.

Bitte mich nicht falsch zu verstehen. Ich persönlich bin angesichts der Mengen von Angelblei, die schon in den Gewässern liegen und ständig mehr werden, skeptisch, ob das alles vernachlässigbar ist und es auf Dauer eine gute Idee ist, immer mehr reinzuwerfen, obwohl in vielen anderen Lebensbereichen das Blei bewusst reduziert wird. Ich persönlich fühle mich wohler, wenn ich kein Blei reinwerfe, denn nur was nicht da ist, kann auch sicher nichts anstellen.

Aber auf was ich eigentlich hinaus will:
Wenn die Sachlage so klar ist, dass die Giftbelastung durch Angelblei völlig vernachlässigbar ist: Hat schon jemand von den jetzt direkt betroffenen Anglern bei den Verantwortlichen, die das Bleiverbot festgelegt haben, nachgefragt, ob ihnen die Belege für die Unbedenklichkeit bekannt sind. Und wenn ja, warum sie trotzdem anders entschieden haben?

@TheCK
TheCK hat geschrieben:
09.02.2021, 10:34
Gut, es macht aber schon einen Unterschied ob man jetzt einige Gramm Blei in einem Liter Wasser "schwimmen" bzw. in dem Fall wahrscheinlich eher sinken hat das man fast komplett zu sich nimmt oder ob das Blei in einem viele Millionen Kubikmeter fassenden See oder noch besser in einem Fließgewässer liegt. Stichwort Verdünnungseffekt. Da braucht es auch keine ausgefeilten Studien ...
Das wäre ja so als ob man mutwillig Bleischrot essen würde.
Ja, da gebe ich dir schon Recht. Aber wenn es stimmt, dass die Löslichkeit im Femto- oder Pikogramm-Bereich liegt, also 'de facto nix' ist, wie Fischschreck schreibt, dann dachte ich, dürfte es selbst in diesem Fall nicht zu so einer schweren Bleivergiftung kommen. Und da die Angelblei-Gesamtmenge in den Gewässern jährlich mehr wird, wird vermutlich auch das, was nach der Verdünnung vorhanden ist, immer mehr.

Erich
Zuletzt geändert von Erich am 09.02.2021, 15:41, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Bleiverbot in Wien, die neue und kommenden Fischerei Verordnung des VÖAFV Diskussion Thread

Beitrag von OHKW » 09.02.2021, 13:14

Im Fluss wird halt das Wasser permanent erneuert. Es ist eine Frage der Perspektive. Vom Standpunkt der Medizin ist jede Quelle von Bleieintrag in unsere Umwelt eine zu viel: https://de.wikipedia.org/wiki/Bleivergiftung

Eine viel interessante Frage wäre, ob durch das Hantieren mit Blei bei Anglern eine erhöhte Menge im Blut/Körper nachweisbar ist. Es wird ja auch über die Haut aufgenommen.

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Re: Bleiverbot in Wien, die neue und kommenden Fischerei Verordnung des VÖAFV Diskussion Thread

Beitrag von GvonderRinne » 10.02.2021, 19:10

Lupus hat geschrieben:
29.01.2021, 18:29
Bei mir ist es aktuell noch nur der Mauerbach, der betroffen ist. Dort aber ist mir das wurscht, denn das ist ein Fly Only Revier und meine Fliegen enthalten kein Blei. Also was das dort betrifft, kann ich nichts dagegen einwenden.
Ansonsten, das wird eine Riesen-Entsorgungssache, denn wir alle haben sicher ganze Arsenale von Grundbleien, Bleischroten und Jigköpfen. Ich hoffe, die Gerätehändler stellen dann auch um, denn ich habe keine Lust, mich wegen ein paar Bleischroten für meine Friedfisch-Posenangeln in irgendein Online-Geschäft zu registrieren und einzuloggen, um dann eine Dose Nicht-Blei-Schrotkörndln in den Warenkorb zu geben und als Antwort zu erhalten, dass die Mindestbestellmenge nicht erreicht wurde, und ich noch irgendwelchen Krempel dazu kaufen muss, den ich momentan nicht brauche.
Beim Spinnfischen bin ich eher traditionell mit Blinker und Wobbler unterwegs, aber wegen Gummifischen werde ich hoffentlich auch die richtigen Jigköpfe finden, denn was ich so geschaut habe, ist derzeit die Auswahl da noch ziemlich begrenzt, das heißt, dass nicht alle Jigkopf-Formen bleifrei erhältlich sind.
Geht ´halt viel ausgegebenes Geld für noch bleihältige Produkte, die in näherer Vergangenheit gekauft wurden, den Bach runter. Ist ´halt alles ein bisschen sehr schnell gegangen ohne Übergangsfrist, aber wenn es die Stadt Wien so vorschreibt, sind dem Verband natürlich die Hände gebunden.
Wer seine Bleijigs und Futterkörbe mit Bleibeschwerung nicht selbst entsorgen will, soll sich an mich wenden.
Mich interessieren aber nur: Jigköpfe 10 bis 30 Gramm für Gummifische.
Futterkörbe (Plastik und Stahl) 60 bis 150 Gramm

Einfach an mich mit PN wenden. Bitte nur Stadtgebiet Wien. Hole selbst ab. Absolut günstiger Preis ist Voraussetzung.

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Re: Bleiverbot in Wien, die neue und kommenden Fischerei Verordnung des VÖAFV Diskussion Thread

Beitrag von regus » 11.02.2021, 09:08

Ja, kannst du bitte meine 700 Bleiköpfe von zu Hause gratis abholen kommen? :up2: :up2:

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Re: Bleiverbot in Wien, die neue und kommenden Fischerei Verordnung des VÖAFV Diskussion Thread

Beitrag von Skylobo » 11.02.2021, 12:43

regus hat geschrieben:
11.02.2021, 09:08
Ja, kannst du bitte meine 700 Bleiköpfe von zu Hause gratis abholen kommen? :up2: :up2:
Sagmal hört du auf zu angeln ??? :shock: :lol:

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Re: Bleiverbot in Wien, die neue und kommenden Fischerei Verordnung des VÖAFV Diskussion Thread

Beitrag von GvonderRinne » 11.02.2021, 17:52

regus hat geschrieben:
11.02.2021, 09:08
Ja, kannst du bitte meine 700 Bleiköpfe von zu Hause gratis abholen kommen? :up2: :up2:
Ja gerne, wir machen uns was aus :wink:

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Re: Bleiverbot in Wien, die neue und kommenden Fischerei Verordnung des VÖAFV Diskussion Thread

Beitrag von Lupus » 12.02.2021, 18:35

Ich bin ja auch Spinnfischer, aber auch Ansitzangler.
Wenn das Bleiverbot jetzt ist, ich hab schon geschaut, Schrotkörndln zum Waggler-Fischen gibts auch bleifrei. Aber sonst schaut´s ziemlich mau aus. Ich brauche zum Grundfischen Bleioliven und Birnenbleie in verschiedenen Gewichten.
Tut sich da hoffentlich am Friedfischsektor auch was ? Beim hardcore Carpfischen ist mir bekannt , dass es schon bleifrei zum Selbsthakangeln gibt, aber mit dem eher oldschool Grundfischen, wie schaut es da aus.
Ich weiß, hier wird im Forum fast nur über Spinnfischen diskutiert, aber mich als Universalangler gibts ja auch. Weiß wer was ?

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Re: Bleiverbot in Wien, die neue und kommenden Fischerei Verordnung des VÖAFV Diskussion Thread

Beitrag von Erich » 12.02.2021, 23:00

Lupus hat geschrieben:
12.02.2021, 18:35
Ich brauche zum Grundfischen Bleioliven und Birnenbleie in verschiedenen Gewichten.
Tut sich da hoffentlich am Friedfischsektor auch was ?
Hallo,
habe kurz ein wenig gegoogelt, auch weil mich das selber interessiert.
So klassische Birnen- und Olivenformen in vielen verschiedenen Gewichten sind offenbar nicht so leicht zu finden.

Gefunden habe ich:
- Klassische Birnenform in 4 Größen von Zebco:
https://www.askari.at/zebco-birnenblei- ... 69663.html

- Hiki bietet rel. viele Gewichte aus Stahl, Stein und anderem Material in verschiedenen Bauformen an:
https://www.hiki.at/angel-kleinteile/bl ... e_gewichte

- Birnen- und Oliven-ähnliche Gewichte aus Stahl gibt es von bulletweights:
https://www.bulletweights.com/Products/ ... el-Sinkers
Aber ob man die bei uns bekommt, weiß ich nicht.

- Ein paar Birnengewichte aus Stahl gibts auch bei Rübig/Steelangler:
https://www.steelangler.com/de_de/blei-gewichte.html

- Kleine Birnen aus Tungsten habe ich bei Nippon-Tackle gefunden:
https://www.nippon-tackle.com/DEKA-Tung ... fenfoermig

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Re: Bleiverbot in Wien, die neue und kommenden Fischerei Verordnung des VÖAFV Diskussion Thread

Beitrag von Lupus » 13.02.2021, 18:55

Danke Erich, da habe ich schon was richtiges gefunden mit Schrotkörndeln und meine geliebten Birndln. DANKE !
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Re: Bleiverbot in Wien, die neue und kommenden Fischerei Verordnung des VÖAFV Diskussion Thread

Beitrag von Erich » 14.02.2021, 09:14

Lupus hat geschrieben:
13.02.2021, 18:55
Danke Erich, da habe ich schon was richtiges gefunden mit Schrotkörndeln und meine geliebten Birndln. DANKE !
Bitte gerne.


Wie es aussieht, kommt jetzt offenbar auch auf EU-Ebene Bewegung in die Bleiverbots-Debatte.
Die ECHA (European Chemical Agency) hat am 15. Jänner eine Stellungnahme herausgegeben, in der sie ein generelles Verkaufs- und auch Verwendungsverbot für Blei im Jagdmunitions- und Angelbereich ab 2023 - tw. mit Übergangsfristen - vorschlägt.
Siehe: https://echa.europa.eu/de/hot-topics/le ... ng-weights

Lt. dortigem Zeitplan ist ab März ein Zeitfenster vorgesehen, in dem Stellungnahmen (auch von Normalbürgern) vorgebracht werden können. Ist also eine Gelegenheit für alle, die dagegen (oder auch dafür) sind, ihre Argumente vorzubringen.

(Google-)Übersetzung des diesbezüglichen englischen Originaltextes in der Stellungnahme:
"Eine sechsmonatige Konsultation zu dem Vorschlag soll am 24. März 2021 beginnen, wenn der Vorschlag den gesetzlichen Anforderungen für Beschränkungen gemäß der REACH-Verordnung entspricht. Während der Konsultation können alle Beteiligten ihre Argumente zur Unterstützung oder gegen den Vorschlag vorbringen. Diese Argumente Dritter können den Vorschlag ändern, wenn sie auf soliden wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen."

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