Was lockt Welse zum Köder??

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Was lockt Welse zum Köder??

Beitrag von Zanderheli » 12.09.2023, 09:03

Beim Klopfen auf Welse steigen viele Welse auf und suchen den Störenfried der da so lauten Lärm macht. Im Wasser hängt ein Tauwurmbündel das ich immer auf die Höhe des suchenden Welses platziere. Schwimmt der Fisch ca. 50 cm am Tauwurmbündel vorbei, bemerkt er dieses, macht kehrt und inspiziert den Köder. Oft erfolgt rasch ein zarter Biss, es kann aber auch bis zu 1 Minute dauern. Im Sommer drehen sie auch öfter unverrichteter Dinge ab.
So, es ist einfach ein Zufall den Köder so nahe am Wels zu platzieren das dieser bemerkt wird. Hätte ich eine Methode wo sie bereits aus sagen wir mal, 2m, den Köder wahrnehmen würden wäre man viel erfolgreicher.
Hab schon mit vielen experimentiert, hohle Körper mit Geräuschkörper, einen Mini Vibrator am Kabel mit Schalter im Boot, Plastikprobeller etc. Nichts brachte einen Unterschied. Auch auf und Ab heben des Köders ist übrigens vollkommen wirkungslos.
Welse haben natürlich nicht immer Hunger, dennoch nehmen sie den Köder fast immer wenn sie ihn nur finden, wir lehnen ein kühles Bier auch nicht oft ab. :D
d.h. egal ob raubgierig oder nicht, wenn sie steigen wären sie zu fangen. Welse sind meines Erachtens übrigens sehr sensible, kluge Tiere.

ES muß irgendwas geben das die Welse da im total dunklem Wasser besser an den Köder lockt.

Ideen?

alles liebe
Heli

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Re: Was lockt Welse zum Köder??

Beitrag von caWALLERo » 12.09.2023, 09:44

Hiho,

Vielleicht tanzende Blutegel am entsprechenden Rig?

Gruss,
Fabio
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Re: Was lockt Welse zum Köder??

Beitrag von regus » 12.09.2023, 10:37

Servus Heli,

ich glaube wir hatten schon mal kurz dieses Thema oder?
Ich muss aber sagen dass ich teilweise ganz anderer Meinung bin als du und ganz andere Beobachtungen gemacht habe.

Ich habe einige Erfahrungen gemacht die mir zeigten dass der Wels extremste Wahrnehmungen hat, er bekommt absolut alles mit was in mehreren Metern Umgebung von ihm passiert, doch einen Angriff startet er nur selten.

Ein Beispiel, es war vor 34 Jahren, ich habe in Russland im Wolgadelta gefischt und sammelte erst meine ersten Welserfahrungen.
Wir stehen im Boot und fangen mit kleinen Spinnern Rapfen also Köderfische.
Plötzlich sehe ich einen Wels etwa 10 Meter links vor mir stehen an der Oberfläche.
Ich werfe ihn an, aber es war so windig und eine Böe verträgt meinen kleinen Spinner gute 20 Meter nach rechts.
In dem Moment wo der Spinner die Wasseroberfläche berührt gibt es links einen Knaller, der Wels schießt auf meinen Spinner zu und im selben Augenblick hat er ihn schon.
Die Distanz war mindesten 20 Meter, eher mehr.
Das habe ich auch Nachts schon oft bemerkt, ich sehe im Schein der Lampe einen Wels, werfe ihn aber nicht an sondern bewege den Wobbler nur leicht an der Oberfläche. Die Fische nehmen das noch mit mehreren Metern Abstand wahr und finden den Köder zielsicher.

Ein anderes Beispiel. Ebro 2002. Ich lasse mich an einem glasklaren Nebenfluss im Schlauchboot runtertreiben und werfe gezielt verschiedene interessante Stellen an. Dann beobachte ich einen Wels der ruhend am Boden liegt. Ich halt mich an einem Ast an und beobachte.
Es ist etwa 2 Meter tief. Ein winziges Krautbüschel treibt in dem sehr langsam fließenden Fluss an der Oberfläche. Ohne Bewegung, keine Wellen oder ähnliches verursachend. Der Wels steigt auf, inspiziert es und legt sich wieder ab. Das wiederholt er bei jedem Treibgut.
Ich halte den Blinker an der Wasserfläche einfach nur ins Wasser, er steigt blitzartig auf und nimmt ihn sofort - unglaublich.

Also der Wels hat derart feine Wahrnehmungen dass er alles registriert was sich in seiner Umgebung abspielt.
So wie wir uns nicht vorstellen können dass der Falke noch aus 300 Metern Entfernung die Maus im Gras sieht, können wir die Sensibilität des Welse nicht nachvollziehen.

Man sieht das ja auch sehr gut bei den Aufnahmen der neuen Livescope Geräte, oft schießt der Wels zielgerichtet von unten hinauf und schlägt regelrecht ein am Köder, meistens aber schwimmt er nur herum, steht oft wenige cm vorm Köder, inspiziert ihn manchmal minutenlang, aber nimmt ihn nicht.
Aber finden wird der Wels jeden Köder, auch aus mehreren Metern Entfernung. Selbst tote Köderfische die an rieseigen Wasserflächen ohne jegliche Bewegung abgespannt werden, findet der Wels durch sein Ortung leicht.

Der Wels frisst auch nur wenn er seine Fressphase hat, das haben wir schon sehr oft bemerkt.
An der Alten Donau haben wir viel probiert, den Fischen die oft in großen Rudeln unter den Floßen gestanden sind haben wir die besten Leckereien vorgelegt, direkt zwischen dutzenden Welsen, die Fische waren nicht auf Fressen eingestellt und es gab da nie eine einzige Aktion.

Ebenso einmal im Herbst in einer Buhne. Wir haben die Fische vertikal befischt, wussten sie sind da, haben aber keinen Biss bekommen.
Am Abend die gleiche Stelle nochmal abgefischt und da waren sie voll aktiv - Ergebnis waren 18! Welse.

Ich denke die Fische kommen hoch, aber nehmen einfach nicht, besonders dann wenn sie das Klopfen schon kennen.
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Re: Was lockt Welse zum Köder??

Beitrag von Zanderheli » 12.09.2023, 11:18

regus hat geschrieben:
12.09.2023, 10:37
Servus Heli,

ich glaube wir hatten schon mal kurz dieses Thema oder?
Ich muss aber sagen dass ich teilweise ganz anderer Meinung bin als du und ganz andere Beobachtungen gemacht habe.

Ich habe einige Erfahrungen gemacht die mir zeigten dass der Wels extremste Wahrnehmungen hat, er bekommt absolut alles mit was in mehreren Metern Umgebung von ihm passiert, doch einen Angriff startet er nur selten.

Ein Beispiel, es war vor 34 Jahren, ich habe in Russland im Wolgadelta gefischt und sammelte erst meine ersten Welserfahrungen.
Wir stehen im Boot und fangen mit kleinen Spinnern Rapfen also Köderfische.
Plötzlich sehe ich einen Wels etwa 10 Meter links vor mir stehen an der Oberfläche.
Ich werfe ihn an, aber es war so windig und eine Böe verträgt meinen kleinen Spinner gute 20 Meter nach rechts.
In dem Moment wo der Spinner die Wasseroberfläche berührt gibt es links einen Knaller, der Wels schießt auf meinen Spinner zu und im selben Augenblick hat er ihn schon.
Die Distanz war mindesten 20 Meter, eher mehr.
Das habe ich auch Nachts schon oft bemerkt, ich sehe im Schein der Lampe einen Wels, werfe ihn aber nicht an sondern bewege den Wobbler nur leicht an der Oberfläche. Die Fische nehmen das noch mit mehreren Metern Abstand wahr und finden den Köder zielsicher.

Ein anderes Beispiel. Ebro 2002. Ich lasse mich an einem glasklaren Nebenfluss im Schlauchboot runtertreiben und werfe gezielt verschiedene interessante Stellen an. Dann beobachte ich einen Wels der ruhend am Boden liegt. Ich halt mich an einem Ast an und beobachte.
Es ist etwa 2 Meter tief. Ein winziges Krautbüschel treibt in dem sehr langsam fließenden Fluss an der Oberfläche. Ohne Bewegung, keine Wellen oder ähnliches verursachend. Der Wels steigt auf, inspiziert es und legt sich wieder ab. Das wiederholt er bei jedem Treibgut.
Ich halte den Blinker an der Wasserfläche einfach nur ins Wasser, er steigt blitzartig auf und nimmt ihn sofort - unglaublich.

Also der Wels hat derart feine Wahrnehmungen dass er alles registriert was sich in seiner Umgebung abspielt.
So wie wir uns nicht vorstellen können dass der Falke noch aus 300 Metern Entfernung die Maus im Gras sieht, können wir die Sensibilität des Welse nicht nachvollziehen.

Man sieht das ja auch sehr gut bei den Aufnahmen der neuen Livescope Geräte, oft schießt der Wels zielgerichtet von unten hinauf und schlägt regelrecht ein am Köder, meistens aber schwimmt er nur herum, steht oft wenige cm vorm Köder, inspiziert ihn manchmal minutenlang, aber nimmt ihn nicht.
Aber finden wird der Wels jeden Köder, auch aus mehreren Metern Entfernung. Selbst tote Köderfische die an rieseigen Wasserflächen ohne jegliche Bewegung abgespannt werden, findet der Wels durch sein Ortung leicht.

Der Wels frisst auch nur wenn er seine Fressphase hat, das haben wir schon sehr oft bemerkt.
An der Alten Donau haben wir viel probiert, den Fischen die oft in großen Rudeln unter den Floßen gestanden sind haben wir die besten Leckereien vorgelegt, direkt zwischen dutzenden Welsen, die Fische waren nicht auf Fressen eingestellt und es gab da nie eine einzige Aktion.

Ebenso einmal im Herbst in einer Buhne. Wir haben die Fische vertikal befischt, wussten sie sind da, haben aber keinen Biss bekommen.
Am Abend die gleiche Stelle nochmal abgefischt und da waren sie voll aktiv - Ergebnis waren 18! Welse.

Ich denke die Fische kommen hoch, aber nehmen einfach nicht, besonders dann wenn sie das Klopfen schon kennen.
Hallo Regus!

Ich stimme dir in all deinen Beobachtungen zu! Den sie spielen sich an der Wasseroberfläche ab! Der Wels hat ein ausgezeichnetes Gehör für Laute und Bewegungen an der Oberfläche.
Auch das Sehvermögen ist nicht so schlecht wie vermutet. Er kann locker gegen das Licht bewegende Gegenstände wahrnehmen.
Ich habe jedoch auch sicher nicht Deine Erfahrung.

Dennoch:
Mein Köder befindet sich jedoch unter Wasser im Dunklen. Warum ich glaube das sie meinen Köder nicht finden erfolgt aus vielen Beobachtungen wo ein Fisch in ausreichder Nähe des Köder war, diesen jedoch nicht nahm weil er ihn nicht bemerkte. Erst bei der nächsten Annäherung die nahe genug war erfolgte ein deutliches sichtbares Bemerken und in Folge dann der Biss. d. h. er hätte auch schon bei der ersten Annäherung gebissen wenn er den Köder wahrgenommen hätte. Dies hab ich oft erlebt. Erlebt hab ich auch, jedoch sehr selten, das der Fisch vom Boden zielgenau zum Blei oder Stein schwamm. Warum genau kann ich nicht sagen.

alles Liebe
Heli

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Re: Was lockt Welse zum Köder??

Beitrag von GvonderRinne » 12.09.2023, 12:12

Hi
Was wäre das Forum, ohne die Kommentare vom Gernot.
Na ja, wer ein Drittel seines Lebens am Wasser verbringt, kann diese Erfahrung schon haben :applaus:
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Re: Was lockt Welse zum Köder??

Beitrag von Zanderheli » 13.09.2023, 09:04

GvonderRinne hat geschrieben:
12.09.2023, 12:12
Hi
Was wäre das Forum, ohne die Kommentare vom Gernot.
STIMMT!!
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Re: Was lockt Welse zum Köder??

Beitrag von Lupus » 14.09.2023, 07:32

Ich weiß nur seit gestern, was sie NICHT anlockt :155:
Mein Tauwurmbündel ca. 50cm unter der Oberfläche trotz Gewitterstimmung. Wie es so finster wurde, und ganz teuflisch still auf einmal und es schon grummelte und zunehmend zum Blitzen anfing, dachte ich auch, JETZT bin ich endlich der "werdende Wallerfischer", aber nee nischewo......als es dann direkt neben mir immer mehr blitzte und krachte und stockdunkel war, traute ich mich nicht mehr weiterfischen.......

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Re: Was lockt Welse zum Köder??

Beitrag von inchiku » 14.09.2023, 08:01

Nicht zu ernst nehmen, aber es passt halt wiedermal sehr gut...

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(da schließe ich mich auch nicht aus!)
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Re: Was lockt Welse zum Köder??

Beitrag von Bienentanz » 14.09.2023, 11:00

Lupus hat geschrieben:
14.09.2023, 07:32
Ich weiß nur seit gestern, was sie NICHT anlockt :155:
Mein Tauwurmbündel ca. 50cm unter der Oberfläche trotz Gewitterstimmung. Wie es so finster wurde, und ganz teuflisch still auf einmal und es schon grummelte und zunehmend zum Blitzen anfing, dachte ich auch, JETZT bin ich endlich der "werdende Wallerfischer", aber nee nischewo......als es dann direkt neben mir immer mehr blitzte und krachte und stockdunkel war, traute ich mich nicht mehr weiterfischen.......
Gut so den mit Carbon Rute oder ähnliches wärst heute in der Zeitung gestanden :155:

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Re: Was lockt Welse zum Köder??

Beitrag von Lupus » 14.09.2023, 11:10

Bienentanz hat geschrieben:
14.09.2023, 11:00



Gut so den mit Carbon Rute oder ähnliches wärst heute in der Zeitung gestanden :155:
Das ist nicht mal Ironie wie Dein Smilie zeigt, sondern das wäre bittere Wahrheit. Naja, die Welt würde sich weiterdrehen...... :lol: :lol: :lol:
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Re: Was lockt Welse zum Köder??

Beitrag von Trickyfisher » 15.09.2023, 09:59

Hi Kollegen
Ich kaper mal diesen Trööt mit einen kleinen Bericht von Gestern. Angefixt durch die anderen Beiträge beschloss ich, auch wieder mal mein Glück auf Waller zu versuchen.
an meinen Gewässer, der Alten Donau, hatte ich mir ein schönes Stück Ufer ausgesucht, das ich mal testen wollte, es zieht sich dort ein dichter Schilf Gürtel entlang mit einer etwa 3m tiefen Kante davor, sah also recht vielversprechend aus.
Bei Sonnenuntergang war ich dann dort, als Köder sollte ein Mix aus Tauwürmern und Hühnerleber dienen, mit einer Schwimmer Montage in 1m Tiefe vor der Schilfkante angeboten.
Eine zweite Rute wurde "auf Verdacht" auf Karpfen ausgelegt, einfach 20m ausgeworfen und ein paar Handvoll Boillies dazu.
An der Wels Rute war dann zwischen 19-22h tatsächlich 4x der Schwimmer weg, zwei Anschläge gingen ins Leere und 2 mal konnte ich einen etwa 50cm langen Waller fangen, der sich den ganzen, faustgroßen Knödel aus Leber und Würmern voll reingewürgt hatte.
20230914_210208.jpg
Als Draufgabe ging dann noch die Karpfenmontage ab, leider konnte sich ein guter Fisch kurz vor dem Kescher wieder befreien.
Zusammengefasst, ein denkwürdiger Abend, ich werde es dort sicher wieder versuchen aber dann mit großen Köderfischen, um größenmäßig etwas zu selektieren.
Zum Köder kann ich sagen, diese Kombi aus Hühnerleber und Tauwürmern ist echt fängig, allerdings ist die Leber sehr weich und es sind daher nur extrem vorsichtige, kurze Würfe möglich, ist aber immer eine gute Alternative, wenn kein Köderfisch zur Verfügung steht.
TL
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Re: Was lockt Welse zum Köder??

Beitrag von Lupus » 15.09.2023, 10:42

Ah, dann muss ich das mit Kombination Tauwürmer und Hühnerleber echt auch mal versuchen. Gerade weil ich auch nur knapp vor dem Ufer beabsichtige, auszulegen. Hoffentlich wirds dann einer von 85+ als "Premiere".
Ich glaube aber, dass ich es erst nächsten Frühjahr so im Mai ausprobieren werde, wenn ich mich im März/April schon bissl mit die Karpfen "ausgetobt" habe. Gegen die Fadesse kann ich ja noch nebenbei ein Schleien-Stoppelzeugl auslegen. Wird sicher Spass machen, auch wenn das Welszeugl vielleicht die meisten Male umsonst drin liegen wird. Aber nie probiert wirds auch nie was werden mit einem Erstfisch-Waller :wink:

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Re: Was lockt Welse zum Köder??

Beitrag von Trickyfisher » 15.09.2023, 11:00

Aufpassen, im Mai hat der Wels, zumindest an der Alten Donau, schon Schonzeit

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Re: Was lockt Welse zum Köder??

Beitrag von regus » 15.09.2023, 11:37

Petri Johannes, man unterschätzt den Tauwurm einfach als Welsköder.

Das Fischen mit Tauwürmern unter der Oberfläche ist unglaublich effektiv.
Ich habe soger mitten im Donaustrom über tiefem Wasser einfach einen Schwimmer mit Tauwurmbündel abtreiben lassen. Da schon sicher 100 Meter draußen waren habe ich den Schwimmer mit dem Fernglas beobachtet und Zack, plötzlich war er weg und ein 170er hing an der Leine.
Seit dem habe ich viele Welse mit Tauwurm gefangen, Leber dazuhängen ist aber eigentlich gar nicht nötig.
Ebenso Kalamari, der hat mir noch nie Fisch gebracht.
5-10 Grundeln allerdings sind sicher genauso gut wie Tauwürmer :up2:
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Re: Was lockt Welse zum Köder??

Beitrag von Trickyfisher » 15.09.2023, 11:52

Hi Gernot, sicher reicht ein Tauwurmbündel, allerdings wird das rutz zuzk abgefressen, daher hänge ich gerne noch was anderes dazu, das die Kleinen nicht abfressen wie zB Leber, Köfi oder auch Kalamarie, hat schon Bisse gebracht
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