Ottensteiner Stausee Katastrophentag

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alleranfangistschwer
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Ottensteiner Stausee Katastrophentag

Beitrag von alleranfangistschwer »

Servus!

Nach der ein oder anderen privaten Gewässererfahrung (und auch ein paar kleinen Fängen) machte ich mich kürzlich auf den Weg zum Ottensteiner Stausee. Mit neu gekaufter Spinnrute und einem Arsenal an Kunstködern jeder erdenklichen Größe/Gewicht/Art, machte ich mich einen ganzen Tag lang ans Ufer. 10km Weg am Wasserrand abgearbeitet, Spitzen, Buchten, Arme, alles. Teilweise durch unwegsames Gestrüpp mit unzähligen Höhenmetern um unberührte und gute Fleckchen zu finden. Auch von Felsen wirklich weit in den Hauptstrom hineingeworfen.

In der Theorie waren es für mich perfekte Bedingungen. Die Morgen- & Abendstunden genutzt. Tiefes Wasser für kühle Temperaturen zu dieser Jahreszeit. Viele Libellen, kleine Rotfedern und Flussbarsche direkt am Ufer. Auch der ein oder andere große Fisch jagte an der Oberfläche.

Das Ergebnis nach rund 14 Stunden Aufenthalt? Nichts außer Sonnenbrand. Kein Fisch, kein Biss, nur 10 mal ins Wasser gehen um den Haken vom Unterholz zu lösen :up2: . Das einzige Highlight war ein tieffliegender Helikopter vom Bundesheer, keine 50m über dem Wasser, der den "Fluss" entlangflog.

Da ich doch recht neu bin nun meine Frage an euch: Woran liegt es? Klar, ein Boot ist dort wohl der way 2 go aber ich denke, es müsste bei diesem Aufwand doch bestimmt auch ohne gehen? Weit genug auswerfen war kein Problem. Selbst die kleinen Rotfedern bissen auf nichts, absolut nichts, um sie vielleicht als Köderfische verwenden hätten zu können.

Grüße
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Bienentanz
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Re: Ottensteiner Stausee Katastrophentag

Beitrag von Bienentanz »

Ottensteiner brauchst schon fast a Boot - sonst ist es wie Lotto ;)
TEMP zu heiß dann beißt es a ned gut
alleranfangistschwer
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Re: Ottensteiner Stausee Katastrophentag

Beitrag von alleranfangistschwer »

Habe sogar mit der Tiefenkarte gearbeitet und konnte dadurch auch die tiefsten Stellen im Revier II beangeln. Vom Ufer aus mit einem weiten Wurf locker erreichbar.

Der einzige Unterschied mit Boot wäre gewesen, dass ich die andere Uferseite noch versuchen hätte können. Aber ob diese 50% mehr theoretische Fläche zum beangeln so einen Unterschied gebracht hätte? Ich muss doch irgendwo etwas übersehen
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Bienentanz
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Re: Ottensteiner Stausee Katastrophentag

Beitrag von Bienentanz »

das ist eben fischen :) manchmal beißt es manchmal nicht!
Fanggarantie gibts selten :welcome:
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korsikaphil
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Re: Ottensteiner Stausee Katastrophentag

Beitrag von korsikaphil »

alleranfangistschwer hat geschrieben: 30.07.2026, 13:06 Habe sogar mit der Tiefenkarte gearbeitet und konnte dadurch auch die tiefsten Stellen im Revier II beangeln. Vom Ufer aus mit einem weiten Wurf locker erreichbar.
Der einzige Unterschied mit Boot wäre gewesen, dass ich die andere Uferseite noch versuchen hätte können. Aber ob diese 50% mehr theoretische Fläche zum beangeln so einen Unterschied gebracht hätte?
Eine möglichst große Fläche abzusuchen ist nicht immer der Schlüssel zum Erfolg.
Wenn die Fische träge sind und sich nur an bestimmten Stellen aufhalten, dann muss der Köder dort möglichst lange verweilen damit sich vielleicht doch ein Fisch erbarmt. Fläche machen bedeutet in so einer Situation: An den Fischen vorbeiangeln.
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alleranfangistschwer
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Re: Ottensteiner Stausee Katastrophentag

Beitrag von alleranfangistschwer »

Was wäre in dem Fall die richtige Vorgehensweise gewesen für mich? Ich will dazulernen

Woher weiß ich "die richtige Stelle wo sie stehen" wenn kein Biss oder sonst etwas kommt aber Aktivität von größeren Raubfischen an der Oberfläche vorhanden ist? Den Köder richtig langsam einholen und mal länger am Grund zu lassen hatte ich auch versucht.
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korsikaphil
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Re: Ottensteiner Stausee Katastrophentag

Beitrag von korsikaphil »

alleranfangistschwer hat geschrieben: 30.07.2026, 16:16 Woher weiß ich "die richtige Stelle wo sie stehen" wenn kein Biss oder sonst etwas kommt aber Aktivität von größeren Raubfischen an der Oberfläche vorhanden ist?
Waren das sicher Raubfische?

Raubende Fische immer anwerfen, eh klar.
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OHKW
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Re: Ottensteiner Stausee Katastrophentag

Beitrag von OHKW »

alleranfangistschwer hat geschrieben: 30.07.2026, 16:16 Ich will dazulernen
Eine der großen Schwierigkeiten für Anfänger im Spinnfischen ist, dass man von Misserfolgen leider wenig lernen kann. D. h. du musst zu ersten Erfolgen kommen und versuchen die zu reproduzieren um was dazu zu lernen. Fisch am Anfang mal eher leicht auf z.B. Barsche oder Aitel, da ist es in der Regel am wahrscheinlichsten mal Fisch zu finden und Bisse zu bekommen. Im Sommer in Seen mit Klarwasser spielt das Licht oft die entscheidende Rolle, Beißphasen sind kurz und Morgens/Abends wenn die Sicht unter Wasser genau richtig für die Raubfische ist. Stellen wo es Brut gibt, tieferes Wasser, Schatten und Struktur in der Nähe ist sind Barschverdächtig. Aitel sind gerne in flachen Bereichen und lieben kleine Oberflächenköder. Wenn du mal ein wenig Gespür für die Köderführung hast, wird es leichter.
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Bienentanz
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Re: Ottensteiner Stausee Katastrophentag

Beitrag von Bienentanz »

Ja auf den youtube videos schaut alles immer easy aus ;) der Nachwuchs macht es genau nach und nix beist!
Das is bissi frustrierend aber hey - dafür gibt es ja einen Lernkurve bei dem Hobby!
Viel Zeit am Wasser verbringen und dieses auch richtig lesen lernen!
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inchiku
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Re: Ottensteiner Stausee Katastrophentag

Beitrag von inchiku »

Ein wenig offtopic:

Dieses Beispiel zeigt für mich wieder einmal, wie schwierig Angeln an einem neuen Gewässer sein kann.

Genau deshalb muss ich immer schmunzeln, wenn im Sommerurlaub an der Adria nach ein oder zwei erfolglosen Angeltouren sofort behauptet wird, das Meer sei leer und tot. Da wird mit der Familie eine Woche Urlaub gemacht, man geht zwei oder dreimal für ein paar Stunden angeln, fängt nichts und schon heißt es, in der Adria gäbe es keine Fische mehr.

Dabei hat der Ottensteiner Stausee vermutlich eine deutlich höhere Dichte an großen Raubfischen als die meisten typischen Urlaubsreviere in Kroatien, egal ob in Istrien oder auf einer Insel wie Krk. Trotzdem kann man dort nach 14 Stunden Angeln, 10 gelaufenen Kilometern und unzähligen Würfen komplett fischlos bleiben. Deshalb behauptet aber niemand, der Ottensteiner sei "tot".

Wenn man an der Adria hingegen dreimal jeweils zwei Stunden bei 35 Grad am Nachmittag angelt, 50 Meter neben einem überfüllten Badestrand steht und seinen Mefo Blinker, Popper und Gummifisch jeweils ein paar Dutzend Würfe durchs Wasser zieht, dann ist für viele plötzlich klar: "Die Adria ist leer, dort lohnt sich Angeln nicht."


Ontopic:
Das kann einfach so laufen und davon darf man sich nicht entmutigen lassen. Ich habe auch lange für meine ersten Fische mit der Spinnrute arbeiten müssen, zumindest an stehenden Gewässern.

An Forellenflüssen geht das im Normalfall deutlich schneller. Das hilft einem für Barsch, Hecht und vor allem Zander aber nur bedingt weiter. Das Spinnfischen auf diese ist dort einfach eine ganz andere Hausnummer, als einen Spinner in einem 30 Zentimeter tiefen Fluss anzubieten, in dem die Forellenstandplätze meist ziemlich eindeutig sind.

Einfach dranbleiben, viele Videos zur Köderführung und Gewässerlesen auf YouTube anschauen und vor allem möglichst viel Zeit am Wasser verbringen. Dann kommen die ersten Fische ganz sicher.

Ich habe nur den Lesefluss verbessert und "Gewässerlesen" ergänzt, weil das neben der Köderführung einer der größten Faktoren für Einsteiger ist.
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korsikaphil
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Re: Ottensteiner Stausee Katastrophentag

Beitrag von korsikaphil »

inchiku hat geschrieben: 31.07.2026, 09:22 An Forellenflüssen geht das im Normalfall deutlich schneller. Das hilft einem für Barsch, Hecht und vor allem Zander aber nur bedingt weiter. Das Spinnfischen auf diese ist dort einfach eine ganz andere Hausnummer, als einen Spinner in einem 30 Zentimeter tiefen Fluss anzubieten, in dem die Forellenstandplätze meist ziemlich eindeutig sind.
Deshalb versteh ich auch nicht, warum sich alle Anfänger gleich auf das Raubfischen stürzen.

Spinnfischen als Einstieg in das Angeln würde ich tatsächlich nur Kindern empfehlen. Die bunten Köder, das Auswerfen, die ständige Bewegung - das alles spricht Kinder mehr an als still zu sitzen und zu warten.

Einem Erwachsenen würde ich für die ersten Versuche aber immer das Grundangeln auf Friedfische empfehlen. Da sind schnell die ersten Fische im Kecher. Denn seit der Erfindung des Methodfeeders ist das dermaßen watscheneinfach geworden, dass man schon von unsportlichem Verhalten sprechen könnte.

Wenn man das Grundangeln richtig angeht und vor dem ersten Wurf ordentlich auslotet, lernt man viel über die Gewässerbeschaffenheit. Dieses Wissen hilft dann später beim Raubfischen enorm weiter.
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inchiku
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Re: Ottensteiner Stausee Katastrophentag

Beitrag von inchiku »

korsikaphil hat geschrieben: 31.07.2026, 11:11
Deshalb versteh ich auch nicht, warum sich alle Anfänger gleich auf das Raubfischen stürzen.

Ich glaube, dass daran die sozialen Medien und auch YouTube schuld sind.

Über Generationen hinweg gab es meistens einen natürlichen Weg, wie jemand zum Angeln gekommen ist. Natürlich gab es auch hier Ausnahmen, aber der normale Angelweg war, dass man jemanden Älteren hatte, der einem das Angeln beigebracht hat. Dann hat man mit dem typischen Stippen angefangen oder zumindest mit dem Angeln mit der Pose auf Weißfische. Danach kamen oft Karpfen hinzu, später irgendwann Raubfische auf Köderfisch und am Ende dann die Königsdisziplin, das Spinnfischen (Fliegenfischen mal außen vor).

Heute starten viele Menschen auch ohne einen Angler in der Familie oder im Freundeskreis, nicht weil sie unbedingt Fisch essen wollen, sondern weil sie ein Hobby suchen. Dann schauen sie natürlich, was möglich ist, und sind viel schneller vom Jiggen auf schöne Zander begeistert, als vom Angeln mit einer 2 g Pose auf 20 cm kleine Fische. Also beginnen sie direkt mit dem, was sie im Internet sehen.

Einen Zander zu fangen war damals in den 90ern, als ich als Teenager bei uns im Verein geangelt habe, die absolute Meisterdisziplin. Man hatte davor richtig Respekt und hat nicht einfach mal eben gesagt: „Ich probiere jetzt Zanderangeln.“ Heute hat sich das komplett verschoben.

Teilweise ist diese Entwicklung gut, teilweise aber auch schlecht. Wenn mir ein Neuling von seinen schönen Zandern erzählt, dann aber noch nie ein Rotauge, eine Schleie oder andere typische Friedfische gefangen hat, bemitleide ich ihn fast ein wenig. Auch deshalb, weil heute viele extrem technikbegeistert sind, statt einfach angeln zu gehen und die ganze Vielfalt des Hobbys zu erleben.

Ich kenne genug Angler, die ausschließlich Spinnfischen und Fische, die auf Naturköder gefangen wurden, mit der Einstellung abtun: „Das zählt nicht wirklich.“ Dabei gehört genau das alles zum Angeln dazu. Der Weg, die Erfahrungen und das Verständnis für die unterschiedlichen Arten machen das Hobby erst wirklich interessant. Ich bin in allererster Linie Angler, und dann erst ein Technikgeiler. Aber selbst wenn ich total in einem Thema drinnen bin, schaue ich immer mal wieder auch zu alten Techniken und Fischarten zurück.
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Re: Ottensteiner Stausee Katastrophentag

Beitrag von korsikaphil »

inchiku hat geschrieben: 31.07.2026, 11:24
korsikaphil hat geschrieben: 31.07.2026, 11:11
Deshalb versteh ich auch nicht, warum sich alle Anfänger gleich auf das Raubfischen stürzen.
Heute starten viele Menschen auch ohne einen Angler in der Familie oder im Freundeskreis, nicht weil sie unbedingt Fisch essen wollen, sondern weil sie ein Hobby suchen. Dann schauen sie natürlich, was möglich ist, und sind viel schneller vom Jiggen auf schöne Zander begeistert, als vom Angeln mit einer 2 g Pose auf 20 cm kleine Fische. Also beginnen sie direkt mit dem, was sie im Internet sehen. (...) Wenn mir ein Neuling von seinen schönen Zandern erzählt, dann aber noch nie ein Rotauge, eine Schleie oder andere typische Friedfische gefangen hat, bemitleide ich ihn fast ein wenig.
Völlig zurecht :prost:

Wenn der Neuling wüsste, wie häufig man bei dieser Angelei am Drillen ist (richtige Platzwahl und ein gewisses Können vorausgesetzt), dann würde er dein Mitleid vermutlich verstehen.

Aber manche holen sich halt lieber einen Sonnenbrand wenn sie ihre Spinnköder auf Gut Glück durchs Wasser ziehen, anstatt unterm Sonnenschirm zu sitzen und kampfstarke Karpfen zu drillen :wink:
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Re: Ottensteiner Stausee Katastrophentag

Beitrag von korsikaphil »

Bienentanz hat geschrieben: 30.07.2026, 12:56 Ottensteiner brauchst schon fast a Boot - sonst ist es wie Lotto ;)
Bist du da manchmal?
Ich kannte den gar nicht und hab mir den grad auf YT angeschaut.
Geleck, der schaut voi genial aus :D Im Herbst bestimmt ein Traum.
Ohne Boot würd ich da nicht angreifen. Kumpel mitnehmen und Bootsmiete teilen 8)

edit

Doch, den See kannte ich. Allerdings unter anderem Namen: "Kamp-See".
Da war ich mit meinem Papa auf Männerurlaub, noch als Zwergerl, Ende der 80er oder Anfang 90er Jahre.
Mit der knallgelben "Forelle" von Semperit - Made in Austria - waren wir damals unterwegs :up2:
An die Burgruine und die schroffen Felsen des Kampsees kann ich mich noch gut erinnern.

Erinnert sich noch jmd. an die Semperit-"Forelle"? Super Urlaubsboote waren das... :D

Das war die &quot;Forelle&quot; - Vorläufer der modernen Grabner-Boote<br />www.grabner.com
Das war die "Forelle" - Vorläufer der modernen Grabner-Boote
www.grabner.com
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Re: Ottensteiner Stausee Katastrophentag

Beitrag von alleranfangistschwer »

korsikaphil hat geschrieben: 31.07.2026, 11:11
inchiku hat geschrieben: 31.07.2026, 09:22 An Forellenflüssen geht das im Normalfall deutlich schneller. Das hilft einem für Barsch, Hecht und vor allem Zander aber nur bedingt weiter. Das Spinnfischen auf diese ist dort einfach eine ganz andere Hausnummer, als einen Spinner in einem 30 Zentimeter tiefen Fluss anzubieten, in dem die Forellenstandplätze meist ziemlich eindeutig sind.
Deshalb versteh ich auch nicht, warum sich alle Anfänger gleich auf das Raubfischen stürzen.

Spinnfischen als Einstieg in das Angeln würde ich tatsächlich nur Kindern empfehlen. Die bunten Köder, das Auswerfen, die ständige Bewegung - das alles spricht Kinder mehr an als still zu sitzen und zu warten.

Einem Erwachsenen würde ich für die ersten Versuche aber immer das Grundangeln auf Friedfische empfehlen. Da sind schnell die ersten Fische im Kecher. Denn seit der Erfindung des Methodfeeders ist das dermaßen watscheneinfach geworden, dass man schon von unsportlichem Verhalten sprechen könnte.

Wenn man das Grundangeln richtig angeht und vor dem ersten Wurf ordentlich auslotet, lernt man viel über die Gewässerbeschaffenheit. Dieses Wissen hilft dann später beim Raubfischen enorm weiter.
Friedfisch angeln habe ich angefangen und dabei auch schon den ein oder anderen Fisch rausgeholt. Warum jetzzt Raubfisch? Ich will den Fisch am Ende natürlich auch entnehmen und in der Küche kann ein Karpfen (meiner Meinung nach) einfach nicht mit einem schönen Zander oder Barsch mithalten. Also völlig unerfahren bin ich dann doch nicht
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