Mit Teig auf Karpfen (Oldschool)

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korsikaphil
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Re: Mit Teig auf Karpfen (Oldschool)

Beitrag von korsikaphil »

Lupus hat geschrieben: 26.09.2026, 23:25 Und Beifische ? So Gott Will. Ich taete mich SOOO auch mal ueber einen Trupp grosse Brassen freuen, aber sie sind in unserer Lobau so selten geworden, frueher der haeufigste Fisch. Heute sind als Cypriniden außer Karpfen und ein paar Schleien nur mehr Rotfedern zu finden. Die fangst noch und noch beim Koederl fangen, aber keine Rotaugen, keine Guester. Und beim Wagglerfischen hast keine Brachsen mehr.

Deshalb ist es bei mir auch umgekehrt. Ich fang nix artenreiches mehr, und andere wollen nur dass der karpfen anbeist.
Na des freut mich dass es wenigstens ned nur mir so geht :prost:

Ich hab oft echt Schwierigkeiten, ein brauchbares Rotaug als Köderfisch zu derwischen.

Früher, da hast ein paar Meter vorm Ufer einen Futterballen eingeworfen und deine Schwimmermontage mit zwei Maden hinterher - und Zack, hast das erste Köderfischerl dran gehabt.
Heute fang ich in meinen Baggerseen vor allem gut abgewachsene bis kapitale Rotfedern, oder halt eben einen Karpf. Ein Rotaug auf Ansage zu fangen ist dagegen schon fast eine Kunst :cry:
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Lupus
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Re: Mit Teig auf Karpfen (Oldschool)

Beitrag von Lupus »

korsikaphil hat geschrieben: 27.09.2026, 14:35
Ich hab oft echt Schwierigkeiten, ein brauchbares Rotaug als Köderfisch zu derwischen.
Früher, da hast ein paar Meter vorm Ufer einen Futterballen eingeworfen und deine Schwimmermontage mit zwei Maden hinterher - und Zack, hast das erste Köderfischerl dran gehabt.
Heute fang ich in meinen Baggerseen vor allem gut abgewachsene bis kapitale Rotfedern, oder halt eben einen Karpf. Ein Rotaug auf Ansage zu fangen ist dagegen schon fast eine Kunst :cry:
Okay, wegen Köderln hab ich kein Problem. Rotfedern in Köderlgröße fange ich noch und noch. Die gehen sofort, auch ohne Futterballen, solange es warm ist und sie an der Oberfläche sind.

Aber wenn es kalt wird, dann auch bissl Bröselfutter, und Made tiefer gestellt.

Es ist ´halt, es gibt an Weißfisch praktisch nur die Rotfedern.
Vom Aspekt Köderl ist es ja wurscht. Denn dem Hechten oder Zander ist es wurscht, ob ein Rotäugel oder eine Rotfeder dranhängt. Was ich früher beim Hechtenfischen mit Stoppel oder Segelpose sehr mochte, war eine tote Güster. Die sind schön breit und silbrig und ideal für Hechten.

Aber auch tiefergestellt oder ohne Stoppel, wurde sie von Aal und Zander gerne genommen. Aber wie gesagt, die Rotfeder reicht eh.

Und ich muss erst diesen Herbst mal wieder in das Ansitzangeln auf Rauber reinkommen. Nach 20 Jahren, wo ich die Rauber aus Prinzip nur beim blinkerln fing.

Aber die Saukälte in die Händ, wenn es dann wirklich unangenehm wird, da tu ich mir das mit den eisigen Fingern nicht mehr an. Dicke Polarfäustlinge und warm verpackt sitzen, da wird dir nicht kalt. Und so viel herumfummeln wie beim Blinkern mim dauernden werfen und den Spinnköder wechseln ists auch nicht.
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Polsi
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Re: Mit Teig auf Karpfen (Oldschool)

Beitrag von Polsi »

Sixpack hat geschrieben: 25.09.2026, 16:37 Auch in einen "Haushaltsteig" lassen sich viele Proteinquellen einbauen -z.B. Eier, Sardinen oder Thunfisch aus der Dose, Streichwurst, Käse, etc., etc.
Stimmt natürlich, Dosenfisch ist sowieso unschlagbar!
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Floppy_Wolfsberg
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Re: Mit Teig auf Karpfen (Oldschool)

Beitrag von Floppy_Wolfsberg »

Lupus hat geschrieben: 26.09.2026, 23:25
Sixpack hat geschrieben: 25.09.2026, 16:37 Auch in einen "Haushaltsteig" lassen sich viele Proteinquellen einbauen -z.B. Eier, Sardinen oder Thunfisch aus der Dose, Streichwurst, Käse, etc., etc.
Sorry. Aber ich habe das mit den Proteinen nie so ganz verstanden bei der Karpfenfischerei.
Wahrscheinlich ist es fuer die selective Boiliefischerei das um und auf. Ich werde es nicht erfahren. Und ich kann die Karpfen nicht fragen.

Ganz einfach erklärt kann man dazu sagen das viele Tiere aus Instinkt sich Nahrung suchen und sich zuführen je nach dem was sie aus Bedarf benötigen , so etwa auch Rinder die am Leckstein lecken wenn sie mehr Mineralien benötigen als sie durch die Nahrung bekommen . Der Fisch "riecht" nicht den Wurm sondern Eiweiß.
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Re: Mit Teig auf Karpfen (Oldschool)

Beitrag von Polsi »

Floppy_Wolfsberg hat geschrieben: 28.09.2026, 12:02 Ganz einfach erklärt kann man dazu sagen das viele Tiere aus Instinkt sich Nahrung suchen und sich zuführen je nach dem was sie aus Bedarf benötigen , so etwa auch Rinder die am Leckstein lecken wenn sie mehr Mineralien benötigen als sie durch die Nahrung bekommen . Der Fisch "riecht" nicht den Wurm sondern Eiweiß.
Genau... ergänzend dazu besteht die Naturnahrung eines Karpfens größtenteils aus tierischen Bestandteilen. Pflanzliches macht nur einen geringen Anteil aus.
ideal für einen Karpfenköder ist ein hoher Proteingehalt in Kombination mit einer hohen Löslichkeit, was Teig in puncto Attraktivität unschlagbar macht.
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Re: Mit Teig auf Karpfen (Oldschool)

Beitrag von Sixpack »

Die Löslichkeit hängt aber auch sehr oft von der Wassertemperatur ab.
Köder mit Fetten/Ölen funktionieren bei kalten Wassertemperaturen eher suboptimal bis gar nicht -egal wie viel Protein enthalten ist.
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korsikaphil
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Re: Mit Teig auf Karpfen (Oldschool)

Beitrag von korsikaphil »

Polsi hat geschrieben: 29.09.2026, 10:20
Floppy_Wolfsberg hat geschrieben: 28.09.2026, 12:02 Der Fisch "riecht" nicht den Wurm sondern Eiweiß.
Genau... ergänzend dazu besteht die Naturnahrung eines Karpfens größtenteils aus tierischen Bestandteilen. Pflanzliches macht nur einen geringen Anteil aus. ideal für einen Karpfenköder ist ein hoher Proteingehalt in Kombination mit einer hohen Löslichkeit, was Teig in puncto Attraktivität unschlagbar macht.
Ist es bekannt ob es einen Unterschied macht ob es sich um tierísches oder pflanzliches Protein handelt?

Hatte Chorche etwa doch recht mit seinem Käse....? :mrgreen:

:danke:
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Re: Mit Teig auf Karpfen (Oldschool)

Beitrag von Polsi »

Sixpack hat geschrieben: 29.09.2026, 11:07 Die Löslichkeit hängt aber auch sehr oft von der Wassertemperatur ab.
Köder mit Fetten/Ölen funktionieren bei kalten Wassertemperaturen eher suboptimal bis gar nicht -egal wie viel Protein enthalten ist.
DAS ist allerdings ein Thema, bei dem ich wirklich total unschlüssig bin. Bisher hat mir noch NIEMAND schlüssig erklären, können, ob Fische denn überhaupt Fette/Öle wahrnehmen können und wie das unter Wasser funktionieren soll. Ich habe den Verdacht, dass Öle nämlich tatsächlich komplett wirkungslos bzw. eben sogar kontraproduktiv sind.
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Re: Mit Teig auf Karpfen (Oldschool)

Beitrag von Polsi »

korsikaphil hat geschrieben: 29.09.2026, 11:26
Ist es bekannt ob es einen Unterschied macht ob es sich um tierísches oder pflanzliches Protein handelt?

Hatte Chorche etwa doch recht mit seinem Käse....? :mrgreen:

:danke:
Kann ich nicht genau sagen, allerdings weiß man ja, dass Fermentationsprodukte extrem fängig sind, und Käse ist ja nichts anderes.
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Re: Mit Teig auf Karpfen (Oldschool)

Beitrag von Sixpack »

korsikaphil hat geschrieben: 29.09.2026, 11:26
Polsi hat geschrieben: 29.09.2026, 10:20
Floppy_Wolfsberg hat geschrieben: 28.09.2026, 12:02 Der Fisch "riecht" nicht den Wurm sondern Eiweiß.
Genau... ergänzend dazu besteht die Naturnahrung eines Karpfens größtenteils aus tierischen Bestandteilen. Pflanzliches macht nur einen geringen Anteil aus. ideal für einen Karpfenköder ist ein hoher Proteingehalt in Kombination mit einer hohen Löslichkeit, was Teig in puncto Attraktivität unschlagbar macht.
Ist es bekannt ob es einen Unterschied macht ob es sich um tierísches oder pflanzliches Protein handelt?

Hatte Chorche etwa doch recht mit seinem Käse....? :mrgreen:

:danke:
Ich z.B. verwende Käse im Teig auf Barben -die Teigkugeln auf Basis Eier und Gries werden kurz gedämpft und sind damit auch fürs Haar geeignet.
Es ist nur die äußere Haut der Kugel gummiartig, und der Köder arbeitet trotzdem sehr gut.
Auch Barben stehen auf Protein.
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korsikaphil
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Re: Mit Teig auf Karpfen (Oldschool)

Beitrag von korsikaphil »

Damals, an der Salzach, haben viele mit Scheiblettenkäse auf die Satzforellen gefischt. Dann kam das Powerbait in Mode, aber ganz verschwunden ist der Käse nicht. Ich kann mich noch erinnern dass ich damit auch passiv auf Grund gefangen haben.

Vielleicht probier ich das mal wieder aus mit den Scheiblettenkäse. Oldschool wär's auf jeden Fall... :)
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Re: Mit Teig auf Karpfen (Oldschool)

Beitrag von Lupus »

Das erinnert mich, als das New School Carp Hunting gerade erst anfing.

Die Gerätehändler waren natürlich auch darauf aus, diese neuen Kugeln und das neue Equipment zu verkaufen.

Da dies bei mir abblitzte (die New School Fischer mögen mir verzeihen), weil ich irgendwie die Kombination von schwerem Gewicht und feinem Herumtüfteln mit Rigs nicht mochte oder mag, redeten sie gebetsmühlenartig auf mich ein:

"Es werden alle nur mehr mit Boilies anfüttern, die Karpfen gehen automatisch auf die proteinreichere Nahrung.
Sie werden NICHTS MEHR FANGEN mit old school fishing, weil die Karpfen sich umstellen.
Sie werden schon sehen........"

Irgendwie klang das wie wenn schlechte Versicherungskeiler einem das Schwarze vormalen, wenn man nicht diese und jene Versicherung abschließt :lol:

Okay, mag alles stimmen, und okay, suchen die Fische nach proteinreicherer Nahrung als das, was ich MIR SELBST (als Veganer) und MEINEN FISCHEN anbiete.

Aber scheinbar gibt es doch noch viele deppate Fische, oder sie haben wieder schlechte Erfahrungen mit den Kugeln oder Pellets oder dem Hundsfutter gemacht, und wenn ich meine Kartoffel-Haferflockenpampe einwerfe, gibts bald wilde Blaserln, die stürtzen sich drauf, und schon habe ich einen "Run" auf die unbeschwert angebotene gekochte Kartoffel oder den Polentaknödel......

Vielleicht fange ich nicht so selektiv wie die New Schooler, aber etliche Zweisteller pro Jahr zusätzlich zu den ebenfalls gezielt genommenen Durchschittsfischen für alle meine weiblichen Fans aus der rumänischen Community machen mich zufrieden.
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Re: Mit Teig auf Karpfen (Oldschool)

Beitrag von doubleH »

Lupus hat geschrieben: 26.09.2026, 23:25 Sorry. Aber ich habe das mit den Proteinen nie so ganz verstanden bei der Karpfenfischerei.
Wahrscheinlich ist es fuer die selective Boiliefischerei das um und auf. Ich werde es nicht erfahren. Und ich kann die Karpfen nicht fragen.

Grüß dich!

Proteine = Eiweiß sind, kurz gesagt, die Basis aller Lebensvorgänge -> ohne Proteine kein Wachstum, ergo kein Leben!
(lange Ausführungen spare ich mir). Füttere mal Fische über einen längerne Zeitraum z.B. nur mit Mais (wie es Chorche
mal behauptet hat); die werden dann weder wachsen, geschweige denn lange überleben. Proteine gibt es in pflanzlicher
(z.B. in Hülsenfrüchten, Soja, Nüssen oder Haferflocken) und tierischer Form.

Industriell betrachtet sind Boilies und Co die wichtigste Futterquelle in der Friedfischangelei, und der Kunde wird
mit Schlagwörtern wie "High Protein", "Amino", "High Nutrition" u.v.m. geködert. In den letzten Jahren wurden auch Kohlehydrat Boilies
gehypt. Die Diskussionen z.B. an den Messeständen sind ganz großes Kino, besser als so manches Kabarett :lol:
Du wirst in jedem Boilie, in jedem Pellet, in jedem Teig eine Kombination aus Proteinen, Kohlehydraten und Fetten finden, Fakt!

Beispiel Polentateig:
Maisgrieß besteht hauptsächlich aus Kohlehydraten, dazu wenig Eiweiß und Fett. So, jetzt gibt man Eier für den Teig dazu,
und es ergibt sich ein völlig anderes Bild. Eier sich sehr proteinreich und fett, während Kohlehydrate nur in Spuren vorkommen.
Alles klar :)

Der Karpfen (und andere Friedfische) ernährt sich in freier Natur weder von Mais, Getreide, Tigernüssen und Co, sondern hauptsächlich
von Kleinlebewesen wie Larven, Krebsen, Muscheln, Würmen und auch von kleinen Fischen. Was haben alle diese Lebewesen gemein?
Richtig, sie sind reich an tierischen Protein und Fetten! Beides braucht der Fisch für sein Wachstum und sein Überleben, womit wir
wieder beim ersten Satz meines Posts angekommen sind.

Liebe Grüße
Helmut
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Re: Mit Teig auf Karpfen (Oldschool)

Beitrag von Polsi »

Sixpack hat geschrieben: 29.09.2026, 14:42
Ich z.B. verwende Käse im Teig auf Barben -die Teigkugeln auf Basis Eier und Gries werden kurz gedämpft und sind damit auch fürs Haar geeignet.
Es ist nur die äußere Haut der Kugel gummiartig, und der Köder arbeitet trotzdem sehr gut.
Auch Barben stehen auf Protein.
Also de facto Boilies? :P
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Sixpack
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Re: Mit Teig auf Karpfen (Oldschool)

Beitrag von Sixpack »

Polsi hat geschrieben: 30.09.2026, 08:12
Sixpack hat geschrieben: 29.09.2026, 14:42
Ich z.B. verwende Käse im Teig auf Barben -die Teigkugeln auf Basis Eier und Gries werden kurz gedämpft und sind damit auch fürs Haar geeignet.
Es ist nur die äußere Haut der Kugel gummiartig, und der Köder arbeitet trotzdem sehr gut.
Auch Barben stehen auf Protein.
Also de facto Boilies? :P
Jaein -es ist ja nur die äußere Haut etwas härter, ich würde es als zäh/gummiartig beschreiben.
Die Haltbarkeit reicht natürlich niemals an Boilies heran, was bei Kurzansitzen von 6-8 Std aber irrelevant ist, zumal man in der Strömung ohnehin immer in Wurfentfernung von 10-30 Metern fischt. Ich wechsle den Köder mindestens 1x/30 Minuten.
Falls das Argument aufkommt, dass man ja dann gleich mit Käse fischen könnte -der wird bei entsprechender Temperatur zu weich, und löst sich auch schneller vom Haar. (und ich habe wirklich einige Sorten durchprobiert)
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