Donaukanal Fangthread

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Donaukanal Fangthread

Beitrag von Alvey » 10.10.2022, 14:42

Hallo zusammen,

aus aktuellem Anlass eröffne ich mal einen Donaukanal-Thread, in dem ich euch (hoffentlich) immer wieder von meinen Fängen berichten kann. Gerne sind natürlich auch die anderen Kanalfischer eingeladen, ihre Erlebnisse zum Besten zu geben :D

Eigentlich wollte ich die vergangenen Wochen ja vermehrt zum Spinnfischen nutzen und endlich den Räubern auf den Zahn fühlen, doch verspäteter Urlaubsstress und seit Oktober auch wieder der Unialltag ließen mir kaum Zeit, das Unterfangen ernsthaft anzugehen.

Am Wochenende war es dann aber soweit, schnell den Wasserstand geprüft - zwar rückläufig vom starken Anstieg letzte Woche, aber immer noch hoch und eine kaffeebraune Brühe... Nach kurzer Überlegung griff ich lieber zu den Feederruten, schließlich war es einer dieser letzten warmen Oktobertage und ich wollte wenigstens in Ruhe Sonne tanken, wenn schon sonst nichts gehen würde.
Es ging diesmal zu einem für mich neuen Platz, eine gerade Fließstrecke ohne große Struktur, dafür mit einer hohen und sehr lockeren Steinpackung. Hier alleine ohne festen Stand einen großen Fisch zu landen und zu versorgen würde jedenfalls kein leichtes Unterfangen werden, aber darüber machte ich mir vorab keine großen Gedanken.

Die Strömung war wirklich heftig an diesem Tag. Ich montierte ein 150er Sargblei mit einem Würfel Knackwurst, das mir aber binnen Sekunden an die Steinpackung gespült wurde. Shit, das begann nicht sehr vielversprechend. Aber jetzt nochmal alles zusammenpacken und ruhigere Bereiche suchen? - Nein, zumindest probieren wollte ich es hier schon.

Ich baute die zweite Rute zusammen, die ich mit einem schweren Futterkorb und Maden bestückte. Just in dem Moment, als ich diese ebenfalls auswerfen wollte, bekam ich auf die Knackwurst einen kräftigen Biss! Der Drill begann, kräftiger Widerstand und schwere Kopfstöße am anderen Ende der Schnur, doch plötzlich nahm der Druck ab. Ich kurbelte ein, hatte ich den Fisch etwa verloren? - Nein, da hängt noch was! Etwa 5m vor den Füßen kam wieder Leben in den Fisch: Schwer wie ein Stein stand er nun am Grund und ich brachte ihn einfach nicht an die Oberfläche. Mit meinem 30er-Vorfach war ich zwar nicht extrem fein aufgestellt, aber in Kombination mit der starken Strömung verlangte der Drill mir und dem Gerät alles ab.
Nach trägem minutenlangem Kampf zeigte sich schließlich erstmals eine helle Flanke unter der Wasseroberfläche, und was für eine! Zum Vorschein kam die mit Abstand größte Barbe, die ich je gesehen hatte. Mit entsprechend weichen Knien drillte ich den Fisch noch einige Minuten, ehe ich ihn schließlich unter einem lauten Jubelschrei keschern konnte.

Da lag die Barbe nun vor mir, dick wie ein Wildkarpfen, perfekt in der Oberlippe gehakt. Ich suchte mir eine einigermaßen brauchbare Fläche zum Messen und Fotografieren, dann ging es für den Fang auch schon wieder zurück ins kalte Wasser.

Glatte 80! - Ich hatte soeben meinen bisherigen Barbenrekord pulverisiert. Dankbar für dieses Erlebnis und hochzufrieden fischte ich noch zwei Stunden weiter, doch dieser Tag konnte nicht mehr besser werden. Außer einer 45er-Barbe fing ich dann auch nichts mehr. Glücklich trat ich mit Sonnenuntergang meine Heimreise an.

Bitte entschuldigt an dieser Stelle das sehr provisorische "Beweisfoto". Viele andere Forianer hier können das wesentlich besser, für mich ging aber das Wohl des Fisches vor.

Ich hoffe, euch hat die Geschichte gefallen und ihr nutzt den Herbst ebenfalls noch für ein paar schöne Angeltage.

In diesem Sinne liebe Grüße und Petri Heil,
Alvey
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Re: Donaukanal Fangthread

Beitrag von Sixpack » 10.10.2022, 17:52

Sehr schöner Bericht! Dickes Petri zu dieser Ausnahmebarbe -80+ fängt man nicht jeden Tag!
My biggest worry is that my wife (when I’m dead) will sell my fishing gear for what I said I paid for it!

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Re: Donaukanal Fangthread

Beitrag von Lupus » 11.10.2022, 08:34

Na das ist ja ein sensationeller Fang. Ich wußte noch nicht mal, dass Barben sooo groß werden.
Aber das Größte daran ist, dass Du sie an so einem schwierigen Platz und ganz ohne vorherige Vorbereitung fangen konntest und einfach Sargblei und Knackwürschtl wie seinerzeit in meiner Jugend.
Ich kenne diese sehr schnellen Strecken mit Steinpackung, ist das im Bereich so vom 20. Bezirk und so ?
Ich bin sehr froh, dass Du diesen Thread eröffnet hast, denn der Donaukanal war mein erstes VÖAFV - Revier. Eine harte Schule damals, nicht nur fischereitechnisch sondern auch "soziologisch", als 14jähriger Bub aus dem "noblen Hietzing" bist Du da gleich zweifach ein "Outlaw": Im eigenen Bezirk, weil die Hietzinger wohl nur "Forelle blau" am Freitagsmahlzeit - Tisch kannten, und am "Kanäu" als Fremdkörper, wahrscheinlich "in Watte eingepackter Schnöselsprößling" angesichts der dortigen sonstigen Jungfischer. Die Altfischer waren da schon etwas konzilianter und gaben mal auch Tipps.....

Heute glaube ich ist es etwas anders. In den früher bevorzugten Stellen wie den Spundwänden beim "Blauen Haus", was jetzt irgendein Restaurant ist, und den ganzen Bars dort und ziemlich viel Bobo-Publikum ist es gesellschaftsfähiger geworden. Als ich dort fischte, gab es keine freizeitliche Nutzung und wer konnte, mied den Abstieg vom Franz Josefs-Kai zu der brauen stinkenden Kloake und den Ratzen.....aber Fische waren in Unmengen.....
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Re: Donaukanal Fangthread

Beitrag von rob gone fishing » 11.10.2022, 08:59

super bericht, danke dafür!
petri zur magischen 80iger, ein super fisch. ich fing vor 3 wochen meine bisher größte mit 79cm, auf käsekrainer... sixpack meinte, knapp daneben ist auch vorbei. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

lg rob

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Re: Donaukanal Fangthread

Beitrag von GvonderRinne » 11.10.2022, 14:34

Hi
Wunderschöner gesunder Fisch.
Ja ja, solche wollen wir.
Ich sollte auch wieder Barbenfischen gehen.

"bekam ich auf die Knackwurst einen kräftigen Biß" :mrgreen:

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Re: Donaukanal Fangthread

Beitrag von Alvey » 12.10.2022, 08:35

Guten Morgen,

Petri Dank für die ganzen Glückwünsche! Freut mich sehr, dass der Bericht Anklang findet.

@Lupus: Du hast ganz recht, die Stelle liegt im 20. Bezirk. Solche Abschnitte findet man aber in vielen Bereichen, für einen Kanal-Neuling nicht gerade einfach, sich da zu entscheiden. Oft sind diese Stellen auch sehr hängerträchtig. Aber es gilt halt wie immer, nur wer probiert, gewinnt - oder verliert kiloweise Blei :wink:
Deine Erzählungen von früher lese ich immer sehr gern. Ich für meinen Teil kenne nur den "Ist-Zustand", aber ich entstamme ja auch einer ganz anderen Generation. Die vielen Ratten gibt's aber immer noch :D

@Rob: Dir nachträglich auch ein kräftiges Petri Heil! Der eine cm macht das Kraut auch nicht mehr fett...

Ich bin jedenfalls gespannt, ob sich bei den kälter werdenden Verhältnissen noch die eine oder andere Barbe fangen lässt. Bislang habe ich mich bei der Angelei immer auf die Sommermonate konzentriert, aber wenns die nächsten Wochen auch noch laufen sollte, sag ich natürlich nicht nein. Ansonsten wende ich mich dann den Räubern zu.
Wenn sich was tut, werde ich natürlich berichten.

Beste Grüße,
Alvey
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Re: Donaukanal Fangthread

Beitrag von GvonderRinne » 12.10.2022, 21:28

Hi
Einfach probieren. In meinem Donaurevier beißen die Barben auch noch an sonnigen Dezembertagen. Allerdings nur auf Schotterbänken, welche direkt an die tiefe Schifffahrtsrinne angrenzen. Knackwurst ist einfach unschlagbar.
Wenn ich spinnfischen gehe, habe ich oft eine Schachtel mit Tauwürmern, 80Gr. Karpfenblei und Knackwurstwürfeln dabei. Bringt manchmal Wels, Stromkarpfen und Barben.

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Re: Donaukanal Fangthread

Beitrag von Lupus » 14.10.2022, 07:54

Ja, ich habe auch schon an milderen Dezembertagen noch Barben gefangen. Aber von den Weißfischen geht im Dezember am besten der Döbel.

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Re: Donaukanal Fangthread

Beitrag von Alvey » 14.10.2022, 10:11

Danke für die Rückmeldungen.
GvonderRinne hat geschrieben:
12.10.2022, 21:28
Hi
Einfach probieren. In meinem Donaurevier beißen die Barben auch noch an sonnigen Dezembertagen. Allerdings nur auf Schotterbänken, welche direkt an die tiefe Schifffahrtsrinne angrenzen. Knackwurst ist einfach unschlagbar.
Wenn ich spinnfischen gehe, habe ich oft eine Schachtel mit Tauwürmern, 80Gr. Karpfenblei und Knackwurstwürfeln dabei. Bringt manchmal Wels, Stromkarpfen und Barben.
Ja, ich denke auch, dass da noch was zu holen ist. Der Kanal ist halt recht eintönig und überall ähnlich tief, was es in der kalten Jahreszeit sicher nicht einfacher macht.
Interessanterweise habe ich die Erfahrung gemacht, dass Tauwürmer tatsächlich kein besonders guter Barbenköder sind, die Bissfrequenz lag bei mir immer deutlich unter jener von Maden oder Knackwurst. Woran das liegt, weiß ich nicht.

Liebe Grüße,
Alvey

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Re: Donaukanal Fangthread

Beitrag von Lupus » 14.10.2022, 10:16

Ich habe auch in meiner Laufbahn erst einmal eine Barbe auf Wurm (Lettenwurm) gefangen, und die war klein.
Sonst eben Made oder auch Scheibe von Debrezener Wurst. Kannst mal als Abwechslung zur Knacker probieren.

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Re: Donaukanal Fangthread

Beitrag von GvonderRinne » 15.10.2022, 09:53

Hi
Anscheinend gibt ein Tauwurm, nicht so viele Duftmoleküle ab, wie Wurst, Käse und ähnliche Stinkadores.
Kannte einmal einen alten Donaufischer, welcher nur mit Quarggeln ( so ein arg stinkender Weichkäse :shock: ) auf Barben, Brachsen und Karpfen im Strom gefischt hat. Die hat er mit Maisstärke und Semmelbrösel zu einem festen Teig geknetet und am Grund sehr gut gefangen. Allerdings fischte er mit kleinen Drillingen ( auch damals auf Friedfische schon verboten ) und köderte alle 5 Minuten an. Kontrolliert hat den damals nie wer und er hat eh alle Fische über dem Maß genommen.

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Re: Donaukanal Fangthread

Beitrag von Alvey » 01.12.2022, 19:16

Hallo liebe Forenkollegen,

nach einer stressigen Uniphase bin ich seit Anfang November einige Male mit der Spinnrute losgezogen und habe mein Glück mit Gummifischen und Wobblern versucht. Waren meist Kurztrips ab Nachmittag bis in die Dunkelheit hinein. Leider hatte ich bisher keinen einzigen Biss.

Ich habe es über weite Strecken des Reviers versucht und kenne mittlerweile auch einige vielversprechende Stellen abseits der bekanntesten Plätze, einzig die Erfolge wollen sich noch nicht einstellen. Mir ist klar, dass ich nach einer Handvoll Angeltage nicht das Handtuch werfen kann, aber nach einer langen Durststrecke sehnt man sich schön langsam ein Erfolgserlebnis herbei :roll:

Fast überall herrscht extrem starke Strömung (no na - Donaukanal halt), die effektives Jiggen fast unmöglich macht, dazu je nach Stelle viele Hänger. Zwischendrin immer wieder sehr kleinräumige Buchten und ufernahe Rückströmungen, die ich meist mit Wobblern bearbeite. Meine Vermutung ist, dass es besonders den Zandern bei den kalten Temperaturen die Gummis einfach zu schnell über die Schädel drüberzieht und sie dzt nicht so häufig in die flachen Uferbereiche kommen, wo ich ihnen den langsamen Wobbler präsentieren kann.

Mir stellt sich daher die Frage nach Alternativen. Eine Idee könnte sein, mit schweren Dropshotmontagen zu arbeiten (vllt sogar mit Köderfisch?), damit der Köder wenigstens eine gewisse Zeit in der heißen Zone steht. Das wird wohl mein nächster Versuch sein.

Wie geht ihr mit den Gegebenheiten um? Habt ihr andere Vorschläge?
Danke schonmal für eure Rückmeldungen, selbst wenns nur Durchhalteparolen sind :lol:

LG
Alvey

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Re: Donaukanal Fangthread

Beitrag von GvonderRinne » 02.12.2022, 10:40

Servus!
Ich würde es mit einer Art Selbsthakmontage ( wie beim Welsfischen ) auf Zander versuchen, mit totem Köderfisch am Grund, in der Abenddämmerung.
Kenne aber die Bestimmungen im Donaukanal nicht ( Drilling erlaubt/ zwei Einzelhaken erlaubt? ). Als Köder würde ich eine Grundel nehmen.
Gibt Zanderfischer, welche mit Selbsthakmontage in der Donau fangen. Ev. noch 20cm davor ein rotierendes Spinnerblatt einbauen.
Probieren aber mit Stein und Seitenarm, gibt an den guten Stellen sicher viele Hänger.
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Re: Donaukanal Fangthread

Beitrag von Lupus » 02.12.2022, 10:53

GvonderRinne hat geschrieben:
02.12.2022, 10:40
Servus!
Ich würde es mit einer Art Selbsthakmontage ( wie beim Welsfischen ) auf Zander versuchen, mit totem Köderfisch am Grund, in der Abenddämmerung.
Kenne aber die Bestimmungen im Donaukanal nicht ( Drilling erlaubt/ zwei Einzelhaken erlaubt? ). Als Köder würde ich eine Grundel nehmen.
Gibt Zanderfischer, welche mit Selbsthakmontage in der Donau fangen. Ev. noch 20cm davor ein rotierendes Spinnerblatt einbauen.
Probieren aber mit Stein und Seitenarm, gibt an den guten Stellen sicher viele Hänger.
Drilling nur beim Spinnangeln erlaubt, sonst nur Einzelhaken, so wie an allen Verbandsrevieren.
Die Bestimmung mit "ein sichtbares Angelzeug beinhaltet maximal 2 Angelhaken glaube ich ist noch gemünzt auf die uralten Zeiten, als die Alten noch mit der "Doublette" fischten = 2 Vorfächer, eines mit Teig, eines mit Tauwurm, oder so). Das machten schon zu meiner Jugend nur mehr die Alten.

Ob man jetzt einen Raida-Haken oder wie dieser 2. Haken beim Angeln mit totem Köderl heißt benützen darf, tät ich die Vereinsleitung fragen (Kontrollobmann), ich hab´s noch nie gemacht, aber ich habe bei der Raubfischangelei seit 20 Jahren nur mehr das Spinnangeln und sitze nur mehr beim Friedfischangeln.

Ich glaube, dass Du für das Jiggen im "Kanäu" sehr sehr schwere Jigköpfe benötigst. Frag mal den @Brani, der kennt sich mit sowas aus.
Wegen Wobbler würde ich sagen, die gehen vielleicht besser zu Beginn der Saisong, also ab 1.6., wenn die Zander knapp am Ufer rauben. Jetzt im Winter stehen die Zander vielleicht doch eher in der Strömung.
Ich fürchte aber, dass spinnfischmäßig der Kanal ziemlich stark beackert wird. Als ich dort fischte, ging keiner Spinnfischen, weil man da sonst gleich das benützte Heislpapier von halb Wien am Haken und Karabiner und Schnur gehabt hätte......, da ging jeder nur "Schwabn" und nach jeder Drift konnte man das "appetitliche" Zeugs runterzupfen, aber Fische waren Unmengen.....
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Re: Donaukanal Fangthread

Beitrag von Alvey » 02.12.2022, 15:14

Danke für eure Antworten!

@GvonderRinne: Naturköder am Grund ist sicher eine fängige Herangehensweise jetzt im Winter. Ist halt immer ein bissl schwerer planbar als eine spontane Spinnsession, wennst im klirrend kalten Wasser auch noch an ein paar Kleinfische kommen musst.
Drillinge sind beim Köfi mWn nicht erlaubt, die Regelung ist so, wie Lupus sie in seinem Beitrag beschrieben hat. Die Grundel mit dem Einzelhaken am besten nosehooked anbieten oder lieber fädeln, macht das einen großen Unterschied bei der Hakquote?

@Lupus: Die Kreationen von Brani kenne ich bereits, sind sicher sehr durchdacht und fängig, gerade im tiefen Staubereich.
Mein Problem ist eher, dass ich ohnehin schon sehr schwer fische, weils die Köder in der Strömung immer schnell wegdrückt, der Kanal aber gleichzeitig sehr flach ist, weshalb man bei Jigs von 30g+ keine vernünftige Absinkphase mehr bekommt.
Der Angeldruck machts sicher auch nicht einfacher.

Beste Grüße
Alvey

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