DONAU - SCHNUR

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Brani
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Re: DONAU - SCHNUR

Beitrag von Brani » 11.01.2021, 19:02

Hallo,
gestern und heute habe ich die Berkley X5 in 9 Kg (0,17 mm) an der Donau getestet und bin sehr zufrieden. Die Wurfweite passt und die gefrorenen Ringe sind kein Problem für die Schnur. Gestern habe ich leider einen schönen Zander in den Ästen vor der Steinpackung verloren, heute habe ich aber einen gefangen.

Die Hemingway Monotec Futura ist jetzt auch bei mir und sie schaut sehr gut aus.
Die Oberfläche ist nicht so glat wie bei einer PE 8X Schnur, aber sie ist nicht weich und sollte eine gute Wurfweite zeigen.
1.JPG
2.JPG
Von oben nach unten:
0,275 mm Monostahl Saite - 13 Kg Tragkraft
Berkley X5 20 LB (0,17 mm) - Test Tragkraft 9-10 Kg - Grinner Knoten (8-9 Umwicklungen)
Hemingway Monotec Futura 9 Kg - Test Tragkraft 6-6.5 Kg - Grinner Knoten (8-9 Umwicklungen)
Hemingway Monotec Futura 12 Kg - Test Tragkraft 9-10 Kg - Grinner Knoten (8-9 Umwicklungen)


Die Tragkraft ist um etwa 30% geringer, das stört mich aber nicht so sehr. Das einzige was mir Sorgen macht sind die vereissten Ringe nach Sonnenuntergang jetzt. Übermorgen werde ich die 12 Kg Schnur testen.

LG Brani
Zuletzt geändert von Brani am 12.01.2021, 07:33, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: DONAU - SCHNUR

Beitrag von magut » 11.01.2021, 19:19

Nimm no knot Verbinder da bleibt die Tragkraft erhalten

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Re: DONAU - SCHNUR

Beitrag von magut » 11.01.2021, 19:21

Wäre interessant welche Durchmesser die Berkeley wirklich hat. Die Hemingway hat 0,2 und 0,25 MM

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Re: DONAU - SCHNUR

Beitrag von OHKW » 11.01.2021, 19:31

Je dünner, desto mehr %- Tragkraft geht beim Knoten verloren.

@ Brani
Die Bilder von den Schnüren sind sehr gut geworden.
Hat die Berkley VOR der Benutzung schon so ausgesehen? Eventuell mal den Spulenrand (spool lip) deiner Rolle(n) auf Kratzer überprüfen. Ein beschädigter Spulenrand ist früher oder Später der Tod jeder Schnur. So ausgefranst wie die Berkley (unter der Stahlsaite), sollte eine neue Schnur nicht aussehen.

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Re: DONAU - SCHNUR

Beitrag von rob gone fishing » 11.01.2021, 19:52

möchte noch die berkley fireline ins spiel bringen. ich fische temperaturen von bis zu -4 grad. ruten ringe gefrieren, aber schnurbruch hatte ich damit noch nie. die X5 habe ich ebenso und bin sehr zufrieden.

lg rob

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Re: DONAU - SCHNUR

Beitrag von Brani » 12.01.2021, 10:09

Hallo!
@magut
Mario ich habe keine Noknot Karabiner zu Hause und habe die Schnüre heute weder getestet.
Meine Ergebnisse waren wie gestern und die Schnur reisst selten beim Knoten (Grinner-Knoten mit 8-9 Umwicklungen und fest den Knoten mit der Zange zuziehen).
Da ein Foto:
3.JPG
Wenn ich beim Grinner-Knoten nur 5-6 Umwicklungen mache, reisst die Schnur immer beim Knoten und die Tragkraft ist noch geringer.
Wenn man eine Sollbruchstelle will, dann 5-6 Umwicklungen und da ist sie, hat man aber weniger Tragkraft. Jeder soll für sich entscheiden.
Ich muss ein paar Noknot-Karabiner kaufen, dann teste ich sie auch damit.

@OHKW
Das waren die 30 cm Schnur gleich nach dem Stahlvorfach. Der Rest schaut wie neu aus.
Gestern habe ich keinen Köder abgerissen, dafür aber 2 Mal den Drilling aufgebogen. Die Kanten und die Muscheln in der Donau sind brutal und schneiden jede Schnur durch. Die X4, X5 ist da besser als jede X8 Schnur.

@Rob
Rob, ich habe die Berkley Fireline noch nie probiert. Ich glaube sie ist aber eine 8x geflochtene oder? Super Casting aber wie hält sie bei Frost und Muscheln.....

LG Brani

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Re: DONAU - SCHNUR

Beitrag von rob gone fishing » 12.01.2021, 10:29

@brani: die klassische fireline ist gar nicht mehrfach geflochten, sondern ein synthetischer strang. die neue fireline ultra 8 carrier aber schon (8 verflochtene synthetische stränge). bei der klassischen ist kälte kein problem, fische damit schon 20 jahre im winter. bei muscheln ist sie aber sofort durch. da ich sie zum ansitzen verwende, schalte ich bis zu 10 meter schlagschnur vor. so habe ich keine probleme. das wird beim spinnen wohl nicht gehen.

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Re: DONAU - SCHNUR

Beitrag von OHKW » 12.01.2021, 11:10

Brani hat geschrieben:
12.01.2021, 10:09
Das waren die 30 cm Schnur gleich nach dem Stahlvorfach. Der Rest schaut wie neu aus.
Ok, das wird dann wohl der Ast gewesen, den du erwähnt hast. Zumindest sieht die gleichmäßige Aufrauhung eher nach Holzkontakt aus.
Brani hat geschrieben:
12.01.2021, 10:09
Die Kanten und die Muscheln in der Donau sind brutal und schneiden jede Schnur durch. Die X4, X5 ist da besser als jede X8 Schnur.
Ich kann davon auch ein Liedchen singen. Habe lange an einem Gewässer gefischt dessen Ufer zum Großteil aus Schiefer, Glimmer Gestein bestanden. Die Steine warne zudem mit den Zebramuscheln übersät. Da sind auch 0,20er Geflechtschnüre praktisch widerstandslos durch gewesen wenn die an die Muscheln kamen.
In meinem jetzigen Gewässer gibt es kaum Felsen, dafür viele Holzpfähle, bzw. Überreste versenkter Christbäume, mit Muscheln dran, was teilweise noch beschissener ist.

Ich fische seither eigentlich immer mit zwischengeschaltetem Fluoro (Geflecht - 2-4m Fluorocarbon -- Stahl/Titan).
Wenn der Schnurverbindungsknoten gut gelingt, spürt man ihn beim Werfen nicht und das FC (ich nehme da eine Seaguar FC Hauptschnur, nur weil das Vorfachmaterial vergleichsweise viel zu teuer ist) hält den Steinen und Muscheln viel besser stand als die Geflechtschnur. Zudem erkennt man Beschädigungen leichter und ich kürze das Vorfach dann zwei bis drei mal ein, bevor ich ein neues draufmache.
Dadurch kann ich eine dünnere Hauptschnur fischen, für WGW 60g verwende ich z.B. eine 0,14er mit ca. 5kg Knotentragkraft auf einer 4000er Rollengröße mit 0,30 FC. Die dünnere Schnur "schneidet" besser durchs Wasser, was auf lange Distanz einen besseren Köderkontakt ermöglicht, das macht die Dehnung vom Vorfach schon ab ca 25m Distanz wieder wett. Seit letztem Jahr hab ich da auch eine 0,12er mit ca. 3,5-4kg Knotentragkraft mit der man nochmal ne ganze Ecke weiter werfen kann im Einsatz.
Am leichten Gerät, Wgw 15g hab ich 0,10er an 2500er Rolle plus 0,26mm FC, bzw. für Wgw 5g eine 0,08er an 1000er Rolle plus 0,20FC.
Damit ist mir jetzt soweit ich mich zurück erinnern kann nie mehr die Hauptschnur gerissen.
Wenn man in den Holzpfählen / Christbäumen hängt, dann hält das FC den Versuchen einen Hänger zu lösen auch eine Zeit lang stand. Also diese spontanen Abrisse bei Stein/Holz (Muschel) Kontakt hatte ich damit eigentlich gar nicht mehr.

Ob man das eingeknotete FC Vorfach will, ist halt Geschmacksache, ist halt ein zusätzlicher Knoten und etwas mehr Montageaufwand wenn ein neues FC Vorfach dran muss. Ein Kumpel von mir mag das z.B. überhaupt nicht, der fischt dann eine dehnungsarme FC Hauptschnur auf der Casting wenn es Steine/Holz/Muscheln gibt.

Die dritte Variante, die ich vor ein paar Tagen schon erwähnte, ist halt anstelle des Stahl 1,5-2m richtig dickes FC (80 - 100lbs)aus der Salzzwasserfischerei zu nehmen. Mit einer langen Rute kann man das auch gut werfen (das geht nicht mehr durch die Ringe!). Das hält dann auch exzessiven Steinkontakt längerfristig aus, wobei es da aufs Fabrikat ankommt. Die guten haben auch mit massiven Einkerbungen noch massiv Tragkraft, die schlechten reißen wie eine Folie weiter ein, wenn sie eingekerbt sind. Wenn viele kleine Hechte vorkommen, ist das aber nicht praktikabel. Interessanterweise richten die kleinen viel mehr Schaden am Vorfach an, als die Großen oder vergleichsweise Barracudas. Ich fische diese Variante eigentlich nur im Salzwasser, aber für extreme Situationen könnte das auch im Süßwasser sinnvoll sein.

In jedem Fall verfolge ich das Thema gespannt weiter und wünsche dir viel Erfolg beim Ausprobieren der neuen Schnüre.
LG
Stefan

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Brani
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Re: DONAU - SCHNUR

Beitrag von Brani » 20.01.2021, 09:50

Hallo!

Die Monotec Futura von Hemingway habe ich 2 mal bei Frost und Wind gefischt und 1mal gestern bei angenehmen Temperaturen.
Ich habe die 9 Kg aufgespult und mit Gewichten zw 45 und 60 Gramm je 2-3 Stunden gefischt. Die Bedingungen waren sehr brutal, nach jedem 4-5 Wurf musste ich die Ringe vom harten Eis befreien, damit ich wieder werfen kann. Sobald ich beim nächsten Platz war, in nur 20-30 Sekunden Entfernung, klebte die Schnur schon wieder auf den Ringen so fest, dass kein Wurf möglich war.
Die Beschichtung (die Außenhaut der Schnur) hat ziemlich gut gehalten. Nur an 3-4 Stellen habe ich gestern bemerkt, dass sie sich gelöst hat und sich die Spectra-Fasern zeigten. Eis auf den Ringen ist tödlich für jede Schnur.
4.JPG
Mehrere Hänger konnte ich auch ohne Probleme lösen.
Erst gestern habe ich einen Hänger gehabt, wo ich den Köder abreißen musste.
Beim Versuch den Händer mit der Hand zu lösen riss die Schnur ein paar Meter vor mir ab. Dann habe ich eine neue Mandula montiert und konnte das 40-50 Meter Stück erwischen und habe sogar die verlorene Mandula gerettet.
5.JPG
Die Wurfweite ist sehr gut (etwa 10 Meter vielleicht weiter als mit einer gewöhnlichen X4 oder X5 Schnur), aber den Verbindungsknoten zw. Vorfach und Hauptschnur muss ich schwächer machen (nur 4-5 Umwicklungen), damit ich nicht bei jedem Abriss mehrere Meter Schnur verliere.
Meine Meinung: die Schnur kann mit 40-60 Gramm Gewichten auch arbeiten, aber nicht bei Frost und extremen Bedingungen. Die Wurfweite ist sehr gut. Die Verbindung zw. Vorfach und Hauptschnur muss etwas schwächer gemacht werden. Bei einem Preis von 17 € für 600 Meter, kann man nichts falsch machen bei der Schnur.

Heute habe ich die Sunline Xplasma Asegai 30 LB., dunkelgrün, bekommen. Leider haben sie keine helle Schnur in 30 LB gehabt. Sie ist eine PE x8 Schnur und werde damit sicher nicht bei Frost fischen, wie mit der Monotec Futura. Ich werde sie die nächsten Tage auch testen.
6.JPG
LG Brani
Zuletzt geändert von Brani am 20.01.2021, 13:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: DONAU - SCHNUR

Beitrag von Skylobo » 20.01.2021, 11:01

Mach dir keine Sorgen mit der Plasma, die ist Wasser abweisend dank der Plasma Struktur.

Wunder dich nicht von der Steifheit, nach den ersten 20würfe ist sie weicher.

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Re: DONAU - SCHNUR

Beitrag von mburger » 20.01.2021, 13:00

Hallo,

erstmal vielen Dank für die vielen informativen Posts, meiner Meinung nach bekommt man gerade zum Thema Schnur eigentlich kaum wo sinnvolle Testberichte zu lesen.

Darf ich fragen wie ihr die Tragkraft Tests macht? seh ich das richtig das da Koffer Waagen verwendet werden?
ich wollte das selbst auch schonmal ausprobieren, aber hatte keine Idee wie ich das sinnvoll machen könnte.

und wie messt ihr den Durchmesser der Schur nach?

Danke schonmal für die Info.

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Re: DONAU - SCHNUR

Beitrag von OHKW » 20.01.2021, 13:12

Entweder Kofferwage oder verschiedene Gewichte anheben. No-knot Schnurverbinder sind gut um festzustellen wieviel Tragkraft durch Knoten verloren geht.
Durchmesser geht nur via Vergleich mit z.B. Titandrähten bekannter Dicke bzw. kann man bei den Drähten mit Schiebelehre nachmessen, was bei der Schnur nicht geht.

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Re: DONAU - SCHNUR

Beitrag von magut » 21.01.2021, 19:18

Durchmesser messe ich mit einem Haar Messgerät. Das übt keinen Druck aus.
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Re: DONAU - SCHNUR

Beitrag von magut » 21.01.2021, 19:19

Durchmesser messe ich mit einem Haar Messgerät. Das übt keinen Druck aus.
Tragkraft mit wasserkübel,den ich langsam fülle

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