Hattet ihr Probleme mit Hunde Attacken oder so?

Donau und Altarme
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konfuzius6699
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Re: Hattet ihr Probleme mit Hunde Attacken oder so?

Beitrag von konfuzius6699 » 17.09.2020, 07:17

In der Regel machen Hunde nichts. Der Satz "Der tut nichts" ist meist begründet, aber es bleibt eben die Angst von den Leuten wenn er bellt und auf einen zurennt. Ich habe auch zwei Hunde die ich am privaten Hausgewässer meist frei am Platz herumlaufen lasse oder dort, wo in der Regel keine Leute ständig spazieren gehen oder mit ihren anderen Hunden. Meine Hunde bleiben bei mir am Platz ganz in der Nähe und wenn andere kommen bellen sie und ich pfeiff ich sie zu mir. Viele kennen meine zwei Aufpasser am Heimgewässer schon und sie werden herzlich mit Schwanzwedeln begrüßt und bekommen auch immer ihre Streicheleinheiten. Und wenn jemand fremder kommt er evtl. Angst hat , merkt man gleich, und in der näheren Umgebung fischen will frag ich stets nach ob es ihn stört wenn sie frei sind und ob ich sie anleinen soll.
Leider kann man gegen die Angst nichts tun , und wenn ein Hund wirklich unverhofft mit bellen um die Ecke kommt ist es besser mal Ruhe zu bewahren, nicht hektisch reagieren , umdrehen und weglaufen oder eben nach Stock etc. greifen um es für Verteidigung nehmen . Waffen für Verteidigung oder Pfefferspray muss man auch immer am Mann haben, und dann im Notfall in der Hand haben und im Stresd richtig einsetzen können. Und wenn ein Hund einen anfällt sei es unvorbereitet oder auch vorbereitet, un der Hund einen meist zuerst Arm packt und daran reisst, womit man sich auch verteidigt und darin Waffe hält... tja da bringt nicht viel ein Messer zu haben. Kann es nicht mal in andere Hand nehmen... einzige Möglichkeit ist ins Wasser zu flüchten und den Hund unter Wasser drücken... lässt da sofort los und will aus dem Wasser...
Andere Möglichkeit gleich so nen transportierbaren Hochsitz, wie Jäger sie haben an den Baum am Ufer lehnen , oder vom Baum aus fischen.... ist umständlich aber man ist vor den meisten Hunden in der höheren Pisition recht sicher....

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Re: Hattet ihr Probleme mit Hunde Attacken oder so?

Beitrag von fuschlsee0 » 17.09.2020, 11:56

konfuzius6699 hat geschrieben:
17.09.2020, 07:17
In der Regel machen Hunde nichts. Der Satz "Der tut nichts" ist meist begründet, aber es bleibt eben die Angst von den Leuten wenn er bellt und auf einen zurennt.
Scherzkeks! "In der Regel tun Hunde nichts". Und wenn mal nicht Regel ist? Immer wieder werden Menschen und v.a. Kinder von Hunden schwer verletzt. Insofern ist es höchst fahrlässig, einen Hund unangeleint laufen zu lassen! Ein Hund ist eine potenzielle Gefahr! Wer das nicht versteht, sollte keinen Hund halten.

Ich für meinen Teil werde es nicht mehr tolerieren, wenn Hundebesitzer die Leinenpflicht nicht einhalten und habe beschlossen, zukünftig in jedem Fall Anzeige zu erstatten!

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Re: Hattet ihr Probleme mit Hunde Attacken oder so?

Beitrag von konfuzius6699 » 17.09.2020, 13:23

Ja Fuschlsee mach das ruhig. Viel Spaß dabei beim warten auf die Polizei. Die hat meist was anderes und besseres zu tun. Und dann zeig alle gleich an die zu schnell fahren. Die bei rot über die Straße gehen usw. Das ist auch "höchst fahrlässig" gefährden damit auch andere und sind damit eine potentielle Gefahr. ...
Wie gesagt ich habe "meist berechtigt" geschrieben und kommt auf die Umstände an.
Es kommt viel auf die Hundehalter an und wie sie mit dem Tier umgehen können und es behandeln. Auch ein Tier verteidigt sich eventuell wenn kleine Kinder es schlagen es bedrängt wird oder schlechte Erfahrungen mit Stock gemacht hat. Und wenn nötig ist , ich fremd bin, nicht weiß auf wen ich treffe, hab ich meine Hunde an der Leine und wenn geht hab ich sie eben frei laufen.

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Re: Hattet ihr Probleme mit Hunde Attacken oder so?

Beitrag von fuschlsee0 » 17.09.2020, 13:46

konfuzius6699 hat geschrieben:
17.09.2020, 13:23
Auch ein Tier verteidigt sich eventuell wenn kleine Kinder es schlagen es bedrängt wird oder schlechte Erfahrungen mit Stock gemacht hat.
Genau deswegen gehört ein Hund angeleint! Meine letzte Begegnung (vor 2 Wochen) mit einem unangeleinten Hund war so, dass ich mit dem Fahrrad gefahren bin und der Hund knurrend auf meine Beine zugeschossen kam. Ich war schneller als er und etwa 100 Meter entfernt treffe ich auf die Halterin. Sage ihr (freundlich, im Vorbeifahren), dass sie ihren Hund anleinen soll, woraufhin sie mich als A......och bezeichnet und beflegelt.
Ich ärgere mich heute noch, dass ich nicht mehr stehen geblieben bin, Foto und Polizei, etc.

Seither und seit meine Frau von einem knurrenden Rottweiler gestellt wurde, bis die Besitzerin daher kam und sagte "der tut eh nichts", nehme ich den Kampf auf gegen diese unverantwortliche Bagage von nicht-anleinenden Hundebesitzern!

Als Huchenfischer bin ich unglaublich hartnäckig!!!

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Re: Hattet ihr Probleme mit Hunde Attacken oder so?

Beitrag von fuschlsee0 » 17.09.2020, 14:02

konfuzius6699 hat geschrieben:
17.09.2020, 13:23

Es kommt viel auf die Hundehalter an und wie sie mit dem Tier umgehen können und es behandeln.
Was soll ich mit dieser Aussage? Wenn mir ein unangeleinter Hund entgegen kommt: Soll ich darauf vertrauen, dass der Hundehalter eh weiß was er tut, dass sein Hund richtig behandelt wird, usw...???

Nein, wenn mir ein Hund entgegen kommt, dann muss ich in Erwägung ziehen, dass das Tier verzogen ist, der Hundehalter womöglich ein geistiger Vollhonk, ein Krimineller womöglich gar oder zumindest in Hundehaltung inkompetent.

So lange der spazierende Mensch nicht SICHER sein kann, dass der Hundhalter kompetent und der Hund harmlos ist, hat er das Recht, dass er vor einer für ihn unabschätzbaren Gefahr mittels Leine geschützt wird! Punkt! Aus!
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Re: Hattet ihr Probleme mit Hunde Attacken oder so?

Beitrag von Romario » 17.09.2020, 14:41

Hello

Eine kleine Geschichte aus dem Juli 2020 von der Donauinsel in Wien ...

Ich arbeite direkt an der Donau und gehe bei heissem Wetter meist direkt nach der Firma an die Donau schwimmen. So auch an diesem Tag, an dem ich um an meinen Lieblingsplatz zu kommen, mit einem kleinen Tretroller durch die schon vorher erwähnte Hundezone fahren wollte. Großer Fehler!

Zig unangeleinte Hunde toben zwischen dem Wasser und dem Rad/Gehweg herum, Dazwischen die Besitzer meist in Gruppen fröhlich beim Baden o.ä.

Tja und so schnell konnte ich garnet schauen hatte sich schon so ein kleiner schwarzer Rattler übel in meine Wade verbissen. Stark blutende Wunde, Polizei gerufen, Anzeige erstattet, ins Spital gefahren, Tetanus-Impfung und nähen lassen, Krankenstand etc. etc. super Feierabend :)

Mittlerweile ist alles recht gut abgeheilt aber noch nicht ganz vorbei. Denn die Krönung der Geschichte war die relative junge, sehr alternative Besitzerin, die mich anschrie ich sei selber schuld, weil ich ja net so einfach durch die Auslaufzone fahren könne - dann passiert halt sowas. Sie wollte sich dann noch vor dem Eintreffen der Polizei verdünnisieren, was ihr aber net gelungen ist. Auch ihr Freund war ein echt unangenehmer Zeitgenosse und ich glaub, wenn nicht binnen 3min zwei Fahrradpolizisten gekommen wären, wäre die Situation vollends eskaliert. Natürlich fühlten sich andere Hundebesitzer aufgefordert sich mit der Dame zu solidarisieren ...

Kurzum: Ich hab sie auf Schmerzensgeld verklagt, schauma was rauskommt

Also bitte kommt mir net mit "ich hab meinen Hund unter Kontrolle" - sorry unter Kontrolle hat du ihn genau AN DER LEINE

greets
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Re: Hattet ihr Probleme mit Hunde Attacken oder so?

Beitrag von konfuzius6699 » 17.09.2020, 16:33

Bestimmungen über Maulkorb- oder Leinenzwang werden von den einzelnen Gemeinden festgelegt. Auch in einem Landesgesetz kann ein Maulkorb- oder Leinenzwang für ein Bundesland festgelegt sein. Daher ist die Rechtslage in den verschiedenen Bundesländern bzw. in den einzelnen Gemeinden unterschiedlich...

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Re: Hattet ihr Probleme mit Hunde Attacken oder so?

Beitrag von Polsi » 18.09.2020, 11:06

Wer hätte gedacht, dass es mal ein Thema gibt, wo ich dem Fuschlsee zu 100 % zustimme?

Merke, jeder Hund war mal ein "Der-tut-nix". Bis er halt doch was getan hat.

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Re: Hattet ihr Probleme mit Hunde Attacken oder so?

Beitrag von Polsi » 18.09.2020, 11:13

Oze147 hat geschrieben:
12.09.2020, 10:08
OHKW hat geschrieben:
11.09.2020, 15:27
Ist in dem Fall relativ einfach. Der mit dem nicht-angeleinten Hund ist definitiv für die Folgen der Begegnung verantwortlich.
Wenn beide Hunde nicht angeleint sind, sind halt auch beide Besitzer schuld wenn was ist.
Selbes gilt für Konflikt mit Angler. Angeleinter Hund --> Kein Problem.
Gesetzgeber sieht das in dem Fall btw. ähnlich.
Gabs da nicht mal in Kärnten einen Fall, wo für den Hundebesitzer entschieden wurde?
Allerdings bei einem Zwischenfall mit einem Radfahrer.
Wenn ich mich recht erinnere, wurde das so begründet, dass der Hundebesitzer nicht damit rechnen konnte, dass so früh am Morgen jemand unterwegs ist und er deswegen den Hund sehr wohl frei laufen lassen kann.
Stimmt, diesen Fall gab es: https://kaernten.orf.at/v2/radio/stories/2531160/

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Re: Hattet ihr Probleme mit Hunde Attacken oder so?

Beitrag von Lugi » 18.09.2020, 13:09

Die Geschichten von Fuschlsee und Romario zeigen mir 2 Dinge.

1. Es ist nicht ratsam die Urinstinkte eines Raubtieres zu wecken und zu flüchten wie potentielle Beute. Es ist auch nicht ratsam Angst, Furcht, Panik oder sonst irgendeine Reaktion zu zeigen die auf Schwäche hindeutet, Raubtiere sind Opportunisten und alles was sich so verhält ist prinzipiell mal interessant, die selbe Reaktion machen wir uns als Fischer ja auch dauernd zu Nutze wenn wir dem Raubfisch eine leichte Beute vergaukeln.

2. Auf die Hundebesitzer ist im Ernstfall kein Verlass, da kann man Anzeigen, schimpfen und strafen wie man will. Außer man will gerne in einem Kontroll Staat leben, mit all seinen negativen Konsequenzen.

Was bleibt also bei nüchterner Betrachtungsweise über ohne in ein Utopia mit nur braven und angeleinten Hunden zu verfallen, ein Utopia wo Niemandem mal eine Leine aus der Hand fällt oder Jemand vergisst die Gartentür zu schließen und der Hund entwischt?
Ein Utopia wo jeder nur an den Anderen denkt und nie an sich selbst!


Gefahr ist doch ein sehr relativer Begriff. Für den einen, der es nicht gelernt hat, können 100 Meter Motoradfahren am Feldweg schon gefährlich sein. Ein Anderer macht Rückwärtssaltos und nimmt noch die Hände vom Lenker und es passiert nichts.

In meinem Heimatort liefen als ich ein Kind war fast alle Hunde ohne Leine rum, viele davon sogar ohne jegliche Aufsicht. Die sind einfach bei der Türe raus haben ihre Runde gemacht und sind eine Stunde später wieder heim.

Uns blieb nichts anderes über als zu lernen wie man sich gegenüber Hunden verhält. Das wurde uns von unseren Eltern gezeigt und wir haben es dann angewendet. Das war noch vor der Handy Zeit wo die Eltern noch nicht wussten wo man sich aufhält und man einfach heimgekommen ist wenns dunkel wurde.

Den Hunden gings ähnlich, sie waren täglich mit Menschen und anderen frei laufenden Hunden konfrontiert und mussten lernen solche Situationen friedlich zu lösen. Die Konsequenz war das ich mich an keinen einzigen Vorfall errinnern kann wo es zu einem Biss oder einem Hundekampf gekommen ist.

Heute schaut die Situation anders aus. Es herrscht Leinenpflicht. Jeder Hund keift den Anderen von der gegenüberliegenden Strassenseite an. Die Kinder haben prinzipiell Angst vor Hunden und es kommt jedes Jahr zu Vorfällen und Hundebissen. Wo ist da bitte der Fortschritt?

Anstatt jeweils dem Anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben wäre es doch erstmal sinnvoller dort anzufangen wo man sofort etwas ändern kann. Nämlich bei sich selbst!

In Oberösterreich gibts dazu ein gutes Sprichwort: Hilf der selbst, dann hilft dir Gott!

Es gibt tausende Bücher oder Videos wo man lernen kann wie man sich gegenüber Hunden am sichersten verhält. Es gibt überall die Möglichkeit mal in einen Hundepark zu gehen und mit den Besitzern zu reden und etwas gegen seine Angst zu unternehmen wenn man weiß das die Angst nicht zu mehr Sicherheit fürht sondern genau das Gegenteil bewirkt. Das verlangt aber Eigeninitiative und Eigenverantwortung, da ist es doch deutlich leichter jeden Hundebesitzer anzuzeigen, das erfordert nämlich genau gar nichts.

Das Selbe gilt natürlich auch für jeden Hundebesitzer, anstatt einzusehen das man einen verzogenen Köter hat den man mal trainieren sollte gibt man noch Romario die Schuld wenn der Kleffer am Wadl hängt. Das zeugt auch von wahrer Größe!

LG
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Re: Hattet ihr Probleme mit Hunde Attacken oder so?

Beitrag von Polsi » 18.09.2020, 14:35

Lugi hat geschrieben:
18.09.2020, 13:09
Die Geschichten von Fuschlsee und Romario zeigen mir 2 Dinge.

1. Es ist nicht ratsam die Urinstinkte eines Raubtieres zu wecken und zu flüchten wie potentielle Beute. Es ist auch nicht ratsam Angst, Furcht, Panik oder sonst irgendeine Reaktion zu zeigen die auf Schwäche hindeutet, Raubtiere sind Opportunisten und alles was sich so verhält ist prinzipiell mal interessant, die selbe Reaktion machen wir uns als Fischer ja auch dauernd zu Nutze wenn wir dem Raubfisch eine leichte Beute vergaukeln.
Angst und Panik sind ja keine Zustände, für die man sich bewusst entscheidet. Das ist ungefähr so wie einem Trauernden zu sagen, dass er nicht traurig sein soll.
Lugi hat geschrieben:
18.09.2020, 13:09

Es gibt tausende Bücher oder Videos wo man lernen kann wie man sich gegenüber Hunden am sichersten verhält. Es gibt überall die Möglichkeit mal in einen Hundepark zu gehen und mit den Besitzern zu reden und etwas gegen seine Angst zu unternehmen wenn man weiß das die Angst nicht zu mehr Sicherheit fürht sondern genau das Gegenteil bewirkt. Das verlangt aber Eigeninitiative und Eigenverantwortung, da ist es doch deutlich leichter jeden Hundebesitzer anzuzeigen, das erfordert nämlich genau gar nichts.
Das sehe ich nicht ein. Wie kommen völlig Unbedarfte dazu, sich erst einmal mit dem richtigen Verhalten gegenüber Hunden befassen zu müssen, bevor sie sich angstfrei im Freien aufhalten können? Das ist ja wohl die Bringschuld der Hundehalter.

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Re: Hattet ihr Probleme mit Hunde Attacken oder so?

Beitrag von Lugi » 18.09.2020, 15:36

Ja da gebe ich dir Recht, Angst und Panik sucht man sich nicht aus. Jedem steht es aber frei dagegen etwas zu unternehmen und daran zu arbeiten. Das geht oft viel schneller als man denkt wie ich schon oft miterleben durfte.

Lugi hat geschrieben:
18.09.2020, 13:09

Es gibt tausende Bücher oder Videos wo man lernen kann wie man sich gegenüber Hunden am sichersten verhält. Es gibt überall die Möglichkeit mal in einen Hundepark zu gehen und mit den Besitzern zu reden und etwas gegen seine Angst zu unternehmen wenn man weiß das die Angst nicht zu mehr Sicherheit fürht sondern genau das Gegenteil bewirkt. Das verlangt aber Eigeninitiative und Eigenverantwortung, da ist es doch deutlich leichter jeden Hundebesitzer anzuzeigen, das erfordert nämlich genau gar nichts.
Das sehe ich nicht ein. Wie kommen völlig Unbedarfte dazu, sich erst einmal mit dem richtigen Verhalten gegenüber Hunden befassen zu müssen, bevor sie sich angstfrei im Freien aufhalten können? Das ist ja wohl die Bringschuld der Hundehalter.
[/quote]

Welcome to Utopia. Das Land das es leider nicht gibt.

Mir geht es nicht drum wer Schuld hat und wessen Bringschuld was genau ist. Es geht darum ein Problem zu lösen und eine Lebensrealität anzuerkennen die in einem freien Land nunmal so ist wie sie ist.

Es bringt mir nichts wenn ich als Radlfahrer nicht Bremse wenn ein Auto die Vorfahrt verletzt nur weil ich im Recht bin. Hätte ich das die letzten Jahre so gehandhabt wäre ich schon lang am Friedhof.

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Re: Hattet ihr Probleme mit Hunde Attacken oder so?

Beitrag von OHKW » 18.09.2020, 16:15

Wenn besonders "risikofreudige" Hundehalter nicht hi und da mal ne saftige Anzeige ausfassen gibt's da halt bald gar keine Hemmungen mehr.

Ansonsten bin ich auch der Ansicht, dass es besser ist die besonders frequentierten Hunde Platzln einfach zu meiden. Dabei tu ich mir mitm Boot halt leicht ;)

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Re: Hattet ihr Probleme mit Hunde Attacken oder so?

Beitrag von morgenthau » 19.09.2020, 00:26

Gerade in Floridsdorf ist die Hundeplage ziemlich groß. Mich ärgert besonders, dass die Hundeauslaufzone (die ich tunlichst meide) Hundebesitzer offenbar ermuntert, ihren vierbeinigen Freunden auch im weiten Umkreis um diese Zone die völlige Freiheit zu gewähren. Direkten Kontakt hatte ich nur einmal, als mir ein Hund, als ich mit dem Rad unterwegs war, nachlief und ins Bein zwickte (zum Glück nicht fest, lustig fand ich es trotzdem nicht). Sehr unlustig sind die relativ häufigen Begegnungen mit oft recht stattlichen Kötern, die auf Nahdistanz heranlaufen (natürlich ohne Leine, ohne Beißkorb) und einen dann verbellen. Und wenn diese Annäherungen von hinten erfolgen und man plötzlich direkt hinter sich Hundegebell und die zugehörige Schallquelle verspürt, reduziert das den Erholungswert ganz erheblich. Und dann vielleicht auch noch zum Drüberstreuen ein pampiger Besitzer oder eine ebensolche Besitzerin.

Wie schaut das eigentlich mit Pfefferspray rechtlich aus? Darf ich das gegen einen Hund einsetzen, von dem ich mich bedroht fühle, oder komme ich dann mit dem Tierschutzgesetz in Konflikt?

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Re: Hattet ihr Probleme mit Hunde Attacken oder so?

Beitrag von regus » 21.09.2020, 10:52

morgenthau hat geschrieben:
19.09.2020, 00:26

Wie schaut das eigentlich mit Pfefferspray rechtlich aus? Darf ich das gegen einen Hund einsetzen, von dem ich mich bedroht fühle, oder komme ich dann mit dem Tierschutzgesetz in Konflikt?
Wenn dem Tier kein bleibender Schaden zugefügt wurde wird es wohl keine Konsequenzen haben, wenn ich das Tier verletzte oder töte wird es wohl vor Gericht ganz individuell beurteilt werden.

Jäger dürfen vom Gesetz her ja auch streunende Hunde erschießen - was ich absolut richtig finde - und werden dann am Zivilrechtsweg trotzdem veurteilt, eine traurige Angelegenheit wenn das Recht auf deiner Seite ist eigentlich und man trotzdem mit einer Strafe rechnen muss.

https://angelforum.at/download/file.php ... w&id=26563

Das war schon 2017 und betrifft nur Fälle die im Karankenhaus endeten. Die Fälle wo nur geringfügige Verletzungen waren oder es nur zu Attacken kam sind wohl um ein x-faches höher.
Das muss man sich einmal vorstellen, rund 10 Menschen werden am Tag so schwer von Hunden verletzt das sie in eine Spital müssen.
Hier ist vor allem der Gesetzgeber schuld und fahrlässig. Hier würden nur drakonische Strafen von mehereren Tausend Euro und sofortige Hundeabnahme helfen.

Ich hatte schon dutzende Zwischenfälle mit Hunden und deren Besitzern in den 40 Jahren in denen ich fischen gehe und 70 bis 80 % aller Hundebesitzer sind rücksichtslose Vollidioten, sorry ich kanns nicht anders sagen.

In der besagten Hundezone war ich bis jetzt 4x und 3x davon wurde ich belästigt - aber immer von den Hundehaltern.
Erst vor 4 Woche etwa, es war fast schon Nacht und ein Hundebesitzer hat sich absichtlich neben mich gestellt und Steine und Stöcke ins Wasser geworfen um mich zu provozieren. Ich habe vesucht normal und ruhig it ihm zu reden aber keine Chance, er meinte ich darf hier nicht fischen da es eine Hundezone ist.
Mindestens 30 Minuten hat er mich am Angeln gehindert und wurde immer aggresiver bis ich dann weggegangen bin.

Ich werde dort ganz bestimmt weiter fischen und wenn mich ein Hund beißt ist der Besitzer auch dort genauso haftbar und hat auf seinen Hund Acht zu geben.
Und ich werde keine Mühen scheuen jeden vor Gericht zu bringen wenn etwas passiert.
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