Bleiverbot kommt in der ganzen EU

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regus
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Re: Bleiverbot kommt in der ganzen EU

Beitrag von regus »

Wem darf ich meine hunderten Hardbaits schenken, vorbebleite Wobbler, Swimmbaits, Zocker, Pilker, vorbebleite Schwimmer usw :lol: :lol: :155:
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Re: Bleiverbot kommt in der ganzen EU

Beitrag von Bienentanz »

ich nehme sie gerne - zahle auch den Versand :up2: :la ola: :155:
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Lupus
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Re: Bleiverbot kommt in der ganzen EU

Beitrag von Lupus »

regus hat geschrieben: 01.12.2023, 08:39 Wem darf ich meine hunderten Hardbaits schenken, vorbebleite Wobbler, Swimmbaits, Zocker, Pilker, vorbebleite Schwimmer usw :lol: :lol: :155:
Ja, da hast Du recht.
Ich hab auch ein so ein vorbebleites Gummifischl, wo innen das Blei ist. Das ist ein ganz ein billiges Zeugs, wo man ein Sackl voll kaufte und ich immer noch ein paar hab.
Aber fangen tut es teuflisch gut, wenn nix von den guten modernen Gummlern mit allen Rafinessen geht.
Aber ich glaub kaum, dass da ein Kontrollor jetzt kommen wird und sagen "Gummifisch aufschneiden", um sozusagen wie bei der Rechtsmedizin das Innere zu sezieren und zu analysieren.
Der Prolo-Gummler von damals von den ersten Gummifischzeiten bleibt, denn er hat mir schon einige Batzen Fisch´ gebracht.
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OHKW
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Re: Bleiverbot kommt in der ganzen EU

Beitrag von OHKW »

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Verwendung von irgendwelchen Angelködern etc. direkt verboten wird. Ich geh davon aus, dass die Inverkehrbringen untersagt wird, d.h. kein Angelzubehör mit Blei verkauft werden darf. Aber bis das in den Mitgliedsländern umgesetzt wird, vergehen sicher noch ein paar Jahre ...
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Re: Bleiverbot kommt in der ganzen EU

Beitrag von Bienentanz »

Denk man sollte offen für Veränderung sein! Und irgendwer muss Anfangen!
In Dänemark, Schweden, England und den Niederlanden ist Angelblei bereits verboten auch in den USA!
Eine 2018 erstellte Studie der Europäischen Chemikalienagentur ECHA bestärkt die vermuteten Risiken und stellt fest, dass die Umweltbelastung ebenso ernst zu nehmen ist wie die gesundheitlichen Risiken für Angler, Jäger, Sportschützen und Berufsfischer. Bei Berufsfischer und betrifft die Risikowarnung die Netze und Seile, bei Anglern die Köder und Gewichte. Das Gremium geht davon aus, dass europäische Gewässer beim Angeln jährlich mit 2.000 bis 6.000 t Blei belastet werden, in der Berufsfischerei sind es sogar 8000 t. Da die Statistiken sich lediglich auf die verkauften Anglerprodukte beziehen, kann man davon ausgehen, dass deutlich höhere Mengen an Schwermetall eingetragen werden

https://angelmagazin.de/ratgeber/angeln ... utschland/

Man merkt so manch einer lebt die Zweigesichtsmentalität :lol:
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Re: Bleiverbot kommt in der ganzen EU

Beitrag von Harrv »

Ja

Allerdings sind in England in erster Linie die Bleie unter 28g verboten, wegen der Schluckgefahr.
ein Verkaufs- und Nutzungsverbot für Angel-Blei, das kleiner als 50 Gramm ist, in drei Jahren

ein Verbot von bleihaltigem Angelgewicht mit einem Gewicht von mehr als 50 Gramm in fünf Jahren

sowie ein sofortiges Verbot für sämtliche Angeltechniken, die den Verlust von Bleigewichten beinhalten oder bewusst in Kauf nehmen.
Das waren die Empfehlungen der Behörde an die EU-Kommission.

Da müssten die Carplakes ihre Fischereiordnung überarbeiten.
Da fällt ja wohl dieses Safety Clip drunter
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Re: Bleiverbot kommt in der ganzen EU

Beitrag von Angelfuchs »

Früher und heute noch? wurde bzw. wird zu Silvester immer Bleigießen veranstaltet, meistens wanderten die Produkte in den Müll und wurden auf irgendeiner Kippe entsorgt oder in einer Müllverbrennungsanlage eingeschmolzen.
Ich bin am überlegen, ob ich aus meinen mit einem Metalldetektor gefundenen Musketenkugeln entweder Laufbleie bastele oder die einschmelze, um aus denen andere Bleiformen zu gießen und diese dann zu ummanteln.
Allerdings machen mir die dabei entstehenden Bleidämpfe Sorgen und das ich die dann in der Wohnung habe.

Ich habe allerdings den Entschluß getroffen, mir keine neuen Bleie mehr zu kaufen und nur noch die in meinem Bestand zu nutzen. Man könnte zukünftig außer Steinen auch Gegenstände aus Eisen, Messing oder Bronze nutzen, die man von der Form als Grundgewicht verwenden kann oder entsprechend umgebaut...
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Re: Bleiverbot kommt in der ganzen EU

Beitrag von JRB »

Heute wird zu Sylvester meist Zinn zum Gießen verkauft.

Habe früher in der Werkstatt gegossen, und mir eine Bleivergiftung geholt.
War nicht lustig, da ging es vorne und hinten teilweise gleichzeitig los...

Seitdem habe ich nur mehr im Freien gegossen.
Zinn horte ich bereits, ist zwar etwas leichter, aber dafür ist der Schmelzpunkt niedriger.
Denke das das meine Alternative zum Blei sein wird.
Optisch kaum zu unterscheiden, lediglich einen Tick härter.
Ein Kontrolleur muss es halt lutschen um zu erkennen daß es kein Blei ist. :mrgreen: :155:

https://www.bleigussformen-shop.de/Gies ... inn-Sinker

Wird bereits in einigen Shops verkauft.

LG Jürgen
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Re: Bleiverbot kommt in der ganzen EU

Beitrag von KarlKarl »

Also ich bin mir ziemlich sicher, dass es beim Bleiverbot ausschließlich um den Handel, die Produktion und das Inverkehrbringen aus Drittstaaten geht.
Alles was man vor dem Verbot an Angelblei hat, darf man dann auch weiterverwenden.
Es wird so sein wie beim Glühbirnen-Verbot - wer noch welche hat darf sie auch nutzen.
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Re: Bleiverbot kommt in der ganzen EU

Beitrag von Polsi »

Aus Karpfenanglersicht begrüße ich ein Bleiverbot zu 100 Prozent.

Mittlerweile ist es ja üblich und wird von vielen Firmen propagiert, bei der Benutzung sogenannter Drop-off-Montagen wirklich jedes Blei direkt beim Biss zu verlieren. Ich weiß, dass es in manchen Fällen notwendig ist, ein schweres Gewicht im Drill loszuwerden (starker Krautbewuchs), aber dass deshalb tonnenweise Blei mit voller Absicht im Wasser landet, kann ich nicht gutheißen. Ich bin darum fast zu 100 % auf Stahlgewichte (ungiftig) umgestiegen, die ich mir aus alten Muttern selbst bastle. Auch mit Steinmontagen habe ich experimentiert und gute Erfahrungen gesammelt.

Der einzige wirklich bedeutende Nachteil, den ich beim Karpfenangeln sehe, liegt in der Verminderung der Wurfweite, wenn es wirklich darauf ankommt, noch den einen oder anderen Meter mehr herauszukitzeln. Beim Ablegen vom Boot aus und bei kürzeren Wurfweiten ist es vollkommen egal, woraus das Gewicht besteht.
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Re: Bleiverbot kommt in der ganzen EU

Beitrag von Erich »

KarlKarl hat geschrieben: 01.12.2023, 13:43 Also ich bin mir ziemlich sicher, dass es beim Bleiverbot ausschließlich um den Handel, die Produktion und das Inverkehrbringen aus Drittstaaten geht.
Alles was man vor dem Verbot an Angelblei hat, darf man dann auch weiterverwenden.
Es wird so sein wie beim Glühbirnen-Verbot - wer noch welche hat darf sie auch nutzen.
Lt. Vorschlag der ECHA betrifft das geplante Verbot das Inverkehrbringen und die Verwendung von Angelbei.

Zitat: "Der Beschränkungsvorschlag umfasst zudem das Inverkehrbringen und die Verwendung
von Blei in Angelgerät sowohl für die kommerzielle als auch für die Sportfischerei,
ungeachtet dessen, ob diese in Süßwasser (d. h. in Flüssen, Seen und Teichen),
Mündungs- oder Meeresgebieten ausgeübt wird. Da zudem Angelgewichte im Einzelhandel
erworben oder vom Verbraucher selbst gegossen werden können, liegt sowohl gekauftes
als auch selbst gegossenes bleihaltiges Angelgerät im Anwendungsbereich der
vorgeschlagenen Beschränkung."
Quelle: https://echa.europa.eu/documents/10162/ ... c0d615f19d (Seite 4)

Soweit ich weiß, wird das Verbot zum Selbstgießen damit begründet, dass sich damit offensichtlich manche Zeitgenossen (und ev. Angehörige) selbst gesundheitliche Schäden zufügen.
Angesichts zB dieser im Internet zu findenden Anleitung zum Gießen von Jigköpfen (https://www.doctor-catch.com/de/angelti ... -lackieren) wundert mich der Plan, das zu Verbieten auch nicht, denn zumindest ich habe in diesem Artikel keinerlei Hinweis darauf gefunden, dass wegen der giftigen Dämpfe beim Bleigießen unbedingt eine Schutzmaske verwendet werden muss...
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Re: Bleiverbot kommt in der ganzen EU

Beitrag von regus »

Polsi hat geschrieben: 01.12.2023, 14:05 Aus Karpfenanglersicht begrüße ich ein Bleiverbot zu 100 Prozent.

Mittlerweile ist es ja üblich und wird von vielen Firmen propagiert, bei der Benutzung sogenannter Drop-off-Montagen wirklich jedes Blei direkt beim Biss zu verlieren. Ich weiß, dass es in manchen Fällen notwendig ist, ein schweres Gewicht im Drill loszuwerden (starker Krautbewuchs), aber dass deshalb tonnenweise Blei mit voller Absicht im Wasser landet, kann ich nicht gutheißen. Ich bin darum fast zu 100 % auf Stahlgewichte (ungiftig) umgestiegen, die ich mir aus alten Muttern selbst bastle. Auch mit Steinmontagen habe ich experimentiert und gute Erfahrungen gesammelt.

Der einzige wirklich bedeutende Nachteil, den ich beim Karpfenangeln sehe, liegt in der Verminderung der Wurfweite, wenn es wirklich darauf ankommt, noch den einen oder anderen Meter mehr herauszukitzeln. Beim Ablegen vom Boot aus und bei kürzeren Wurfweiten ist es vollkommen egal, woraus das Gewicht besteht.
Da hat sich aber deine Ansicht stark geändert.

Deine post vom 26.1.21: Bin kein Wiener, daher nur zwei kleine Anmerkungen von mir.

1. Es gibt keine anglerische Alternative zu Blei.
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Re: Bleiverbot kommt in der ganzen EU

Beitrag von fuschlsee0 »

Man kann Ansichten auch ändern. Problematisch wird es halt dann, wenn man IMMER felsenfest der Meinung ist im Recht zu sein und der Kontingenz gar keinen Raum bzw. Andersdenken kein Argument zulässt. Wenn man mit allen Mitteln diskutiert, der Schnee sei schwarz.....
....dann schaut es irgendwann ganz blöd aus.

Aber, na gut, vielleicht besteht ja die Hoffnung dass Polsi auch bei anderen Themen lernt und einsichtig wird.
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Re: Bleiverbot kommt in der ganzen EU

Beitrag von OHKW »

Fehler einzugestehen und umzudenken zu können ist nicht nur eine vorteilhafte Eigenschaft sondern auch sympathisch. Verstehe bis heute nicht warum vor allem ersteres bei Politikern ein Ding der Unmöglichkeit zu sein scheint. ... genauso wie Ja/Nein Fragen mit Ja oder Nein zu beantworten ^^ Egal, ich schweife ab.
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Re: Bleiverbot kommt in der ganzen EU

Beitrag von Polsi »

regus hat geschrieben: 04.12.2023, 10:22

Da hat sich aber deine Ansicht stark geändert.

Deine post vom 26.1.21: Bin kein Wiener, daher nur zwei kleine Anmerkungen von mir.

1. Es gibt keine anglerische Alternative zu Blei.
Stimmt. Ich habe irgendwann ein Video von einem bekannten englischen Angler gesehen, der an irgendeiner sehr stark beangelten Schottergrube angelte und man sah genau, dass bei jedem einzelnen Fisch, der gerade gekeschert wurde, kein Blei mehr an der Montage war. Der Angler hat in dem Video sicher zehn bis 15 Karpfen an einem Wochenende gefangen. Wenn man sich jetzt ausrechnet: 15 Bleie á 100 Gramm (Hausnummer) und das vielleicht von zehn Anglern an 30 Wochenenden im Jahr (auch Hausnummer), dann sind wir bei 450 Kilogramm Blei pro Jahr (!), das da im Wasser landet (und etwa 14.000 Euro). Da dachte ich mir, dass es das ja wohl nicht sein kann und habe angefangen mit Stahl- und Steinmontagen zu experimentieren. Beides funktioniert gut, lediglich die Wurfweite ist wie gesagt sehr eingeschränkt.

Ich würde auch heute noch behaupten, dass Blei aus anglerischer Sicht ideal ist, weil die Vorteile in Summe einfach überwiegen, doch wenn ich selbstgebaute Gewichte aus Stahl verwenden kann, die erstens ungiftig und zweitens billiger sind als Blei, warum sollte ich sie nicht nutzen? Den gewünschten Effekt, den Fisch zu haken, erfüllen sie.

Wohlgemerkt: Ich spreche hier vorwiegend über Drop-Off-Montagen, bei denen das Gewicht im Drill bewusst nicht auf der Schnur bleiben soll. Bei klassischen Inline-Montagen oder Laufblei halte ich das Problem für überschaubar, weil hier tatsächliche Bleiverluste ja eher die Ausnahme sind. Auch was andere Angelstile angeht (jiggen, spinnen, etc.), kann ich nicht viel dazu sagen.

Ich bin eigentlich kein Fan von Verboten, allerdings begrüße ich bei diesem speziellen Thema, dass die Tacklerhersteller endlich gefordert sein werden, Alternativen zum Blei anzubieten. Diese waren und sind bisher ja ausgesprochene Nischenprodukte, die schwer erhältlich und zudem noch sehr teuer sind.
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