Überzogene Spinnerei oder sinnvolle Ansätze?

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Re: Überzogene Spinnerei oder sinnvolle Ansätze?

Beitrag von OHKW » 12.10.2016, 08:23

Was Waidgerechtigkeit etc. anbelangt bringt die Erhöhung von Kartenpreise gar nix.
Wo es aber schon was bringt ist, bei der Fraktion der Angler die immer noch dumm genug sind zu glauben, dass sich Angeln für sie "rentieren" muss. Für die "rentiert" es sich dann nicht mehr. (Was es sowieso nie tut, wenn man Zeit und Materialaufwand miteinrechnen würde.....)
Mann muss es sich selbst nicht unnötig schwer machen wenn man es genauso gut anderen unnötig schwer machen kann.

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Re: Überzogene Spinnerei oder sinnvolle Ansätze?

Beitrag von *Chorche* » 12.10.2016, 09:18

@fuschlsee:

Absolut richtig!

@KarlKarl:

Das Problem ist auf jeden Fall da, das kann man nicht leugnen. Klar, die Gelder aus den erhöhten Kartenpreisen müssen den Kontrollen zugute kommen, um solchen Banden das Handwerk zu legen.

@OKHW:

Naja, es bringt schon was - was zum Beispiel wohl wegfallen würde wäre die Saufangler, die 5 mal im Jahr saufend eine Nacht auf Karpfen (Beispiel) ansitzen und alles verdrecken.

Und natürlich die von dir angesprochene Fraktion - wie "blöde" von dieser Seite argumentiert wird kann man zur Zeit im "Anglerboard" unter dem Stichwort "Dorschquote" nachlesen. Unglaublich was dort an Blödsinn verzanpft wird.

Aber insgesamt ist die Rechnung klar - weniger Angler, weniger Deppen. Aber dazu hat Polsi in einem Thread mal ganz gute Ausführungen geschrieben.

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Re: Überzogene Spinnerei oder sinnvolle Ansätze?

Beitrag von TheCK » 12.10.2016, 09:53

*Chorche* hat geschrieben:Aber insgesamt ist die Rechnung klar - weniger Angler, weniger Deppen. Aber dazu hat Polsi in einem Thread mal ganz gute Ausführungen geschrieben.
Genau dieser Zustand wäre erstrebenswert, hat aber meiner Meinung nach immer noch nichts mit einer Erhöhung der Kartenpreise zu tun sondern ist eher eine Pflicht der Bewirtschafter, die Lizenzen/Tageskarten nur an Leute auszugeben, die sich entsprechend verhalten.
Womit wir wieder beim Profitgedanken wären.
Gäbe es eine gute Selektion der Lizenznehmer, regelmäßige Kontrollen und ERNSTHAFTE Strafen bei Verstößen (und ich meine hier nicht den theoretischen Lizenzentzug, das wird sowieso kaum praktiziert) hätten wir auch weit weniger Probleme.

Deine "Ostbanden" sind ja auch nicht alle Schwarzfischer - wenn sie es wären würde auch ein höherer Preis nichts bringen. Nein, das sind ganz legale Tages- und Jahreskartennehmer. Und wie kommen sie an ihre Karten?
Bevor man das Angeln also "elitarisiert" gäbe es sehr wohl noch ein paar Stellschrauben an denen man drehen könnte - vorausgesetzt natürlich der Bewirtschafter interessiert sich für sein Gewässer und nicht nur für seine Einnahmen. Das Ganze ist nämlich auch mit entsprechendem Aufwand verbunden.
LG
Chris

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Re: Überzogene Spinnerei oder sinnvolle Ansätze?

Beitrag von *Chorche* » 12.10.2016, 10:05

Da hast du durchaus recht :good post:

Im Grunde sehe ich die Zukunft trotzdem pessimistisch... Arten wie Äsche, Schwertfisch, Haie werden wohl langsam verschwinden....

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Re: Überzogene Spinnerei oder sinnvolle Ansätze?

Beitrag von Captain » 14.10.2016, 05:37

*Chorche* hat geschrieben:
Das Problem ist auf jeden Fall da, das kann man nicht leugnen. Klar, die Gelder aus den erhöhten Kartenpreisen müssen den Kontrollen zugute kommen, um solchen Banden das Handwerk zu legen.
Kontollorgane arbeiten ehrenamtlich, und genaugenommen ist es ein undankbarer Job. Wer will sich schon in seiner Freizeit mit irgendwelchen dubiosen Leuten anlegen, wo doch der rechtliche Rahmen eigentlich "zahnlos" ist.
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Re: Überzogene Spinnerei oder sinnvolle Ansätze?

Beitrag von *Chorche* » 14.10.2016, 08:34

Genau das ist ja das Problem, Captain!

Ich finde, man müsste mit den Geldern aus den deutlich erhöhten Kartenpreisen Berufskontrollore anstellen - die würden vielleicht was weiterbringen...

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Re: Überzogene Spinnerei oder sinnvolle Ansätze?

Beitrag von doubleH » 14.10.2016, 09:15

Hallo Chorche,

Da müsstest du die Preise für die Jahreslizenz bei z.B. Teichen/Schottergruben nicht erhöhen, sondern x mal vervielfachen, um dir
einen hauptberuflichen Aufseher leisten zu können. Halte ich für schwer bedenklich, denn somit machst du das Angeln für Familien
mit einem niedrigeren Einkommen (fast) unerschwinglich und das kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein.

Wenn sich z.B. in einem kleinen Einzugsgebiet mehrere Gewässer befinden, und sich darauf verständigen, sich gemeinsam einen
Hauptberuflichen zu leisten, wäre das sicher ein Ansatz.

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Re: Überzogene Spinnerei oder sinnvolle Ansätze?

Beitrag von *Chorche* » 14.10.2016, 10:24

mehrere Gewässer, die sich auf einen gemeinsamen Berufskontrollor verständigen
Das wäre auf jeden Fall ein guter Ansatz!

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Re: Überzogene Spinnerei oder sinnvolle Ansätze?

Beitrag von Captain » 14.10.2016, 13:55

Auf welcher rechtlichen Grundlage? Die Kompetenzen blieben ja gleich.
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Re: Überzogene Spinnerei oder sinnvolle Ansätze?

Beitrag von korsikaphil » 14.10.2016, 14:21

*Chorche* hat geschrieben:
mehrere Gewässer, die sich auf einen gemeinsamen Berufskontrollor verständigen
Das wäre auf jeden Fall ein guter Ansatz!
Nur weil jemand eine Tätigkeit hauptberuflich ausübt heisst das noch lange nicht dass er/sie einen besseren Job macht als ein Ehrenamtlicher. Ich denke da besonders Bergrettung, diverse Rettungsdienste und die Freiwillige Feuerwehr. Alle diese haben immer beste Arbeit geleistet wenn ich sie denn mal gebraucht habe. Dafür an dieser Stelle noch mal ein herzliches :danke: ich liebe euch!
Captain hat geschrieben:Auf welcher rechtlichen Grundlage? Die Kompetenzen blieben ja gleich.
Welche Kompetenzen haben diese Aufseher eigentlich? Beamtenstatus im Dienst, Hoheitsrechte? Oder sind das nur so Schülerlotsen?
Zuletzt geändert von korsikaphil am 14.10.2016, 14:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Überzogene Spinnerei oder sinnvolle Ansätze?

Beitrag von OHKW » 14.10.2016, 14:25

korsikaphil hat geschrieben: Nur weil jemand eine Tätigkeit hauptberuflich ausübt heisst das noch lange nicht dass er/sie einen besseren Job macht als ein Ehrenamtlicher.
Eh nicht, aber man tut sich deutlich leichter jemanden der dafür bezahlt wird auch dafür in die Pflicht zu nehmen mit einer gewissen Regelmäßigkeit zu kontrollieren. Was willst bei einem anderwertig Vollzeitbeschäftigten der in seiner wenigen Freizeit zwei mal im Jahr kontrolliert auch verlangen?
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Re: Überzogene Spinnerei oder sinnvolle Ansätze?

Beitrag von korsikaphil » 14.10.2016, 14:31

OHKW hat geschrieben:Was willst bei einem anderwertig Vollzeitbeschäftigten der in seiner wenigen Freizeit zwei mal im Jahr kontrolliert auch verlangen?
Genau dasselbe wie von einem in Vollzeit beschäftigten Familienvater, der um Mitternacht auf einen Berg klettert um mir eine heiße Suppe zu bringen. Braucht halt Leute die mit Herzblut bei der Sache sind.
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Re: Überzogene Spinnerei oder sinnvolle Ansätze?

Beitrag von OHKW » 14.10.2016, 14:34

Hat halt nicht jeder Bewirtschafter das Glück so jemanden für lau zur Verfügung zu haben.

Btw. sind diese bergsteigenden Suppenbringer überhaupt die schlimmsten :D
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Re: Überzogene Spinnerei oder sinnvolle Ansätze?

Beitrag von korsikaphil » 14.10.2016, 14:42

Wenn ich schon in Pension wär und am Wasser wohnen würde, dann wär mir eine Gratis-Jahreslizenz eine ausreichende Anerkennung bzw. Vergütung, ein freundschaftliches Verhältnis zu den Vereinsmitgliedern vorausgesetzt. Kann mir gut vorstellen dass ich damit nicht alleine bin. Und mal ehrlich, was ist denn so schwer an dem Job? Bisserl mitm Hund Gassi gehen, nebenbei schauen was so los ist und einen Schwatz halten - ideale Rentnerbeschäftigung!
OHKW hat geschrieben:Btw. sind diese bergsteigenden Suppenbringer überhaupt die schlimmsten :D
Man sollte ein bisserl schauen welchen Karabiner sie einem wo an den Gurt hängen wollen, und die Euphorie generell ein wenig bremsen, sonst wird man von deren Hilfsbereitschaft erschlagen. Ansonsten :applaus:
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Re: Überzogene Spinnerei oder sinnvolle Ansätze?

Beitrag von Gschitz » 14.10.2016, 15:56

korsikaphil hat geschrieben:
Captain hat geschrieben:Auf welcher rechtlichen Grundlage? Die Kompetenzen blieben ja gleich.
Welche Kompetenzen haben diese Aufseher eigentlich? Beamtenstatus im Dienst, Hoheitsrechte? Oder sind das nur so Schülerlotsen?
Die Aufseher haben Beamtenstatus im Dienst- das ist o.k. . Nur wenn Du jemanden erwischt passiert dem höchstens, dass er für den entstandenen Schaden bestraft wird: das ist dann wahrscheinlich kein Schaden oder vielleicht ein zwei Fische, die er im besten Fall bei sich hat.
Ein weiteres Problem ist, dass die Aufseher vom Bewirtschafter bestellt werden. Wenn jetzt dem Bewirtschafter z.B. egal ist, dass mit lebenden Fischen geangelt wird und du als Aufseher das ahndest, bist du Aufseher gewesen. Oder dem Aufseher sind Regelverstöße egal, weil "des hams immer schon so gmacht und des san meine Freind". Um da was zu bewegen müssten die Aufseher vom Land gestellt werden. Geld dafür wäre ja durch die Fischerkarten da.

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