Wo kein Wille, dort auch kein Weg

Erhaltung unserer Natur und Tierwelt
Benutzeravatar
Anonymer Thomas
Wels
Beiträge: 2062
Registriert: 19.08.2006, 14:49
Wohnort: Wien
Hat sich bedankt: 56 Mal
Danksagung erhalten: 36 Mal
Kontaktdaten:

Re: Wo kein Wille, dort auch kein Weg

Beitrag von Anonymer Thomas » 18.06.2024, 19:37

OHKW hat geschrieben:
18.06.2024, 19:33
Willkommen zurück ;)

Als ich den Satz gelesen hab, war ich auch zunächst unsicher wie das zu interpretieren ist. Nachdem das aber ein Zynismus in-sich ist, bin ich eher davon ausgegangen, dass das ironisch zu verstehen war. In Zeiten wie diesen muss man mit sowas allerdings sehr vorsichtig sein.
danke!
dann hast du es völlig richtig verstanden ohne dass du es kanntest.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Anonymer Thomas für den Beitrag:
Lupus

Benutzeravatar
flarol
Rotfeder
Beiträge: 96
Registriert: 23.07.2013, 13:41
Hat sich bedankt: 81 Mal
Danksagung erhalten: 52 Mal

Re: Wo kein Wille, dort auch kein Weg

Beitrag von flarol » 18.06.2024, 20:53

Grüß euch!

Auch wenn ich mich jetzt vielleicht bei dem ein oder anderen unbeliebt mache...

Das AF-Team hätte sich meiner Meinung nach absprechen müssen und hätten so was wie.: "Wir als Team haben entschieden, weil das und das passiert ist ..." schreiben sollen. Und auch da, hätte man Tom die Zeit geben sollen sich zu seinem Post zu äußern.

Auch wenn ich pers. in diesem Fall keinen Grund sehe, sich dafür rechtfertigen zu müssen. Ich habe aber auch verstanden, wie Tom es gemeint hat. Ohne ihn pers. zu kennen.

Eventuell könnt ihr das mal intern im Team besprechen, so als KVP (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess).

my 2 ¢,
Rol
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor flarol für den Beitrag:
Ragman

Benutzeravatar
Lupus
Wels
Beiträge: 9175
Registriert: 19.03.2005, 10:58
Revier/Gewässer: verschiedene
Wohnort: Wien
Hat sich bedankt: 996 Mal
Danksagung erhalten: 1003 Mal

Re: Wo kein Wille, dort auch kein Weg

Beitrag von Lupus » 19.06.2024, 06:52

Anonymer Thomas hat geschrieben:
18.06.2024, 19:37
OHKW hat geschrieben:
18.06.2024, 19:33
Willkommen zurück ;)

Als ich den Satz gelesen hab, war ich auch zunächst unsicher wie das zu interpretieren ist. Nachdem das aber ein Zynismus in-sich ist, bin ich eher davon ausgegangen, dass das ironisch zu verstehen war. In Zeiten wie diesen muss man mit sowas allerdings sehr vorsichtig sein.
danke!
dann hast du es völlig richtig verstanden ohne dass du es kanntest.
Als aufmütziger Freigeist, der so redet wie einem der Schnabel gewachsen ist, hat man es aber heute auch wirklich nicht leicht. So leicht wird alles falsch verstanden und so leicht gehen gleich Scheißestürme oder Anzeigen oder an den Pranger stellen von dannen. Hat jemand einen eher derben Humor, so werden die, die darüber lachen können, immer weniger.

Zum Thema zurück:
Ich will mir auch keine Feinde machen, aber um Gewässer zu renaturieren braucht man nicht unbedingt die Gwessler oder die UE, das wurde schon zu meiner Jugendzeit ohne Grüne und ohne UE (äh sorry, deutsch heißt es ja E.U. ) locker geschafft hier in Wien, oder glaubt irgendwer, dass die Altarme im Auwald, wo viele gerne fischen tun, noch existieren täten, wenn nicht der damalige Vorsitzende des Wiener Fischereiausschusses mit unzähligen komplizierten Behördengängen erreichen konnte, dass die völlig verlandeten Gewässer ausgebaggert werden.
Es gäbe heute kein Mühlwasser Lobau mehr, wenn das damals 1974-76 nicht so gemacht worden wäre. Und das haben unsere Leut´ gemacht. Auch die frühere Fahrerlaubnis der Fischer vom Uferhaus zum Donau-Oderkanal II-er Becken wurde unterbunden, und bevor es diesen Radler-Bumm gab, hatte ich im Kofferraum schon ein Klappradl und fuhr damit zum Angelplatz.
Der damalige Vorsitzende des FRA Wien wurde übrigens auch nicht in den Medien für seinen "Alleingang" gehuldigt.

Ich weiß, das ist hartes Pflaster oder bittere Pillen für viele von uns, was ich da schreibe, aber ich sag es eben mal gern von der Schnauze.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Lupus für den Beitrag (Insgesamt 3):
korsikaphilKaindlauAnonymer Thomas

fuschlsee0
Huchen
Beiträge: 1581
Registriert: 20.09.2007, 16:28
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 162 Mal

Re: Wo kein Wille, dort auch kein Weg

Beitrag von fuschlsee0 » 19.06.2024, 07:35

Du hast schon Recht damit Lupus, dass es immer schon Idealisten gab, die Umweltschutz betrieben haben. Wir sind aber aktuell an einem Punkt, wo das keinesfalls mehr reicht. Es wird munter weiterversiegelt, es werden aktuell an der Salzach zB. 2 neue Flusskraftwerke gebaut und dutzende Kilometer des ohnehin schon beeinträchtigten Alpenflusses total zerstört, wir haben ein enormes Artensterben, zunehmende Unwetter und Überschwemmungen, Wetterkapriolen, undwasweißichalles.
Da ist es viel zu wenig, sich auf Idealisten zu verlassen, dass die die Sache retten werden und auf der anderen Seite wird weiter fleißig betoniert, verbaut, verschmutzt und der Restnaturraum industriell vernutzt.

Ich finde es daher höchst begrüßenswert, dass die höchste politische Instanz den Staaten eine Bremse und Vorgaben aufs Auge drückt. Wie die genau umgesetzt werden, liegt dann eh an der nationalen Politik. Genau so gehört EU! Dringend notwendige (!) Entwicklungen in Form von Rahmengesetzgebungen vorschreiben und den Nationalstaaten dann das "wie" zu überlassen. Und ggf. mit Fördergeldern unterstützen.
Alle die nur einen Hauch Liebe zu Natur und Umwelt empfinden, sollten sich über diesen Vorstoß freuen. Und es wäre höchst peinlich gewesen, wenn dieses Vorhaben wegen Österreich (genauer gesagt durch die Oberbetonierern dieses Marginalstaates) gescheitert wäre. DANKE Eleonore!
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor fuschlsee0 für den Beitrag (Insgesamt 5):
KaindlaucaWALLERoOHKWSmetnikZanderheli

Benutzeravatar
GvonderRinne
Hecht
Beiträge: 528
Registriert: 07.06.2018, 17:37
Revier/Gewässer: Donaustadt 2
Wohnort: 1020 Wien
Hat sich bedankt: 304 Mal
Danksagung erhalten: 358 Mal

Re: Wo kein Wille, dort auch kein Weg

Beitrag von GvonderRinne » 19.06.2024, 09:57

Hi
Wer für Bewegung sorgt, ist mir persönlich egal. Hauptsache es bewegt sich was. Wie Lupus schon schrieb, wo keine Bewegung mehr ist, entsteht nur Verlandung, Fäulnis und Hoffnungslosigkeit. Allen braven und treuen Arbeitern im Hintergrund, ein großes Dankeschön.
Erst letzte Woche habe ich einen guten Satz gelesen: Die Motivation schwankt, die Disziplin bleibt.
Also beobachten, bewegen und schau ma, wie es weitergeht.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor GvonderRinne für den Beitrag (Insgesamt 2):
KaindlauLupus

meigo1234
Brasse
Beiträge: 142
Registriert: 22.12.2019, 09:18
Hat sich bedankt: 84 Mal
Danksagung erhalten: 65 Mal

Re: Wo kein Wille, dort auch kein Weg

Beitrag von meigo1234 » 28.06.2024, 09:36

noch ergänzend zur einordnung ... "wir sind ja eh spitzenreiter beim naturschutz"
und sowieso so bio
und die besten beim co2-ausstoß ... viel blah blah in Austria

https://salzburg.orf.at/stories/3262974/

meigo1234
Brasse
Beiträge: 142
Registriert: 22.12.2019, 09:18
Hat sich bedankt: 84 Mal
Danksagung erhalten: 65 Mal

Re: Wo kein Wille, dort auch kein Weg

Beitrag von meigo1234 » 28.06.2024, 16:18


fuschlsee0
Huchen
Beiträge: 1581
Registriert: 20.09.2007, 16:28
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 162 Mal

Re: Wo kein Wille, dort auch kein Weg

Beitrag von fuschlsee0 » 28.06.2024, 16:54

Evolutionsbiologe Andreas Tribsch: „Wir haben auch das Problem, dass die geschützten Ökosysteme nicht funktionieren, weil die Schutzgebiete zu klein sind, weil sie nicht gut gemanagt werden. Also auch da ist dieser schlechte Zustand ein Thema, und da ist Österreich eigentlich ganz hinten in der EU.“

Quelle: orf.at

Benutzeravatar
korsikaphil
Wels
Beiträge: 2512
Registriert: 07.07.2010, 14:33
Hat sich bedankt: 49 Mal
Danksagung erhalten: 127 Mal

Re: Wo kein Wille, dort auch kein Weg

Beitrag von korsikaphil » 28.06.2024, 16:56

meigo1234 hat geschrieben:
28.06.2024, 09:36
https://salzburg.orf.at/stories/3262974/
Wald: „Zehn Prozent aus der Nutzung nehmen ist sinnvoll“

Das halte ich für einen guten Vorschlag. Für die Biodiversität ist ein Nutzungsverzicht in geeigneten Waldbiotopen ein Segen. Wenn man da gezielt vorgeht und verschiedene Waldtypen mit unterschiedlichen Zielarten ins Auge nimmt, kann man so mit minimialem Aufwand eine Menge für den Artenschutz tun.

Ich tu mich da aber auch leicht reden weil ich den sog. Klimaschutz für so überflüssig wie einen Kropf halte. Eines muss einem nämlich bewusst sein: Ein forstlicher Nutzungsverzicht bedeutet dass der im Holz gebundene Kohlenstoff wieder in die Atmosphäre gelangt wenn das Totholz verrottet. Klimaschutz und Naturwald stehen daher im Widerspruch zueinander. Da müsst's ihr euch also entscheiden, liebe Grüne, was euch wichtiger ist :wink:
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor korsikaphil für den Beitrag:
Kaindlau

Benutzeravatar
thomasfischt
Huchen
Beiträge: 1067
Registriert: 21.09.2010, 15:04
Revier/Gewässer: Donau und Kroatien
Wohnort: Wien
Hat sich bedankt: 126 Mal
Danksagung erhalten: 356 Mal

Re: Wo kein Wille, dort auch kein Weg

Beitrag von thomasfischt » 29.06.2024, 09:37

korsikaphil hat geschrieben:
28.06.2024, 16:56
meigo1234 hat geschrieben:
28.06.2024, 09:36
https://salzburg.orf.at/stories/3262974/
Wald: „Zehn Prozent aus der Nutzung nehmen ist sinnvoll“

Das halte ich für einen guten Vorschlag. Für die Biodiversität ist ein Nutzungsverzicht in geeigneten Waldbiotopen ein Segen. Wenn man da gezielt vorgeht und verschiedene Waldtypen mit unterschiedlichen Zielarten ins Auge nimmt, kann man so mit minimialem Aufwand eine Menge für den Artenschutz tun.

Ich tu mich da aber auch leicht reden weil ich den sog. Klimaschutz für so überflüssig wie einen Kropf halte. Eines muss einem nämlich bewusst sein: Ein forstlicher Nutzungsverzicht bedeutet dass der im Holz gebundene Kohlenstoff wieder in die Atmosphäre gelangt wenn das Totholz verrottet. Klimaschutz und Naturwald stehen daher im Widerspruch zueinander. Da müsst's ihr euch also entscheiden, liebe Grüne, was euch wichtiger ist :wink:
Und du meinst es wäre besser diesen Teil der Nutzung und der Industrie/dem Handel zuzuführen? Das hätte ja weit schlimmere Folgen als die Verrottung von Totholz.

Oder wie meinst du das?

Benutzeravatar
korsikaphil
Wels
Beiträge: 2512
Registriert: 07.07.2010, 14:33
Hat sich bedankt: 49 Mal
Danksagung erhalten: 127 Mal

Re: Wo kein Wille, dort auch kein Weg

Beitrag von korsikaphil » 29.06.2024, 11:24

thomasfischt hat geschrieben:
29.06.2024, 09:37
Und du meinst es wäre besser diesen Teil der Nutzung und der Industrie/dem Handel zuzuführen? Das hätte ja weit schlimmere Folgen als die Verrottung von Totholz.
Oder wie meinst du das?
Guggst du
https://www.proholz.at/wald-holz-klima/ ... eniger-co2

Benutzeravatar
thomasfischt
Huchen
Beiträge: 1067
Registriert: 21.09.2010, 15:04
Revier/Gewässer: Donau und Kroatien
Wohnort: Wien
Hat sich bedankt: 126 Mal
Danksagung erhalten: 356 Mal

Re: Wo kein Wille, dort auch kein Weg

Beitrag von thomasfischt » 29.06.2024, 12:03

Interessant

Danke für den Link.

Ich dachte immer so wenig wie möglich in die Natur eingreifen ist das beste was ihr/uns passieren kann.

Ich verstehe schon den Standpunkt der da im Link vermittelt wird. Aber man darf halt auch nicht vergessen wieviel Co2 die Verarbeitung von Holz und der Bau eines Holzhauses mit sich bringt. Auch wenn Proholz das naturgemäss positiver beschreibt.

Am Ende sicher besser als Beton (auch die Betonhersteller behaupten ihr Material sei das beste für die Natur und den Co2 Ausstoß) aber mMn dennoch schlechter als gar nix bauen.

Da wir aber immer mehr Menschen werden und diese Menschen immer mehr wollen, wird das alles auch nur verzögert. Schauen wir uns einmal an was in den letzten 120 Jahren passiert ist.

Ein gescheiter Mann, den ich sehr schätzte und der schon ein Weilchen auf der Welt ist meint immer: Es ist alles Augenauswischerei. Das einzige was hilft ist Verzicht. Und da hat er nicht unrecht, da können wir uns alle bei der Nase nehmen. Ich mich als erster...
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor thomasfischt für den Beitrag:
GvonderRinne

Benutzeravatar
korsikaphil
Wels
Beiträge: 2512
Registriert: 07.07.2010, 14:33
Hat sich bedankt: 49 Mal
Danksagung erhalten: 127 Mal

Re: Wo kein Wille, dort auch kein Weg

Beitrag von korsikaphil » 29.06.2024, 12:47

thomasfischt hat geschrieben:
29.06.2024, 12:03
Ich verstehe schon den Standpunkt der da im Link vermittelt wird. Aber man darf halt auch nicht vergessen wieviel Co2 die Verarbeitung von Holz und der Bau eines Holzhauses mit sich bringt. Auch wenn Proholz das naturgemäss positiver beschreibt.
Am Ende sicher besser als Beton (auch die Betonhersteller behaupten ihr Material sei das beste für die Natur und den Co2 Ausstoß) aber mMn dennoch schlechter als gar nix bauen.
Die größte Klimasünde ist tatsächlich, Kinder in die Welt zu setzen. Wer nicht lebt, stößt kein CO² aus. Insofern bin ich da voll bei dir, besser gar nicht wohnen als in einem Holzhaus wohnen....

:155:

Ironie off:
Die Menschheit könnte vielleicht etwas gg. den Klimawandel tun wenn sie geschlossen wie eine Kolonie, wie ein Lebewesen denken und handeln würde. Da das leider niemals der Fall sein wird lautet meine Devise: Genießt das Leben in vollen Zügen, feiert, reiset, fahret Sportwagen und SUVs wenn euch das gefällt und nutzt die Zeit die euch geschenkt ist!

Benutzeravatar
thomasfischt
Huchen
Beiträge: 1067
Registriert: 21.09.2010, 15:04
Revier/Gewässer: Donau und Kroatien
Wohnort: Wien
Hat sich bedankt: 126 Mal
Danksagung erhalten: 356 Mal

Re: Wo kein Wille, dort auch kein Weg

Beitrag von thomasfischt » 29.06.2024, 20:40

So ironisch ist das leider gar nicht.

Wieso muss man 250 auf der Autobahn fahren. Wieso will jeder SUV fahren. Wieso will jede Familie ein Haus mit Pool und 5 Fernreisen im Jahr. Das meinte ich mit Verzicht. (Bitte nicht angesprochen fühlen, ich meine damit natürlich den Durchschnitt und nehme mich da nicht aus)

So radikal selbst für keinen Nachwuchs zu sorgen wäre zwar effektiv aber auch nicht unbedingt notwendig. Ich meinte eher den Lebensstil reduzieren dem wir alle nacheifern.

Es wird sich auf zwei Szenarien am Ende beschränken: 1. mit Vollgas gegen die Wand 2. den von dir umschriebenen Zustand

Im Moment sieht es nach Szenario 1 aus

fuschlsee0
Huchen
Beiträge: 1581
Registriert: 20.09.2007, 16:28
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 162 Mal

Re: Wo kein Wille, dort auch kein Weg

Beitrag von fuschlsee0 » 30.06.2024, 02:10

Es ist der 30.6.
Es geht der Wind.
Es ist 2 Uhr 7.
Wir haben 24 Grad.
In Salzburg.
Um 2 Uhr 7!

Wir haben ein Problem!
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor fuschlsee0 für den Beitrag:
Kaindlau

Antworten

Zurück zu „Tier- , Gewässer- und Umweltschutz“