Ragman hat geschrieben: 01.04.2026, 03:13
Lupus hat geschrieben: 31.03.2026, 16:57
Schau, was soll ich jetzt sagen: Man kanns nicht jedem recht machen.
1) Ioan-Petru, (ich hoff, daß ich das jetzt richtig memoisiere),
ich denke, daß es ein Werdegang ist.
2) Früher war der klassische Angler, mit dem ich auch aufgewachsen bin, der Kochtopfangler.
Ich muß für eine Jahreskarte zahlen, also möchte ich möglichst viel Gegenwerr dafür haben.
Vermutlich war das auch der Gedanke meiner Eltern, als sie mir Ende 80er/Anfang 90er meine erste Jahreskarte als Weihnachtsgeschenk überreichten: wie zahlen - der Bub ist in der Natur unterwegs (keine Drogen, keine Frauen)- und wir bekommen regelmäßig frischen Fisch auf den Teller.
3) Es gab in meiner Familie keine Angler-Tradition, ich bin der erste. War mit dem Motorrad so ähnlich.
4) Und ja, anfangs ging es bei mir darum, möglichst viele frische Fische heimzubringen, um die Eltern nicht zu enttäuschen.
Dann, ungefähr als ich 20 Jahre alt wurde, habe ich das Angeln eher als Jagd empfunden. Der Reiz, bisher unbekannte Arten zu fangen. Und danach: mit neuem Methoden, neuen Ködern, es sich selber immer schwieriger zu machen.
Das ist ein anderes Hobby. Moralisch auch. Moralisch aber nur anders, nicht besser gewertet. Weil, traditionell geht es um den günstigen Kalorienerwerb für dir Fsmilie - und warum nicht?
Interessant !
Ad 1) Ich habe nur ausgebessert von J auf I. Ich heiße nicht Joan sondern Ioan, wurscht
Ad 2) Interesannt, denn okay, ich habe auch die Edelfische, die ich fing (damals nannte man diese grauenhafte Untescheidung zwischen Profanfisch = Weißfisch=grätenreich, und Edelfisch = Salmoniden, Karpfen, Schleien, Hechte, Zander, Aale, Welse, Rutten)
Wurscht, wenn ich also einen "Edelfisch" fing, nahm ich ihn mit, das war der Stolz des "Jäger bringt Beute heim".
Allerdings war nie der Rechengedanke dabei. Meine Eltern waren wohlhabend, meinem Vater war es scheißegal, ob ich was fang oder nicht, denn wenn er etwas hasste, war es Fisch. Es durfte ja nicht irgendwo im Haus nach Fisch stinken.
Also wurden die Fische von mir, damals noch nicht vergan, und meiner Mutter und wenn sie noch da war, meiner Schwester gegessen.
Aber irgendwann, als ich ein besserer Fischer wurde, wurden es mehr "Edelfische", und da man ja einen Fisch unbedingt zu Hause zeigen musste, wurden sie halt dann an Bekannte meiner Eltern verschenkt.
Als ich mal im Urlaub im Salzkammergut (damit sind wir wieder beim Thema) einen traf, der frage, ob sich die Karte auch "rechnen würde", schaute ich etwas verwundert und verstand nicht was er meinte. Denn mir war schon klar, dass Karte und vor allem Angelausrüstung x-mal mehr kosten als die paar Fische, die man fängt.
Und wie gesagt, ich bin ein verwilderter, wohlstandsverwahrloster Teenager gewesen. Vater mit Mutter oft auf Geschäftsreise, ich daheim, kochen selber gelernt, Schule gemacht, und vor allem Party gemacht.
ad 3) Ja, in meiner auch nicht. Das muss ein genetischer Defekt sein, dass ich in einer Familie, die sich sonst nur mit Literatur und Kunst beschäftigte in ihrer Freizeit, Fischer wurde.
ad 4) Also meine waren froh, wenn ich nicht mit irgendso einem "Dreckszeug" heimkomme, und wenn, dann weit weg.
Als ich Teenager war, sorgte ich eh schon für mich alleine. Da wars wurscht.
Abschluss: Heute bin ich schon lange vegan. Fisch nehme ich dann einen mit, wenn eine meiner Ladies aus der rumänischen Community gerne einen will. Dafür bemuttern sie mich anderwärtig. Also entweder sie bringen mir von ihren Mamas gemachte " zacuscă" mit (ist so ähnlich wie Aivar, nur viel besser, bitte nachgoogeln) , oder sie lackieren mir die Nägel oder verpassen mir sonst ein beautynotwendiges Helferchen....
Und zwei kleine Stückerln zwacke ich manchmal ab für meine Süße, die aber als Model nur kleine Portionen ist (auch sie ist Rumänin).
So sieht die Welt aus......
Schön ist das Leben
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