the heat is on...

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korsikaphil
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Re: the heat is on...

Beitrag von korsikaphil »

Ragman hat geschrieben: 03.07.2026, 02:09 wer heute noch von Chinaschrott redet, lebt in der Vergangenheit
Eines meiner Hobbies sind hochwertige Ferngläser.

Letztens hab ich mir gedacht: "Holst dir mal ein Nikon, hattest du schon lange keines mehr".

Nikon hat zwei Produktionsschienen. Eine chinesische, und die mindestens doppelt so teure japanische. Ich habe jeweils ein Modell bestellt.

Ohne Schaas: Beim Japanmodell war die Transporttasche und die Gummierung des Gehäuses etwas netter gemacht.
Unterschiede in mechanischer und optischer Güte: Nicht vorhanden.
Und wir reden hier von 400€ vs. 1000€.

Angeblich sieht das bei E-Autos mittlerweile genauso aus. Zweirad nochmal ganz eine andere Hausnummer - das sind die Chinamarken angeblich Weltmarktführer :lol:

Das einzige Alleinstellungsmerkmal unserer Industrie ist der Diesel. Aber der soll ja bald Geschichte sein.

Immerhin sind wir Klimaweltmeister, Energiewende sei Dank :applaus:

Und was hat das unterm Strich gebracht?

Die EU27 haben einen Anteil von unter 7% an den globalen Emissionen (nach Bienentanz gerechnet, also inklusive im Ausland hergestellten Importprodukten). Da ist es völlig wurscht ob die gesamte Wirtschaft Harakiri begeht, solange die restliche Welt nicht gleichzieht.

Ein europäischer Alleingang hat einfach zu wenig Gewicht in der Globalbilanz um irgendeinen Effekt zu haben.


Europa denkt immer noch, es wäre unglaublich bedeutsam bzw. sogar sowas wie ein Vorbild für die Welt.
Tja, die Landung wird hart werden.
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Re: the heat is on...

Beitrag von doubleH »

korsikaphil hat geschrieben: 03.07.2026, 07:51 Die EU27 haben einen Anteil von unter 7% an den globalen Emissionen (nach Bienentanz gerechnet, also inklusive im Ausland hergestellten Importprodukten). Da ist es völlig wurscht ob die gesamte Wirtschaft Harakiri begeht, solange die restliche Welt nicht gleichzieht.


Hallo!

Und dem halte ich wieder folgendes Argument dagegen:

Wenn keiner was tut, gute Nacht!


Diese Diskussion dreht sich im Kreis...nicht nur hier, sondern auch leider global.

EDIT: Norwegen ist kein EU-Land und geht mit gutem Beispiel voran.

LG
Helmut
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Ragman
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Re: the heat is on...

Beitrag von Ragman »

doubleH hat geschrieben: 03.07.2026, 09:42

EDIT: Norwegen ist kein EU-Land und geht mit gutem Beispiel voran.

Norwegen ist reich - Ölvorkommen und billiger Strom aus Wasserkraft, mit voller Hose ist leicht stinken :D
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Re: the heat is on...

Beitrag von korsikaphil »

doubleH hat geschrieben: 03.07.2026, 09:42 Und dem halte ich wieder folgendes Argument dagegen:

Wenn keiner was tut, gute Nacht!
Servus Helmut,

da widerspreche ich dir auch nicht.

"Uns" kann aber keiner vorwerfen, dass "wir" nicht genug getan hätten.

Die Deutschen haben ihre Emissionen in den letzten zehn Jahren durch eine Radikalkur quasi nochmal halbiert.
Der hausgemachte Niedergang der deutschen Industrie schlägt auch den österreichischen Zulieferern auf den Magen. Und jetzt, wo ganze Werke in Deutschland dichtmachen (100.000 Stellen allein bei VW sollen wegfallen!), werden auch die österreichischen Betriebe nicht ungeschoren davonkommen, fürchte ich.

Das wirklich perfide ist dabei, dass diese "Einsparungen" in Wirklichkeit gar keine sind. Es sind nur Verlagerungen. Die Industrie halbiert sich ja nicht - sie wandert nur woanders hin ab, wo günstigere Produktionsbedingungen und vor allem Planungssicherheit herrscht.
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Re: the heat is on...

Beitrag von korsikaphil »

Bienentanz hat geschrieben: 02.07.2026, 08:08 China investiert übrigens rasant in erneuerbare Energien (mehr als der Rest der Welt zusammen) – sie tun das nicht aus reiner Nächstenliebe, sondern weil sie verstanden haben, dass die grüne Wirtschaft der Zukunftsmarkt ist. Wer hier aus Bequemlichkeit bremst, verliert den Anschluss.
Guten Morgen,

ich stell dazu mal eine Abb. hier rein.

Sie zeigt den Strommix, den Inlandsverbrauch (schwarze Linie) und den Strompreis (rote Linie) in Deutschland in der KW 26.

Main Findings:

1) Tagsüber übersteigt das Angebot an Solarstrom den Inlandsverbrauch. Da Speichermöglichkeiten fehlen, wird der Überschuss zu Dumpingpreisen in die Nachbarländer exportiert.
2) Abends klafft eine riesige Lücke zwischen Inlandsproduktion und Nachfrage. Diese Lücke muss durch Importe geschlossen werden. Dadurch schießen die Strompreise in astronomische Höhen.
3) Mit diesem "Flatterstrom" fehlt der Industrie die Planungssicherheit. Abwanderung ist die Folge.
Ragman hat geschrieben: 03.07.2026, 12:33 Ölvorkommen und billiger Strom aus Wasserkraft, mit voller Hose ist leicht stinken :D
Beide Energiequellen stehen 24/7 zur Verfügung. Das ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil, den Deutschland nicht hat.
Österreich steht mit über 50% Wasserkraft besser da, und hilft den Deutschen regelmäßig aus der Patsche.
Ohne die Unterstützung durch die Nachbarländer wären in Deutschland schon längst die Lichter ausgegangen.
Bienentanz hat geschrieben: 01.07.2026, 08:48 es darf sich jeder sein eigenes Bild machen :up2:

Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE<br />www.energy-charts.info
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Re: the heat is on...

Beitrag von TheCK »

Bei dieser Grafik muss man aber auch erwähnen, dass Deutschland mit einer Einspeise-Vergütung für private Solar-Anlagen dafür gesorgt hat, dass sehr viele Privathaushalte ihre Anlagen ohne passende bzw. viel zu gering dimensionierte Akkustationen gebaut haben - in der Hoffnung, dass durch die Einspeisung und den damit erzielten Verdienst die Anschaffungskosten schnell wieder hereinkommen.
Es entstand damit eine enorme und in dieser Form vermutlich nicht eingeplante Überkapazität, die nicht aufgefangen werden kann. Die Folge davon: die Einspeise-Vergütung sank immer weiter und ist jetzt zum Teil sogar negativ.

Der private Solar-Ausbau in Deutschland ist ein schönes Beispiel für Fehlplanung bzw. nicht zu Ende gedachtem Förderungswesen. Der Ausbau schritt zwar rasant voran, aber die "Folgen" waren nicht weniger Last auf den "konventionellen" Energieträgern, sondern eine Überproduktion zu den Tageszeiten mit relativ wenig Privatverbrauch und durch die fehlenden Speicher in Privathaushalten eine weiterhin starke Last aus dem Privatbereich am Abend und in der Nacht.
LG
Chris
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Re: the heat is on...

Beitrag von korsikaphil »

TheCK hat geschrieben: 05.07.2026, 07:23 Der private Solar-Ausbau in Deutschland ist ein schönes Beispiel für Fehlplanung bzw. nicht zu Ende gedachtem Förderungswesen. Der Ausbau schritt zwar rasant voran, aber die "Folgen" waren nicht weniger Last auf den "konventionellen" Energieträgern, sondern eine Überproduktion zu den Tageszeiten mit relativ wenig Privatverbrauch und durch die fehlenden Speicher in Privathaushalten eine weiterhin starke Last aus dem Privatbereich am Abend und in der Nacht.
Leider geht diese Fehlplanung munter weiter. Durch baurechtliche Vereinfachungen im Einwirkungsbereich von Straßen und Eisenbahn schießen dzt. ganze Solarparks aus dem Boden - viele weiterhin ohne Zwischenspeicher!

Zwischenspeicher erhöhen die Investitionskosten. Deshalb werden oft keine gebaut :?
Die vermeintliche "Lösung", als Zwischenspeicher Batterien zu nutzen um die Solarpeaks abzufangen, ist obendrein ein ökologischer Wahnsinn! Und für sowas feiern sich die Pseudo-Umweltschützer in Deutschland auch noch ab :lol:

Etwas gutes hat dieser deutsche Irrweg aber:

Die Nachbarländer profitieren massiv von diesem Totalversagen.
So hat die VOEST kürzlich zwei elektrisch betriebene Schmelzöfen in Betrieb genommen. Jeder davon benötigt etwa 1% des gesamten in Österreich verbrauchten Stroms. Dreimal dürft ihr raten, wer für diese Energiefresser den Strom liefert und die Zeche zahlt :up2:

https://www.voestalpine.com/stahl/Die-S ... gen-Tunnel

Zum Vergleich hier der Strommix Österreichs. Man beachte den geringen Anteil an Flatterstrom und die Entwicklung der Importe.
Im Vergleich zu Deutschland steht Österreich super da :)

https://positionen.wienenergie.at/
https://positionen.wienenergie.at/
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