March bei Dürnkrut ... know-how

Fluss und Bach
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meigo1234
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March bei Dürnkrut ... know-how

Beitrag von meigo1234 »

Liebe Angelfreunde,

(hab ein wenig gesucht, nicht wirklich was gefunden)

Ich würde kommendes Jahr ganz gerne einige Male in Dürnkrut, per Tageskarte, fischen ...

Nun ist es so, dass mir zwar klar ist, dass es dort wohl auch recht strömt, und man eher zu den schwereren Körben greift ... Feederfischen ist die Wahl ... aber ist es nun unbedingt so erforderlich? ... mein Hauptinteresse wären einfach Barben, und alles was sich sonst noch einfindet. Keine Pracker nötig, einfach nur Fischen.
Die March dürfte auch (überall dort?) eine Steinpackung haben ... aber für nur drei vier Meter, und dann einfach Sand-Schlammgrund?

Danke für Tipps, wenn jemand bisl Muse hat, wäre ich sehr dankbar für ein paar Tipps, dort in der Gegend. Ein paar Ausstände sind ja auch beim Revier March-Dürnkrut dabei. Dort wohl dann eher klassisches Teichfischen.

Liebe Grüße und euch eine schöne Weihnachtszeit.
Michael
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regus
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Re: March bei Dürnkrut ... know-how

Beitrag von regus »

Hallo Michael,

ich befische die March seit knapp 20 Jahren, zwar andere reviere, aber es ist fast überall gleich.
Obwohl der Fischbestand laut Erhebungen (wobei ich da immer sehr kritisch bin bei solchen "Statistiken") nur noch 5% von Früher haben soll, kann man immer noch gute Fische in der March fangen.
Im Frühjahr ziehen von der Donau alle Fische hinauf, da ist es am besten, ab Sommerbeginn wird es deutlich weniger, aber es bleiben immer Fische herinnen.
Beim Feedern brauchst du nicht so starkes Gerät, der Grund ist sandig und wenn du dir eine Stelle suchst die etwas beruhigter ist und ordentlich fütterst, fängst du sicher deine Fische.
Vielleicht bietest du noch ein fettes Tauwurmbündel an der Upose an, das geht im Frühjahr sehr gut, wir haben so schon Welse bis 220cm gefangen.
Zander hat man auch immer eine Chance.
Ob du mit der Tageskarte in den Ausständen fischen darfs musst dich erkundigen.

Jedenfalls ist die March für Ruhesuchende und Naturliebhaber ein Traum, jedes Mal wie eine Tag Urlaub,

LG Gernot
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Lupus
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Re: March bei Dürnkrut ... know-how

Beitrag von Lupus »

regus hat geschrieben: 24.12.2025, 10:01
.

Jedenfalls ist die March für Ruhesuchende und Naturliebhaber ein Traum, jedes Mal wie eine Tag Urlaub,

LG Gernot
Wenn es nicht soooo weit wäre, das hört sich ganz nach meinem Geschmack an. Naja schade. Bilder von den Revieren sind jedenfalls wunderschön.
meigo1234
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Re: March bei Dürnkrut ... know-how

Beitrag von meigo1234 »

lieber gernot,

... manchmal klappt bei mir die e-mail benachrichtigung nicht, deshalb etwas spät ein danke. ; )

ja, der tipp mit bis sommer klingt gut ... nach der winterpause sind sie noch motiviert, und dann abmarsch richtung donau.

werd ich mir anschauen.

und gerhard ... so weit ist das aber nicht. auch mit zug gut, aber das ist ja kein thema, soweit ich bei dir weiß. ; ) mit dem gaunzn krafl.

schönen abend.
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Lupus
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Re: March bei Dürnkrut ... know-how

Beitrag von Lupus »

meigo1234 hat geschrieben: 26.12.2025, 21:06

werd ich mir anschauen.

und gerhard ... so weit ist das aber nicht. auch mit zug gut, aber das ist ja kein thema, soweit ich bei dir weiß. ; ) mit dem gaunzn krafl.


Ja ich bemühe mich eh, und glaube ich hab ihm Vergleich zu anderen recht wenig, die müssen oft vom Auto x-mal hin und her.
Ich schlepp halt nur Rutenfutteral, Stockerl, Kescher, Matte und schau, dass ich den Futterkübel in den Rucksack reingeb. So komme ich mit einem Gang durch den Auwald zurecht, aber Du hast recht, für eine längere U-Bahn oder Zug-Fahrt ist es nicht sooo bequem.
Ich bin gar kein so Verfechter der umbedingt "mit da Gurk´n" (Altwiener Ausdruck für Auto :lol: ) unterwegs sein muss, aber die Not ist es. Steh ich in der Kälte bei einer Busstation, frieren mir die Hände ab, und in "der Gurkn" heiz ich wenigstens das Lenkradl.

Aber die March muss schon traumhaft sein, da gebe ich Euch recht.
Ich habe ja immer eine Faszination an so richtigen Tieflandflüssen auch gehabt, und viele gibts in Österreich nicht. Also was in den Büchern als "Brassenregion" bezeichnet wird. Da gibts nicht so viele Flüsse davon in Österreich, ned amoi bei uns im Osten.
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Re: March bei Dürnkrut ... know-how

Beitrag von meigo1234 »

ich bin da nicht ganz am schirm, aber ich dachte die march nicht eher klassische "barbenregion", da liege ich aber wohl falsch, wenn ich an wels, aal etc. denke ...

wobei wir ja wissen, dass diese bezeichnungen anhand fischnamen irreführend sind. die "äschengewässer" sind ja heutzutage "autochthon" eigentlich fast ausschließlich von aiteln tatsächlich über jahre hinweg bewohnt, weil es die äschen und forellen im wärmer werdenden wasser kaum noch leben freut.

außer sie werden jährlich von menschen künstlich reingesetzt ... (was wiederum die otter freut. le buffet est ouvert ! )
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Lupus
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Re: March bei Dürnkrut ... know-how

Beitrag von Lupus »

meigo1234 hat geschrieben: 31.12.2025, 09:08 ich bin da nicht ganz am schirm, aber ich dachte die march nicht eher klassische "barbenregion", da liege ich aber wohl falsch, wenn ich an wels, aal etc. denke ...

wobei wir ja wissen, dass diese bezeichnungen anhand fischnamen irreführend sind. die "äschengewässer" sind ja heutzutage "autochthon" eigentlich fast ausschließlich von aiteln tatsächlich über jahre hinweg bewohnt, weil es die äschen und forellen im wärmer werdenden wasser kaum noch leben freut.

außer sie werden jährlich von menschen künstlich reingesetzt ... (was wiederum die otter freut. le buffet est ouvert ! )
Ja, in der Revierbeschreibung im Fisch&Wasser steht Brachsenregion, ich bin kein Gewässerbiologe, aber tatsächlich würde ich mir Barbenregion eher bissl weiter oben vorstellen, wo sie wahrscheinlich in der Tschechei oder Slowakei fliesst. Ist nicht die Barbenregion durch eher kiesigen oder schottrigen Untergrund geprägt.

Die March so weit unten und vor allem weil auch Waller vorkommen, hätte ich eher als Brachsenregion eingeschätzt.

Interessant und anregend ist auch Dein Einwurf zur Äschenregion:

Nun, das mit dass in der ehemaligen Äschenregion nur mehr die "Grusi-Trouts" alias "Piefke-Trouts" alias Aiteln leben, wird teilweise so stimmen.

aaaaaber:

Es gibt auch Gewässer, wo die Äsche NIE vorgekommen ist, weil es einfach kein Äschenfluss ist.

Ein Paradebeispiel dafür ist der auch von mir befischte Wienfluss. In diesem aus der Sandstein - Flyschzone kommenden Fluss, und sicher auch anderen, die in die andere Richtung fließen, wie die Kleine und Große Tulln, der Weidlingbach, und was es da noch gibt, in denen ist NIE die Äsche vorgekommen:
Dort ist im Oberlauf der markante Fisch ein "Wienerwald-Stamm" der Bachforelle, den man ganz leicht erkennt, und der aber auch sehr anpassungsfähig ist und durchaus auch etwas zu warmes Wasser verträgt.
Und bissl weiter unten, aber schon eindeutig dort, wo auch noch die Bachforelle schwimmt, gibt es Massen von den "Grusis".

Denn: Es gibt keine Äschenregion weil es dort nie Äschen von Natur aus gab.
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Re: March bei Dürnkrut ... know-how

Beitrag von meigo1234 »

ja, interessant

ist auch richtung westen wohl heimischer, die äsche. in deutschland häufig auch ohne besatz in flüssen.

frag mich, ob aitel wegen ihrer omnipräsenz so einen schlechten ruf haben, oder weil sie einfach keine guten speisefische sind. hab mal einen normal gekocht, war nicht ansprechend. evtl stücke frittert oder halt faschiert interessant. aber sie fressen halt auch alles.

oder beides ...
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korsikaphil
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Re: March bei Dürnkrut ... know-how

Beitrag von korsikaphil »

Lupus hat geschrieben: 02.01.2026, 11:00 Denn: Es gibt keine Äschenregion weil es dort nie Äschen von Natur aus gab.
Servus,

ich hab das immer so verstanden dass der namensgebende Fisch lediglich umschreibt welche Lebensbedingungen im jeweiligen Flussabschnitt vorherrschen und der jeweiligen Leitart daher besonders entgegenkommen. Die namensgebende Fischart dient sozusagen als "Kurzbeschreibung", unabhängig davon ob sie tatsächlich im jeweiligen Gewässer vorkommt.

Der ausschlaggebende Faktor für die Einordnung ist das Gefälle / die Fließgeschwindigkeit. Von ihr hängen die anderen Parameter Sediment, Temperatur, Sauerstoffgehalt usw. ab:

www.brandenburg.nabu.de
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Viele Grüße
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Re: March bei Dürnkrut ... know-how

Beitrag von meigo1234 »

danke dir. für die gute grafik und erklärung.

die regionen bleiben eh gleich, aber die temperaturrahmen haben sich leider um 2 grad erhöht ... "äschengewässer" sind ja bei uns meist schon auf phasenweise 20 ... unter 500 meter seehöhe. die warmen nächte, und auch der geringe niederschlag, etc. das alte lied ...
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Lupus
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Re: March bei Dürnkrut ... know-how

Beitrag von Lupus »

Es gibt auch Beispiele, wo die Äsche im Kommen ist.
Der Kleine Kamp war zum Beispiel noch vor vielen Jahren ein reines Bachforellengewässer mit ein paar spitzmäuligen Äschen. Inzwischen, durch die Erwärmung ist die Äsche im Vormarsch und ich habe die letzten Male wo ich dort war, jedes Mal etwas mehr Äschen als beim vorigen Mal gefangen, die Bafo natürlich auch, aber grad bei der Äsche ist das frappant.
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Lupus
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Re: March bei Dürnkrut ... know-how

Beitrag von Lupus »

meigo1234 hat geschrieben: 02.01.2026, 11:12 ja, interessant

ist auch richtung westen wohl heimischer, die äsche. in deutschland häufig auch ohne besatz in flüssen.

frag mich, ob aitel wegen ihrer omnipräsenz so einen schlechten ruf haben, oder weil sie einfach keine guten speisefische sind. hab mal einen normal gekocht, war nicht ansprechend. evtl stücke frittert oder halt faschiert interessant. aber sie fressen halt auch alles.

oder beides ...
Eigentlich verdienen sie den schlechten Ruf ja gar nicht.
Der schlechte Ruf stammte aus einem uralten Vorurteil, dass die Aitel als Laichräuber aus Forellengewässern raus müssen, da gabs von der ach so hehren Liga der Fliegenfischer welche, die ein Aitl einfach umbrachten und weghauten, weil das ja ach so böse Laichräuber sind.

Der Name "Piefke Trout" stammt glaub ich von mir, weil im Salzkammergut wenn die Piefke in Anmarsch kamen im Sommer und bei den Bootsstegen der Salzkammergutseen runterschauten, weil dort immer ein Trupp Aitel waren, die Brotfütterung gewohnt waren, und die riefen dann immer "Mööönsch kuck mal, en jantzer Schwaaarm Forellen !"

Wir hauten uns immer voll ab, weil abgesehen von allem sind Forellen nicht in Schwärmen *lol*.

Ich selber hab das Aitel ganz gern als Winterfisch, so mit der leichten Grundangel ganz Oldschool mit einer Original Hardy Avon wie sie noch aus Kohlefaser waren. Damit ist der Drill von Friedfischen der Mittelklasse "echt Sahne", um auf die Piefke zurückzukommen :lol:
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Re: March bei Dürnkrut ... know-how

Beitrag von Sixpack »

Die originale Avon war aus Glasfaser -ich nehme an, dass du dies meintest.
My biggest worry is that my wife (when I’m dead) will sell my fishing gear for what I said I paid for it!
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korsikaphil
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Re: March bei Dürnkrut ... know-how

Beitrag von korsikaphil »

Glasfaser ist voi geil :D Ich hab zwei Dreiteilige bei denen immerhin das Spitzenteil aus Vollglas ist. Das Drillgefühl ist intensiver als bei Kohlefaserruten, gerade bei kleinen Fischen. Hoffentlich besinnen sich die Hersteller wieder auf die Qualitäten der Glasfaser und bieten mehr davon an!
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Lupus
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Re: March bei Dürnkrut ... know-how

Beitrag von Lupus »

korsikaphil hat geschrieben: 03.01.2026, 09:38 Glasfaser ist voi geil :D Ich hab zwei Dreiteilige bei denen immerhin das Spitzenteil aus Vollglas ist. Das Drillgefühl ist intensiver als bei Kohlefaserruten, gerade bei kleinen Fischen. Hoffentlich besinnen sich die Hersteller wieder auf die Qualitäten der Glasfaser und bieten mehr davon an!
Ja, wenn man es zu schätzen weiß.

Ich bin ja zweigeteilt, einerseits hab ich schon gerne Kohlefaser, meine schwere Spinnrute und meine stärkste Karpfenrute für krautflüchtende Sommer-Großkarpfen sind Kohlefaser, aber beim "Mittleren Fischen", hab ich auf allen Sektoren gern Hohlglas: Die Avon hamma schon durch, dann zwei alte Rössler, eine für´s Karpfenfischen mim Stoppel, und eine fürs Blinkern.

Aber back to topic, ich glaube an der March reisst man mit die Hohlglasruten kaa Laberl, im Fluss jedenfalls nicht, weil für´s Feedern und für Bolonese oder fürs Blinkern brauchst da schon was kohlefasriges.
In den Ausständen wie dem "Hufeisenteich" gehts sicher mit der Hohlglas.

Ich finde es ja klass, dass man bei der Lizenz nicht "nur" den Fluss dabei hat, sondern auch die stehenden Ausstände. Da kann man unglaublich flexibel sein und grad fischen, wie es einem passt.

Das einzige, was mich ein bissl mißtrauisch macht, denn auch im Fisch@Wasser wird dieses Mal genau dieser Verein vorgestellt, also mit so viele Daubler, denk ich mir, da hast dann als Angler nur wenig Plätze, und auch wenn die Daubler anfüttern, wird man als Angler mit dem Feeder nicht mehr das große Laberl reissen, weil da haben dann die Daubler die Nase vorn und sitzen am "Futtertrog".....recht habens, ich bin zwar kaa Daubler, aber logo dass die ned nur leere Netz auffiziehn wollen :lol:
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