Donau-Plesching linkes Ufer

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wamsy
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Donau-Plesching linkes Ufer

Beitrag von wamsy » 13.09.2019, 05:27

Hallo,

ich überlege schon seit längerer Zeit, ob ich diesen Abschnitt (Donau-Plesching linkes Ufer) befischen soll.

Angelmethode: Spinnfischen
Zielfisch: Zander
Erwartungshaltung bzgl. Größe: 70+ cm

Seit nunmehr zwei Jahren befische ich die gegenüberliegende Seite (das rechte Ufer inkl. Häfen). Mein eigentliches Problem ist der enorme Angeldruck und die Durchschnittsgröße der Zander: Viele Fische sind untermaßig und die maßigen sind zumeist kleiner als 70 cm. Im Schnitt zwischen 50 cm und 60 cm, falls sie denn maßig sind. Mein aktueller PB liegt bei 65 cm.

Zu meinen Erwartungen: Natürlich freue ich mich über jede weitere Verbesserung meines PB's. Ein Fisch der "1000 Würfe" oder die Regel?


Hat jemand von euch die linke Seite und würde mir diese hinsichtlich meiner Erwartungshaltung empfehlen? Ich freue mich auf alle Hinweise und bin dafür dankbar.

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Lupus
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Re: Donau-Plesching linkes Ufer

Beitrag von Lupus » 13.09.2019, 06:33

wamsy hat geschrieben:
13.09.2019, 05:27

Mein eigentliches Problem ist der enorme Angeldruck und die Durchschnittsgröße der Zander: Viele Fische sind untermaßig und die maßigen sind zumeist kleiner als 70 cm. Im Schnitt zwischen 50 cm und 60 cm, falls sie denn maßig sind. Mein aktueller PB liegt bei 65 cm.

Zu meinen Erwartungen: Natürlich freue ich mich über jede weitere Verbesserung meines PB's. Ein Fisch der "1000 Würfe" oder die Regel?


Zum Wasser selber kann ich nichts sagen, ich weiß nur vom Hörensagen oder vom Forum-lesen, dass diese ganzen Reviere dort oben bei Euch ziemlich überfischt sind.

Wenn Du jetzt "am rechten Ufer" trotz - wie Du sagst trotz des enormen Angeldruckes sogar maßige Zander und offensichtlich gar nicht nur Einzelfänge erwischen konntest, bist Du wahrscheinlich eh schon ein Profi auf diesem Gebiet, denn der Zander ist leider in den letzten Jahren ein Modefisch geworden, jeder Neueinsteiger will schon gleich Zander, Zander, und nochmals Zander, was sich natürlich allgemein nachteilig auf die Fangergebnisse auswirkt.

Ich würde fast kryptisch sagen, wer heute unter solchen Umständen einen Zander fängt, dann wiegt das erfolgsmäßig so viel wie wenn an einem anderen Gewässer einer einen Huchen fängt.
Also wenn Du wirklich regelmäßig welche fängst, und 50cm - 60cm ist doch die ideale Größe, dann kann man schon sehr zufrieden sein. Der Zeitpunkt, wann IRGENDMAL ein Kapitaler mit über 70cm einsteigt, könnte irgendwann unverhofft kommen.

Ich fische schon mehr als 40 Jahre auf Zander (meinen ersten fing ich 1977) und habe in diesen Jahrzehnten glaube ich 3 Zander mit 70+ gefangen, alle anderen hunderten waren zwischen 45-60cm, ganz selten mal 65cm. Mein PB war 82cm, gefolgt von 2 70ern. Den 82er fing ich 1980, gefolgt von 2 70ern bis 1992, danach alle ab Brittelmaß 45cm bis 60cm. Und wenn man so lange auf Zander fischt, wurscht wo, dann dürfte diese Durchschnittsgröße schon recht repräsentativ sein. Ich hoffe GAR NICHTS mehr punkto Größenrekorde, sondern freue mich, wenn ich gezielt auf Zander gehe und im Idealfall auch einen fange.

Raubfischangeln wird einfach zu sehr propagiert heute. Als ich anfing, wollte jeder auf Karpfen fischen und ich war so ziemlich der einzige "Trottel" an unserem Revier, der ab September (damals war witzigerweise Spinnfischen erst ab 1.9. erlaubt) spinnfischen ging ("blinkern" nennen sie es an unserem Revier witzigerweise, egal ob man jetzt statt eines Blinkers einen Wobbler oder Gummifisch verwendet).
Das Riesenglück war, dass ich also als Raubfischangler ziemlich alleine auf der Flur war. Heute wird ´halt aus dem Spinnfischen auf Zander eine riesen Industrie gemacht und das ganze medienmäßig irre hochgepuscht. Wenn dann da einer tatsächlich noch welche fängt, ist er eh ein Kaiser.
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