Irland

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Elmike
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Beitrag von Elmike » 20.11.2005, 18:35

@Ranger
Frischer als bei uns ists dort selten, allerdings gibts dort Regen und Stürme
der dritten Art. (Regen von oben ist die Ausnahme). Ich war bereits im
August, November und Dezember dort, in allen 3 Monaten gabs Tage mit
Sichtweiten < 3 Meter.

Geangelt hab dort nie ( :oops: ), mag sein das die Fänge für oben genanntes
entschädigen, aber mich ziehts nichtmehr hin.
Die Iren selbst sind allerdings größtenteils supernett, und die Pubs tatsächlich
saugemütlich. Allerdings darf man da drinnen mittlerweile ja nicht mehr
rauchen, für mich kein Pluspunkt.

Kleiner Augustdialog nach einer Woche Dauerregen:
Mike: Nice Irish weather, how do your people cope with that?
Keith: We don't, thats why we drink so much...

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Beitrag von Ranger » 20.11.2005, 20:08

@ Elmike, ein bisschen was, muss man schon einstecken können, aber wie ich vermute, sind die Chancen auf Sauwetter zu dieser Jahreszeit, am größten. Deshalb würde ich den Juli oder August vorziehen, das geht leider erst 2007 bei mir, dann könnte ich mich sogar bei erfahrenen Irlandanglern anschließen.
Petri Heil

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Beitrag von Gast » 20.11.2005, 21:44

Was die Anreise angeht, ist es schon billiger zu fliegen. Aber...

Wir fahren zuerst ein bis zwei Wochen auf dem Shannon herum und dann noch gute 10 Tage kreuz und quer durchs Land. Meistens sind es 4-5 Personen mit einem VW-Bus. Wenn man das Land und andere excellente Gewässer kennenlernen möchte, da führt nix am Selbstfahrerdasein vorbei! Außerdem buchen wir seit Jahr und Tag beim gleichen Verleiher und das auch über eine irische Privatadresse. That makes a very special price!

Angelsachen gibt es übrigens in jedem Kramerladen zu kaufen und in Portumna, Athlone und Carrick-on-Shannon hat es hervorragende Angelläden. So ist es ja nun auch wieder nicht, das die Iren mit krummen Nägeln fischen würden. Ganz abgesehen davon ist in Cork einer, da muss man hierzulande lange suchen, bis man so eine geballte Sammlung edelster Raritäten findet! Für Fliegenfischer und Friedfischangler ist das der Garten Eden.

Was die Reisezeit angeht, da bevorzuge ich den April/Mai und September/Oktober. In der Hauptreisezeit ist einfach für meinen (irischen) Geschmack viel zu viel Trubel. Wer im Juni/Juli fährt der sollte unbedingt an die Südküste. Eine Erfahrung mit Wolfsbarschen sollte man sich nicht entgehen lassen! Sonst ist es eben auch abhängig, was man an Fischarten bevorzugt und wer noch mit dabei ist.

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Beitrag von Gast » 20.11.2005, 21:46

Wegen dem Wetter...

...was ist schon dabei, wenn es jedes Wetter jeden Tag mindestens einmal gibt?

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Beitrag von Scorpio » 19.11.2006, 23:20

Ich liebe Irland und die Iren und war schon zweimal dort, hab am Erne, am Boyne, am Lough Erne und an der Seenplatte von Cavan geangelt. Die Iren sind wirklich sehr nett und so herrlich chaotisch. Es ist aber nicht mehr gar so üppig wie vor 10-15 Jahren. In den frühen 90ern waren Hechte dort noch so etwas wie Ungeziefer, und die irische Fischereibehörde hat sie dezimiert, bis sie gemerkt haben, daß Deutsche und Franzosen nur zur Hechtangelei kamen. Es gibt viel mehr Bürokratie, und man kann furchtbar Pech haben. Ich hab eigentlich dort nicht viele Hechte, aber phantastische Schleien von über 5 Pfd gefangen. Daß ich einen schönen 14 Pfünder gefangen habe, war eigentlich reines Glück, denn es war im Oktober viel zu warm. ich habe einen ganzen Angelverein aus Berlin erlebt, die mit 30 Mann in Killykeen Forrest Park eingefallen und am Ende nach zwei Wochen mit insgesamt drei Hechten wieder abgereist sind. Um die Weihnachtszeit oder im November wird man dort allerdings an einem einzigen Nachmittag soviele hechte fangen, und hat gute Chancen auf einen Kapitalen. Ich würde die Grüne Insel gern mal wiedersehen, für eine reine Angeltour würde ich allerdings viel eher an den Ebrostausee fahren, ehe dort der Zanderfilettourismus die Angelei ruiniert.
Nur wer angeln geht, kann Fische fangen.

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Re: Irland

Beitrag von AlexP » 15.04.2019, 21:17

Hallo Leute,
bin Neuling hier im Forum und habe mich in der Hoffnung, ein wenig über Irland und speziell den Shannon zu erfahren, angemeldet.
Habe gelesen, dass einige von euch gutes Wissen gesammelt haben!
Ich würde gerne diese Jahr im Okt. mit 3 Kumpels rauf nach Carrick-on-Shannon.
Leider wissen wir übers schleppen so gut wie nichts aber die Vorstellung einen dicken Hecht an bord zu ziehen treibt uns an! ;)
Ich bin für alle arten von Tips sehr dankbar!
Die grundlegende Frage die sich uns stellt: welches Wurfgewicht in Kombination mit Länge der Rute empfiehlt sich zum schleppen und welche Spule (meter Schnur) sollte man haben, Geflochten oder besser Mono - welche Stärke sollte die Schnur haben?!
also wie Ihr seht.. Fragen über Fragen - aktuell noch (wie ich hier im Forum) Köderfisch-neveau!
beste Grüße und ein dickes Petri,
Alex

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Re: Irland

Beitrag von Oldman » 16.04.2019, 10:33

Hallo!
Ich war noch nicht in Irland aber öfters in Schweden.
Gefangen habe ich beim Schleppen mit einem Baumarkt Wobbler und Gummifisch 10cm lang und 25gr. Bleikopf. Rute 2,70m bis 60gr. Wurfgewicht.
Schnur 0,12 Geflochtene und 0,25 er Mono . Beides mit 30cm Stahlvorfach.

Ganz ehrlich -von der Kampfkraft eines Hechtes bin ich enttäuscht. Als ich vor jahren anfing mit dem Angeln war mein Traum einenn Hecht zu fangen und freute mich auf den Drill. Als es dann so weit war, war die Enttäuschung groß.

Gruß Oldman
wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fisch gefangen ist,
wirst du festellen, dass man Geld nicht essen kann

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Re: Irland

Beitrag von korsikaphil » 17.04.2019, 08:23

Irland - das war vor etwa fünfzehn Jahren meine erste richtige Angelreise (igitt bin ich alt :( ).
Wir waren damals eine Woche im Mai am Corrib. Als derbe Anfänger hatten wir uns aufs Schleppen im Freiwasser eingeschossen weil wir gelesen hatten dass das die beste Großhechtmehode wäre... :?

Nix gegen das Schleppen, aber der Köder muss dorthin wo die Fische sind. Und die Gewässer in Irland sind idR in gutem, naturbelassenem Zustand - sprich die Fische können sich dort so verhalten wie es ihrem jahreszeitlichen Rhytmus entspricht.

Gefunden haben wir die Räuber entsprechend in Ufernähe, mitunter in lediglich knietiefem Wasser. Auch der Wind spielte eine große Rolle: Dort wo er erwärmtes Oberflächenwasser in krautige oder steinige Buchten blies, ging es mitunter Schlag auf Schlag - jeder zweite Wurf ein Fisch. Mit dem Wind in die Bucht geschleuderte und schnell eingekurbelte Spinner waren hier ein Bringer.

Leider sind die Ufer meist sehr schlecht begeh- bzw. bewatbar. Ich bin einmal im Schlick steckengeblieben - hier ist also Vorsicht geboten :roll: Mit google maps fanden wir dann aber doch kleinere Seen mit steinigen Ufern die wir sodann - bei passendem Wind - mit der Spinnrute abwanderten und uns so die teure Bootsmiete sparen konnten.
Kleinere Gufis mit schweren Köpfen, die wir beim Absinken auf die Steine aufknallen ließen, waren hier der Erfolgsköder - zumal alles was Drillinge trug hier sehr schnell ein nasses Grab fand. Bei dieser Angelei stieg mir ein hungriger Endsiebziger unter der Rutenspitze ein, der vor meinen Füßen zwischen den Steinen gelegen haben muss und den Gufi beim Herausheben brachial attackierte :up2:
A float tip is pleasant in its appearance, and even more pleasant in its disappearance!

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Re: Irland

Beitrag von AlexP » 18.04.2019, 18:43

@Oldman, @korsikaphil:
Männer, ich danke euch herzlich für diese ehrlichen Worte!
Super Infos für mich!
@korsikaphil - ein sehr guter Input sich die Bootsmiete zu ersparen! ich denke dennoch mit Hotel und Auto wird's durch ein paar Leute geteilt nicht Unsummen mehr ausmachen wenn wir uns gleich das Boot nehmen auf dem man ja auch schlafen kann.
Ich danke Euch!
Wenn noch jemand ein paar Worte zum Thema los werden möchte - freue ich mich nach wie vor sehr!!
LG Alex

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Re: Irland

Beitrag von korsikaphil » 18.04.2019, 20:25

Achso, Hausboot :D Hätt ich auch selber draufkommen können... :roll:

Wg. Tackle: Ich würd - nur für den einen Trip - kein Spezialgerät anschaffen, sondern nur Spinntackle und ordentliche Rutenhalter mitnehmen (bzw. den Vermieter fragen ob schon welche an Board sind).
Lohnt sich einfach nicht, wennst keine Sideplaner vewendest und nicht in abartigen Tiefen schleppen musst dann kannst genauso gut die ganz normale Hechtspinne als Schlepprute verwenden.

Falls du ein Jerker bist: Bestens, die Jerkruten sind optimal fürs Schleppen mit freier Leine und obendrein superhandlich im Boot.
A float tip is pleasant in its appearance, and even more pleasant in its disappearance!

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